{"id":703941,"date":"2026-01-09T00:55:20","date_gmt":"2026-01-09T00:55:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/703941\/"},"modified":"2026-01-09T00:55:20","modified_gmt":"2026-01-09T00:55:20","slug":"berlins-strom-anschlag-und-ein-heimliches-tennismatch-desaster-kai-wegner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/703941\/","title":{"rendered":"Berlins Strom-Anschlag und ein heimliches Tennismatch: Desaster Kai Wegner"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/139372a9-b2a8-44ce-9f46-0b07fe1e7b78.jpeg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  undefined\"  width=\"6000\" height=\"4000\" alt=\"\" loading=\"lazy\" \/><\/p>\n<p class=\"mb-2 font-sans text-base font-thin leading-[26px] md:mb-[16px] md:text-xl md:leading-[32px]\">Berlins Regierender B\u00fcrgermeister bel\u00fcgt die \u00d6ffentlichkeit \u2013 und das in einer Zeit, in der die meisten Deutschen ohnehin ihren Amtstr\u00e4gern misstrauen. Das hat Folgen auch \u00fcber die Hauptstadt hinaus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2626c1f1-1d8e-4613-84ce-7650f4009f8c.jpg\" class=\"absolute left-0 top-0 block h-full w-full  \"  width=\"4608\" height=\"3072\" alt=\"Wenn eine L\u00fcge zum Politikum wird: Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner von der CDU.\" style=\"cursor:pointer;transform:scale(1)\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" \/>Wenn eine L\u00fcge zum Politikum wird: Berlins Regierender B\u00fcrgermeister Kai Wegner von der CDU.<\/p>\n<p>Stefan Zeitz Photography \/ Imago<\/p>\n<p class=\"articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jeedhgpi2\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Sie lesen einen Auszug aus dem Newsletter \u00abDer andere Blick am Abend\u00bb, heute von Nathan Giwerzew, Redaktor der NZZ Deutschland. <a href=\"https:\/\/abo.nzz.ch\/benutzerkonto\/newsletter\/NZZ-Deutschland-Paid\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Abonnieren Sie den Newsletter kostenlos.<\/a> Nicht in Deutschland wohnhaft? <a href=\"https:\/\/abo.nzz.ch\/kampagne\/?lp=99004934&amp;trco=18824013-00-07-0000-0000-000000-00000001\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Hier profitieren.<\/a><\/p>\n<p>Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen<\/p>\n<p>NZZ.ch ben\u00f6tigt JavaScript f\u00fcr wichtige Funktionen. 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Dann gab er kleinlaut zu, dass nicht einmal das stimmte.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef7590d0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Tats\u00e4chlich hat er an dem Tag mit seiner Lebensgef\u00e4hrtin und Kabinettskollegin Katharina G\u00fcnther-W\u00fcnsch Tennis gespielt, von 13 bis 14 Uhr. Wegner verteidigte sich mit der Einlassung, er habe <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/tennismatch-zur-unzeit-der-berliner-buergermeister-kai-wegner-verschweigt-waehrend-des-stromausfalls-eine-sportstunde-mit-seiner-bildungssenatorin-ld.1919308\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00abeinfach den Kopf frei kriegen\u00bb wollen.<\/a><\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef75o7e0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Mit seiner L\u00fcge hat Wegner sich und seine schwarz-rote Landesregierung in aller \u00d6ffentlichkeit blamiert \u2013 und das mitten in einer Zeit, in der die meisten B\u00fcrger ihren Amtstr\u00e4gern ohnehin misstrauen.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef75o7i0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ist das Vertrauen der B\u00fcrger in die Regierungen von Bund und L\u00e4ndern auf einem Tiefpunkt. <a target=\"_blank\" href=\"https:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/forsa-umfrage--der-bundespraesident-geniesst-vertrauen--der-kanzler-kaum-37011848.html\" rel=\"noopener\">Nur noch 42 Prozent der Befragten vertrauen ihrer Landesregierung, der Bundesregierung vertrauen magere 23 Prozent.<\/a> Berlins Ministerpr\u00e4sident liefert ein anschauliches Beispiel daf\u00fcr, dass die deutschen B\u00fcrger f\u00fcr ihr Misstrauen gute Gr\u00fcnde haben.<\/p>\n<p>Wegners Glaubw\u00fcrdigkeit ist dahin<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef75o7l0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Gewiss, in der Politik ist die subtile L\u00fcge Routine. Manchmal lassen Politiker Fakten weg, die nicht in ihre Erz\u00e4hlung passen, gerne versprechen sie im Wahlkampf einiges, was sie hinterher nicht einhalten k\u00f6nnen. Doch offensichtlich die Unwahrheit zu sagen, ist besonders verwerflich.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef75o7l1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Noch dazu hat Wegner mit seinem Verhalten das Klischee vom abgehobenen Politiker best\u00e4tigt, der sich heimlich am\u00fcsiert, w\u00e4hrend die B\u00fcrger darben. Das hat seiner Glaubw\u00fcrdigkeit schwer geschadet.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef75pfb0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Denn Wegner vermittelte im Wahlkampf ein ganz anderes Bild. Er trat an, um die durch Kriminalit\u00e4t belastete Stadt sicherer zu machen und \u00fcberall dort f\u00fcr Ver\u00e4nderung zu sorgen, wo sich die B\u00fcrger von der rot-rot-gr\u00fcnen Vorg\u00e4ngerregierung im Stich gelassen f\u00fchlten. <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/cdu-politiker-kai-wegner-wer-ist-berlins-neuer-buergermeister-ld.1735361\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Er zehrte vom Image des Mannes, der in einfachen Verh\u00e4ltnissen aufgewachsen ist und der auch die Lebenswirklichkeit der Randbezirke kennt.<\/a><\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef765mr0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">All das ist pass\u00e9. Wer mitten im l\u00e4ngsten Blackout seit dem Zweiten Weltkrieg eine Tennisstunde mit seiner Lebenspartnerin nimmt, kann nicht glaubhaft einen Politiker mit Bodenhaftung verk\u00f6rpern.<\/p>\n<p>Die Linkspartei schielt aufs Rote Rathaus<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef765mu0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Kein Wunder, dass die politischen Konkurrenten Wegners Steilvorlage dankbar aufnehmen und seinen R\u00fccktritt fordern. So kopflos wie die fr\u00fchere Familienministerin Anne Spiegel, <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/anne-spiegel-die-deutsche-familienministerin-tritt-zurueck-ld.1679016\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">die aufgrund ihrer blamablen Rolle w\u00e4hrend der Flut im Ahrtal zur\u00fccktreten musste,<\/a> hat sich Wegner zwar nicht verhalten. Nach heutigem Kenntnisstand koordinierte er federf\u00fchrend die Hilfsmassnahmen. Er fragte die Bundeswehr, die Bundesbeh\u00f6rden und die Ministerpr\u00e4sidenten anderer Bundesl\u00e4nder daf\u00fcr pers\u00f6nlich an. Trotzdem war sein Verhalten vollkommen instinktlos.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef765mv0\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Das ist bedauerlich. Wann immer Politiker der etablierten Parteien Vertrauen verspielen, sind es Populisten, die die L\u00fccke f\u00fcllen. Die st\u00e4rkste populistische Kraft in Berlin ist die sozialistische Linkspartei. Sie ist derzeit die zweitst\u00e4rkste Kraft in den Wahlumfragen, und sie schielt schon jetzt auf die Abgeordnetenhauswahl im September.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef765mv1\" componenttype=\"p\" data-team-paragraph=\"true\">Ein Wahlsieg der Sozialisten \u00fcber Wegner h\u00e4tte auch eine Signalwirkung \u00fcber die Hauptstadt hinaus. Berlin w\u00e4re nach Th\u00fcringen das zweite Bundesland, in dem die Linkspartei einen Ministerpr\u00e4sidenten stellt. Zum Unmut der CDU w\u00fcrde ein Linken-Landesverband ins Rote Rathaus einziehen, der Umverteilung und sogar Enteignungen f\u00fcr das allein seligmachende sozialpolitische Rezept h\u00e4lt und der dazu auch noch beste Kontakte ins militant israelfeindliche Milieu pflegt.<\/p>\n<p class=\"nzzinteraction articlecomponent text-paper-950 dark:text-paper-50 darknzz:text-paper-50 dark:lightnzz:text-paper-950 font-serif text-lg font-normal leading-[1.56] md:text-xl md:leading-[1.6]\" id=\"id-doc-1jef765mv2\" componenttype=\"p\" data-vars-danzz-last-article-element=\"true\" data-team-paragraph=\"true\">Nat\u00fcrlich ist die Zukunft offen. Sollte es aber so kommen, h\u00e4tten das die Berliner einem Christlichdemokraten namens Kai Wegner zu verdanken.<\/p>\n<p class=\"text-xs font-medium\">Joachim Gr\u00fcner<\/p>\n<p>vor 50 Minuten<\/p>\n<p>Im L\u00fcgen hat Wegner im Chef seiner Partei ja ein gro\u00dfes Vorbild. Warum sollte man es in der zweiten Reihe mit der Wahrheit genau nehmen, wenn in der ersten gelogen wird, dass sich die Balken biegen? Die Union ist eine sterbende Partei, ich kann es nur immer wieder sagen. Der schlagendste Beweis daf\u00fcr ist, dass sie kein glaubw\u00fcrdiges Personal mehr hat, nachdem Frau Merkel alle Konkurrenten von Format weggebissen hat.<\/p>\n<p class=\"text-xs font-medium\">Ronald Kabelich<\/p>\n<p>vor 3 Stunden<\/p>\n<p>Das Problem ist nicht das Tennismatch, nein. Das Problem ist die dreiste L\u00fcge!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlins Regierender B\u00fcrgermeister bel\u00fcgt die \u00d6ffentlichkeit \u2013 und das in einer Zeit, in der die meisten Deutschen ohnehin&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":703942,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[296,29,30],"class_list":{"0":"post-703941","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-berlin","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115862419871406874","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/703941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=703941"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/703941\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/703942"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=703941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=703941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=703941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}