{"id":701598,"date":"2026-01-08T02:52:24","date_gmt":"2026-01-08T02:52:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701598\/"},"modified":"2026-01-08T02:52:24","modified_gmt":"2026-01-08T02:52:24","slug":"trinkwasserschutz-soll-um-fuenf-jahre-verlaengert-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701598\/","title":{"rendered":"Trinkwasserschutz soll um f\u00fcnf Jahre verl\u00e4ngert werden"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Die Trinkwasserschutzgebiete Blumenthal und Vegesack sollen weiter vor Stickstoff gesch\u00fctzt werden; dazu wird der Schutzvertrag bis 2030 verl\u00e4ngert.<\/li>\n<li>Ma\u00dfnahmen wie reduzierte Stickstoffd\u00fcngung und Verzicht auf Pflanzenschutzmittel werden gef\u00f6rdert, finanzielle Ausgleichszahlungen werden bis 2030 bereitgestellt.<\/li>\n<li>Bremen und Niedersachsen sowie Wesernetz wirken im Kooperationsmodell Trinkwasserschutz zusammen; Beratung und F\u00f6rderung erfolgen fl\u00e4chendeckend seit 1995 bzw. 2023.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>\n     N\u00f6rdlich der Lesum gibt es zwei Trinkwasserschutzgebiete: Eines befindet sich in Blumenthal, das andere in Vegesack. Durch landwirtschaftliche Nutzung gelangt aber auch dort <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/bremer-forscher-wie-meeresbakterien-helfen-stickstoff-zu-binden-doc7vlvyiedw9s10isen3x0\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stickstoff<\/a> in die Gew\u00e4sser. Um die Belastung zu reduzieren, soll der bestehende Trinkwasserschutzvertrag verl\u00e4ngert werden.\n<\/p>\n<p>Grundlage daf\u00fcr ist der nun ausgelaufene Kontrakt. Der galt von 2021 bis Ende vergangenen Jahres. Die neue Vereinbarung soll eine Laufzeit bis 2030 haben. Ziel des Papiers, das an diesem Donnerstag Thema in der Deputation f\u00fcr Umwelt, Klima und Landwirtschaft ist, sei, eine gute Trinkwasserqualit\u00e4t dauerhaft sicherzustellen. Das sei insbesondere an Standorten, die ein geringes nat\u00fcrliches Schutzpotenzial haben, von gro\u00dfer Bedeutung. <\/p>\n<p>Damit w\u00fcrden allerdings Einschr\u00e4nkungen in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft sowie im Gartenbau einhergehen. &#8222;Hierzu setzen die L\u00e4nder Bremen und Niedersachsen gemeinsam das Kooperationsmodell Trinkwasserschutz um&#8220;, hei\u00dft es in der entsprechenden Vorlage. &#8222;Zentraler Baustein der Kooperationen sind die sogenannten Freiwilligen Vereinbarungen.&#8220; Dabei handele es sich um vertraglich vereinbarte und gef\u00f6rderte Ma\u00dfnahmen wie zum Beispiel den reduzierten Einsatz von Stickstoffd\u00fcnger. &#8222;Ziel ist es, die Eintr\u00e4ge von N\u00e4hr- und Schadstoffen in das Grundwasser langfristig auf einen Vorsorgewert unterhalb der in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte zur\u00fcckzuf\u00fchren&#8220;, so die Beh\u00f6rde.<\/p>\n<p>Nachteile werden erstattet<\/p>\n<p>\n    Nachteile oder Mehraufwendungen, die dadurch entstehen, m\u00fcssten den Betroffenen laut Gesetz erstattet werden. Zu diesem Zweck sei eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung f\u00fcr die Wasserschutzgebiete Blumenthal und Vegesack, die sowohl auf bremischem als auch auf nieders\u00e4chsischem Gebiet liegen, getroffen worden. Zun\u00e4chst habe die nur f\u00fcr Blumenthal gegolten. Seit 2023 ist auch <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/landkreis-osterholz\/neues-trinkwasserschutzgebiet-vegesack-reicht-bis-platjenwerbe-doc7qvdv5niog3nrv4lc5e\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vegesack<\/a> Teil dieser Kooperation.\n<\/p>\n<p>Bis 2030 sollen so knapp 295.000 Euro ausgesch\u00fcttet werden. Das Gros dieser Summe, gut 250.000 Euro, kommt aus Bremen. Den Rest steuert Niedersachsen bei. Finanziert werden diese Betr\u00e4ge vor allem \u00fcber die sogenannte Wasserentnahmegeb\u00fchr. Die wird zum Beispiel f\u00e4llig, wenn Landwirte ihre Felder beregnen oder Unternehmen Wasser zur K\u00fchlung ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p>Die Ausgleichszahlungen h\u00e4tten dazu beigetragen, dass Betriebe seit 2016 zum Beispiel auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln verzichten. Zudem werde weniger D\u00fcnger eingesetzt. F\u00fcr diese und andere Ma\u00dfnahmen h\u00e4tten in den vergangenen f\u00fcnf Jahren rund 270.000 Euro zur Verf\u00fcgung gestanden. Die seien zu 100 Prozent abgerufen worden. &#8222;Die flankierende Gew\u00e4sserschutzberatung wird im Trinkwassergewinnungsgebiet Blumenthal seit 1995 und im Trinkwassergewinnungsgebiet Vegesack seit 2023 durchgef\u00fchrt&#8220;, hei\u00dft es. &#8222;Der Anteil der Betriebe, die beraten wurden, lag dabei konstant oberhalb von 80 Prozent.&#8220; Die w\u00fcrden etwa 90 bis 95 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fl\u00e4chen in den jeweiligen Gebieten bewirtschaften.<\/p>\n<p>In den kommenden Jahren sollen die F\u00f6rdermittel f\u00fcr andere Ma\u00dfnahmen ausgegeben werden. Die orientieren sich an den nat\u00fcrlichen und vor allem nutzungsbedingten Belastungsschwerpunkten. &#8222;Nutzungsbedingte Belastungsschwerpunkte leiten sich \u00fcber die direkte Fl\u00e4chennutzung und \u00fcber die Bodenbewirtschaftung auf den Kooperationsfl\u00e4chen ab, wobei insbesondere der Maisanbau als dominierende Ackerbaukultur tendenziell hohe Herbst-Nmin-Werte hervorbringen kann&#8220;, ist der Vorlage zu entnehmen. Dieser Wert gibt Auskunft dar\u00fcber, wie hoch der Stickstoffgehalt im Boden zwischen Mitte Oktober und Mitte November ist. Und der soll perspektivisch gesenkt werden.<\/p>\n<p>Schutz seit den 1990er-Jahren<\/p>\n<p>Neben den L\u00e4ndern Bremen und Niedersachsen ist auch der Trinkwasserversorger Wesernetz involviert. Der stellt zum Beispiel sicher, dass gef\u00f6rderte Projekte tats\u00e4chlich auch realisiert werden.<\/p>\n<p>Das Trinkwassergebiet in Blumenthal wird bereits seit den 1990er-Jahren besonders gesch\u00fctzt. &#8222;Die agrarstrukturellen und agrarpolitischen Rahmenbedingungen sowie die klimatischen Gegebenheiten haben sich teilweise zum Nachteil des Grundwasserschutzes entwickelt beziehungsweise entwickeln sich gegebenenfalls weiter in diese Richtung&#8220;, hei\u00dft es. &#8222;Eine Fortf\u00fchrung der Ma\u00dfnahmenumsetzung ist daher erforderlich, um dauerhafte Erfolge beim Gew\u00e4sserschutz zu erzielen und die in der Kooperation bereits erreichten Erfolge nicht zu gef\u00e4hrden.&#8220;<\/p>\n<p>                    Welche konkreten Ma\u00dfnahmen sind in der neuen Vereinbarung zum Trinkwasserschutz f\u00fcr Blumenthal und Vegesack bis 2030 vorgesehen?<\/p>\n<p>In der neuen Vereinbarung zum Trinkwasserschutz f\u00fcr Blumenthal und Vegesack bis 2030 sind die Ausweisung und Durchsetzung von Schutzzonen vorgesehen, die Verunreinigungen des Grundwassers verhindern sollen. Konkret werden unter anderem der Einsatz von Pflanzenschutz- und D\u00fcngemitteln reglementiert, Bohrungen und neue Baugebiete eingeschr\u00e4nkt sowie regelm\u00e4\u00dfige Pr\u00fcfungen f\u00fcr Heiz\u00f6lanlagen und Genehmigungspflichten f\u00fcr Brunnenbohrungen festgelegt; f\u00fcr bestimmte Anlagen wie Biogasanlagen, neue Tankstellen oder \u00d6l- und Gasbohrungen gilt ein Verbot. Betriebe und Landwirte im Schutzgebiet werden durch zus\u00e4tzliche Auflagen und Ausgleichszahlungen ber\u00fccksichtigt, wobei bestehende Betriebe Bestandsschutz genie\u00dfen und spezielle Vorgaben f\u00fcr Neubauten und Neuansiedlungen gelten; im Sonderfall kann der Gr\u00fcnlandumbruch auf Antrag genehmigt werden.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                    Wie wirkt sich der Maisanbau auf die Stickstoffbelastung der B\u00f6den in den Trinkwasserschutzgebieten aus?<\/p>\n<p>Der Maisanbau tr\u00e4gt in den Trinkwasserschutzgebieten zur Stickstoffbelastung der B\u00f6den bei, insbesondere durch den Einsatz von D\u00fcngemitteln, auch wenn insgesamt ein r\u00fcckl\u00e4ufiger Stickstoffeintrag aus Tierhaltung und Biogasanlagen verzeichnet wird (Artikel 1 und 3). Trotz dieser Reduzierung liegen die Nitratwerte an zahlreichen Grundwassermessstellen weiterhin \u00fcber den erlaubten Grenzwerten, insbesondere in Regionen mit intensivem Maisanbau (Artikel 1 und 3). Projekte wie der gezielte Einsatz mechanischer Unkrautbek\u00e4mpfung im Maisanbau werden genutzt, um den Eintrag sch\u00e4dlicher Stoffe ins Grundwasser weiter zu minimieren, doch messbare Erfolge bei der Belastungsminderung zeigen sich erst langfristig (Artikel 2).<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                    Welche agrarstrukturellen und klimatischen Ver\u00e4nderungen beeinflussen den Grundwasserschutz in Blumenthal und Vegesack, und wie wird darauf reagiert?<\/p>\n<p>Agrarstrukturelle Ver\u00e4nderungen wie die zunehmende Versiegelung von Fl\u00e4chen und die Umwandlung von Vorg\u00e4rten in Schotter- oder Pflasterg\u00e4rten f\u00fchren in Blumenthal und Vegesack zu einem verst\u00e4rkten Wasserabfluss, wodurch weniger Regenwasser im Boden versickert und das Grundwasser belastet wird; gleichzeitig erh\u00f6hen klimatische Ver\u00e4nderungen wie der Klimawandel mit h\u00e4ufigeren Extremwetterereignissen und l\u00e4ngeren Trockenphasen die Risiken f\u00fcr \u00dcberschwemmungen und die Qualit\u00e4t des Grundwassers. Um darauf zu reagieren, wurde in Blumenthal bereits ein Wasserschutzgebiet ausgewiesen und in Vegesack ist die Einrichtung einer solchen Schutzzone geplant, die mit Auflagen wie h\u00e4ufigeren Inspektionen von Heiz\u00f6lanlagen und der Beteiligung unterschiedlicher Beh\u00f6rden und Anwohner einhergeht. Zus\u00e4tzlich werden Ma\u00dfnahmen wie die Begr\u00fcnung von Fl\u00e4chen rechtlich forciert und Hochwasser-Fr\u00fchwarnsysteme entwickelt, um den Grundwasserschutz zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.<br \/>\n                <a class=\"more-btn\" href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/generative-ki\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    \u2192 Mehr Infos<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc840jypdwtzb9un4w4im\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-vegesack\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Trinkwasserschutzgebiete Blumenthal und Vegesack sollen weiter vor Stickstoff gesch\u00fctzt werden; dazu wird der Schutzvertrag bis 2030 verl\u00e4ngert.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":701599,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-701598","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115857217544267801","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/701598","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=701598"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/701598\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/701599"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=701598"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=701598"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=701598"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}