{"id":704021,"date":"2026-01-09T01:36:14","date_gmt":"2026-01-09T01:36:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/704021\/"},"modified":"2026-01-09T01:36:14","modified_gmt":"2026-01-09T01:36:14","slug":"paris-bleibt-bei-nein-mercosur-deal-vor-entscheidendem-votum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/704021\/","title":{"rendered":"Paris bleibt bei Nein: Mercosur-Deal vor entscheidendem Votum"},"content":{"rendered":"<p>Trotz unbestreitbarer Fortschritte und Nachbesserungen m\u00fcsse festgestellt werden, dass das Abkommen in Frankreich politisch einstimmig abgelehnt wird, wie die j\u00fcngsten Debatten in der Nationalversammlung und im Senat deutlich gezeigt h\u00e4tten, sagte Pr\u00e4sident Emmanuel Macron am Donnerstag.<\/p>\n<p>\u201eVor diesem Hintergrund wird Frankreich gegen die Unterzeichnung des Abkommens stimmen.\u201c Frankreich bef\u00fcrworte den internationalen Handel, aber der Mercosur-Pakt, der zu lange auf einer zu alten Grundlage ausgehandelt worden sei, sei aus einer anderen Zeit.<\/p>\n<p>Gegnerisches Lager geschrumpft<\/p>\n<p>Eigentlich sollte der Pakt bereits im vergangenen Jahr beschlossen werden. Allerdings hatten sich neben L\u00e4ndern wie Irland, Polen, Ungarn und \u00d6sterreich auch Schwergewichte quergestellt, allen voran Frankreich und Italien. Die EU-Kommission ben\u00f6tigt eine qualifizierte Mehrheit von mindestens 55 Prozent der Mitgliedsstaaten (derzeit 15 von 27), die wiederum zusammen mindestens 65 Prozent der EU-Bev\u00f6lkerung repr\u00e4sentieren m\u00fcssen.<\/p>\n<p>      Bauern protestieren gegen Mercosur-Abkommen<\/p>\n<p>Europas Landwirte protestieren in mehreren L\u00e4ndern gegen das geplante Mercosur-Freihandelsabkommen kurz vor dessen endg\u00fcltiger Unterzeichnung. Besonders in Frankreich kam es zu Aktionen, bei denen Bauern mit ihren Traktoren bis nach Paris vorfuhren.<\/p>\n<p>Daher besserte die Kommission mit Zugest\u00e4ndnissen an die Landwirte nach. So sollen die EU-Staaten fr\u00fcher und mehr Mittel als geplant mobilisieren d\u00fcrfen, ab 2028 werden zus\u00e4tzliche 45 Mrd. Euro vorgeschlagen. Hauptziel war es, Italien zu \u00fcberzeugen, denn mit dessen Zustimmung w\u00e4re die qualifizierte Mehrheit erreicht.<\/p>\n<p>Italien sieht nun \u201eenorme Vorteile\u201c<\/p>\n<p>Nachdem sich Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni bereits positiv zu den Vorschl\u00e4gen der Kommission ge\u00e4u\u00dfert hatte, betonte Au\u00dfenminister Antonio Tajani am Mittwoch in einer Erkl\u00e4rung die \u201eenormen Vorteile\u201c von Mercosur. Italien habe jedoch auch stets die Notwendigkeit betont, \u201eden berechtigten Anliegen des Agrarsektors geb\u00fchrend Rechnung zu tragen\u201c, so Tajani. K\u00fcrzlich signalisierte zudem Agrarminister Francesco Lollobrigida sein Ja.<\/p>\n<p>\u00d6sterreich hingegen bleibt offenbar bei seinem Nein: Der Pr\u00e4sident des \u00d6VP-Bauernbundes, Georg Strasser, sagte am Donnerstag in der ZIB2, es fehlten auch nach den Zugest\u00e4ndnissen Transparenz und Wettbewerbsgleichheit. Auch die Produktionsstandards nannte Strasser als Gr\u00fcnde, weiterhin gegen den Pakt zu stimmen.<\/p>\n<p>      \u00d6VP-Bauernbund-Chef: \u201eWir werden Nein sagen\u201c<\/p>\n<p>Beim EU-Mercosur-Abkommen zeichnet sich nach mehr als 25 Jahren Verhandlungen ein Durchbruch ab: Die EU-Botschafter k\u00f6nnten den Weg f\u00fcr eine Unterzeichnung endg\u00fcltig freimachen. In mehreren L\u00e4ndern gibt es Bauernproteste. Dazu sprach der Pr\u00e4sident des \u00d6VP-Bauernbundes, Georg Strasser, in der ZIB2.<\/p>\n<p>Wird das Abkommen, \u00fcber das inzwischen seit 25 Jahren verhandelt wird, am Freitag tats\u00e4chlich durchgesetzt, entst\u00fcnde ein Wirtschaftsraum mit \u00fcber 700 Millionen Menschen. Er w\u00fcrde fast 20 Prozent der Weltwirtschaft und mehr als 31 Prozent der globalen Warenexporte ausmachen.<\/p>\n<p>      <img decoding=\"async\" class=\"lazy-loading\" bad-src=\"data:image\/svg+xml;charset=utf-8,%3Csvg%20xmlns%3D'http%3A%2F%2Fwww.w3.org%2F2000%2Fsvg'%20viewBox%3D'0%200%205000%203333'%2F%3E\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2890990_bigpicture_1116782_eu_mercosur_abstimmung_pv_body01_r.jpg\"  alt=\"Traktor blockiert Stra\u00dfe in Paris\"\/><\/p>\n<p>   Reuters\/Gonzalo Fuentes<\/p>\n<p>      Am Donnerstag erreichten w\u00fctende Landwirte mit ihren Traktoren die Pariser Innenstadt<\/p>\n<p>Durch das Abkommen der EU mit den s\u00fcdamerikanischen Staaten verspricht sich die EU-Kommission auch Handelserleichterungen und den Abbau von Z\u00f6llen. Die EU-Exporte k\u00f6nnten um bis zu 39 Prozent steigen. Zudem wird mit der Schaffung von \u00fcber 440.000 neuen Arbeitspl\u00e4tzen in Europa gerechnet. Weitere Ziele sind bessere und st\u00e4rkere Regelungen, etwa Lebensmittelsicherheitsstandards.<\/p>\n<p>Proteste in Frankreich und Deutschland<\/p>\n<p>Das bezweifeln Europas B\u00e4uerinnen und Bauern weiterhin: Sie bef\u00fcrchten, die EU-M\u00e4rkte w\u00fcrden mit billigem Rindfleisch und Gefl\u00fcgel aus S\u00fcdamerika \u00fcberschwemmt. In Frankreich und Deutschland wurde auch am Donnerstag wieder protestiert. In Paris blockierten Traktoren Zufahrtsstra\u00dfen und Sehensw\u00fcrdigkeiten.  Wie in Deutschland auf manchen Autobahnen verursachten die Bauern mit ihren Fahrzeugen zum Teil ein Verkehrschaos.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Trotz unbestreitbarer Fortschritte und Nachbesserungen m\u00fcsse festgestellt werden, dass das Abkommen in Frankreich politisch einstimmig abgelehnt wird, wie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":704022,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3974],"tags":[331,332,548,663,3934,3980,156,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-704021","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-frankreich","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-france","14":"tag-frankreich","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115862580989708913","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/704021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=704021"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/704021\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/704022"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=704021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=704021"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=704021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}