{"id":703170,"date":"2026-01-08T17:46:11","date_gmt":"2026-01-08T17:46:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/703170\/"},"modified":"2026-01-08T17:46:11","modified_gmt":"2026-01-08T17:46:11","slug":"protest-in-dresden-landwirte-fordern-nachbesserungen-bei-mercosur-abkommen-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/703170\/","title":{"rendered":"Protest in Dresden &#8211; Landwirte fordern Nachbesserungen bei Mercosur-Abkommen &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dresden (dpa\/sn) &#8211; An der Dresdner Frauenkirche haben Landwirte f\u00fcr Nachbesserungen am geplanten Freihandelsabkommen der EU mit vier s\u00fcdamerikanischen Mercosur-Staaten protestiert. \u201eWir sind nicht gegen das Abkommen\u201c, sagte Robert Erdmann, Sprecher der Vereinigung Land schafft Verbindung (LSV) <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Sachsen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sachsen<\/a>. Es m\u00fcsse aber neu verhandelt werden.<\/p>\n<p>Kritik an Standards und Herkunftskennzeichnung<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Landwirte forderten etwa eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung. Wenn der Verbraucher etwa vor argentinischem Rindersteak stehe, m\u00fcsse klar sein, dass dieses zu ungleichen Standards produziert wurde, so Erdmann. In S\u00fcdamerika w\u00fcrden zudem Pflanzenschutzmittel eingesetzt, \u201edie bei uns zu Recht schon seit 20 Jahren verboten sind\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eWenn wir unsere regionale einheimische Produktion auch in den n\u00e4chsten Jahren und Jahrzehnten sichern wollen, m\u00fcssen wir hier ein ganz klares Zeichen setzen\u201c, erg\u00e4nzte Marc Bernhardt vom LSV Sachsen. Regionale Produkte m\u00fcssten Vorrang haben und gegen Billigimporte gesichert werden.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei weiteren Aktionen in mehreren Bundesl\u00e4ndern protestierten Landwirte an Autobahn-Anschlussstellen. Auch in Frankreich gab es <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Proteste\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Proteste<\/a>.<\/p>\n<p>Abkommen unter EU-Staaten umstritten<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mit dem Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Mitgliedern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay w\u00fcrde eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Freihandelszonen mit mehr als 700 Millionen Einwohnern entstehen. Es soll vor allem Z\u00f6lle abbauen und damit den Handel ankurbeln. Landwirte f\u00fcrchten jedoch unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Konkurrenz durch g\u00fcnstige Importe aus S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im Dezember sollte es zur Unterzeichnung kommen, diese wurde aber aufgeschoben. Zuvor hatte die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni mitgeteilt, dass sie noch nicht bereit sei, zuzustimmen. Frankreich ist schon l\u00e4nger gegen das Handelsabkommen. Dort war es immer wieder zu heftigen Protesten gekommen. Zu den Unterst\u00fctzern geh\u00f6ren Deutschland und Spanien.<\/p>\n<p>Minister stellt sich hinter Forderungen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) stellte sich hinter die Forderungen der Landwirte. \u201eDie <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Landwirtschaft\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Landwirtschaft<\/a> hat die Sorge, dass die Wettbewerbsbedingungen nicht fair sind\u201c, sagte er am Rande der Aktion an der Frauenkirche. \u201eWir haben eine Situation wie beim Fu\u00dfball, dass die Bauern das Gef\u00fchl haben, die eine eigene Mannschaft muss die Abseitsregel einhalten und die anderen nicht.\u201c Er hoffe, dass sich bei der zus\u00e4tzlichen Verhandlungsrunde am Freitag noch etwas bewege, so von Breitenbuch.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Auch von der AfD kam Kritik an dem geplanten Abkommen. Freihandel m\u00fcsse fair sein, sagte J\u00f6rg Urban, AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzender. \u201eUnd in der jetzigen Konstellation, wie es angedacht ist, ist er eben nicht fair.\u201c Die aktuelle Politik sorge daf\u00fcr, dass das Wirtschaften immer teurer werde, Kosten und Auflagen steigen und am Ende die Einnahmen sinken.<\/p>\n<p>Gr\u00fcne und BSW f\u00fcr fairen Wettbewerb<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gr\u00fcne und BSW setzten sich f\u00fcr einen fairen Wettbewerb ein. Ein Handelsabkommen, das zus\u00e4tzliche Konkurrenz schafft, ohne gleiche soziale, \u00f6kologische und gesundheitliche Standards verbindlich durchzusetzen, versch\u00e4rfe die Lage der Landwirte, sagte der ehemalige Landwirtschaftsminister Wolfram G\u00fcnter (Gr\u00fcne) laut einer Mitteilung. \u201eSachsen muss sich im Bundesrat und gegen\u00fcber der EU daf\u00fcr einsetzen, dass Landwirtschaft nicht erneut zur Verhandlungsmasse wird.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eEs ist heuchlerisch, von unseren Landwirten h\u00f6chste Leistungen beim Klima- und Umweltschutz zu verlangen und sie dann im internationalen Wettbewerb schutzlos stehen zu lassen\u201c, sagte Ulf Lange, landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Landtagsfraktion, laut einer Mitteilung. Vom Bund und der EU forderte er ein Umsteuern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260108-930-516732\/2<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Dresden (dpa\/sn) &#8211; An der Dresdner Frauenkirche haben Landwirte f\u00fcr Nachbesserungen am geplanten Freihandelsabkommen der EU mit vier&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":703171,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1835],"tags":[36814,3957,3364,507,29,2386,548,158,30,4615,3657,16,159,859,149,381],"class_list":{"0":"post-703170","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-dresden","8":"tag-agrar","9":"tag-aussenhandel","10":"tag-de","11":"tag-demonstration","12":"tag-deutschland","13":"tag-dresden","14":"tag-eu","15":"tag-europaeische-union","16":"tag-germany","17":"tag-landwirtschaft","18":"tag-neumarkt","19":"tag-politik","20":"tag-proteste","21":"tag-sachsen","22":"tag-sueddeutsche-zeitung","23":"tag-wirtschaftspolitik"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115860732902934506","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/703170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=703170"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/703170\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/703171"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=703170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=703170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=703170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}