{"id":702843,"date":"2026-01-08T14:46:11","date_gmt":"2026-01-08T14:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702843\/"},"modified":"2026-01-08T14:46:11","modified_gmt":"2026-01-08T14:46:11","slug":"priester-aus-groenland-mehrheit-will-nicht-teil-der-usa-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/702843\/","title":{"rendered":"Priester aus Gr\u00f6nland: Mehrheit will nicht Teil der USA werden"},"content":{"rendered":"<p>US-Pr\u00e4sident Donald Trump diskutiert Optionen, darunter auch milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen, um die Kontrolle \u00fcber Gr\u00f6nland zu erlangen. Pater Toma\u017e Majcen, Konventualfranziskaner und der einzige katholische Pfarrer vor Ort, berichtet, die Pl\u00e4ne riefen bei den Bewohnern Besorgnis, manchmal auch Angst, aber ebenso \u201estille St\u00e4rke\u201c hervor. <\/p>\n<p>\u201eAls gl\u00e4ubige Menschen sind wir dazu aufgerufen, Friedensstifter zu sein, insbesondere in unsicheren Zeiten\u201c, betont Pater Majcen, der Pfarrer der Christ-K\u00f6nig-Kirche in Gr\u00f6nlands Hauptstadt Nuuk ist. Sein Appell: \u201eWir sollten uns daran erinnern, dass wir alle Kinder Gottes sind und dass unsere wahre St\u00e4rke aus Mitgef\u00fchl und der Zusammenarbeit zum Wohle aller entsteht.\u201c\u00a0Der in Slowenien geborene Pater Majcen und zwei weitere Franziskanerm\u00f6nche bilden die Konventualfranziskanermission in D\u00e4nemark, die Teil der Provinz St. Jerome in Kroatien ist. Trumps seit langem bekundetes Interesse am Erwerb Gr\u00f6nlands als \u201enationale Sicherheitspriorit\u00e4t\u201c wurde von der Pressesprecherin des Wei\u00dfen Hauses, Karoline Leavitt, in einer Erkl\u00e4rung vom 6. Januar offiziell best\u00e4tigt. Darin hie\u00df es auch: \u201eDer Pr\u00e4sident und sein Team diskutieren eine Reihe von Optionen, um dieses wichtige au\u00dfenpolitische Ziel zu verfolgen, und nat\u00fcrlich steht dem Oberbefehlshaber jederzeit der Einsatz des US-Milit\u00e4rs zur Verf\u00fcgung.\u201c\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eAls gl\u00e4ubige Menschen sind wir dazu aufgerufen, Friedensstifter zu sein, insbesondere in unsicheren Zeiten\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>In einer E-Mail vom 6. Januar an \u201eOSV News&#8220; schrieb Pater Majcen: \u201eDie meisten Gr\u00f6nl\u00e4nder haben ein starkes Bewusstsein f\u00fcr ihre Identit\u00e4t und ihr Recht, \u00fcber ihre eigene Zukunft zu entscheiden.\u201c\u00a0Er f\u00fcgte hinzu: \u201eDie Tatsache, dass eine so gro\u00dfe Mehrheit nicht Teil der Vereinigten Staaten werden will, sagt viel aus.\u201c Er lud die Gl\u00e4ubigen ein, \u201ef\u00fcr Frieden und die Achtung der Souver\u00e4nit\u00e4t zu beten und sich gemeinsam mit uns f\u00fcr die Bewahrung der Sch\u00f6pfung einzusetzen, insbesondere f\u00fcr unsere empfindliche arktische Umwelt, die eines der atemberaubendsten, aber auch verletzlichsten Meisterwerke Gottes ist.\u201c<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eF\u00fcr Frieden und die Achtung der Souver\u00e4nit\u00e4t beten und sich gemeinsam f\u00fcr die Bewahrung der Sch\u00f6pfung einsetzen\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Pater Majcen erkl\u00e4rte gegen\u00fcber OSV News, dass die sich entwickelnde Situation in Gr\u00f6nland die dringende pastorale Mission der Kirche unterstreicht. Er sagte, die Menschen in Gr\u00f6nland h\u00e4tten eine \u201estille St\u00e4rke\u201c:\u00a0\u201eDie Menschen sind besorgt, aber sie sind sich auch ganz klar dar\u00fcber: Dies ist unser Land, unsere Kultur, unsere Heimat. Als Priester sehe ich, wie sich politische Unsicherheit auf die Herzen der Menschen auswirkt. Sie schafft Angst, insbesondere in Bezug auf die Identit\u00e4t und die Zukunft der Kinder und Familien\u201c, erkl\u00e4rte er. \u201eUnsere pastorale Arbeit besteht heute darin, mehr zuzuh\u00f6ren, mehr zu tr\u00f6sten und den Menschen zu helfen, ihre \u00c4ngste zu benennen.\u201d<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eUnsere pastorale Arbeit besteht heute darin, mehr zuzuh\u00f6ren, mehr zu tr\u00f6sten und den Menschen zu helfen, ihre \u00c4ngste zu benennen\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>F\u00fcr Frieden beten, Dialog statt Drohungen <\/p>\n<p>Etwa 56.000 Menschen \u2013 die meisten davon Inuit \u2013 leben im halbautonomen Gr\u00f6nland, das zusammen mit den F\u00e4r\u00f6ern und dem europ\u00e4ischen Staat D\u00e4nemark das K\u00f6nigreich D\u00e4nemark bildet. Die gr\u00f6\u00dfte Insel der Welt erlangte 1979 die Selbstverwaltung von D\u00e4nemark, und Gr\u00f6nland regelt die meisten seiner inneren Angelegenheiten selbst, w\u00e4hrend D\u00e4nemark die Au\u00dfen- und Verteidigungspolitik \u00fcberwacht.<\/p>\n<blockquote>\n<p>\u201eDie Kirche muss ein Ort des Friedens und der Hoffnung sein. Wir m\u00fcssen f\u00fcr die Menschenw\u00fcrde, f\u00fcr die Rechte der Inuit und f\u00fcr den Dialog statt f\u00fcr Drohungen eintreten\u201c<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>\u201eDie Kirche muss ein Ort des Friedens und der Hoffnung sein. Wir m\u00fcssen f\u00fcr die Menschenw\u00fcrde, f\u00fcr die Rechte der Inuit und f\u00fcr den Dialog statt f\u00fcr Drohungen eintreten&#8220;, betont\u00a0Pater Majcen. \u201eVor allem beten wir um Weisheit f\u00fcr die F\u00fchrer, um Frieden zwischen den Nationen und um die St\u00e4rke unserer Gemeinschaft\u201d, sagte Pater Majcen. In angespannten Zeiten wie diesen werde die Rolle der Kirche als Zuhause f\u00fcr alle noch wichtiger.\u00a0<\/p>\n<p>Hintergrund <\/p>\n<p>Die Erkl\u00e4rung des Wei\u00dfen Hauses erfolgte, nachdem D\u00e4nemark, Frankreich, Italien, Polen, Spanien und das Vereinigte K\u00f6nigreich eine gemeinsame Erkl\u00e4rung zu Gr\u00f6nland abgegeben hatten, in der sie erkl\u00e4rten, dass \u201edie Sicherheit in der Arktis gemeinsam gew\u00e4hrleistet werden muss\u201c und dass \u201eGr\u00f6nland seinem Volk geh\u00f6rt\u201c, wobei nur D\u00e4nemark und Gr\u00f6nland das Recht haben, \u00fcber Angelegenheiten zu entscheiden, die sie betreffen. Die Bef\u00fcrchtungen, dass die USA bereit sein k\u00f6nnten, in Gr\u00f6nland zu intervenieren \u2013 wo sich bereits seit rund 70 Jahren im Rahmen eines Abkommens mit D\u00e4nemark, einem NATO-Verb\u00fcndeten, die Weltraumstation Pituffik befindet \u2013, haben in Europa nach der einseitigen milit\u00e4rischen Intervention der USA in Venezuela am 3. Januar zugenommen.<\/p>\n<p>Im Jahr 2009 wurde mit dem Gr\u00f6nland-Selbstverwaltungsgesetz das Recht der Inselbewohner festgelegt, die Unabh\u00e4ngigkeit von D\u00e4nemark zu erkl\u00e4ren. Laut dem Belfer Center for Science and International Affairs der Harvard University \u201ebef\u00fcrworten die meisten Gr\u00f6nl\u00e4nder eine letztendliche Unabh\u00e4ngigkeit, obwohl die wirtschaftliche Abh\u00e4ngigkeit von d\u00e4nischen Subventionen dieses Ziel erschwert\u201c.<\/p>\n<p>Im Jahr 2023 \u00fcbernahmen\u00a0Pater Majcen und weitere zwei Franziskaner auf Wunsch von Bischof Czeslaw Kozon aus Kopenhagen, wo die Mission auch zwei Pfarreien betreut, die Seelsorge in Gr\u00f6nland, wo etwa 500 Katholiken leben.<\/p>\n<p>(osv &#8211; sst)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Donald Trump diskutiert Optionen, darunter auch milit\u00e4rische Ma\u00dfnahmen, um die Kontrolle \u00fcber Gr\u00f6nland zu erlangen. Pater Toma\u017e&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":702844,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,1160,15578,21725,13,6590,14,15,40254,16,53352,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-702843","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-daenemark","11":"tag-frieden","12":"tag-gebet","13":"tag-headlines","14":"tag-katholische-kirche","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-ordensvertreter","18":"tag-politik","19":"tag-priester","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-united-states","22":"tag-united-states-of-america","23":"tag-us","24":"tag-usa","25":"tag-vereinigte-staaten","26":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115860025203851569","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/702843","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=702843"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/702843\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/702844"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=702843"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=702843"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=702843"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}