{"id":700723,"date":"2026-01-07T18:31:11","date_gmt":"2026-01-07T18:31:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/700723\/"},"modified":"2026-01-07T18:31:11","modified_gmt":"2026-01-07T18:31:11","slug":"ballettpremiere-grey-area-mit-david-dawson-in-duisburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/700723\/","title":{"rendered":"Ballettpremiere &#8222;Grey Area&#8220; mit David Dawson in Duisburg"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> F\u00fcr die stille Zeit, wenn die Natur und das Jahr noch nicht wieder Fahrt aufgenommen haben, h\u00e4tte man kein besseres Thema w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Die kommende Ballettpremiere der Rheinoper ist mit dem Titel \u201eGrey Area\u201c \u00fcberschrieben. Drei Tanzkoryph\u00e4en haben zu dem Gef\u00fchl des Sich-Dazwischen-Befindens philosophiert und choreografiert. Premiere ist am 16. Januar im Theater <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/duisburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Duisburg<\/a>.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDer Titel ,Grey Area\u2019 f\u00fchrt etwas in die Irre\u201c, sagt Julia Schinke, Dramaturgin der Rheinoper. \u201eOft versteht man unter Grauzonen etwas Halb-Legales. Aber hier geht es um \u00dcberg\u00e4nge, um Unsicherheit, aber auch das Sch\u00f6ne und Besondere an solchen Situationen, die wir alle erleben. Es sind lebenswichtige Phasen, die nichts Graues und Depressives an sich haben.\u201c Es werde ein spiritueller Abend, der sich dem Thema in drei Ans\u00e4tzen n\u00e4hert, erkl\u00e4rt Ballettdirektor Raphael Coumes-Marquet. \u201eEs geht um Ungewissheiten, das Dazwischen-Sein zwischen zwei Pl\u00e4tzen, zwischen Leben und Tod, ja auch im physischen Sinne zwischen zwei Punkten. So wie T\u00e4nzer auch einen \u00dcbergang finden m\u00fcssen von einem Schritt zum n\u00e4chsten. Ich kann versprechen, dass es ein emotionaler Abend wird.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Titel des Ballettabends lehnt sich an ein Schl\u00fcsselwerk des britischen Starchoreografen David Dawson an: \u201eThe Grey Area\u201c, 2002 in <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/amsterdam\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amsterdam<\/a> uraufgef\u00fchrt, mit dem Prix Benois de la Danse ausgezeichnet. Es gilt als Schl\u00fcsselwerk des modernen Balletts: abstrakt, lyrisch, physisch herausfordernd. Die T\u00e4nzerinnen und T\u00e4nzer scheinen der Schwerkraft dabei geradezu zu trotzen. F\u00fcr Dawson bedeutete \u201eThe Grey Area\u201c den Durchbruch. \u201eEs hat T\u00fcren ge\u00f6ffnet, wie man mit modernem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ballett\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ballett<\/a> Gef\u00fchle ausdr\u00fcckt\u201c, erz\u00e4hlt Coumes-Marquet, der das St\u00fcck seinerzeit mit Dawson entwickelt und es als Ballettmeister weltweit einstudiert hat.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eWir haben uns als T\u00e4nzer in Amsterdam kennengelernt. Ich bin sehr gl\u00fccklich, in der ersten Gruppe von T\u00e4nzern gewesen zu sein, die ihn unterst\u00fctzt haben. Unsere Art zu denken, tanzen und arbeiten passte einfach gut zusammen. Es f\u00fchlte sich nat\u00fcrlich an\u201c, sagt Coumes-Marquet, den Dawson einmal als seine \u201eMuse\u201c bezeichnet haben soll. \u201eWir haben \u201aThe Grey Area\u2018 gemeinsam entwickelt. David war damals gerade selbst in einer \u00dcbergangsphase zwischen T\u00e4nzer-Sein und Choreograf-Werden\u201c, erz\u00e4hlt der Ballettdirektor der Rheinoper. \u201eWir probierten damals neue Wege aus. David akzeptierte einfach kein Nein, wenn wir sagten ,Das geht nicht\u2018. Es machte unglaublich viel Spa\u00df. Wir hatten keine Ahnung, wie erfolgreich das St\u00fcck werden w\u00fcrde.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dawson ist bekannt f\u00fcr seine extremen Bewegungslinien und Position, bei denen die T\u00e4nzer aus dem Gleichgewicht zu fallen scheinen (Off-Balance). \u201eVon der Technik her ist das sehr herausfordernd\u201c, sagt Coumes-Marquet. \u201eDavid hat das Ballett \u00fcber die Grenzen des Machbaren hinaus verschoben. Aber wie dr\u00fcckt man Gl\u00fcck, Weinen und Freiheit aus? Indem man sich selbst aus der Balance herausschiebt.\u201c<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Starchoreograf wird Anfang Januar f\u00fcr zwei Wochen nach D\u00fcsseldorf und Duisburg kommen, um seiner ber\u00fchmten Arbeit den letzten Schliff zu geben. \u201eDavid konzentriert sich immer sehr auf die Menschen vor ihm. Meistens passt er noch einige Kleinigkeiten an. Die Schritte stehen fest, aber die Ausf\u00fchrung ist bei jedem etwas anders. Jeder T\u00e4nzer f\u00fcllt es anders mit Leben. Bei dem einen ist eine Bewegung, schneller oder langsamer, die H\u00e4nde sind etwas offener oder geschlossener. Keine Vorstellung ist wie die andere\u201c, sagt Coumes-Marquet.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eShards\u201c \u2013 \u201eScherben\u201c \u2013 hat Bridget Breiner ihr St\u00fcck genannt. \u201eEs geht um das Gef\u00fchl, etwas sein Leben lang mit sich zu tragen. Etwas, das sich entwickelt, das man aber niemals abschlie\u00dft, das man immer in seinem Kopf und seinem Herz mittr\u00e4gt. Das kann eine Beziehung sein oder Trauer. Schlussendlich geht es dabei auch um die Frage: Wie definieren wir Liebe\u201c, erkl\u00e4rt Coumes-Marquet, der mit Breiner als Doppelspitze das Ballett am Rhein leitet.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In der Choreografie der Kanadierin \u201eThreshold of a Fall\u201c geht es darum, dass Menschen immer weiter suchen nach etwas, ohne das Ziel zu erreichen. \u201eMan befindet sich in einem Zustand des Niemals-Fertig-Seins\u201c, erkl\u00e4rt Coumes-Marquet. Dieses unerm\u00fcdliche Streben hat einen negativen Beigeschmack. Es geht um die Natur des Menschen, die bis zum Maximum alles ausreizen will. Ein Streben, das sich verselbstst\u00e4ndigt, bis der Mensch die Kontrolle verliert und alles kollabiert. \u201eEs geht vor allem  um diesen Moment des Kollabierens\u201c, sagt Dramaturgin Schinke.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu Bridget Breiners \u201eShards\u201c gibt es Musik von Jeff Buckley. Bei \u201eThe Grey Area\u201c kommt die Musik von Niels Lanz. Lesley Telford bedient sich bei \u201eThreshold of a Fall\u201c bei Hauschka, Gy\u00f6rgy Ligetin, Hildur Gudnatottir.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der dreiteilige Ballettabend dauert zwei Stunden und 15 Minuten. Premiere ist am Freitag, 16. Januar, 19.30 Uhr, im Theater Duisburg. Vorab gibt es am Dienstag, 13. Januar, 18 Uhr, eine Ballettwerkstatt. Weitere Vorstellungstermine: 24. und 29. Januar, 14., 21. und 25. Februar. In der kommenden Spielzeit wird \u201eGrey Area\u201c voraussichtlich in der Oper D\u00fcsseldorf zu sehen sein. Karten gibt es ab 19 Euro. Infos unter <a href=\"http:\/\/www.operamrhein.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.operamrhein.de.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr die stille Zeit, wenn die Natur und das Jahr noch nicht wieder Fahrt aufgenommen haben, h\u00e4tte man&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":700724,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1838],"tags":[15910,16104,138873,161829,161830,161828,161825,161827,3364,29,3715,9394,30,161824,161826,161831,1209,97,5207,23084,14143,14146,161832],"class_list":{"0":"post-700723","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duisburg","8":"tag-abend","9":"tag-ballett","10":"tag-ballettabend","11":"tag-ballettabends","12":"tag-ballettmeister","13":"tag-ballettwerkstatt","14":"tag-coumes","15":"tag-david-dawson","16":"tag-de","17":"tag-deutschland","18":"tag-duisburg","19":"tag-gefuehl","20":"tag-germany","21":"tag-grey","22":"tag-marquet","23":"tag-musikstuecken","24":"tag-nordrhein-westfalen","25":"tag-oper","26":"tag-rheinoper","27":"tag-stueck","28":"tag-taenzer","29":"tag-taenzerinnen","30":"tag-taenzerisch"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115855247754087794","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700723","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=700723"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/700723\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/700724"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=700723"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=700723"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=700723"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}