{"id":702396,"date":"2026-01-08T10:38:13","date_gmt":"2026-01-08T10:38:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702396\/"},"modified":"2026-01-08T10:38:13","modified_gmt":"2026-01-08T10:38:13","slug":"russland-liefert-noch-immer-viel-lng-in-die-eu-news","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702396\/","title":{"rendered":"Russland liefert noch immer viel LNG in die EU &#8211; News"},"content":{"rendered":"<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Die Abh\u00e4ngigkeit Europas von russischem \u00d6l und Gas ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs ein brisantes Thema: Erst vor Kurzem hat sich die EU dazu durchgerungen, bis Ende 2027 kein Gas mehr aus Russland zu importieren. Mit der Einfuhr von LNG, also Fl\u00fcssigerdgas, soll sogar schon Ende dieses Jahres Schluss sein.<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Nun zeigen aber Handelsdaten, die die deutsche Umweltschutzorganisation \u00abUrgewald\u00bb ausgewertet hat, dass der LNG-Handel mit Russland nach wie vor floriert. Wirtschaftsredaktorin Isabel Pfaff hat sich die Analyse genauer angeschaut.<\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Isabel Pfaff\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/10\/944af67.webp.webp\"\/><\/p>\n<p class=\"person-details__name\">\n                Isabel Pfaff\n    <\/p>\n<p class=\"person-details__function\" itemprop=\"jobTitle\">\n        Wirtschaftsredaktorin\n    <\/p>\n<p>    Personen-Box aufklappen<br \/>\n    Personen-Box zuklappen<\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Isabel Pfaff ist seit Juni 2024 SRF-Wirtschaftsredaktorin. Vorher arbeitete sie f\u00fcnf Jahre als Schweiz-Korrespondentin f\u00fcr die \u00abS\u00fcddeutsche Zeitung\u00bb.<\/p>\n<p>                                                        <strong>Wie passen der geplante Ausstieg und der bl\u00fchende LNG-Handel zusammen? <\/strong><\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Es passt eben nicht so richtig zusammen. <a href=\"https:\/\/ec.europa.eu\/eurostat\/statistics-explained\/index.php?title=EU_imports_of_energy_products_-_latest_developments#Overview\" target=\"_blank\" data-urn=\"\" data-title=\"\" rel=\"noopener\">Daten der EU-Statistikbeh\u00f6rde Eurostat<\/a> zeigen es: Die Einfuhren von Fl\u00fcssigerdgas aus Russland in die EU nahmen zuletzt eher zu als ab. Heute hat die deutsche NGO \u00abUrgewald\u00bb dazu eine interessante Analyse ver\u00f6ffentlicht, die zeigt, wie viele Exporte vom russischen Jamal-LNG-Projekt in Sibirien Richtung Europa gehen. Das ist deshalb interessant, weil das Jamal-Projekt die gr\u00f6sste aktive Fl\u00fcssig-Erdgasanlage Russlands ist. \u00abUrgewald\u00bb hat daf\u00fcr Zahlen des Schiffsdaten-Unternehmens Kpler verwendet. Und die zeigen: Im Jahr 2025 gingen mehr als drei Viertel der Jamal-LNG-Exporte in die EU \u2013 das ist knapp mehr als im Jahr davor. <\/p>\n<p>                                                        Warum ist die EU eine so wichtige Abnehmerin? <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Bei der Jamal-Anlage hat das auch mit den geografischen Gegebenheiten zu tun: Die arktische Lage f\u00fchrt dazu, dass man spezielle Eisbrecher-Tanker braucht, um das Fl\u00fcssiggas \u00fcberhaupt verschiffen zu k\u00f6nnen. Von diesen Eisbrechern gibt es nicht viele, aktuell sind 14 davon im Einsatz.  Damit Russland m\u00f6glichst viel Gas verschiffen kann, m\u00fcssen diese Tanker die k\u00fcrzestm\u00f6gliche Route nehmen \u2013 und die f\u00fchrt zu europ\u00e4ischen H\u00e4fen. Das Gesch\u00e4ft mit dem Jamal-Gas h\u00e4ngt also ganz wesentlich davon ab, dass die EU dieses Gas importiert. <\/p>\n<p>                <img decoding=\"async\" alt=\"Frachtschiff beladen mit LNG vor Deutschland\" class=\"image__img\" loading=\"lazy\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhAQABAIAAAAAAAP\/\/\/yH5BAEAAAAALAAAAAABAAEAAAIBRAA7\"\/><\/p>\n<p>                    Legende:<\/p>\n<p>                Ein LNG-Tanker in einem Hafen von Mecklenburg-Vorpommern.<\/p>\n<p>                    Keystone\/Stefan Sauer<\/p>\n<p>                                                        Aber damit wird bald Schluss sein \u2013 gem\u00e4ss den Pl\u00e4nen der EU\u2026 <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">Ja, das stimmt. Aber es erscheint schon ehrgeizig, dass man von diesen Importmengen in so kurzer Zeit wegkommen will. Zwar hat es die EU geschafft, den Anteil von russischem Gas insgesamt zu senken: von etwa 40 Prozent Ende 2021, also kurz vor der Invasion der Ukraine, auf rund 19 Prozent Ende 2024. Dahinter stehen aber zwei Trends: die Einfuhr von Pipeline-Gas und die von Fl\u00fcssiggas. W\u00e4hrend das Pipeline-Gas aus Russland tats\u00e4chlich stark zur\u00fcckgegangen ist, sind die LNG-Importe noch vergleichsweise hoch \u2013 gem\u00e4ss Eurostat lagen sie zuletzt bei rund 13 Prozent aller Einfuhren in die EU, auf Platz zwei hinter den USA. <\/p>\n<p>                                                        Die Analyse finden Sie hier:<\/p>\n<p>                                                        Wie k\u00f6nnte die EU denn das russische Gas ersetzen? <\/p>\n<p class=\"article-paragraph\">In den letzten Jahren hat der Anteil von LNG aus den USA sehr stark zugenommen, auch Norwegen ist ein wichtiger Lieferant geworden. Aber, so heisst es aus Br\u00fcssel: Die Diversifizierung ist ein langer, steiniger Weg. Und wie verl\u00e4sslich die neuen Partner sind, ist dann auch die Frage. Wir sehen es ja gerade: Es ist ziemlich unklar, wie es mit der Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen Europa und den USA weitergeht. <\/p>\n<p>  Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen.<\/p>\n<p>            Teilen<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Klicken, um die Teilen-Funktion zu \u00f6ffnen. 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