{"id":704098,"date":"2026-01-09T02:20:59","date_gmt":"2026-01-09T02:20:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/704098\/"},"modified":"2026-01-09T02:20:59","modified_gmt":"2026-01-09T02:20:59","slug":"so-einfallsreich-ist-die-postmoderne-architektur-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/704098\/","title":{"rendered":"So einfallsreich ist die postmoderne Architektur in Berlin"},"content":{"rendered":"<p>Mal verspielt, mal verkopft, zuweilen ironisch \u2013 postmoderne Architektur l\u00e4sst sich vor allem als Gegenbewegung zur funktionalen und schlichten Moderne begreifen. Seinen H\u00f6hepunkt erlebte der Baustil im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts. Mit der Internationalen Bauausstellung (IBA) in den 1980er-Jahren zog es renommierte Architekten aus aller Welt nach Berlin, um dort ihre Vorstellungen von postmoderner Architektur umzusetzen. Wir stellen euch 12 Architekten vor, die das Stadtbild mit ihrer einfallsreichen und teils skurrilen Baukunst gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n<p>Gottfried B\u00f6hm (1920-2021) <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1702\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4220867\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2560px-fasanenplatz-berlin-10.jpg\"\/>Das Wohnhaus in der Fasanenstra\u00dfe konnte 2015 vor dem Abriss gerettet werden und steht seitdem unter Denkmalschutz. Foto: Achim Raschka\/CC BY-SA 4.0\/Wikimedia Commons<\/p>\n<p>Gottfried B\u00f6hm gilt als einer der bedeutendsten Architekten der Nachkriegszeit. Unvergesslich bleibt etwa die Wallfahrtskirche in Neviges, ein kunstvoll verschachtelter Betonkoloss. Ein zentrales Motiv seiner Arbeit ist der Bezug seiner Bauten zum Himmel. Das wird auch bei seinem postmodernen Wohngeb\u00e4ude in der Fasanenstra\u00dfe in Wilmersdorf deutlich: Besonders eindrucksvoll ist n\u00e4mlich der Innenhof, den ein Glasdach mit spinnennetzartiger Struktur mit Licht versorgt. Immer wieder f\u00fchrten Bauprojekte Gottfried B\u00f6hm nach Berlin: So nahm dieser am Wettbewerb zur Neugestaltung des Reichstags teil. Obwohl der Brite Norman Foster die Ausschreibung f\u00fcr sich gewann, t\u00fcftelte B\u00f6hm selbst nach Wettbewerbsschluss noch an seinen Entw\u00fcrfen. Die sahen ebenfalls eine neue Kuppel, aber mit beweglichen Dachschalen vor, in der au\u00dferdem das Parlament tagen sollte \u2013 selbstverst\u00e4ndlich nah am Himmel. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/berlin-besucher\/sehenswuerdigkeiten\/reichstag-besuch-geschichte-wissenswertes\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Alles zur wechselhaften Geschichte des Reichstags<\/a>.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219752\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/imago89619076-1-scaled.jpg\"\/>Wo heute das Kaufhaus Peek &amp; Cloppenburg steht, befand sich zwischen 1913 und 1945 der Tauentzienpalast, der ein Kino und ein Caf\u00e9 beherbergte. Foto: Imago\/Sch\u00f6ning<\/p>\n<p>Ein weiteres postmodernes Geb\u00e4ude verwirklichte Gottfried B\u00f6hm Anfang der 1990er-Jahre an der Tauentzienstra\u00dfe. Dort erweiterte er ein B\u00fcrohaus der 1920er-Jahre f\u00fcr das Kaufhaus Peek &amp; Cloppenburg. Die aus gewellten Glasscheiben bestehende Fassade wird dabei von Sichtbetonst\u00fctzen unterbrochen und erinnert so an ein ein fallendes Gewand, was wiederum auf die Nutzung des Geb\u00e4udes als Einkaufszentrum verweist.<\/p>\n<p>Manfred Prasser (1932\u20132018)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219755\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/imago764361336-scaled.jpg\"\/>Der Friedrichstadt-Palast an der Friedrichstra\u00dfe ist eines der kulturellen Aush\u00e4ngeschilder der Stadt. Foto: Imago\/Sch\u00f6ning<\/p>\n<p>Obwohl die meiste postmoderne Architektur der Stadt im Zuge der Internationalen Bauaustellung 1984\/87 und damit in West-Berlin entstanden ist, hat auch die DDR auf ihren letzten Metern noch einige st\u00e4dtebauliche Juwelen hervorgebracht. Das ist auch Manfred Prasser zu verdanken. Als Teil eines Kollektivs um den Architekten Walter Schwarz entwarf Prasser Anfang der 1980er-Jahre den Neubau des Friedrichstadt-Palastes mit, nachdem der etwa 200 Meter entfernte Vorg\u00e4ngerbau abgerissen wurde. Der Friedrichstadt-Palast, ein mit vielen Art-Dec\u00f3- und Jugendstil-Elementen geschm\u00fcckter Plattenbau, soll an die gro\u00dfe Revueszene der \u201egoldenen Zwanziger Jahre\u201c erinnern. Im Jahr 2020 stellte die Stadt Berlin das ikonische Theaterhaus unter Denkmalschutz. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/geschichte\/friedrichstadt-palast-geschichte\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Auf die Geschichte des Friedrichstadt-Palastes blicken wir hier zur\u00fcck<\/a>.<\/p>\n<p>2018 verstarb Manfred Prasser im Alter von 86 Jahren in seinem Wohnsitz in Oranienburg. Sein Erbe reicht jedoch weit \u00fcber den Friedrichstadtpalast und die Postmoderne hinaus. Unvergessen bleibt auch seine Mitarbeit am Palast der Republik, jenes Raumschiff, das im Sonnenuntergang gl\u00fchte, die Silhouette der Stadt spiegelte und von vielen noch immer vermisst wird. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/ddr-architekten-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Von Platte bis Zuckerb\u00e4ckerstil: Mehr DDR-Architekten, die Berlin pr\u00e4gten, findet ihr hier<\/a>.<\/p>\n<p>Raimund Abraham (1933\u20132010)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2500\" height=\"1875\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219757\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/iba-wohn-und-geschaeftshaus-friedrichstr-11-2017-edited.jpg\"\/>Eines von zwei Projekten, die Raimund Abraham in Deutschland verwirklichte: Das Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus in der Friedrichsstra\u00dfe 32\/33. Foto: Gunnar Klack\/CC BY-SA 4.0\/Wikimedia Commons<\/p>\n<p>Zugegeben, bei diesem Wohn- und Gesch\u00e4ftshaus in der Friedrichstra\u00dfe 32\/33 wei\u00df man gar nicht so genau, wohin man nun als erstes schauen soll: auf die vorspringenden und dann wieder zur\u00fcckgesetzten Ebenen? Die Stahl- und Betontr\u00e4ger, die die Balkone vor dem Fallen zu bewahren scheinen? Oder doch die kleinteiligen Fenster, die aus dem Anblick ein Wimmelbild machen?<\/p>\n<p>Das Geb\u00e4ude stammt von Raimund Abraham. Der geb\u00fcrtige \u00d6sterreicher entwarf den postmodernen Bau im Zuge der IBA 84\/87. Es war auch der Versuch, in einer Baul\u00fccke die Extreme der Nachbarh\u00e4user st\u00e4dtebaulich zu vereinen: Mit den versetzten Trauflinien, also die untersten Linien der Dachfl\u00e4chen, und den Balkonen spielt das Geb\u00e4ude sowohl auf ein Verwaltungshaus aus der NS-Zeit zur Rechten und zur Linken auf ein gr\u00fcnderzeitliches Gesch\u00e4ftshaus an. Abraham, der sp\u00e4ter in den USA lehrte und arbeitete, realisierte nur zwei Entw\u00fcrfe in Deutschland: Das Haus in der Friedrichstra\u00dfe sowie das \u201eHaus f\u00fcr Musiker\u201c auf der ehemaligen Nato-Raketenstation Neuss. <\/p>\n<p>Ihr habt Lust auf noch mehr IBA-Projekte? <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/iba-84-87-bauten-solltet-ihr-kennen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ein \u00dcberblick \u00fcber die IBA 84\/87 und warum wir mehr Bauten wie damals brauchen<\/a>.<\/p>\n<p>Hinrich (1936\u20132025) und Inken Baller (geb. 1942)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219750\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/baller-imago-joko.jpg\"\/>Lenkt die Blicke der Passanten auf sich: Der Baller-Bau an der Admiralbr\u00fccke in Kreuzberg. Foto: Imago\/Joko<\/p>\n<p>Wenn Pippi Langstrumpf nicht in einer Villa, sondern in einem Mehrfamilienhaus wohnen w\u00fcrde, dann am ehesten in einem der Geb\u00e4ude von Hinrich und Inken Baller. Zwischen den pastellfarbenen Fassaden, geschwungenen D\u00e4chern und verspielten Balkongel\u00e4ndern h\u00e4tte sich die extrovertierte Romanfigur von Astrid Lindgren sicher wohl gef\u00fchlt. Geb\u00e4ude wie das Wohnhaus direkt an der Admiralbr\u00fccke, das auf dem Foto zu sehen ist, entstanden im Rahmen der Internationalen Bauausstellung 84\/87. Hinrich und Inken Baller legten viel Wert darauf, dass die Wohnungen keine abgeriegelten Boxen darstellen, sondern m\u00f6glichst das Innere mit dem \u00c4u\u00dferen verbinden: K\u00fcchen, die sich zum Wohnraum \u00f6ffnen, gro\u00dfz\u00fcgige Balkone, und S\u00e4ulen, die Teile des Geb\u00e4udes tragen, und somit luftige Erdgeschosse hergeben. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/hinrich-baller-gebaeude-in-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wie Hinrich Baller Berlin noch gepr\u00e4gt hat, lest ihr hier<\/a>.<\/p>\n<p>Paolo Portoghesi (1931\u20132023)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219759\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/003-1f-paolo-portoghesi-stadtvilla-edited-scaled.jpg\"\/>Im Demonstrationsgebiet Tegel, das f\u00fcr die IBA 84\/87 konzipiert wurde, finden sich einige postmoderne Stadtvillen. Hier ist ein Bau von Paolo Portoghesi zu sehen. Foto: Gunnar Klack\/CC BY-SA 4.0\/Wikimedia Commons<\/p>\n<p>Genau wie Raimund Abraham hat auch der italienische Architekt Paolo Portoghesi ein gro\u00dfes Erbe hinterlassen, allerdings nur zwei Bauten hierzulande realisiert. Eines davon ist ebenfalls Teil der IBA 84\/87 und steht im sogenannten \u201eDemonstrationsgebiet Tegel\u201c: eine sandsteinfarbene Villa, deren oberste Stockwerke jeweils von vier Balkonen aufgebrochen sind \u2013 und die so den Eindruck erweckt, als w\u00e4re sie gevierteilt worden \u2013 und als k\u00f6nnte jeden Moment auseinanderbrechen.<\/p>\n<p>Paolo Portoghesi, 1931 in Rom geboren, gilt als einer der Vorreiter der Postmoderne. Eines seiner Prinzipien lautete, dass Architektur den Sinn des Ortes zur\u00fcckerobern m\u00fcsse. Das wohl ber\u00fchmteste Beispiel daf\u00fcr ist die Casa Papanice, ein Geb\u00e4ude in Rom, deren gekr\u00fcmmte Linien den Flussverlauf des Tibers nachahmen und dessen Mauern aus Tuffstein bestehen, der aus den umliegenden H\u00fcgeln abgetragen wurden. Inwieweit die Tegeler Stadtvilla den Sinn des Ortes zur\u00fcckerobert, bleibt Interpretationssache. Vielleicht verweist der fast schon dekonstruktivistische Charakter der Villa auf die Rolle des Hauses als IBA-Projekt selbst. Apropos Villen: <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/villen-in-berlin-landhaeuser\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Wir zeigen 12 Villen in Berlin, die Stadtgeschichte erz\u00e4hlen<\/a>.<\/p>\n<p>Manfred Pechtold <\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219763\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/imago126264778-scaled.jpg\"\/>Einkaufszentrum mit neogotischen Merkmalen: \u201eDas Schloss\u201c in Steglitz. Foto: Imago\/Joko<\/p>\n<p>Manfred Pechtold als K\u00f6nig der Shoppingtempel zu bezeichnen, ist keineswegs eine Untertreibung. In den 2000er- und 2010er-Jahren entwarf der Berliner Architekt zahlreiche Einkaufszentren, darunter das Schultheiss-Quartier in Moabit, die Mall of Berlin und deren Erweiterung und die Gropius-Passagen in Neuk\u00f6lln. Als eindeutig postmodern l\u00e4sst sich \u201eDas Schloss\u201c, ein Einkaufszentrum an der Schlo\u00dfstra\u00dfe in Steglitz, einordnen. Nach sechs Jahren Bauzeit wurde \u201eDas Schloss\u201c 2006 eingeweiht, die Hochphase der Postmoderne in den 1980er- und 1990er-Jahren lag da schon einige Jahre zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Dabei sollen die hohen B\u00f6gen, die die Glasfassade schm\u00fccken, und die runden Fenster einen Bezug zu der Neogotik des benachbarten Rathaus Steglitz herstellen. \u201eDas Schloss\u201c ist \u00fcbrigens nicht das einzige kuriose Geb\u00e4ude, das Steglitz zu bieten hat: Auch der Bierpinsel ist ein St\u00fcck ikonische Architektur, das schon lange leer steht. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/macht-endlich-was-mit-dem-bierpinsel\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eMacht endlich was mit dem Bierpinsel!\u201c<\/a>, fordert unsere Autorin.<\/p>\n<p>Stanley Tigerman (1930-2019)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1262\" height=\"947\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219745\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1262px-003-1d-stanley-tigerman-s-edited.jpg\"\/>K\u00f6nnte einem Fantasy-Film entsprungen sein: Die \u201eUrban Villa\u201c von Star-Architekt Stanley Tigerman. Foto: Gunnar Klack\/CC-BY-SA-4.0\/Wikimedia Commons<\/p>\n<p>Zu Beginn seines Schaffens war Stanley Tigerman zun\u00e4chst ein Sch\u00fcler Ludwig Mies van der Rohes. Mit seiner oft ironischen und das Soziale in den Mittelpunkt stellende Formensprache grenzte er sich aber verst\u00e4rkt vom Modernismus ab. Heute gilt Tigerman als ma\u00dfgeblicher Mitbegr\u00fcnder der Postmoderne. Und ein Haus, das er in Berlin gebaut hat, l\u00e4sst sich als stilles Aufbegehren gegen den Lehrmeister verstehen: Die \u201eUrban Villa\u201c von Stanley Tigerman ist ein anschauliches Beispiel daf\u00fcr, wie der US-amerikanische Architekt sich von seinem Mentor distanzierte. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/ludwig-mies-van-der-rohe-berlin-architektur\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mies van der Rohe, einer der einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts<\/a>, entwarf mit dem Perls Haus in Zehlendorf ein Wohnhaus entlang strenger Achsen, mit klaren Formen, ohne Verzierung. Die \u201eUrban Villa\u201c im Tegeler IBA-Gebiet wiederum wirkt, als habe jemand versucht, mit einem gigantischen Schachbrett das Geb\u00e4ude in zwei Teile zu spalten. Ein ironischer Seitenhieb auf die Architektur der Moderne, die oft streng nach Gitterstrukturen ausgerichtet ist.<\/p>\n<p>James Stirling (1926\u20131992)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219748\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/imago411919645-scaled.jpg\"\/>Bringt Farbe in das Berliner Grau: Das Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung am Reichpietschufer in Tiergarten. Foto Imago\/Sch\u00f6ning<\/p>\n<p>Postmoderne Architektur, das ist h\u00e4ufig ein Cocktail aus fr\u00fcheren baulichen Epochen und Regionalgeschichte \u2013 die sich gar nicht zwingend an der n\u00e4heren Umgebung orientieren muss. Wenige postmoderne Bauwerke in Berlin illustrieren das so gut wie das Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB), das der britische Architekt James Stirling zusammen mit Michael Wilford in den 1980er-Jahren entwarf. Die Anlage besteht aus mehreren Geb\u00e4uden: darunter etwa ein sechseckiger Glockenturm, einen S\u00e4ulengang, der an eine griechische Stoa erinnert, und ein Geb\u00e4ude, das einer Burganlage \u00e4hnelt. Blaue und terracottafarbene Fassaden wechseln sich nach Stockwerken ab, was im Stadtbild f\u00fcr Abwechslung sorgt, gerade an winterlich-grauen Tagen. Das WZB war Stirlings Beitrag zur IBA 84\/87 und stellt das gr\u00f6\u00dfte Nicht-Wohngeb\u00e4ude der Ausstellung dar.<\/p>\n<p>Michael Wilford (1938\u20132023)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4220856\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/imago803453418-scaled.jpg\"\/>Ob K\u00f6nigin Elisabeth II. bei ihrem Besuch in der Britischen Botschaft im Jahr 2000 \u201eamused\u201c oder eher \u201enot amused\u201c war, wissen wir nicht. Einfallsreich ist das Geb\u00e4ude allemal. Foto: Imago\/Joko<\/p>\n<p>Zusammen mit James Sterling entwarf der ebenfalls aus England stammende Architekt Michael Wilford das WZB \u2013 hinterlie\u00df aber noch weitere Spuren postmoderner Baukunst in Berlin. 1991 gewann sein Architektenb\u00fcro den Wettbewerb um den Neubau der britischen Botschaft an der Wilhelmstra\u00dfe. In direkter Nachbarschaft zum Hotel Adlon und dem Brandenburger Tor gelegen, vollf\u00fchrt die Botschaft einen tollk\u00fchnen Spagat: So reiht sich die \u00e4u\u00dferste Fassade zwar in die sandsteinfarbene Blockrandbebauung der Umgebung ein, die Mitte des Geb\u00e4udes aber wirkt wie aufgeschnitten. Drei Bauk\u00f6rper, einer davon mit gro\u00dffl\u00e4chiger Verglasung, der andere als lilafarbener, halber Zylinder, ragen aus der Fassade wie buntes Spielzeug aus einem Sandkasten. Wilford habe sich ein \u201eechtes Narrenst\u00fcck geleistet\u201c, schrieb der \u201eSpiegel\u201c anl\u00e4sslich des Besuchs von K\u00f6nig Elisabeth II., die den Bau kurz nach der Er\u00f6ffnung im Jahr 2000 besuchte. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/botschaften-in-berlin-besondere-gebaeude\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr besondere Botschaftsgeb\u00e4ude in Berlin findet ihr hier<\/a>.<\/p>\n<p>John Hejduk (1929\u20132000)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1704\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219762\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/imago763249643-scaled.jpg\"\/>Der Kreuzberg Tower in der Charlottenstra\u00dfe tauchte auch als Kulisse in Sebastian Schippers One-Take-Drama \u201eVictoria\u201c auf. Foto: Imago\/Sch\u00f6ning<\/p>\n<p>Architekten der Postmoderne setzten sich kritisch mit der Moderne auseinander und versuchten den Funktionalismus und die einfachen geometrischen Strukturen hinter sich zu lassen. Mit dem Kreuzberg Tower rebellierte Hejduk gegen den postmodernen Ton der IBA 84\/87 und erschuf ein Anti-postmodernes Geb\u00e4ude. Aber Minus und Minus ergeben in diesem Falle nicht Plus. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Anti-Postmoderne bedeutete nicht, dass Hejduk mit dem Kreuzberg Tower die klassischen Moderne imitierte. Zwar kehrt die klare Geometrie zur\u00fcck, dahinter offenbart sich jedoch spielerische, venezianische Mythologie.<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich war der Kreuzberg Tower n\u00e4mlich als Teil von \u201eBerlin-Masque\u201c gedacht \u2013 einem Projekt, mit dem Hejduk ein Architekturwettbewerb f\u00fcr ein Areal an der Wilhelmstra\u00dfe gewinnen wollte. Was das mit Venedig zu tun hat? \u201eSo wie es f\u00fcr die hochgradig rational-pragmatische Stadt Venedig des 15. Jahrhunderts notwendig war, Masken, Maskenb\u00e4lle und Messen f\u00fcr ihre Zeit zu schaffen, um zu funktionieren, so scheint es, dass wir, in unserer Zeit, Masken f\u00fcr unsere Zeit schaffen m\u00fcssen\u201c, sagte Hejduk zum Projekt. Ob die vermenschlichenden Fassaden der Nebenh\u00e4user oder die masken\u00e4hnlichen Roll\u00e4den \u2013 mit dem Kreuzberg Tower konnte Hejduk zumindest einen Teil des Konzeptes verwirklichen. Auch lesenswert: <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/ungewoehnliche-gebaeude-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weitere ungew\u00f6hnliche Geb\u00e4ude in Berlin, die man kennen sollte<\/a>.<\/p>\n<p>Rob Krier (1938\u20132023)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2560\" height=\"1707\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219761\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/img-2878-edited-scaled.jpg\"\/>Trotz leicht verwitterter Fassaden hat der postmoderne Wohnkomplex von Rob Krier an der Ritterstra\u00dfe in Kreuzberg nichts an Charme eingeb\u00fc\u00dft. Foto: tipBerlin<\/p>\n<p>\u201eKein Mensch f\u00e4hrt am Sonntag in das M\u00e4rkische Viertel und in die Gropiusstadt, um dort spazieren zu gehen\u201c, sagte Rob Krier, luxemburgischer Stadtplaner und Architekt, einmal. Zeit seines Lebens wandte sich Krier gegen das serielle Bauen der Moderne, wie das Zitat andeutet. Eines seiner gr\u00f6\u00dften realisierten Bauvorhaben ist ein postmoderner Wohnkomplex an der Ritterstra\u00dfe, der im Zuge der IBA 84\/87 geplant und 1988 fertiggestellt wurde. Zur Wohnanlage Ritterstra\u00dfe-Nord geh\u00f6ren 35 Mehrfamilienh\u00e4user mit 314 Wohnungen, in deren Wohnh\u00f6fe man nur durch Tore gelangt. Auff\u00e4llig sind die geschwungenen Linien, farbenfrohe Details wie blaue oder rote Fensterrahmen, und S\u00e4ulen, so weit das Auge reicht. Neben der Ritterstra\u00dfe realisierte Krier auch ein Stadtvillenquartier in der Rauchstra\u00dfe, 2003 verlegte er dann den Sitz seines Architekturb\u00fcros nach Berlin.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2048\" height=\"1365\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4220929\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/2048px-2019-05-05-iba-stadtvilla-rauchstr-rob-krier-edited.jpg\"\/>Eine Stadtvilla in der Rauchstra\u00dfe in Tiergarten, entworfen von Rob Krier. Foto: Gunnar Klack,\u00a0CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons<\/p>\n<p>Johannes Uhl (1935\u20132018)<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2238\" height=\"1679\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns=\" http:=\"\" alt=\"\" class=\"wp-image-4219743\" data-lazy- data-lazy- data-lazy-src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/hotel-beethoven-hasenheide-berlin-kreuzberg-02-2018-edited.jpg\"\/>Nicht Tegel, nicht Tiergarten \u2013 auch in Neuk\u00f6lln hat die Postmoderne Spuren hinterlassen. Das Hotel \u201eLudwig van Beethoven\u201c nach den Pl\u00e4nen von Johannes Uhl. Foto: Gunnar Klack, Wikimedia Commons, CC-BY-SA-4.0<\/p>\n<p>Wie wohl Ludwig van Beethoven reagieren w\u00fcrde, wenn er w\u00fcsste, dass in Neuk\u00f6lln ein Hotel im postmodernen Stil nach ihm, dem wichtigsten Vertreter der Wiener Klassik, benannt ist? Vermutlich h\u00e4tte der Komponist mit der eklektischen Fassadengestaltung des Hotelbaus wenig anfangen k\u00f6nnen, war er doch barocke und klassizistische Architektur gew\u00f6hnt.<\/p>\n<p>Das von Johannes Uhl entworfene Hotel \u201eLudwig van Beethoven\u201c ist vermutlich eines der verr\u00fccktesten postmodernen Geb\u00e4ude in Berlin, und das im wahrsten Sinne des Wortes: Schr\u00e4ge, versetzte Fenster, erkerf\u00f6rmige Vorbauten, die in jedem Moment herunterzufallen scheinen, sowie Bullaugen machen das Hotel zu einem Hingucker. Johannes Uhl, der im Saarland geboren wurde und 1957 nach Berlin kam, kennt man aber vor allem als Erbauer des Neuen Kreuzberger Zentrums am Kottbusser Tor. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/neues-kreuzberger-zentrum-nkz\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unser R\u00fcckblick auf 50 Jahre Neues Kreuzberger Zentrum<\/a>.<\/p>\n<p>Mehr Architektur in Berlin <\/p>\n<p>Erlebt die postmoderne Architektur nun einen Hype? Mit dem Brutalismus ist das vor einigen Jahren schon passiert. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/brutalismus-berlin-guide\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">12 Ziele f\u00fcr Fans von Beton und Brutalismus findet ihr hier<\/a>. Eines der bekanntesten und skurrilsten Bauten des Brutalismus steht in Lichterfelde. <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/maeusebunker-berlin-brutalismus-ikone-in-gefahr-petition-gestartet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mehr zum Kampf um den Erhalt des M\u00e4usebunkers lest ihr<\/a>. F\u00fcr alle, die es etwas prunkvoller m\u00f6gen: <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/barock-architektur-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das sind die pr\u00e4chtigsten Barock-Bauten in Berlin<\/a>. Nicht postmodern, aber auch ziemlich verspielt: <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/jugendstil-berlin-architektur-gebaeude\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jugendstil in Berlin<\/a>. Hier sieht die Stadt wie Gotham City aus:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/expressionismus-architektur-berlin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Architektur des Expressionismus in Berlin<\/a>. Sachlich, klar geschnitten, aber trotzdem vision\u00e4r:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/bauhaus-neues-bauen-in-berlin-brandenburg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bauhaus und Neues Bauen in Berlin<\/a>. Ein einzelnes Fenster, viel Platz, wenig Licht:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/berliner-zimmer\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das Berliner Zimmer ist eine architektonische Besonderheit<\/a>. Von Behrens bis Scharoun:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/moderne-architektur-berlin-poelzig-gropius-corbusier\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Diese Architekt:innen brachten die Moderne nach Berlin.<\/a>\u00a0Ein eleganter Streifzug durch die Stadt:\u00a0<a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/architektur\/villen-in-berlin-landhaeuser\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Das sind die wichtigsten Villen in Berlin<\/a>.\u00a0Mehr Stadtgeschichte, Wissenswertes zu Architektur und Ausflugstipps in der Rubrik <a href=\"https:\/\/www.tip-berlin.de\/stadtleben\/neukoelln-entdecken-12-orte-um-den-stadtteil-kennenzulernen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Stadtleben<\/a>.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"wp-worthy-pixel-img skip-lazy \" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/33f106ce936d446abc8a372899c890f1.gif\" loading=\"eager\" data-no-lazy=\"1\" data-skip-lazy=\"1\" height=\"1\" width=\"1\" alt=\"\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mal verspielt, mal verkopft, zuweilen ironisch \u2013 postmoderne Architektur l\u00e4sst sich vor allem als Gegenbewegung zur funktionalen und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":704099,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-704098","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115862757922530537","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/704098","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=704098"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/704098\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/704099"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=704098"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=704098"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=704098"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}