{"id":701855,"date":"2026-01-08T05:24:15","date_gmt":"2026-01-08T05:24:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701855\/"},"modified":"2026-01-08T05:24:15","modified_gmt":"2026-01-08T05:24:15","slug":"kommentar-dreiste-drohung-trumps-gegen-einen-nato-partner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701855\/","title":{"rendered":"Kommentar: Dreiste Drohung Trumps gegen einen NATO-Partner"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/nuuk-groenland-104.jpg\" alt=\"Blick auf Gr\u00f6nlands Hauptstadt Nuuk.\" title=\"Blick auf Gr\u00f6nlands Hauptstadt Nuuk. | dpa\"\/><\/p>\n<p>                    <strong>kommentar<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 07.01.2026 20:11 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Der US-Pr\u00e4sident erhebt Anspruch auf Gr\u00f6nland, auch der Einsatz des Milit\u00e4rs sei eine Option. Dass Europa hinter Gr\u00f6nland steht, schert Trump wenig. Der Streit zeigt: Die Europ\u00e4er k\u00f6nnen sich nicht mehr auf die USA verlassen.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/sinram-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Jana Sinram\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/sinram-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Sie drohen, sie sticheln und sie verh\u00f6hnen das kleine D\u00e4nemark: Das Verhalten von US-Pr\u00e4sident Donald Trump und seiner Administration in der Causa Gr\u00f6nland ist an Dreistigkeit nicht zu \u00fcberbieten. Das begann schon mit der Gr\u00f6nland-Karte in den Farben der US-Flagge, die die Frau von Trumps Vize-Stabschef Stephen Miller auf der Plattform X postete &#8211; ausgerechnet am Tag nach der US-Milit\u00e4raktion in Venezuela.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Es setzte sich fort mit Trumps unverhohlener Ansage: &#8222;Wir brauchen Gr\u00f6nland.&#8220; Hinzukommt die v\u00f6llig \u00fcberspitzte Bemerkung, D\u00e4nemark k\u00f6nne die Sicherheit der Insel einfach nicht gew\u00e4hrleisten und habe zu ihrem Schutz gerade mal &#8222;einen weiteren Hundeschlitten&#8220; dort stationiert. Und es gipfelte in der Erkl\u00e4rung von Trumps-Sprecherin, dem US-Pr\u00e4sidenten stehe der Einsatz des US-Milit\u00e4rs jederzeit als Option zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>    Alle noch so deutlichen Worte verhallen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch wenn Au\u00dfenminister Marco Rubio das laut US-Medien wieder eingeschr\u00e4nkt und erkl\u00e4rt haben soll, dass die Vereinigten Staaten Gr\u00f6nland lieber kaufen w\u00fcrden: Das ist die dreisteste Drohung, die jemals eine Regierung eines NATO-Mitglieds gegen die eines anderen ausgesprochen hat.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und die Regierungen in Nuuk, Kopenhagen und den europ\u00e4ischen Partnerl\u00e4ndern haben dem kaum etwas entgegenzusetzen. Zwar stehen die Europ\u00e4er geschlossen mit der klaren Ansage, dass allein Gr\u00f6nland und D\u00e4nemark \u00fcber die Zukunft der Insel entscheiden. Bisher verhallen alle noch so deutlichen Worte in Washington aber v\u00f6llig ungeh\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Denn Trump schert sich offensichtlich nicht ums geltende V\u00f6lkerrecht. Sein besagter Vize-Stabschef stellt in einem Interview mit CNN sogar gleich ganz in Frage, dass es eine rechtlich verbindliche Grundlage daf\u00fcr gibt, dass Gr\u00f6nland zum K\u00f6nigreich D\u00e4nemark geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>    Milit\u00e4rischer Einmarsch nicht ausgeschlossen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mit ihrer Milit\u00e4rbasis in Pituffik im Nordwesten der Insel sind die Amerikaner schon jetzt in Gr\u00f6nland pr\u00e4sent. Dass US-Streitkr\u00e4fte morgen dort in gr\u00f6\u00dferer Zahl einmarschieren, ist unwahrscheinlich. V\u00f6llig ausgeschlossen ist es nach der Erfahrung in Venezuela und angesichts der immer neuen Drohungen aber nicht mehr. Milit\u00e4risch ist D\u00e4nemark den Amerikanern haushoch unterlegen und k\u00f6nnte rein gar nichts dagegen tun.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">D\u00e4nemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hat Recht, wenn sie sagt: Wenn ein NATO-Land ein anderes angreift, ist alles vorbei &#8211; das w\u00e4re das Ende des westlichen Milit\u00e4rb\u00fcndnisses. Angesichts der Tatsache, dass ein solches Szenario \u00fcberhaupt denkbar erscheint, kann man aber die Frage stellen, ob die NATO nicht schon l\u00e4ngst auf dem Weg in den Tod ist.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Streit um Gr\u00f6nland zeigt einmal mehr: Die Europ\u00e4er k\u00f6nnen sich nicht mehr auf die USA verlassen, die nach dem Zweiten Weltkrieg ihre wichtigste Sicherheitsgarantie waren. In dieser neuen Weltordnung stehen sie ziemlich alleine da.<\/p>\n<p>Redaktioneller Hinweis<\/p>\n<p>        Kommentare geben grunds\u00e4tzlich die Meinung des jeweiligen Autors oder der jeweiligen Autorin wieder und nicht die der Redaktion.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"kommentar Stand: 07.01.2026 20:11 Uhr Der US-Pr\u00e4sident erhebt Anspruch auf Gr\u00f6nland, auch der Einsatz des Milit\u00e4rs sei eine&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":701856,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,30,452,13,4693,14,15,12],"class_list":{"0":"post-701855","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-nachrichten","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-de","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-groenland","14":"tag-headlines","15":"tag-kommentar","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115857815330348616","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/701855","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=701855"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/701855\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/701856"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=701855"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=701855"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=701855"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}