{"id":702721,"date":"2026-01-08T13:40:12","date_gmt":"2026-01-08T13:40:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702721\/"},"modified":"2026-01-08T13:40:12","modified_gmt":"2026-01-08T13:40:12","slug":"oekumenische-essenausgabe-in-der-calenberger-neustadt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702721\/","title":{"rendered":"\u00d6kumenische Essenausgabe in der Calenberger Neustadt"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Essenausgabe_Foto_pkhwal.jpeg-154a35146052d3ba859a0d1a9c5ca6e0.jpeg\" alt=\"\" width=\"1150.0\" height=\"768\" \/><\/p>\n<p>\nPastorin Dr. Ina Schaede, Ev.-luth. Neust\u00e4dter Hof- und Stadtkirche St. Johannis, Diakon Ingo Langner, katholische Kirchengemeinde St. Heinrich, Hedwig Niederstucke, Ehrenamtliche aus dem katholischen Kirchort St. Clemens, Christiane Tesch, Zentrale Beratungsstelle des Diakonischen Werks Hannover, Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Diakonisches Werk Hannover gGmbH und Pastor Gerrit Schulte-Degenhardt, Reformierte Kirchengemeinde Hannover. Foto: R\u00fcdiger Wala\n<\/p>\n<p><strong>Die \u00d6kumenische Essensausgabe ist f\u00fcr viele Menschen und besonders f\u00fcr wohnungslose Frauen und M\u00e4nner ein wichtiger Anlaufpunkt in der kalten Jahreszeit. Immer mehr Menschen nutzen das Angebot einer kostenlosen Mahlzeit. Bis zum 21. M\u00e4rz in der reformierten Kirche montags bis freitags von 11:30 bis 13:30 Uhr ein warmes Gericht<\/strong>.<br \/>\u00a0<br \/>\u201eDass es die \u00d6kumenische Essenausgabe geben muss, ist ein Armutszeugnis f\u00fcr unsere reiche Stadtgesellschaft\u201c, sagt Diakoniepastor Friedhelm Feldkamp, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Diakonisches Werk Hannover gGmbH: \u201eBereits am ersten Tag haben wir schlagartig hundert Essen ausgegeben, das wird sich in den kommenden Tagen und Wochen noch deutlich steigern.\u201c Daran zeigt sich, wie viele Risse das soziale Netz mittlerweile aufweist: \u201eDas macht mir gro\u00dfe Sorgen, denn Essen ist ein Grundrecht.\u201c<br \/>\u00a0<br \/>Diakon Ingo Langner von der katholischen Innenstadtpfarrei St. Heinrich erg\u00e4nzt: \u201eAls Kirchen helfen wir, packen mit an, weil die Not so gro\u00df ist.\u201c Aber es braucht zudem strukturelle Ver\u00e4nderungen: \u201eDie Politik schafft es seit Jahrzehnten nicht, das Problem der Wohnungslosigkeit konsequent anzugehen und auch Reichtum umzuverteilen.\u201c Wichtig ist Langner zudem ein seelsorgliches Angebot bei der Essenausgabe: \u201eWir stehen zu Gespr\u00e4chen bereit,\u00a0 damit Menschen ihre Sorgen und N\u00f6te einmal aussprechen k\u00f6nnen.\u201c<br \/>\u00a0<br \/>\u201eJeder Mensch kann sich von einem auf den anderen Tag in einer Notsituation befinden\u201c, betont Pastorin Dr. Ina Schaede von der Neust\u00e4dter Hof- und Stadtkirche St. Johannis: \u201eInsofern ist die \u00d6kumenische Essenausgabe ein Teil von Nachbarschaft, die wir im Stadtteil bieten.\u201c Dazu braucht es Menschen, die konkrete Hilfe vor Ort bereits einge\u00fcbt haben.<br \/>\u00a0<br \/>Vor fast 40 Jahren haben evangelische und katholische Christinnen und Christen die \u00d6kumenische Essenausgabe ins Leben gerufen. Seit dieser Zeit koordiniert das Diakonische Werk Hannover dieses besondere Angebot. Kooperationspartner sind die Evangelisch-reformierte Gemeinde Hannover, die Heilsarmee Hannover, sowie die katholische Kirchengemeinde St. Heinrich und die evangelisch-lutherische Neust\u00e4dter Hof- und Stadtkirchengemeinde St. Johannis.<br \/>\u00a0<br \/>Die Essenausgabe finanziert sich rein aus Spenden und aus Kollekten der Kirchengemeinden. Bew\u00e4hrte Partner stellen das Essen bereit \u2013 in dieser Saison wieder K\u00fcchen der Nord\/LB, der VHV Stiftung, der Firma Bahlsen und der Suppenhandlung in der Hannoverschen Nordstadt. Zudem gibt es frisches Gem\u00fcse von der Gem\u00fcsekiste aus Hemmingen, der Nachtisch kommt als Spende von Privatpersonen und der katholischen Gemeinde St. Heinrich.\u00a0<br \/>\u00a0<br \/>Getragen wird die Essenausgabe von zurzeit 34 Ehrenamtlichen, die das Essen abholen, die Speisen ausgeben, abwaschen und aufr\u00e4umen. Hedwig Niederstucke aus der Basilika St. Clemens ist eine von ihnen. Zweimal die Woche ist sie jeweils vier Stunden vor Ort. Ihr und den anderen Ehrenamtlichen ist es wichtig: \u201eEin ganz wichtiges Thema ist Einsamkeit.&#8220; Denn ein offenes Ohr und ein freundliches Wort zu haben, geh\u00f6ren zur Essenausgabe dazu wie Kaffee und Nachtisch: \u201eF\u00fcr viele G\u00e4ste ist die Essenausgabe der einzige soziale Kontakt am Tag, daher ist eine seelsorgliche Begleitung wichtig.\u201c Obdachlose Menschen haben die Chance zur Ruhe zu kommen, auch W\u00e4rme an den kalten Tagen zu tanken.<br \/>\u00a0<br \/>Die Evangelisch-reformierte Kirchengemeinde Hannover stellt ihren Gemeindesaal mit K\u00fcche und Foyer f\u00fcr die kostenlose Mahlzeit zur Verf\u00fcgung. Die R\u00e4umlichkeiten befinden sich in der Innenstadt in der Lavesallee 4 und sind f\u00fcr die Besucherinnen und Besucher barrierefrei zu erreichen. \u201eN\u00e4chstenliebe ist f\u00fcr uns eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit und daher haben wir unsere R\u00e4ume gerne ge\u00f6ffnet\u201c, sagt Pastor Gerrit Schulte-Degenhardt. Das ver\u00e4ndert auch die Gemeinde, vor allem den Blick auf Armut. \u201eArmut wird oft mit Asozialit\u00e4t gleichgesetzt\u201c, sagt Schulte-Degenhardt: \u201eWir merken hier sofort, dieses Vorurteil stimmt nicht.\u201c Auch das geh\u00f6rt zu den Besonderheiten der \u00d6kumenischen Essenausgabe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Pastorin Dr. Ina Schaede, Ev.-luth. 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