{"id":700344,"date":"2026-01-07T15:09:14","date_gmt":"2026-01-07T15:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/700344\/"},"modified":"2026-01-07T15:09:14","modified_gmt":"2026-01-07T15:09:14","slug":"forscher-entdecken-ein-alarmzeichen-das-im-schlaf-beginnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/700344\/","title":{"rendered":"Forscher entdecken ein Alarmzeichen, das im Schlaf beginnt"},"content":{"rendered":"<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Eine beginnende <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/demenz\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1750345568\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demenz<\/a> zeigt sich h\u00e4ufig zuerst im Kurzzeitged\u00e4chtnis: Verabredungen werden doppelt notiert, Namen fallen nicht ein, Gesagtes ist nach wenigen Minuten wieder weg. Sp\u00e4ter kann auch das Langzeitged\u00e4chtnis L\u00fccken bekommen. Dann gehen nicht nur Erinnerungen verloren, sondern auch die F\u00e4higkeiten, die ein Leben lang zuverl\u00e4ssig waren: Routinen, Handgriffe, Orientierung. <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das Problem: Viele dieser fr\u00fchen Hinweise sind schwer zu greifen. Sie passen genauso gut zu Stress, Schlafmangel oder einer depressiven Phase. Manches l\u00e4sst sich auch mit \u201eganz normalem \u00c4lterwerden\u201c erkl\u00e4ren. Deshalb suchen Forschende nach Anzeichen, die fr\u00fcher auftreten und sich besser erfassen lassen. Ein Bereich, der dabei lange untersch\u00e4tzt wurde, ist der <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/schlaf\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1688375213\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schlaf<\/a>. Eine Studie legt nun nahe, dass ausgerechnet unsere Tr\u00e4ume mehr verraten k\u00f6nnten, als wir morgens ahnen.<\/p>\n<p>  Albtr\u00e4ume und Demenzrisiko:\u00a0Tr\u00e4ume als Fr\u00fchwarnzeichen?<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">In der <a href=\"https:\/\/www.thelancet.com\/journals\/eclinm\/article\/PIIS2589-5370%2822%2900370-4\/fulltext\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Studie<\/a> von Abidemi Otaiku von der University of Birmingham aus dem Jahr 2022, ver\u00f6ffentlicht in \u201eThe Lancet\u201c, ging es um eine einfache Frage: Haben Menschen, die h\u00e4ufig schlecht tr\u00e4umen, sp\u00e4ter h\u00e4ufiger Probleme mit Denken und Ged\u00e4chtnis? Otaiku wertete dazu Daten aus drei umfangreichen US-Studien zu <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/gesundheit\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1668870619\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gesundheit<\/a> und Altern aus. Er betrachtete \u00fcber 600 Personen zwischen 35 und 64 Jahren sowie rund 2.600 Menschen ab 79 Jahren. Alle waren zu Beginn demenzfrei.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Zu Start der Beobachtung f\u00fcllten die Teilnehmenden Frageb\u00f6gen aus, darunter auch einen zur H\u00e4ufigkeit von schlechten Tr\u00e4umen. Als <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/article409355182\/forscher-warnen-haeufige-albtraeume-koennen-das-leben-verkuerzen.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1751131213\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Albtr\u00e4ume<\/a> z\u00e4hlte die Studie jene Tr\u00e4ume, die einen so aufw\u00fchlen, dass man davon aufwacht. Danach wurde \u00fcber Jahre hinweg verfolgt, ob sich die geistige Leistungsf\u00e4higkeit verschlechterte oder eine Demenz diagnostiziert wurde.<\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/238408641_1684159457_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[4\/3]\" alt=\"Schlecht getr\u00e4umt? Mit den richtigen Strategien lassen sich Albtr\u00e4ume vermeiden.\" title=\"Schlecht getr\u00e4umt? Mit den richtigen Strategien lassen sich Albtr\u00e4ume vermeiden.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>  W\u00f6chentliche Albtr\u00e4ume: Viermal mehr Risiko f\u00fcr geistigen Abbau<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Das Ergebnis fiel deutlich aus. In der Studie hei\u00dft es, dass Menschen im mittleren Alter zwischen 35 und 64 Jahren, die mindestens einmal pro Woche Albtr\u00e4ume hatten, in den folgenden zehn Jahren mit etwa viermal h\u00f6herer Wahrscheinlichkeit einen sp\u00fcrbaren geistigen Abbau erlebten. In der Gruppe der \u00fcber 79-J\u00e4hrigen zeigte sich ein \u00e4hnliches Muster: Bei ihnen wurde <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/article410752519\/studie-bestaetigt-fettreiches-milchprodukt-senkt-demenz-risiko.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1766559106\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demenz<\/a> ungef\u00e4hr doppelt so h\u00e4ufig diagnostiziert, wenn sie regelm\u00e4\u00dfig von Albtr\u00e4umen berichteten, als bei Menschen, die selten oder nie schlecht tr\u00e4umten.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Otaiku ordnet das als m\u00f6glichen fr\u00fchen Hinweis ein. \u201eEs gibt bislang nur sehr wenige Risikoindikatoren f\u00fcr Demenz, die bereits im mittleren Alter identifiziert werden k\u00f6nnen\u201c, sagt er. Albtr\u00e4ume k\u00f6nnten helfen, Personen mit erh\u00f6htem Risiko fr\u00fcher zu erkennen \u2013 und damit auch fr\u00fcher gegenzusteuern. <\/p>\n<p>  Demenz-Risiko bei M\u00e4nnern: Warum Albtr\u00e4ume bei ihnen st\u00e4rker ins Gewicht fallen<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Auff\u00e4llig war au\u00dferdem der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Der Zusammenhang zwischen Albtr\u00e4umen und <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/article410549848\/in-dieser-lebensphase-kann-sport-das-demenz-risiko-halbieren.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1764408509\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">sp\u00e4terer Demenz<\/a> war bei M\u00e4nnern deutlich ausgepr\u00e4gter als bei Frauen. \u00c4ltere M\u00e4nner, die w\u00f6chentlich Albtr\u00e4ume angaben, erkrankten laut Studie etwa f\u00fcnfmal h\u00e4ufiger als M\u00e4nner, die selten oder nie schlecht tr\u00e4umten. Bei Frauen zeigte sich zwar ebenfalls ein Anstieg \u2013 aber deutlich geringer: Dort lag die Risikoerh\u00f6hung bei 41 Prozent.<\/p>\n<p>   Ein FUNKE Liebe<\/p>\n<p class=\"text-body2 mt-2\">Alle zwei Wochen sonntags: Antworten auf Beziehungsfragen \u2013 ehrlich, nah und alltagstauglich.<\/p>\n<p class=\"text-caption text-copy-secondary\">\n          Mit meiner Anmeldung zum Newsletter stimme ich der<br \/>\n          <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/service\/newsletter-adconsent\" class=\"text-overline text-copy-accent-negative dark:underline\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Werbevereinbarung<\/a><br \/>\n          zu.\n        <\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Warum das so ist, l\u00e4sst sich aus den Daten nicht eindeutig ableiten. Die Studie kann nur zeigen, dass es diesen Unterschied gibt, nicht wodurch er entsteht. Denkbar sind laut Otaiku, mehrere Erkl\u00e4rungen: biologische Unterschiede, etwa hormonelle Einfl\u00fcsse; Unterschiede in der Schlafphysiologie; oder auch die Frage, ob M\u00e4nner und Frauen Albtr\u00e4ume unterschiedlich wahrnehmen und berichten. <\/p>\n<p>            <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/405632992_1720705822_v16_9_1200.jpeg\" class=\"relative z-10 block w-full object-cover aspect-[4\/3]\" alt=\"Sad senior old woman. Lonely from loss or sick with headache. Upset patient in retirement home with stress or pain. Alzheimer, depression, senility or dementia.\" title=\"Sad senior old woman. Lonely from loss or sick with headache. Upset patient in retirement home with stress or pain. Alzheimer, depression, senility or dementia. Disorder, migraine or insomnia.\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>  Ursache oder Symptom: K\u00f6nnen Albtr\u00e4ume\u00a0Demenz ausl\u00f6sen?<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Was diese Albtr\u00e4ume genau bedeuten, bleibt allerdings die Schl\u00fcsselfrage. Studienleiter Otaiku nennt zwei m\u00f6gliche Erkl\u00e4rungen: Entweder sind h\u00e4ufige Albtr\u00e4ume ein sehr fr\u00fches Warnzeichen, das Ged\u00e4chtnis- und <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/article407838050\/gesundheit-gedaechtnis-expertin-tipps-gegen-demenz-alzheimer-ms.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"premium\" data-article-publish-date=\"1748004360\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Denkproblemen<\/a> \u201eum mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte vorausgehen\u201c kann, oder sie wirken als Verst\u00e4rker, vielleicht sogar als Mit-Ausl\u00f6ser von krankhaften Prozessen im Gehirn. \u201eAngesichts der Art dieser Studie ist es nicht m\u00f6glich, sicher zu sein, welche dieser Theorien korrekt ist\u201c, sagt Otaiku. Er neige zwar eher zur Erkl\u00e4rung \u201eFr\u00fchzeichen\u201c \u2013 beweisen lasse sich das mit diesen Daten aber nicht.<\/p>\n<p>              Lesen Sie hier alle Tipps von Longevity-Doc Felix Bertram<\/p>\n<p>  Albtr\u00e4ume behandeln: Eine Chance f\u00fcr fr\u00fche Demenz-Pr\u00e4vention?<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Die gute Nachricht: Wiederkehrende Albtr\u00e4ume sind behandelbar. \u00a0Otaiku verweist darauf, dass man bei der g\u00e4ngigen Standardtherapie, die \u00c4rztinnen und \u00c4rzte in der Regel als erstes empfehlen, bereits Effekte beobachtet hat: Sie k\u00f6nne die Ansammlung bestimmter Eiwei\u00dfe verringern, die mit <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/alzheimer\/\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1681812160\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alzheimer<\/a> in Verbindung stehen. Au\u00dferdem gebe es Fallberichte, in denen sich nach einer Behandlung nicht nur der Schlaf beruhigte, sondern auch Ged\u00e4chtnis und Denken wieder stabiler wirkten.<\/p>\n<p class=\"expressive-copy-lg-body\">Ob daraus einmal echte Strategie zur\u00a0<a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/article410367761\/alzheimer-demenz-risiko-gesundheit-bewegung-praevention-studie.html\" data-category-full-path=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/ratgeber-wissen\/\" data-paid-status=\"free\" data-article-publish-date=\"1762852677\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demenz-Pr\u00e4vention <\/a>wird, ist offen. Aber die Richtung ist klar: Wenn der Schlaf tats\u00e4chlich fr\u00fche Warnzeichen liefert \u2013 und wenn man diese Zeichen beeinflussen kann \u2013, dann liegt hier wom\u00f6glich ein Ansatz, der fr\u00fcher ansetzt als das, was heute \u00fcblich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Eine beginnende Demenz zeigt sich h\u00e4ufig zuerst im Kurzzeitged\u00e4chtnis: Verabredungen werden doppelt notiert, Namen fallen nicht ein, Gesagtes&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":700345,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[137],"tags":[29,30,141,232],"class_list":{"0":"post-700344","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-gesundheit","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-gesundheit","11":"tag-health"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115854453403100433","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700344","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=700344"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700344\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/700345"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=700344"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=700344"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=700344"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}