{"id":701647,"date":"2026-01-08T03:20:15","date_gmt":"2026-01-08T03:20:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701647\/"},"modified":"2026-01-08T03:20:15","modified_gmt":"2026-01-08T03:20:15","slug":"paramount-kann-warner-bros-discovery-nicht-ueberzeugen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701647\/","title":{"rendered":"Paramount kann Warner Bros Discovery nicht \u00fcberzeugen"},"content":{"rendered":"<p>Der Verwaltungsrat des Medienkonzerns Warner Bros. Discovery (WBD) r\u00e4t seinen Aktion\u00e4ren einstimmig davon ab, ihre Aktien Paramount Skydance anzudienen. Es sei inad\u00e4quat, von zu geringem Wert und einfach zu riskant. Netflix\u2019 \u00dcbernahmeangebot sei in mannigfaltiger Weise \u00fcberlegen.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Das geht aus einem <a href=\"https:\/\/s201.q4cdn.com\/336605034\/files\/doc_downloads\/2026\/FINAL-WBD-Amended-14D-9-Shareholder-Letter-01-07-25.pdf\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">Schreiben des Verwaltungsrates<\/a> an die WBD-Aktion\u00e4re vom Mittwoch hervor. Das Gremium verfolgt den mit Netflix geschlossenen \u00dcbernahmevertrag weiter. Dabei soll Netflix Warner Bros kaufen und f\u00fcr jede Aktie 23,25 US-Dollar in bar zahlen sowie um die 4,50 Dollar in eigenen Aktien dazulegen, in <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Fuer-72-Milliarden-US-Dollar-Netflix-kauft-Warner-Bros-11104451.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Summe etwa 83 Milliarden Dollar<\/a>.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem behielten die bestehenden WBD-Aktion\u00e4re die Discovery-Sparte, die als eigenst\u00e4ndiges Unternehmen namens Discovery Global mit Sportrechten und Nachrichtensendern weiterleben soll. Bis zur \u00dcbernahme darf WBD eigenst\u00e4ndig weiter arbeiten. Sollte die \u00dcbernahme platzen, muss Netflix 5,8 Milliarden Dollar WBD Entsch\u00e4digung zahlen.<\/p>\n<p>Paramount bietet mehr, aber weniger sicher<\/p>\n<p>Paramount Skydance (PSKY) bietet zwar mehr Geld, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nach-Netflix-Deal-Paramount-bietet-108-Milliarden-US-Dollar-fuer-Warner-Bros-11107266.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">n\u00e4mlich 108 Milliarden Dollar<\/a>, will daf\u00fcr aber auch den gesamten WBD-Konzern schlucken, samt Discovery. Allerdings hat das Angebot Haken und \u00d6sen, auf die der Verwaltungsrat hinweist. Einerseits braucht PSKY nach eigenen Angaben mindestens ein Jahr, vielleicht eineinhalb Jahre, um den Kauf abzuschlie\u00dfen. In der Zwischenzeit m\u00fcsste WBD seine T\u00e4tigkeiten einschr\u00e4nken, was den Konzernwert reduzieren und zus\u00e4tzliche Kosten verursachen d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>Andererseits handelt es sich bei PSKYs Plan aus Sicht des WBD-Verwaltungsrates gar nicht um eine klassische \u00dcbernahme, sondern um ein sogenanntes Leveraged Buyout. Das ist eine fremdfinanzierte \u00dcbernahme, die allein aus dem Cashflow des gekauften Unternehmens abgezahlt werden m\u00fcsste. PSKY sei mit einem B\u00f6rsenwert von rund 14 Milliarden Dollar einfach viel zu klein.<\/p>\n<p>Gr\u00f6\u00dfter Leveraged Buyout der Geschichte<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>PSKY biete also fast das Siebenfache des eigenen Wertes. Damit w\u00fcrde es sich um den gr\u00f6\u00dften Leveraged Buyout der Finanzgeschichte handeln. PSKY fehlen etwa 50 Milliarden Dollar.<\/p>\n<p>Woher es diesen Geldberg bekommen w\u00fcrde, sei unklar, zumal PSKY unter negativem freien Cashflow leide und sehr <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Warner-schiesst-gegen-Paramount-11118480.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">schlechte Kreditw\u00fcrdigkeit (\u201ejunk rating\u201d)<\/a> aufweise. In der langen Zeit bis zum Abschluss der \u00dcbernahme k\u00f6nne sehr viel passieren \u2013 auf Seiten WBDs, auf Seiten PSKYs und auf Seiten m\u00f6glicher Financiers.<\/p>\n<p>Zwar bietet auch PSKY 5,8 Milliarden Stornogeb\u00fchr, doch sei diese in Wahrheit nur 1,1 Milliarden Dollar wert. Sofern WBD das PSKY-Angebot annimmt, muss es n\u00e4mlich 2,8 Milliarden Dollar Strafe an Netflix zahlen. Hinzu kommen voraussichtlich 350 Millionen Dollar zus\u00e4tzlicher Zinsen und wahrscheinlich 1,5 Milliarden Dollar Entgang durch unter PSKYs Bedingungen nicht durchf\u00fchrbaren Finanztransaktionen.<\/p>\n<p>Umgekehrt sei Netflix finanziell potent, mit rund einer Milliarde Dollar freiem Cashflow monatlich und theoretisch 400 Milliarden Dollar B\u00f6rsenwert. Damit sei dessen Angebot wesentlich attraktiver, auch wenn der in Aussicht gestellte Barerl\u00f6s f\u00fcr WBD-Eigent\u00fcmer nicht ganz so hoch sei. Die Entscheidung liegt bei den Aktion\u00e4ren.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:ds@heise.de\" title=\"Daniel AJ Sokolov\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ds<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Verwaltungsrat des Medienkonzerns Warner Bros. 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