{"id":701845,"date":"2026-01-08T05:14:16","date_gmt":"2026-01-08T05:14:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701845\/"},"modified":"2026-01-08T05:14:16","modified_gmt":"2026-01-08T05:14:16","slug":"russland-fordert-heimkehr-von-besatzung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701845\/","title":{"rendered":"Russland fordert Heimkehr von Besatzung"},"content":{"rendered":"<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das US-Milit\u00e4r hat einen unter russischer Flagge fahrenden \u00d6ltanker im Nordatlantik beschlagnahmt. Der Zugriff sei wegen \u201eVerst\u00f6\u00dfen gegen US-Sanktionen\u201c auf Anordnung eines Bundesgerichts erfolgt, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkr\u00e4fte (Eucom) mit. <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Russland<\/a> kritisierte das US-Vorgehen scharf und forderte die ungehinderte Heimkehr der Seeleute. Zugleich k\u00fcndigte das US-Energieministerium nur wenige Tage nach der Festnahme des venezolanischen Pr\u00e4sidenten Nicol\u00e1s Maduro an, einige Sanktionen gegen <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/venezuela\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Venezuela<\/a>, die sich auf die \u00d6lindustrie beziehen, zu lockern.<\/p>\n<p>USA leiten Ermittlungen gegen Besatzung des \u00d6ltankers ein      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Besatzungsmitglieder des beschlagnahmten \u00d6ltankers st\u00fcnden unter Verdacht, Anordnungen der K\u00fcstenwache missachtet zu haben, erkl\u00e4rte Justizministerin Pam Bondi. Gegen alle Verantwortlichen w\u00fcrden rechtliche Schritte eingeleitet.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Justizministerium beobachte mehrere weitere Schiffe, um \u00e4hnliche Ma\u00dfnahmen zu ergreifen, sagte Bondi. Jeder, der sich auf einem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/schiff\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schiff<\/a> den Anweisungen der K\u00fcstenwache oder anderer Bundesbeamter widersetze, werde zur Rechenschaft gezogen.<\/p>\n<p>Russland fordert schnellstm\u00f6gliche R\u00fcckkehr der Seeleute      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das russische Au\u00dfenministerium teilte nach Angaben russischer Nachrichtenagenturen mit, man verfolge die Lage auf dem Tanker aufmerksam. \u201eAngesichts der Berichte, dass russische B\u00fcrger zur Besatzung geh\u00f6ren, verlangen wir von der amerikanischen Seite, ihre humane und w\u00fcrdige Behandlung sicherzustellen, ihre Rechte und Interessen strikt zu wahren und eine schnellstm\u00f6gliche R\u00fcckkehr in die Heimat nicht zu behindern.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das russische Verkehrsministerium kritisierte das US-Vorgehen unter Verweis auf die UN-Seerechts-Konvention von 1982. Demnach habe kein Staat das Recht, in internationalen Gew\u00e4ssern die freie Fahrt ordnungsgem\u00e4\u00df registrierter Schiffe zu behindern. Der Tanker habe am 24. Dezember eine vorl\u00e4ufige Erlaubnis erhalten, unter russischer Flagge zu fahren, hie\u00df es.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Russland soll vor der Blockade durch die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/usa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">USA<\/a> ein U-Boot und weitere Schiffe zum Schutz des Tankers entsandt haben. Zu den Berichten \u00fcber die U-Boot-Entsendung \u00e4u\u00dferte sich <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/moskau\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Moskau<\/a> nicht.<\/p>\n<p>US-Justizministerin weitet Vorw\u00fcrfe auf Iran aus      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nach US-Angaben soll der beschlagnahmte und unter russischer Flagge fahrende Tanker nicht nur Erd\u00f6l aus Venezuela transportiert haben, sondern auch aus dem <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/iran\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Iran<\/a>. US-Justizministerin Bondi schrieb auf der Plattform X, die USA h\u00e4tten einen Befehl zur Beschlagnahmung des Roh\u00f6ltankers vollstreckt, \u201eder f\u00fcr den Transport von sanktioniertem \u00d6l aus Venezuela und dem Iran verantwortlich ist\u201c. Wohin das \u00d6l aus dem nun beschlagnahmten Schiff transportiert werden sollte, wird aus Bondis Mitteilung nicht deutlich. <\/p>\n<p>USA sprechen von Schattenflotte      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die USA sprechen von einer russischen Schattenflotte im Kontext des venezolanischen \u00d6ls. Heimatschutzministerin Kristi Noem erkl\u00e4rte in sozialen Medien, das russische Schiff und ein weiterer Tanker, der in der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/karibik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Karibik<\/a> beschlagnahmt wurde, seien Teil einer \u201eSchattenflotte\u201c sanktionierter Schiffe, die im Versto\u00df gegen westliche Sanktionen \u00d6l aus Venezuela, Russland und dem Iran \u00fcberwiegend an Kunden in Asien lieferten. Pentagon-Chef Pete Hegseth k\u00fcndigte an, die Seeblockade des US-Milit\u00e4rs gegen diese Schiffe werde fortgesetzt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Der unter russischer Flagge fahrende Tanker hatte sich Medienberichten zufolge vor mehreren Tagen einer US-Kontrolle im karibischen Raum entziehen k\u00f6nnen und war seitdem von den USA verfolgt worden.<\/p>\n<p>Schiffe sollen gegen US-Sanktionen versto\u00dfen haben      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In der Karibik brachte die US-K\u00fcstenwache unterdessen zudem das Schiff \u201eSophia\u201c unter ihre Kontrolle und eskortierte es bis \u201ezur endg\u00fcltigen Kl\u00e4rung des Falls\u201c in die USA, wie das S\u00fcdkommando des US-Milit\u00e4rs (Southcom) mitteilte. Den Verantwortlichen f\u00fcr das Schiff werden \u201eillegale Aktivit\u00e4ten\u201c vorgeworfen. Bereits vor wenigen Wochen hatte das US-Milit\u00e4r zwei andere \u00d6ltanker vor der K\u00fcste Venezuelas gestoppt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die US-Regierung beruft sich auf den Schutz der westlichen Hemisph\u00e4re. Damit ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Frachtschiff unter russischer Flagge hatte auf dem Weg nach Venezuela angesichts der drohenden US-Kontrolle pl\u00f6tzlich den Kurs gewechselt, wie das \u201eWall Street Journal\u201c berichtete. Um den USA zu entfliehen, soll es auch den Namen von \u201eBella-1\u201c in \u201eThe Marinera\u201c ge\u00e4ndert haben. Zudem soll die Besatzung erst dann die russische Flagge auf die Seite des Schiffes gemalt und die Registrierung ge\u00e4ndert haben. Die US-Streitkr\u00e4fte nannten den Namen \u201eThe Marinera\u201c nicht.<\/p>\n<p>Sanktionen gegen von Russland genutzte Tanker      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">US-Pr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/donald-trump\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> hatte bereits vor dem Milit\u00e4reinsatz am Wochenende in Venezuela zur Gefangennahme von Pr\u00e4sident Maduro eine Seeblockade f\u00fcr sanktionierte \u00d6ltanker angeordnet, die Richtung Venezuela steuern oder einen Hafen des rohstoffreichen Landes verlassen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Er begr\u00fcndete dies damit, das s\u00fcdamerikanische Land habe \u00d6l, Land und andere Verm\u00f6genswerte von den USA gestohlen &#8211; diese m\u00fcssten zur\u00fcckgegeben werden. Auch nach der Festnahme von Maduro soll die Blockade vorerst beibehalten werden. Sie sei ein \u201eenormer Hebel\u201c, um politische Ver\u00e4nderungen in Venezuela herbeizuf\u00fchren, sagte US-Au\u00dfenminister Marco Rubio.<\/p>\n<p>USA lockern Sanktionen gegen Venezuela      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Unterdessen treibt Trump sein Vorhaben, Kontrolle \u00fcber das venezolanische \u00d6lgesch\u00e4ft zu erlangen, voran. Am Mittwoch verk\u00fcndeten die USA, dass sie einige ihrer Sanktionen gegen das s\u00fcdamerikanische Land aufheben. Dies soll den Transport und den Verkauf venezolanischen \u00d6ls auf dem Weltmarkt erm\u00f6glichen, wie das US-Energieministerium mitteilte. Welche Sanktionen genau gelockert werden sollen und wann, wurde zun\u00e4chst nicht mitgeteilt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die USA hatten den venezolanischen \u00d6lsektor schrittweise mit weitreichenden Sanktionen belegt, um der Regierung unter dem autorit\u00e4r regierenden Maduro die wichtigste Einnahmequelle zu entziehen. Kern der Ma\u00dfnahmen war ein Verbot f\u00fcr US-Unternehmen und US-B\u00fcrger, Gesch\u00e4fte mit dem staatlichen \u00d6lkonzern PDVSA zu machen. Zudem wurden Verm\u00f6genswerte des Konzerns in den USA eingefroren, Zahlungen blockiert und der Zugang zu internationalen Finanzm\u00e4rkten stark eingeschr\u00e4nkt. <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/washington\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Washington<\/a> belegte auch Reedereien und Schiffe mit Sanktionen, die venezolanisches \u00d6l transportierten.<\/p>\n<p>USA wollen Verkauf von Venezuelas \u00d6l langfristig steuern      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">US-Energieminister Chris Wright k\u00fcndigte an, dass die USA den Verkauf venezolanischen \u00d6ls \u201eauf unbestimmte Zeit\u201c in ihre Hand nehmen wollen. \u201eWir werden zun\u00e4chst das aus Venezuela stammende Roh\u00f6l vermarkten, das in den Lagern liegt, und dann auf unbestimmte Zeit die Produktion aus Venezuela auf dem Markt verkaufen.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bereits am Dienstag hatte Trump angek\u00fcndigt, Venezuela werde zwischen 30 und 50 Millionen Barrel (je 159 Liter) an sanktioniertem \u00d6l an die USA liefern. Er selbst werde die Einnahmen aus dem Verkauf des \u00d6ls kontrollieren &#8211; \u201ezum Wohl des venezolanischen Volkes und der Vereinigten Staaten\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seiner Sprecherin Karoline Leavitt zufolge soll dieses \u00d6l \u201esehr bald\u201c in den USA eintreffen. Alle Erl\u00f6se aus dem Verkauf von Venezuelas \u00d6l sollen nach US-Angaben zun\u00e4chst auf von den USA kontrollierten Konten bei weltweit anerkannten Banken geparkt werden, \u201eum die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit und Richtigkeit der endg\u00fcltigen Verteilung der Erl\u00f6se zu gew\u00e4hrleisten\u201c.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das \u00d6lgesch\u00e4ft ist f\u00fcr Venezuelas Regierung die wichtigste Einnahme- und Devisenquelle. Zuletzt war China der gr\u00f6\u00dfte Abnehmer f\u00fcr venezolanisches Erd\u00f6l.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">US-Konzerne sollen nach der Ansicht Trumps nun kr\u00e4ftig investieren und die marode \u00d6lindustrie in Venezuela wieder aufbauen. Au\u00dfenminister Rubio sagte, dass k\u00fcnftig \u201eamerikanische, westliche und andere Unternehmen\u201c Zugang zum venezolanischen Markt bekommen sollten. Viele Demokraten werfen dem Pr\u00e4sidenten vor, Venezuela nur wegen seiner \u00d6lreserven angegriffen zu haben. Die Festnahme von Maduro wegen angeblicher Drogendelikte sei nur ein Vorwand gewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das US-Milit\u00e4r hat einen unter russischer Flagge fahrenden \u00d6ltanker im Nordatlantik beschlagnahmt. 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