{"id":704234,"date":"2026-01-09T03:41:22","date_gmt":"2026-01-09T03:41:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/704234\/"},"modified":"2026-01-09T03:41:22","modified_gmt":"2026-01-09T03:41:22","slug":"die-schwebebahn-durch-die-linse-von-kurt-keil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/704234\/","title":{"rendered":"Die Schwebebahn durch die Linse von Kurt Keil"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u00dcber einen Zeitraum von knapp 50 Jahren fotografierte der verstorbene Pressefotograf Kurt Keil (1940 bis 2020) das Geschehen in Wuppertal. Die daraus resultierende Sammlung umfasst mehr als 500.000 Negative sowie zahllose Abz\u00fcge und Zeitungsausschnitte. Die Bilder zeigen sowohl besondere Ereignisse als auch allt\u00e4gliche Szenen aus der Stadtgeschichte Wuppertals. Im Jahr 2021 gelangte Keils Nachlass in das Universit\u00e4tsarchiv Wuppertal.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Studentinnen und Studenten der Bergischen Universit\u00e4t besch\u00e4ftigen sich seit dem Wintersemester 2023\/24 mit dieser Sammlung. In verschiedenen Lehrveranstaltungen lernen sie praxisorientiert das Erschlie\u00dfen solch umfangreichen Materials \u2013 vom ersten Sichten \u00fcber das Katalogisieren und Archivieren bis hin zum Kuratieren von Ausstellungen. Ziel ist es, Studierende mit Archivarbeit und speziell der Arbeit mit und dem Erforschen von Fotomaterial vertraut zu machen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Anl\u00e4sslich ihres 125-j\u00e4hrigen Bestehens wird in der neuen Ausstellung der eigentliche Star der Stadt Wuppertal ins Zentrum gesetzt: die Schwebebahn. Genau wie Tausende andere Menschen zog sie Kurt Keil mit seiner Kamera in ihren Bann. Das Ergebnis sind unz\u00e4hlige Aufnahmen von fr\u00f6hlichen, einzigartigen, faszinierenden, aber teilweise auch traurigen Momenten in, unter und an der Schwebebahn, von denen eine kleine Auswahl nun neu zusammengestellt wurde.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Ausstellung zur Schwebebahn ist die zweite der Reihe \u201eDurch die Linse von Kurt Keil. Revisiting &#8230;\u201c. Wie bereits bei der Ausstellung \u201eRevisiting Johannes Rau\u201c, die im letzten Sommer im Johannes-Rau-Zentrum der Bergischen Universit\u00e4t Wuppertal gezeigt wurde, werden Exponate ausgestellt, die Keil 1992 selbst ausgew\u00e4hlt hat, um sie, damals in der Sparkasse Wuppertal, zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Unter neuen Gesichtspunkten werden die dort gezeigten Exponate nun neu zusammengestellt und pr\u00e4sentiert \u2013 sie werden eben revisited. Aber anders als noch bei der letzten Ausstellung k\u00f6nnen sich die Besucher*innen nicht nur auf bereits durch Kurt Keil ausgestellte Exponate freuen, sondern auch auf weitere Fotos und spannende Objekte aus seiner Sammlung.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der 1940 im heutigen Tschechien geborene Kurt Keil zog 1949 mit seiner Familie ins Ruhrgebiet. Im Alter von 15 Jahren begann er dort seine Ausbildung zum Installateur und kaufte sich noch w\u00e4hrend seiner Lehrzeit die erste Kamera. Seitdem widmete er sich enthusiastisch dem Fotografieren. Ab 1963 arbeitete er zun\u00e4chst als freier Fotograf f\u00fcr die Ruhr Nachrichten und die (heutige) Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Als ihm dann vier Jahre sp\u00e4ter eine Festanstellung von der Westdeutschen Zeitung angeboten wurde, nahm er an und zog mit seiner Frau und den zwei T\u00f6chtern nach Wuppertal-Vohwinkel.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Von da an dokumentierte er das Wuppertaler Tagesgeschehen. Er begleitete beispielsweise 1972 die Jungfernfahrt der Schwebebahnwagen der Baureihe 72 und fotografierte 1987 die Einweihung der Uni-Halle. Aufnahmen von Menschen geh\u00f6rten zu Kurt Keils besonderen St\u00e4rken. Kurt Keil gelang es sogar, die kamerascheue Pina Bausch (1940-2009) mehrfach vor seine Linse zu bekommen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Keils besondere Liebe galt der Sportfotografie. So verfolgte er die Entwicklung des Wuppertaler SV \u00fcber die Jahre hinweg. Auch nach seinem Renteneintritt ging er seiner Passion nach, verbrachte viel Zeit in verschiedenen Stadien und dokumentierte Sportveranstaltungen.<\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Kurt Keil starb 2020 in Wuppertal. Bis kurz vor seinem Tod arbeitete er an weiteren B\u00fcchern und Projekten. Nachdem w\u00e4hrend des Hochwassers 2021 der Keller des Hauses der Familie Keil \u00fcberschwemmt wurde, gelangte seine fotografische Sammlung ins Universit\u00e4tsarchiv, wo sie aktuell wieder neu entdeckt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"\u00dcber einen Zeitraum von knapp 50 Jahren fotografierte der verstorbene Pressefotograf Kurt Keil (1940 bis 2020) das Geschehen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":704235,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,215],"class_list":{"0":"post-704234","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115863072471729198","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/704234","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=704234"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/704234\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/704235"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=704234"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=704234"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=704234"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}