{"id":704840,"date":"2026-01-09T09:36:28","date_gmt":"2026-01-09T09:36:28","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/704840\/"},"modified":"2026-01-09T09:36:28","modified_gmt":"2026-01-09T09:36:28","slug":"mannheim-tax-index-2025-steuern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/704840\/","title":{"rendered":"Mannheim Tax Index 2025 | Steuern"},"content":{"rendered":"<p>Das Update des Mannheim Tax Index 2025 zeigt u.a., dass sich die relative steuerliche Standortattraktivit\u00e4t bei Niedrig- und Hochsteuerstandorten nur wenig ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Gemessen an der effektiven Durchschnittssteuerbelastung (EATR) steigen nach der Mitteilung des ZEW gemessen an der effektiven Durchschnittssteuerbelastung (EATR) jedoch in mehreren mittel- und osteurop\u00e4ischen Staaten die K\u00f6rperschaftsteuers\u00e4tze und n\u00e4hern sich dem EU-Durchschnitt an.<\/p>\n<p>Gleichzeitig gewinne die Frage an Bedeutung, wie Staaten Investitionen nicht nur \u00fcber Steuers\u00e4tze, sondern auch \u00fcber gezielte steuerliche Anreize stimulieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>    K\u00f6rperschaftsteuer: Weniger&#8220;\u201eRace to the Bottom&#8220;<\/p>\n<p>In einigen L\u00e4ndern steigen die Steuers\u00e4tze sp\u00fcrbar:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Estland<\/strong> erh\u00f6ht den allgemeinen K\u00f6rperschaftsteuersatz von 20 auf 22 Prozent und schafft den reduzierten Satz von 14 Prozent ab,<\/li>\n<li><strong>Litauen <\/strong>hebt ihn von 15 auf 16 Prozent und<\/li>\n<li>die <strong>Slowakei <\/strong>sogar von 21 auf 24 Prozent.<\/li>\n<li>Bereits im Vorjahr ihre Steuers\u00e4tze erh\u00f6ht hatten <strong>Slowenien <\/strong>(von 19 auf 22 Prozent) und <strong>Tschechien <\/strong>(von 19 auf 21 Prozent).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Treiber dieses Trends seien die Belastungen durch die multiplen Krisen der letzten Jahre \u2013 und damit der gestiegene Bedarf f\u00fcr stabilisierte Staatseinnahmen.<\/p>\n<p>&#8222;Derzeit beobachten wir in der EU die Abkehr von einer aggressiven Steuerpolitik, bei der Standortvorteile vor allem durch sinkende Steuers\u00e4tze geschaffen werden. Vor diesem Hintergrund ist die geplante Senkung des kombinierten Unternehmenssteuersatzes bis 2032 von rund 30 auf 25 Prozent in Deutschland ein sinnvoller Schritt. Damit n\u00e4hert sich Deutschland wieder einem konkurrenzf\u00e4higen Steuerniveau an, ohne direkt in einen europ\u00e4ischen Unterbietungswettbewerb einzusteigen. Entscheidend wird allerdings sein, Investitionen st\u00e4rker \u00fcber die steuerliche Bemessungsgrundlage zu f\u00f6rdern, denn hier liegen die gr\u00f6\u00dften Hebel, um die Kapitalkosten wirksam zu senken und zus\u00e4tzliche Investitionsanreize zu setzen&#8220;, erkl\u00e4rt Julia Spix, Wissenschaftlerin im ZEW-Forschungsbereich &#8222;Unternehmensbesteuerung und \u00d6ffentliche Finanzwirtschaft&#8220;.<\/p>\n<p>Investitionsanreize wirken \u00fcber Kapitalkosten<\/p>\n<p>Das ZEW erl\u00e4utert weiter: W\u00e4hrend Steuersatz\u00e4nderungen die EATR deutlich beeinflussen, wirken sich indirekte Steueranreize (z.B. Abschreibungsregeln) insbesondere auf die Kapitalkosten aus \u2013 also auf die Rendite, die eine Investition vor Steuern mindestens erzielen muss, damit sie nach Steuern im Vergleich zu einer alternativen Geldanlage am Finanzmarkt noch attraktiv ist.<\/p>\n<p>In Hochsteuerl\u00e4ndern sei die Spannbreite gro\u00df:<\/p>\n<ul>\n<li>In den letzten 10 Jahren lagen die Kapitalkosten in Italien und Portugal bei durchschnittlich 4,6 Prozent (Patente) bzw. 4,1 Prozent (Maschinen).<\/li>\n<li>Das Vereinigte K\u00f6nigreich hingegen senkte trotz Anhebung des K\u00f6rperschaftsteuersatzes auf 25 Prozent im Jahr 2023 die Kapitalkosten f\u00fcr Maschinen durch vollst\u00e4ndige Sofortabschreibung auf 4,7 Prozent.<\/li>\n<li>Deutschland bietet gro\u00dfen Unternehmen derzeit deutlich weniger Anreize: Kapitalkosten von 5,7 Prozent (Patente) bzw. 6,4 Prozent (Maschinen) liegen klar \u00fcber dem angenommenen Marktzins der Geldanlage von 5 Prozent.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Mannheim Tax Index<\/p>\n<p>Der Mannheim Tax Index ist ein Indikator f\u00fcr das effektive Steuerniveau von Unternehmen. Hierbei vergleicht er L\u00e4nder und Regionen aus steuerlicher Sicht und ber\u00fccksichtigt dabei alle Steuern auf Gewinne und investiertes Kapital sowie die wichtigsten Regelungen zur Ermittlung der Bemessungsgrundlage. Somit wird ein umfassendes Bild der Besteuerung gezeichnet, indem zwei generelle Str\u00e4nge verfolgt werden: die Besteuerung inl\u00e4ndischer Unternehmen mitsamt ihren Anteilseignern und grenz\u00fcberschreitende Unternehmensinvestitionen. Der Mannheim Tax Index basiert auf dem investitionstheoretischen Ansatz von Devereux und Griffith (1999, 2003).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.zew.de\/presse\/pressearchiv\/steuersaetze-in-europa-gleichen-sich-an\" title=\"Weitere Informationen zum Mannheim Tax Index\" class=\"link-external\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><\/p>\n<p>            Weitere Informationen zum\u00a0Mannheim Tax Index<\/a><\/p>\n<p>ZEW, Pressemitteilung v. 5.1.2026<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Update des Mannheim Tax Index 2025 zeigt u.a., dass sich die relative steuerliche Standortattraktivit\u00e4t bei Niedrig- und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":704841,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1845],"tags":[1634,3364,29,39044,548,663,3934,30,13,162609,2096,14,15,12],"class_list":{"0":"post-704840","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-mannheim","8":"tag-baden-wuerttemberg","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-einkommensteuer","12":"tag-eu","13":"tag-europa","14":"tag-europe","15":"tag-germany","16":"tag-headlines","17":"tag-koerperschaftsteuer","18":"tag-mannheim","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115864468420631004","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/704840","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=704840"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/704840\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/704841"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=704840"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=704840"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=704840"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}