{"id":700541,"date":"2026-01-07T16:54:15","date_gmt":"2026-01-07T16:54:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/700541\/"},"modified":"2026-01-07T16:54:15","modified_gmt":"2026-01-07T16:54:15","slug":"wuppertaler-juniorprofessor-wird-mitglied-im-jungen-kolleg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/700541\/","title":{"rendered":"Wuppertaler Juniorprofessor wird Mitglied im Jungen Kolleg"},"content":{"rendered":"<p>Mit Methoden der angewandten Mathematik modelliert und optimiert Hannes Gernandt dynamische Systeme, also zeitlich ver\u00e4nderliche Prozesse. Um Modellfehler zu vermeiden, gewinnen datenbasierte Verfahren wie das maschinelle Lernen zunehmend an Bedeutung. Mit einem Haken: Rein datengetriebene Modelle liefern zwar oft gute Ergebnisse, ber\u00fccksichtigen h\u00e4ufig aber keine physikalischen Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, wie beispielsweise die Energieerhaltung. In seiner Forschung nutzt Gernandt daher einen Ansatz, der in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen hat: Sogenannte Port-Hamiltonsche Systeme verbinden physikalisches Wissen mit datenbasierten Methoden.<\/p>\n<p>Als Mitglied des <a href=\"https:\/\/www.uni-wuppertal.de\/de\/news\/detail\/wegbereiter-fuer-die-zukunft-wissenschaftlerinnen-der-bergischen-uni-erforschen-neuen-ansatz-in-der-mathematischen-modellierung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sonderforschungsbereichs 1701 an der Bergischen Universit\u00e4t<\/a> nutzt er Port-Hamiltonsche Methoden, um neue Optimierungsverfahren und Regelungsmethoden zu entwickeln. Derzeit besch\u00e4ftigt sich Hannes Gernandt an der Fraunhofer-Einrichtung f\u00fcr Energieinfrastrukturen und Geotechnologien (IEG) mit der Simulation und Optimierung komplexer Energienetze, insbesondere von Wasserstoff- und Fernw\u00e4rmeinfrastrukturen.<\/p>\n<p><strong>Wichtige Auszeichnung<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr die neuen Mitglieder ist die Aufnahme eine wichtige Auszeichnung: Das Junge Kolleg bietet sowohl finanziellen Freiraum f\u00fcr die eigene Forschung und Kunst in Form eines j\u00e4hrlichen Stipendiums in H\u00f6he von 10.000 Euro als auch die M\u00f6glichkeit zum Austausch mit anderen exzellenten Forschenden und Kunstschaffenden. Dabei begegnen sich einige der Besten ihrer F\u00e4cher, junge wie etablierte Wissenschaftler*innen und K\u00fcnstler*innen, deren Wege sich sonst nicht kreuzen w\u00fcrden. Vertreten sind die Geisteswissenschaften, die Naturwissenschaften und die Medizin, die Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften \u2013 sowie die K\u00fcnste, eine Besonderheit der Akademie.<\/p>\n<p>\u201eDie Aufnahme in das Junge Kolleg ist eine einmalige Gelegenheit, meinen wissenschaftlichen Horizont zu erweitern und mit zahlreichen jungen Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen in den Austausch zu treten. Ich freue mich sehr darauf, meine Expertise in der angewandten Mathematik und im Bereich der erneuerbaren Energien einzubringen und im Rahmen der Initiative Humboldtn das Thema Nachhaltigkeit noch st\u00e4rker und gezielter in meine Forschung zu integrieren\u201c, sagt Hannes Gernandt.<\/p>\n<p>Drei der Stipendienpl\u00e4tze, darunter auch der von Hannes Gernandt, werden in diesem Jahr durch die Zusammenarbeit der Akademie mit der Landesrektorenkonferenz unter dem Dach der Nachhaltigkeitsinitiative Humboldtn erm\u00f6glicht: Die bundesweit einmalige Kooperationsvereinbarung zwischen den Universit\u00e4ten eines Bundeslandes und seiner Wissenschaftsakademie im Bereich der Nachwuchsf\u00f6rderung sieht vor, im Jungen Kolleg bis zu zw\u00f6lf zus\u00e4tzliche Stipendiat*innen aufzunehmen, die neue Impulse zu Fragen der Nachhaltigkeit im Kontext von Forschung und Hochschulorganisation setzen sollen.<\/p>\n<p>Seit 20 Jahren f\u00f6rdert die Akademie mit dem Jungen Kolleg den wissenschaftlichen Nachwuchs in Nordrhein-Westfalen und z\u00e4hlt mittlerweile rund 200 aktive, assoziierte und ehemalige Stipendiat*innen. Das Junge Kolleg steht Promovierten sowie herausragenden k\u00fcnstlerischen Talenten offen, die nicht \u00e4lter als 36 Jahre sind.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit Methoden der angewandten Mathematik modelliert und optimiert Hannes Gernandt dynamische Systeme, also zeitlich ver\u00e4nderliche Prozesse. 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