{"id":703756,"date":"2026-01-08T23:09:18","date_gmt":"2026-01-08T23:09:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/703756\/"},"modified":"2026-01-08T23:09:18","modified_gmt":"2026-01-08T23:09:18","slug":"bauerndemo-an-der-frauenkirche-protest-gegen-mercosur-abkommen-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/703756\/","title":{"rendered":"Bauerndemo an der Frauenkirche \u2013 Protest gegen Mercosur-Abkommen"},"content":{"rendered":"<p>Protest gegen Mercosur-Abkommen <\/p>\n<p>Landwirte demonstrieren an der Dresdner Frauenkirche<\/p>\n<p>08.01.2026 &#8211; 20:07 UhrLesedauer: 2 Min.<\/p>\n<p><a href=\"#focus-0\" class=\"transition-colors duration-200 block text-current relative\" data-sctrack=\"FocusGalleryImage.Reference\"><img fetchpriority=\"high\" data-testid=\"Opener.Image\" style=\"--lqipURL:url('https:\/\/images.t-online.de\/2026\/01\/ZNnttkZWCu84\/0x107:2048x1152\/fit-in\/150x0\/filters:blur(25)\/landwirte-forderten-in-dresden-einheitliche-produktstandards-und-herkunftskennzeichnungen-im-rahmen-des-mercosur-abkommens.jpg')\"   loading=\"eager\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/landwirte-forderten-in-dresden-einheitliche-produktstandards-und-herkunftskennzeichnungen-im-rahmen-.jpeg\" alt=\"Protest gegen EU-Mercosur-Freihandelsabkommen - Dresden\" title=\"Protest gegen EU-Mercosur-Freihandelsabkommen - Dresden\" width=\"2048\" height=\"1152\" class=\"bg-[url:var(--lqipURL)] bg-cover bg-center flex h-full w-full max-w-full\" decoding=\"async\"\/><img style=\"--width:32;--height:32\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.t-online.de\/s\/paper\/_next\/static\/media\/zoom-in.f7dae02f.svg\" alt=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" title=\"Vergr\u00f6\u00dfern des Bildes\" class=\"block h-[calc(var(--height)_\/_16_*_1rem)] w-[calc(var(--width)_\/_16_*_1rem)] max-w-none absolute bottom-8 right-8 rounded-4 bg-snow p-8\" decoding=\"async\"\/><\/a><\/p>\n<p>Landwirte forderten in Dresden einheitliche Produktstandards und Herkunftskennzeichnungen im Rahmen des Mercosur-Abkommens. (Quelle: Robert Michael\/dpa\/dpa-bilder)<\/p>\n<p class=\"font-bold text-18 leading-17\">S\u00e4chsische Bauern fordern Nachbesserungen am geplanten Freihandelsabkommen. Sachsens Landwirtschaftsminister unterst\u00fctzt die Anliegen der Demonstranten.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">An der Dresdner Frauenkirche haben Landwirte am Donnerstag gegen das geplante Freihandelsabkommen der EU mit vier s\u00fcdamerikanischen Mercosur-Staaten protestiert. Sie fordern Nachbesserungen an dem Abkommen. &#8222;Wir sind nicht gegen das Abkommen&#8220;, sagte Robert Erdmann, Sprecher der Vereinigung Land schafft Verbindung (LSV) Sachsen. Es m\u00fcsse aber neu verhandelt werden.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">So forderten die Landwirte eine verpflichtende Herkunftsbezeichnung. Wenn Verbraucher etwa vor argentinischem Rindersteak stehen, m\u00fcsse klar sein, dass dieses zu ungleichen Standards produziert wurde, so Erdmann. In S\u00fcdamerika w\u00fcrden zudem Pflanzenschutzmittel eingesetzt, &#8222;die bei uns zu Recht schon seit 20 Jahren verboten sind&#8220;.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">&#8222;Wenn wir unsere regionale einheimische Produktion auch in den n\u00e4chsten Jahren und Jahrzehnten sichern wollen, m\u00fcssen wir hier ein ganz klares Zeichen setzen&#8220;, erg\u00e4nzte Marc Bernhardt vom LSV Sachsen. Regionale Produkte m\u00fcssten Vorrang haben und gegen Billigimporte gesichert werden. Bei weiteren Aktionen in mehreren Bundesl\u00e4ndern protestierten Landwirte an Autobahn-Anschlussstellen. Auch in Frankreich gab es Proteste.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Mit dem Abkommen zwischen der EU und den Mercosur-Mitgliedern Brasilien, Argentinien, Paraguay und Uruguay w\u00fcrde eine der weltweit gr\u00f6\u00dften Freihandelszonen mit mehr als 700 Millionen Einwohnern entstehen. Es soll vor allem Z\u00f6lle abbauen und damit den Handel ankurbeln. Landwirte f\u00fcrchten jedoch unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfige Konkurrenz durch g\u00fcnstige Importe aus S\u00fcdamerika.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Im Dezember sollte es zur Unterzeichnung kommen, diese wurde aber aufgeschoben. Zuvor hatte die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni mitgeteilt, dass sie noch nicht bereit sei, zuzustimmen. Frankreich ist schon l\u00e4nger gegen das Handelsabkommen. Dort war es immer wieder zu heftigen Protesten gekommen. Zu den Unterst\u00fctzern geh\u00f6ren Deutschland und Spanien.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch (CDU) stellte sich hinter die Forderungen der Landwirte. &#8222;Die Landwirtschaft hat die Sorge, dass die Wettbewerbsbedingungen nicht fair sind&#8220;, sagte er am Rande der Aktion an der Frauenkirche. &#8222;Wir haben eine Situation wie beim Fu\u00dfball, dass die Bauern das Gef\u00fchl haben, die eine eigene Mannschaft muss die Abseitsregel einhalten und die anderen nicht.&#8220; Er hoffe, dass sich bei der zus\u00e4tzlichen Verhandlungsrunde am Freitag noch etwas bewege, so von Breitenbuch.<\/p>\n<p class=\"text-18 leading-17\">Auch von der AfD kam Kritik an dem geplanten Abkommen. Freihandel m\u00fcsse fair sein, sagte J\u00f6rg Urban, AfD-Landes- und Fraktionsvorsitzender. &#8222;Und in der jetzigen Konstellation, wie es angedacht ist, ist er eben nicht fair.&#8220; Die aktuelle Politik sorge daf\u00fcr, dass das Wirtschaften immer teurer werde, Kosten und Auflagen steigen und am Ende die Einnahmen sinken.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Protest gegen Mercosur-Abkommen Landwirte demonstrieren an der Dresdner Frauenkirche 08.01.2026 &#8211; 20:07 UhrLesedauer: 2 Min. 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