{"id":702126,"date":"2026-01-08T08:01:11","date_gmt":"2026-01-08T08:01:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702126\/"},"modified":"2026-01-08T08:01:11","modified_gmt":"2026-01-08T08:01:11","slug":"glauben-die-europaeer-noch-an-ihre-rente","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702126\/","title":{"rendered":"Glauben die Europ\u00e4er noch an ihre Rente?"},"content":{"rendered":"<p>  Von&amp;nbsp<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/profile\/2934\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">In\u00eas Trindade Pereira<\/a>&amp;nbsp&amp;&amp;nbsp<b>video by Damaso Jaivenois<\/b><\/p>\n<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            08\/01\/2026 &#8211; 7:30 MEZ\n            <\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerung in der Europ\u00e4ischen Union altert, und die Exekutive der EU dr\u00e4ngt die Mitgliedstaaten dazu, die private Altersvorsorge zu st\u00e4rken. Wie eine aktuelle Umfrage zeigt, h\u00e4lt die Mehrheit der befragten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Frankreich, Deutschland, Spanien und Italien das staatliche Rentensystem ihres Landes schon jetzt f\u00fcr nicht mehr finanzierbar.<\/p>\n<p>Laut der YouGov-Umfrage sind die Befragten jedoch auch der Meinung, dass das derzeitige System nicht gro\u00dfz\u00fcgig genug sei, und lehnen viele Reformvorschl\u00e4ge, wie etwa die Anhebung des Rentenalters, ab.<\/p>\n<p>Einem <a href=\"https:\/\/www.oecd.org\/en\/publications\/pensions-at-a-glance-2025%5Fe40274c1-en\/full-report\/public-expenditure-on-pensions%5Fddc9a2dd.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>OECD-Bericht<\/strong><\/a> zufolge geben Griechenland und Italien mit rund 16 % ihres Bruttoinlandsprodukts den gr\u00f6\u00dften Anteil des Nationaleinkommens f\u00fcr staatliche Renten aus.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich, Frankreich und Portugal folgen mit 13 % bis 14 % ihres BIP.<\/p>\n<p>Zwei Drittel der befragten Franzosen, Deutschen und Spanier gaben bei der YouGov-Umfrage an, dass das staatliche Rentensystem in ihrem Land unbezahlbar sein werde, wenn die heute 30- und 40-J\u00e4hrigen in Rente gehen.<\/p>\n<p>Diejenigen, die schon heute im Ruhestand sind, sehen die F\u00e4higkeit ihres Landes zur Finanzierung des staatlichen Rentensystems allerdings durchweg optimistischer.<\/p>\n<p>Gibt es einen Konsens f\u00fcr eine L\u00f6sung?<\/p>\n<p>\u00dcber 70 % der Italiener und Polen, die heute noch erwerbst\u00e4tig sind, glauben nicht, dass sie genug Geld haben werden, um einen angenehmen Ruhestand zu verbringen. Unter den befragten Franzosen und Spaniern \u00fcberwog mit 66 % bzw. 64 % ebenfalls der Pessimismus.<\/p>\n<p>Obwohl die Herausforderungen f\u00fcr das staatliche Rentensystem anerkannt werden, gibt es nur wenig Unterst\u00fctzung f\u00fcr Ma\u00dfnahmen, die zur L\u00f6sung des Problems beitragen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Die Unterst\u00fctzung \u00e4lterer Arbeitnehmer, damit sie l\u00e4nger im Beruf bleiben, anstatt in Rente zu gehen, und die Einf\u00fchrung einer gesetzlichen Verpflichtung f\u00fcr Menschen im erwerbsf\u00e4higen Alter, zus\u00e4tzlich in eine private oder betriebliche Altersvorsorge oder einen Sparplan einzuzahlen, sind die beliebtesten Optionen unter den Befragten in den f\u00fcnf EU-L\u00e4ndern &#8211; ob sie im Ruhestand sind und im Erwerbsleben stehen.<\/p>\n<p>Die polnischen Befragten sprachen sich besonders f\u00fcr eine Unterst\u00fctzung \u00e4lterer Arbeitnehmer aus, w\u00e4hrend die Deutschen die zus\u00e4tzliche Einzahlung in eine private oder betriebliche Altersvorsorge bevorzugten.<\/p>\n<p>Die Befragten in Italien waren die einzigen, die eine K\u00fcrzung oder vollst\u00e4ndige Abschaffung der staatlichen Rente f\u00fcr einkommensstarke Rentner bef\u00fcrworteten.<\/p>\n<p>Die am wenigsten bevorzugten L\u00f6sungen waren die Erh\u00f6hung der Steuern f\u00fcr Menschen im erwerbsf\u00e4higen Alter, die K\u00fcrzung der Mittel f\u00fcr staatliche Dienstleistungen zur Unterst\u00fctzung \u00e4lterer Menschen und die niedrigere Rentenauszahlungen an die Menschen im Ruhestand.<\/p>\n<p>Welche Pl\u00e4ne hat die EU, um dieses Problem zu l\u00f6sen?<\/p>\n<p>In den meisten EU-L\u00e4ndern werden die staatlichen Renten nach dem Umlageverfahren finanziert, d.h. die Arbeitnehmer von heute zahlen f\u00fcr die Rentner von heute.<\/p>\n<p>Da die Bev\u00f6lkerung im erwerbsf\u00e4higen Alter schrumpft und Teilzeit- sowie atypische Arbeitsverh\u00e4ltnisse ohne klassische Rentenversicherung zunehmen, haben die B\u00fcrger in mehreren Mitgliedstaaten nicht die Gewissheit, in Zukunft eine Rente zu erhalten, die zum Leben reicht, insbesondere Frauen.<\/p>\n<p>Das geschlechtsspezifische Rentengef\u00e4lle liegt bei 24,5 Prozent, Frauen bekommen also im Schnitt etwa ein Viertel weniger Rente als M\u00e4nner. <\/p>\n<p>In Erg\u00e4nzung zur staatlichen Rente hat die Europ\u00e4ische Kommission ein Zwei-S\u00e4ulen-Konzept zur F\u00f6rderung der Altersvorsorge und zur Mobilisierung von Bankeinlagen in H\u00f6he von bis zu 10 Billionen Euro in der gesamten EU skizziert, um <a href=\"https:\/\/www.euronews.com\/my-europe\/2025\/11\/20\/eu-urges-capitals-to-improve-citizens-private-pension-options-as-pressure-on-state-schemes\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>strategische EU-Priorit\u00e4ten<\/strong><\/a> zu unterst\u00fctzen, darunter auch die privaten Rentensysteme.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Von&amp;nbspIn\u00eas Trindade Pereira&amp;nbsp&amp;&amp;nbspvideo by Damaso Jaivenois Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 08\/01\/2026 &#8211; 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