{"id":701935,"date":"2026-01-08T06:10:20","date_gmt":"2026-01-08T06:10:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701935\/"},"modified":"2026-01-08T06:10:20","modified_gmt":"2026-01-08T06:10:20","slug":"134-geburtstag-von-j-r-r-tolkien-er-liebte-leute-mit-behaarten-fuessen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/701935\/","title":{"rendered":"134. Geburtstag von J.R.R. Tolkien: Er liebte Leute mit behaarten F\u00fc\u00dfen"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">\u201eIch bin eigentlich ein Hobbit\u201c, schrieb der Schriftsteller J.R.R. Tolkien 1958 \u00fcber sich selbst. Er mochte G\u00e4rten, rauchte Pfeife, verabscheute die franz\u00f6sische K\u00fcche und stand sp\u00e4t auf. Was f\u00fcr ein sympathischer Mann.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Ob Tolkien genauso behaarte F\u00fc\u00dfe hatte wie das Hobbit-V\u00f6lkchen, das in der Fantasywelt Mittelerde im saftig-gr\u00fcnen Auenland wohnt, wissen wir nicht. Was wir aber wissen: Am 3. Januar w\u00e4re der Vater der modernen Fantasy-Literatur 134 Jahre alt geworden. Er hatte ein bewegtes Leben.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">1892 wurde er in S\u00fcdafrika geboren und zog mit seiner Familie sp\u00e4ter nach England. 1917 k\u00e4mpfte er als Fernmeldeoffizier im Ersten Weltkrieg in der Schlacht an der Somme in Frankreich, viele seiner Freunde starben dort. Diese Erfahrungen sollten ihn und sein literarisches Werk f\u00fcr den Rest seines Lebens pr\u00e4gen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Sp\u00e4ter machte Tolkien in Oxford Karriere als Sprachwissenschaftler. Er liebte alte Sprachen und verbrachte viele Stunden mit ihnen. Das reichte ihm sp\u00e4ter nicht mehr und er erfand seine eigenen, darunter das Elbische aus Der Herr der Ringe. Klingonisch h\u00e4tte Tolkien bestimmt gemocht. Allerdings wurden erste Laute der Sprache erst sechs Jahre nach Tolkiens Tod 1973 erfunden.<\/p>\n<p>      \u201eDer Herr der Ringe\u201c ist zu hoch f\u00fcr die Tech-Bros<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Neben seiner Arbeit als Professor schrieb Tolkien \u00fcber Jahrzehnte hinweg an den Werken, die ihn zu einem der einflussreichsten Autoren des 20. Jahrhunderts machten: Der Hobbit (1937) und Der Herr der Ringe (1954-55). Bis heute faszinieren diese Fantasyschinken Menschen auf der ganzen Welt \u2013 und das l\u00e4ngst aus Kinderzimmern hinaus bis ins Silicon Valley und das Oval Office.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\">Peter Thiel etwa, rechter Libert\u00e4rer, der J. D. Vance in sein Amt als Vizepr\u00e4sident verhalf, hat sein Weltbild mit Tolkien-Elementen angereichert. Die umstrittene \u00dcberwachungssoftware seiner US-Firma Palantir bezieht sich auf die gleichnamigen sehenden Steine aus Tolkiens Welt. Auch Elon Musk bezeichnet sich als Fan von Der Herr der Ringe. Offenbar lieben die Tech-Bros die Geschichte von Macht und gro\u00dfen Kriegen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-10\" pos=\"8\">Neben der Bundeswehr, die ihre Helikopter <a href=\"https:\/\/augengeradeaus.net\/2021\/01\/nazgul-meldet-sich-ab-die-ch53-hubschrauber-verlassen-afghanistan\/\" target=\"_blank\" class=\"link in-text-link\" rel=\"noopener\">im Afghanistan-Einsatz<\/a> nach den Nazg\u00fbl-Ringgeistern benannte <a href=\"https:\/\/taz.de\/Die-Bundeswehr-bedient-sich-bei-Tolkien\/!6119847\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">und auf Instagram Videos mit Musik aus der Filmumsetzung ver\u00f6ffentlichte<\/a>, vereinnahmen vor allem Rechte das Fantasywerk. So ist etwa <a href=\"https:\/\/taz.de\/Mittelalter-und-Popkultur\/!6032681\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Italiens neofaschistische Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni<\/a> Herr-der-Ringe-Fan. In einem Interview sagte sie, sie nehme sich die Hobbits zum Vorbild, um Italien zu befreien.<\/p>\n<p>\n\ue80f\n<\/p>\n<p>            Frodo und seine Gef\u00e4hrten seien der dekadente, schwache Westen, gar das eigentliche B\u00f6se, sagen Rechte<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"9\">Rechte zw\u00e4ngen Tolkiens Werk in ihre Ideologie und ziehen absurde Schl\u00fcsse. So sei der Oberb\u00f6sewicht Sauron gar nicht b\u00f6se, sondern stehe f\u00fcr Ordnung und St\u00e4rke. Frodo und seine Gef\u00e4hrten hingegen seien der dekadente, schwache Westen, der den Fortschritt aufhalte. Und auch die Tech-Bros finden ihre ganz eigene Logik, auf die man selbst im Kreativschreibkurs nicht kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-13\" pos=\"10\">Mit der Botschaft von Der Herr der Ringe scheint Tolkien sie an ihre intellektuellen Grenzen zu bringen. Darin k\u00f6nnen die freien V\u00f6lker Mittelerdes den einen Ring nur vernichten, indem sie auf seine Macht verzichten. Der Schriftsteller stand der Macht in den H\u00e4nden weniger kritisch gegen\u00fcber. Machtkonzentration und Ausbeutung: Die Tech-Bros w\u00e4ren beim Dunklen Herrscher in Mordor gut aufgehoben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u201eIch bin eigentlich ein Hobbit\u201c, schrieb der Schriftsteller J.R.R. Tolkien 1958 \u00fcber sich selbst. Er mochte G\u00e4rten, rauchte&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":701936,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[155],"tags":[29,214,30,215],"class_list":{"0":"post-701935","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unterhaltung","8":"tag-deutschland","9":"tag-entertainment","10":"tag-germany","11":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115857996269098701","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/701935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=701935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/701935\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/701936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=701935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=701935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=701935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}