{"id":702796,"date":"2026-01-08T14:21:11","date_gmt":"2026-01-08T14:21:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702796\/"},"modified":"2026-01-08T14:21:11","modified_gmt":"2026-01-08T14:21:11","slug":"vertrag-aus-dem-kalten-krieg-altes-militaerabkommen-gibt-den-usa-in-groenland-bereits-viel-macht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702796\/","title":{"rendered":"Vertrag aus dem Kalten Krieg: Altes Milit\u00e4rabkommen gibt den USA in Gr\u00f6nland bereits viel Macht"},"content":{"rendered":"<p>Vertrag aus dem Kalten KriegAltes Milit\u00e4rabkommen gibt den USA in Gr\u00f6nland bereits viel Macht<\/p>\n<p>08.01.2026, 12:08 Uhr <\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(04:45 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Vice-President-JD-Vance-gestures-as-he-tours-Pituffik-Space-Base-Friday-March-28-2025-in-Greenland.w.webp\" alt=\"Vice-President-JD-Vance-gestures-as-he-tours-Pituffik-Space-Base-Friday-March-28-2025-in-Greenland\"\/>US-Vizepr\u00e4sident JD Vance bei seinem Besuch auf der Pituffik Space Base im M\u00e4rz 2025. (Foto: picture alliance \/ ASSOCIATED PRESS)TeilenFolgen auf:<a href=\"https:\/\/www.whatsapp.com\/channel\/0029Va5cdVJD8SDp5YZgYF01\" title=\"Auf WhatsApp folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/whatsapp.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><a href=\"https:\/\/news.google.com\/publications\/CAAiEPMdif5mpRNxiLOeUpHCwwsqFAgKIhDzHYn-ZqUTcYiznlKRwsML?hl=de&amp;gl=DE&amp;ceid=DE%3Ade\" title=\"Auf Google News folgen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/socialIcons\/google.svg\" alt=\"whatsapp\" class=\"ArticleShare_icon__FsrC2\"\/><\/a><\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump will Gr\u00f6nland unter US-Kontrolle bringen. Ein Abkommen aus dem Kalten Krieg zeigt jedoch: Milit\u00e4risch hat Washington auf der Insel bereits nahezu freie Hand. Experten sind \u00fcberzeugt, dass die USA selbst f\u00fcr den Zugriff auf Gr\u00f6nlands Rohstoffe keine \u00dcbernahme ben\u00f6tigen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die USA verf\u00fcgen laut einem Medienbericht bereits seit Jahrzehnten \u00fcber umfassende milit\u00e4rische Befugnisse in Gr\u00f6nland. Wie die &#8222;<a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.nytimes.com\/2026\/01\/07\/world\/europe\/trump-greenland-denmark-us-defense-pact.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">New York Times<\/a>&#8220; meldet, erlaubt ein Abkommen aus der Zeit des Kalten Krieges den Vereinigten Staaten, Milit\u00e4rbasen auf der gesamten Insel zu errichten und zu betreiben. Zudem kann Washington Personal stationieren sowie Landungen, Starts, Ankerpl\u00e4tze, Bewegungen und den Betrieb von Schiffen, Flugzeugen und Wasserfahrzeugen kontrollieren. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Dem Bericht zufolge wurde der Vertrag 1951 von den USA und D\u00e4nemark unterzeichnet, das die Insel vor mehr als 300 Jahren kolonisiert hatte. &#8222;Die USA haben in Gr\u00f6nland so freie Hand, dass sie praktisch alles machen k\u00f6nnen, was sie wollen&#8220;, sagte Mikkel Runge Olesen, Forscher am D\u00e4nischen Institut f\u00fcr Internationale Studien in Kopenhagen, der Zeitung. &#8222;Ich kann mir kaum vorstellen, dass die USA nicht nahezu alles bekommen k\u00f6nnten, was sie wollen, wenn sie nur h\u00f6flich fragen w\u00fcrden.&#8220; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Wurzeln des Abkommens reichen bis in den Zweiten Weltkrieg zur\u00fcck, als D\u00e4nemark von Hitler-Deutschland besetzt war. Washington bef\u00fcrchtete damals, dass die Wehrmacht Gr\u00f6nland als Sprungbrett nach Nordamerika nutzen k\u00f6nnte. Die Deutschen hatten bereits meteorologische Stationen an der Ostk\u00fcste der Insel errichtet. US-Truppen vertrieben sie und bauten mehrere St\u00fctzpunkte mit Tausenden Soldaten. Auch nach 1945 betrieben die USA zahlreiche Basen und Radaranlagen. Erst mit dem Ende des Kalten Krieges und dem Zerfall der Sowjetunion schloss Washington alle Standorte bis auf die Pituffik Space Base. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das vergleichsweise unkomplizierte Milit\u00e4rabkommen wurde 2004 erweitert, um die halbautonome Regierung Gr\u00f6nlands einzubeziehen und ihr ein Mitspracherecht bei den Auswirkungen amerikanischer Truppenaktivit\u00e4ten auf die lokale Bev\u00f6lkerung einzur\u00e4umen. Seitdem sind die USA verpflichtet, D\u00e4nemark und Gr\u00f6nland zu konsultieren, bevor sie &#8222;wesentliche \u00c4nderungen&#8220; ihrer Milit\u00e4roperationen auf der Insel vornehmen. <\/p>\n<p>&#8222;Unser Land steht nicht zum Verkauf&#8220;<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">&#8222;Das ist eine H\u00f6flichkeitsformel&#8220;, sagte der d\u00e4nische Verteidigungsanalyst Peter Ernstved Rasmussener der Zeitung. In der Praxis w\u00fcrde Washington bei begr\u00fcndeten Anfragen stets gr\u00fcnes Licht erhalten. \u00c4hnlich \u00e4u\u00dfern sich andere Experten. Sollte die US-Regierung die Sicherheit Gr\u00f6nlands verst\u00e4rken wollen, k\u00f6nnte sie dies jederzeit tun, sagt der fr\u00fchere Beamte des d\u00e4nischen Parlaments, Jens Adser S\u00f8rensen. &#8222;Warum nutzt man nicht einfach den Mechanismus des bestehenden Verteidigungsabkommens? Der Rahmen ist l\u00e4ngst vorhanden.&#8220; <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump hatte zuletzt wiederholt betont, er wolle Gr\u00f6nland unter seine Kontrolle bringen. Nach der Entf\u00fchrung des venezolanischen Pr\u00e4sidenten Nicol\u00e1s Maduro durch US-Spezialkr\u00e4fte sind die Sorgen in Europa gewachsen, Trump k\u00f6nnte es mit seinen Drohungen ernst meinen. Nach Angaben des Wei\u00dfen Hauses diskutiert Trump derzeit mit seinem nationalen Sicherheitsteam, ob die USA Gr\u00f6nland von D\u00e4nemark kaufen k\u00f6nnten. Der Pr\u00e4sident sei \u00fcberzeugt, dass ein solcher Schritt im Sicherheitsinteresse der Vereinigten Staaten liege, hei\u00dft es. <\/p>\n<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Laut Olesen ist ein Verkauf Gr\u00f6nlands durch D\u00e4nemark allerdings &#8222;unm\u00f6glich&#8220;. D\u00e4nischen Regierungsvertretern zufolge liegt die Entscheidung \u00fcber die Zukunft der Insel bei den 57.000 Einwohnern. Denn die Gr\u00f6nl\u00e4nder haben das Recht, ein Unabh\u00e4ngigkeitsreferendum abzuhalten. Eine Umfrage aus dem letzten Jahr ergab, dass 85 Prozent der Bev\u00f6lkerung eine \u00dcbernahme durch die USA ablehnen. &#8222;Unser Land steht nicht zum Verkauf&#8220;, sagte Gr\u00f6nlands Premierminister Jens-Frederik Nielsen vergangene Woche. Neben seiner geostrategisch g\u00fcnstigen Lage verf\u00fcgt Gr\u00f6nland unter dem Eis auch \u00fcber wertvolle Bodensch\u00e4tze. Experten sagten allerdings der &#8222;New York Times&#8220;: Auch in diesem Fall m\u00fcsste Trump die Insel nicht \u00fcbernehmen, um an die Rohstoffe zu kommen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de, jpe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Vertrag aus dem Kalten KriegAltes Milit\u00e4rabkommen gibt den USA in Gr\u00f6nland bereits viel Macht 08.01.2026, 12:08 Uhr Artikel&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":702797,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[508,106,452,13,14,15,16,12,10,8,9,11,64,103,104],"class_list":{"0":"post-702796","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-diplomatie","9":"tag-donald-trump","10":"tag-groenland","11":"tag-headlines","12":"tag-nachrichten","13":"tag-news","14":"tag-politik","15":"tag-schlagzeilen","16":"tag-top-news","17":"tag-top-meldungen","18":"tag-topmeldungen","19":"tag-topnews","20":"tag-usa","21":"tag-welt","22":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115859927091374996","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/702796","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=702796"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/702796\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/702797"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=702796"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=702796"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=702796"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}