{"id":702556,"date":"2026-01-08T12:06:33","date_gmt":"2026-01-08T12:06:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702556\/"},"modified":"2026-01-08T12:06:33","modified_gmt":"2026-01-08T12:06:33","slug":"bcg-global-trade-report-europas-handelsstroeme-verlagern-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702556\/","title":{"rendered":"BCG Global Trade Report: Europas Handelsstr\u00f6me verlagern sich"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">08.01.2026 \u2013 11:35<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von The Boston Consulting Group\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/180974\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">The Boston Consulting Group<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/M%FCnchen\" title=\"News aus M\u00fcnchen \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> (ots)<\/p>\n<ul class=\"naxml-ul\">\n<li> Welthandel w\u00e4chst weiter &#8211; f\u00fcr die EU ver\u00e4ndern sich jedoch die Gewichte ihrer wichtigsten Handelspartner deutlich <\/li>\n<li> EU-Handel mit den USA und China entwickelt sich unterdurchschnittlich <\/li>\n<li> An Bedeutung gewinnen regelbasierte, handelsoffene Volkswirtschaften sowie ausgew\u00e4hlte M\u00e4rkte au\u00dferhalb der klassischen Handelsachsen <\/li>\n<li> EU-Au\u00dfenhandel legt deutlich st\u00e4rker zu als Binnenhandel <\/li>\n<\/ul>\n<p> Der globale Warenhandel bleibt auch in einem zunehmend fragmentierten Umfeld robust und w\u00e4chst bis 2034 im moderaten Entwicklungspfad j\u00e4hrlich um rund 2,5 Prozent, so eine Prognose der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). Die Handelsbeziehungen der EU werden sich dabei grundlegend ver\u00e4ndern, weil sich die M\u00e4rkte zunehmend multipolar entwickeln mit Auswirkungen auf die Bedeutung einzelner Handelspartner. Das zeigt der BCG Global Trade Report 2026, der die Entwicklung der weltweiten Handelsstr\u00f6me \u00fcber einen Zeitraum von zehn Jahren untersucht. Entscheidend f\u00fcr die EU ist dabei weniger das globale Wachstum insgesamt als die Frage, woher dieses Wachstum k\u00fcnftig kommt und wie sich Europas Handelsprofil ver\u00e4ndert. <\/p>\n<p> Um diese Dynamik einzuordnen, arbeitet der BCG Global Trade Report 2026 erstmals mit vier unterschiedlichen Entwicklungspfaden f\u00fcr den Welthandel \u00fcber die kommenden zehn Jahre. Hintergrund ist die wachsende Unsicherheit durch geopolitische Spannungen, industriepolitische Eingriffe und fragmentierte Handelsregeln. In dem von den Beratern als besonders plausibel eingesch\u00e4tzten, moderaten Trade-Patchwork-Szenario w\u00e4chst der globale Warenhandel trotz dieser Belastungen weiter und steigt von rund 23 Billionen US-Dollar im Jahr 2024 auf knapp 30 Billionen US-Dollar bis 2034. Dieses Wachstum liegt leicht \u00fcber dem erwarteten globalen Wirtschaftswachstum, geht jedoch mit einer tiefgreifenden Neuordnung der Handelsstr\u00f6me einher: W\u00e4hrend einzelne traditionelle Handelsachsen an Bedeutung verlieren, gewinnen neue, politisch und regulatorisch gepr\u00e4gte Verbindungen an Gewicht. <\/p>\n<p> Phase tiefgreifender Neuordnung <\/p>\n<p> F\u00fcr die Europ\u00e4ische Union zeigen die Daten ein differenziertes Bild: W\u00e4hrend der EU-Handel mit den USA und China bis 2034 jeweils nur um rund 1,5 Prozent pro Jahr w\u00e4chst und damit deutlich unter dem globalen Durchschnitt bleibt, entwickeln sich andere Partnerschaften sp\u00fcrbar dynamischer. Der Handel der EU mit regelbasierten, handelsoffenen Volkswirtschaften legt im selben Zeitraum im Schnitt um rund 2,5 Prozent j\u00e4hrlich zu, so die Prognose. Innerhalb dieser Gruppe entf\u00e4llt etwa 40 Prozent des Handelsvolumens auf die EU selbst, was die wachsende Bedeutung eng integrierter Handelsr\u00e4ume unterstreicht. Besonders relevant f\u00fcr Europas k\u00fcnftige Handelsentwicklung sind dabei die Beziehungen zu den EFTA-Staaten, den CPTPP-L\u00e4ndern, dem Vereinigten K\u00f6nigreich und S\u00fcdkorea. &#8222;Der Welthandel tritt nicht in eine Phase des R\u00fcckzugs ein, sondern in eine Phase tiefgreifender Neuordnung&#8220;, sagt Nikolaus Lang, Senior Partner bei BCG und Co-Autor des Reports. &#8222;Trotz zunehmender geopolitischer Fragmentierung w\u00e4chst der globale Warenhandel weiter &#8211; entlang neuer, politisch gepr\u00e4gter Handelsachsen.&#8220; <\/p>\n<p> Diese Verschiebungen spiegeln sich auch in der unterschiedlichen Dynamik von EU-Binnen- und EU-Au\u00dfenhandel wider: W\u00e4hrend nach Einsch\u00e4tzung der BCG-Experten der Binnenhandel bis 2034 nur um rund 1,4 Prozent j\u00e4hrlich w\u00e4chst, entwickelt sich der EU-Au\u00dfenhandel mit einem Plus von etwa 2,3 Prozent pro Jahr deutlich dynamischer. Das externe Handelsvolumen der EU steigt von rund 5,3 Billionen US-Dollar im Jahr 2024 auf etwa 6,7 Billionen US-Dollar bis 2034. F\u00fcr Europas Handelsentwicklung wird also die Positionierung in internationalen Wertsch\u00f6pfungs- und Handelsnetzwerken immer entscheidender. <\/p>\n<p> Diversifizierung wird strategische Notwendigkeit <\/p>\n<p> Besonders deutlich zeigen sich die strukturellen Herausforderungen der EU in ihren sektoralen Abh\u00e4ngigkeiten. In Branchen wie Automobil &amp; Mobilit\u00e4t, Maschinenbau und Biopharma entfallen in einzelnen Segmenten jeweils mehr als 30 bis 40 Prozent des Handelsvolumens auf die USA und China. Diese Konzentration erh\u00f6ht die Anf\u00e4lligkeit europ\u00e4ischer Wertsch\u00f6pfungsketten gegen\u00fcber handelspolitischen Eingriffen und geopolitischen Spannungen. Diversifizierungsstrategien k\u00f6nnen Risiken reduzieren, gehen jedoch mit einer steigenden Komplexit\u00e4t wirtschaftlicher und politischer Abstimmungsprozesse innerhalb der EU einher. <\/p>\n<p> &#8222;Die EU bleibt in zentralen Industrien stark von den USA und China abh\u00e4ngig&#8220;, betont Lang, der auch den Vorsitz des BCG Henderson Institute innehat. &#8222;Diese Verwundbarkeit zwingt Europa, wirtschaftliche Sicherheitsinteressen und das Bekenntnis zu regelbasiertem Handel neu auszubalancieren &#8211; Diversifizierung wird damit zur strategischen Notwendigkeit.&#8220; Und auch jenseits Europas zeigen sich unterschiedliche Entwicklungsdynamiken im Welthandel: Der BCG Global Trade Report zeigt, dass insbesondere der Handel zwischen BRICS+-Staaten (ohne China) sowie mit Teilen des Global South bis 2034 jeweils um rund 3 Prozent pro Jahr zunimmt. China baut seine wirtschaftlichen Beziehungen zu diesen M\u00e4rkten weiter aus; der Handel mit anderen BRICS+-Staaten w\u00e4chst im gleichen Zeitraum um rund 5,5 Prozent j\u00e4hrlich. Dagegen verliert der direkte Handel zwischen den USA und China weiter an Bedeutung und geht bis 2034 um rund 4,5 Prozent zur\u00fcck. Gleichzeitig w\u00e4chst der Warenhandel der USA insgesamt mit nur rund 1,5 Prozent pro Jahr deutlich langsamer als der globale Durchschnitt. <\/p>\n<p> Implikationen f\u00fcr Wirtschaft und Politik <\/p>\n<p> Vor diesem Hintergrund wird Europas Handelszukunft zur strategischen Gestaltungsaufgabe. F\u00fcr Unternehmen bedeutet das: Sie m\u00fcssen Handels- und Lieferketten st\u00e4rker an unterschiedliche Handelsr\u00e4ume anpassen und geopolitische Risiken systematisch in Investitions- und Standortentscheidungen einbeziehen. Gleichzeitig stehen politische Entscheidungstr\u00e4ger vor der Aufgabe, wirtschaftliche Offenheit, industriepolitische Steuerung und das Bekenntnis zu regelbasiertem Handel in einem komplexeren globalen Umfeld auszubalancieren. &#8222;Die EU steht vor einem strukturellen Wendepunkt&#8220;, sagt BCG-Partner Nikolaus Lang. &#8222;Das k\u00fcnftige Handelswachstum wird vor allem aus Partnerschaften mit gleichgesinnten Volkswirtschaften kommen &#8211; nicht aus dem Binnenmarkt allein.&#8220; <\/p>\n<p> \u00dcber die Studie <\/p>\n<p> Der BCG Global Trade Report 2026 analysiert die Entwicklung des weltweiten Warenhandels \u00fcber einen Zeitraum von zehn Jahren bis 2034. Grundlage ist das BCG Global Trade Model, das auf historischen Handelsdaten, makro\u00f6konomischen Indikatoren und szenariobasierten Annahmen beruht. Der Bericht untersucht Handelsstr\u00f6me zwischen mehr als 150 L\u00e4ndern und ordnet sie in regionale und handelspolitische Kontexte ein. Angesichts der zunehmenden Unsicherheit im globalen Handelsumfeld arbeitet der Report erstmals mit vier m\u00f6glichen Entwicklungspfaden, um unterschiedliche wirtschafts- und geopolitische Rahmenbedingungen abzubilden. <\/p>\n<p> \u00dcber BCG <\/p>\n<p> Die Boston Consulting Group (BCG) ist eine weltweit f\u00fchrende Unternehmensberatung. Gemeinsam mit F\u00fchrungskr\u00e4ften aus Wirtschaft und Gesellschaft treiben wir tiefgreifende Transformationen voran. Seit der Gr\u00fcndung 1963 leistet BCG Pionierarbeit im Bereich Unternehmensstrategie. Unser Ziel: Organisationen so st\u00e4rken, dass sie wachsen, nachhaltige Wettbewerbsvorteile entwickeln und positiven gesellschaftlichen Wandel gestalten k\u00f6nnen. <\/p>\n<p> BCG steht f\u00fcr erstklassige Strategieberatung mit Technologiekompetenz sowie unternehmerischer Umsetzungskraft &#8211; von digitalen Gesch\u00e4ftsmodellen bis zu Corporate Ventures. Unsere internationalen Teams vereinen Branchenwissen, funktionale Expertise und vielf\u00e4ltige Perspektiven &#8211; sie hinterfragen den Status quo und setzen Impulse f\u00fcr echte Ver\u00e4nderung. Unser Beratungsmodell ist einzigartig: Es setzt auf enge Zusammenarbeit innerhalb unserer Teams und bei unseren Kunden &#8211; \u00fcber alle Organisationsebenen hinweg. BCG ist mit rund 33.000 Mitarbeitenden in \u00fcber 100 St\u00e4dten und mehr als 50 L\u00e4ndern vertreten. Weltweit erzielte BCG im Jahr 2024 einen Umsatz von 13,5 Milliarden US-Dollar. <\/p>\n<p> Weitere Informationen:  <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.bcg.com\/\">www.bcg.com<\/a><\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">Boston Consulting Group<br \/>Simona Gulich<br \/>Media Relations Specialist<br \/>T + 49 151 10386025<br \/><a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/180974\/mailto: simona.gulich@bcg.com\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> simona.gulich@bcg.com<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: The Boston Consulting Group, \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"08.01.2026 \u2013 11:35 The Boston Consulting Group M\u00fcnchen (ots) Welthandel w\u00e4chst weiter &#8211; f\u00fcr die EU ver\u00e4ndern sich&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":386213,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,5976,7229,548,663,158,3934,3935,162172,162171,13,14,15,178,180,179,181,12,11748,5225,162170],"class_list":{"0":"post-702556","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-analyse","11":"tag-auenhandel","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europaeische-union","15":"tag-europe","16":"tag-european-union","17":"tag-global-trade-report","18":"tag-globaler-warenhandel","19":"tag-headlines","20":"tag-nachrichten","21":"tag-news","22":"tag-presse","23":"tag-pressemeldung","24":"tag-pressemitteilung","25":"tag-pressemitteilungen","26":"tag-schlagzeilen","27":"tag-studie","28":"tag-welthandel","29":"tag-welthandel-prognose"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115859396239749478","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/702556","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=702556"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/702556\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/386213"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=702556"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=702556"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=702556"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}