{"id":702170,"date":"2026-01-08T08:28:13","date_gmt":"2026-01-08T08:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702170\/"},"modified":"2026-01-08T08:28:13","modified_gmt":"2026-01-08T08:28:13","slug":"schnelles-internet-ausbau-von-glasfaser-in-stuttgart-unterschiede-in-stadtbezirken-teils-riesig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702170\/","title":{"rendered":"Schnelles Internet: Ausbau von Glasfaser in Stuttgart \u2013 Unterschiede in Stadtbezirken teils riesig"},"content":{"rendered":"<p>Das Aus f\u00fcr das Kupfernetz in Deutschland r\u00fcckt n\u00e4her. Wo in Stuttgart schon Glasfaser liegt, was die Arbeiten behindert \u2013 und in welchen Bezirken demn\u00e4chst ausgebaut wird.<\/p>\n<p>Zwei Unternehmen ziehen die Fasern f\u00fcr schnelles <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Internet\" title=\"Internet\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Internet<\/a> derzeit in den Untergrund Stuttgarts. Mit Blick in die Zukunft gilt die Technologie als unverzichtbar, das Bundesdigitalministerium rechnet mit einer vollst\u00e4ndigen Abschaltung des Kupfernetzes in Deutschland <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.telekommunikation-gigabit-internet-fuer-alle-verbindliche-ziele.d52ff3ed-54af-4d3d-90f8-756071dc32e1.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">zwischen 2035 bis 2040<\/a>. Wichtige Fragen und Antworten zum Thema. <\/p>\n<p>Wie geht der Glasfaserausbau in <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Stuttgart\" title=\"Stuttgart\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stuttgart<\/a> voran?  <\/p>\n<p>41,1 Prozent der Haushalte in Stuttgart waren im November 2025 erschlossen, das geht aus Angaben der Gigabit Region Stuttgart hervor, welche den Ausbau steuert. Mit Blick auf die verschiedenen Stadtbezirke gibt es teils gro\u00dfe Unterschiede. W\u00e4hrend der Ausbaustatus in Sillenbuch Ende 2024 beispielsweise bei 98,8 Prozent lag, kam Plieningen lediglich auf 0,7 Prozent. <\/p>\n<p>  Was bedeuten die Ausbauzahlen konkret?  <\/p>\n<p>Sie sagen nichts dar\u00fcber aus, ob die Glasfasern in den Gebieten auch schon bis in die Wohnungen verlegt sind. Sie bedeuten lediglich, dass sie direkt vor den H\u00e4usern liegen (\u201eHomes passed\u201c) und diese schnell angeschlossen werden k\u00f6nnen. Anwohner m\u00fcssen den Anschluss jedoch selbst beauftragen. Wer zur Miete wohnt, braucht daf\u00fcr die Zustimmung des Eigent\u00fcmers.<\/p>\n<p>Warum geht der Ausbau im Land und in Stuttgart nicht schneller voran? <\/p>\n<p>Einer Analyse des Vergleichsportals Verivox zufolge bildet Baden-W\u00fcrttemberg beim Glasfaserausbau in Deutschland das Schlusslicht, zusammen mit dem Saarland und Th\u00fcringen. Unter den 50 gr\u00f6\u00dften St\u00e4dten im Land wiederum landet Stuttgart demnach auf Platz 16, w\u00e4hrend das <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.digitale-infrastruktur-fellbach-beim-glasfaserausbau-bundesweit-spitze.cf515126-83af-4bc2-a27d-899b6299a65f.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">fast vollst\u00e4ndig ausgebaute Fellbach den ersten Platz belegt<\/a>. <\/p>\n<p>Ein Grund daf\u00fcr ist die Topographie, wie Stuttgarts Breitbandkoordinator Christian Beck mitteilt. Bergige Gegenden sind schwieriger auszubauen als flache. \u201eDie Gro\u00dfstadt ist besonders komplex; allein eine Baustelle an einer viel befahrenen Stra\u00dfe bedarf gro\u00dfer Planung\u201c, sagt Helmut Haag, Sprecher der Gigabit Region Stuttgart, und nennt ein Beispiel: \u201eW\u00e4hrend der Fu\u00dfball-Europameisterschaft konnte in Stuttgart sechs Wochen lang kein <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/thema\/Glasfaser\" title=\"Glasfaser\" class=\"art_thema\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Glasfaser<\/a> ausgebaut werden, weil die Stra\u00dfen ohnehin schon hoch belastet waren. Man kann nicht beliebig viele Bautrupps in eine Stadt schicken \u2013 sonst sind die Leute nicht mehr mobil.\u201c <\/p>\n<p>Wer ist f\u00fcr den Glasfaserausbau zust\u00e4ndig? <\/p>\n<p>\u201eDurch den vollst\u00e4ndig liberalisierten Telekommunikationsmarkt ist das erst einmal keine Aufgabe von Kommunen\u201c, sagt Breitbandkoordinator Beck. Das w\u00fcssten viele nicht. In Stuttgart bauen die Deutsche Telekom und die Vodafone-Tochter OXG Glasfaser das Netz f\u00fcr Privatkunden aus, wobei der B\u00e4renanteil auf die Telekom entf\u00e4llt, sie hat bislang fast 133.000 Haushalte und Gewerbe angeschlossen.<\/p>\n<p>\u201eDessen ungeachtet ist es der Stadt aber nat\u00fcrlich ein Anliegen, den Ausbau voranzubringen\u201c, sagt Beck. Deshalb gibt es die Gigabit Region Stuttgart, die den Ausbau zus\u00e4tzlich vorantreibt \u2013 eine Gesellschaft der Wirtschaftsf\u00f6rderung Region Stuttgart, der Landeshauptstadt sowie der Landkreise B\u00f6blingen, Esslingen, G\u00f6ppingen, Ludwigsburg und Rems-Murr. <\/p>\n<p>   <img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/media.media.19c6a96d-2598-4983-84d7-ce04f2160484.original1024.media.jpeg\"\/>     Glasfaserkabel werden h\u00e4ufig unter dem Gehweg verlegt. (Symbolbild)    Foto: Imago\/Rainer Weisflog    Wie entscheiden die Unternehmen, wo sie ausbauen?  <\/p>\n<p>Die Firmen bauen in der Regel dort aus, wo es sich f\u00fcr sie wirtschaftlich rentiert. Viele versuchen, durch Haust\u00fcrbesuche Kunden zu gewinnen. \u201eOhne Direktvermarktung w\u00e4re der Glasfaserausbau nicht denkbar\u201c, sagt Helmut Haag. <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.glasfaser-druecker-kolonnen-stuttgart-nicht-aufmachen.50a6346a-7271-44db-9eea-b67d86876e93.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die Verbraucherzentrale r\u00e4t jedoch, Angebote erst in Ruhe anzusehen und nichts an der Haust\u00fcr zu unterschreiben<\/a>. Auch unseri\u00f6se Anbieter sind unterwegs. In Stuttgart ist die Situation entspannter als in einigen kleineren Kommunen: Dort bauen die Unternehmen auch ohne Vorvermarktungsquote aus. <\/p>\n<p> Was ist mit den Adressen, die au\u00dfen vor sind?  <\/p>\n<p>Der Ausbau in Stuttgart erfolgt fast ausschlie\u00dflich eigenwirtschaftlich, wie Christian Beck mitteilt. F\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.glasfaser-in-stuttgart-herr-hildner-kann-nicht-streamen-und-das-mitten-in-stuttgart.ddbe031d-98b3-4793-b61b-c7b556765428.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">besonders schlecht versorgte Adressen<\/a> k\u00f6nnen Kommunen F\u00f6rdergeld bei Bund und Land beantragen. In Stuttgart werden auf diesem Wege 826 Geb\u00e4ude, zudem 30 Bildungseinrichtungen und drei Krankenh\u00e4user erschlossen, etwa in Stuttgart-Rotenberg. Generell seien die durch den Bund festgelegten F\u00f6rderkriterien aber eher auf den l\u00e4ndlichen Raum zugeschnitten, sagt Christian Beck. Zudem haben Gegenden mit dem leistungsf\u00e4higeren TV-Kabelanschluss \u2013 anders als jene mit den schw\u00e4cheren Telefonkabeln \u2013 bislang keine Chance auf F\u00f6rderung. Die M\u00f6glichkeiten, f\u00fcr Stuttgart F\u00f6rdergeld zu erhalten, sind aus diesen Gr\u00fcnden laut Beck \u201erecht begrenzt\u201c. <\/p>\n<p>   In welchen Bezirken wird 2026 ausgebaut? <\/p>\n<p>Die Telekom hat f\u00fcr das kommende Jahr 17 Gebiete in Stuttgart benannt, in denen sie ausbauen will: Sie liegen in den Stadtbezirken Mitte, West, S\u00fcd, Ost, Feuerbach, Obert\u00fcrkheim, Untert\u00fcrkheim, Degerloch, M\u00fchlhausen, Hedelfingen, Birkach, Bad Cannstatt, Weilimdorf und Vaihingen. OXG wiederum will zeitnah in Bad Cannstatt, Stammheim, Zuffenhausen, Nord, Mitte, S\u00fcd, West, Ost und Wangen ausbauen.<\/p>\n<p> Wie ist der Ausblick in Stuttgart?  <\/p>\n<p>Nimmt man zu den bereits erschlossenen Haushalten jene dazu, f\u00fcr die es bereits eine konkrete Ausbauzusage gibt, kommt Stuttgart auf 72 Prozent, wie der Breitbandkoordinator Christian Beck mitteilt: Dieser Anteil hat also entweder bereits die Option, schnell an einen Glasfaseranschluss zu kommen \u2013 oder wird sie bald haben. <\/p>\n<p>Bis 2030 sollen mindestens 90 Prozent der Haushalte in Stadt und Region mit Glasfaser erschlossen sein. Ist das realistisch? \u201eEs wird eine Herausforderung\u201c, sagt Helmut Haag, \u201eaber wir sind auf einem sehr guten Weg \u2013 in der Landeshauptstadt wie auch in der gesamten Region\u201c.<\/p>\n<p>Was f\u00fcr Glasfaser spricht, welche Anbieter in Stuttgart aktiv sind und weitere Informationen zum Thema haben wir <a href=\"https:\/\/www.stuttgarter-nachrichten.de\/inhalt.glasfaser-druecker-kolonnen-stuttgart-nicht-aufmachen.50a6346a-7271-44db-9eea-b67d86876e93.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in diesem Artikel zusammengefasst<\/a>. <\/p>\n<p> Datenst\u00e4nde in der Grafik <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Aktuell<\/strong><br \/>In unserer Grafik haben wir die Ausbaust\u00e4nde in den verschiedenen Stadtbezirken dargestellt. Wichtig: F\u00fcr die einzelnen Stadtbezirke sind \u2013 anders als f\u00fcr die Stadt insgesamt \u2013 lediglich Daten verf\u00fcgbar, die den Stand Ende 2024 wiedergeben. Da seitdem aber weiter ausgebaut wurde, liegt der tats\u00e4chliche Ausbauanteil inzwischen h\u00f6her, wie der Breitbandkoordinator der Stadt Stuttgart, Christian Beck, mitteilt. <\/p>\n<p class=\"infobox\"> <strong>Perspektivisch<\/strong><br \/>Auch die Ausbauperspektive in den einzelnen Stadtbezirken st inzwischen besser als in der Karte dargestellt \u2013 hier mussten wir uns mit Zahlen aus dem Juli 2025 begn\u00fcgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Aus f\u00fcr das Kupfernetz in Deutschland r\u00fcckt n\u00e4her. 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