{"id":705073,"date":"2026-01-09T11:42:21","date_gmt":"2026-01-09T11:42:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/705073\/"},"modified":"2026-01-09T11:42:21","modified_gmt":"2026-01-09T11:42:21","slug":"koeln-so-viele-menschen-waren-2025-von-bombenentschaerfungen-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/705073\/","title":{"rendered":"K\u00f6ln: So viele Menschen waren 2025 von Bombenentsch\u00e4rfungen betroffen"},"content":{"rendered":"<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"0\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Schon wieder eine Evakuierung? K\u00f6lnerinnen und K\u00f6lner zucken da oft nur mit den Schultern. Man mag meinen, Bombenentsch\u00e4rfungen geh\u00f6ren hier zum Alltag. Aber es bedeutet auch: Stra\u00dfensperrungen, sein Haus zu verlassen, die Arbeit niederzulegen und Stunden oder manchmal auch die ganze Nacht andernorts zu verbringen. Egal, ob man bettl\u00e4gerig ist oder nicht. Im vergangenen Jahr fand die gr\u00f6\u00dfte Evakuierungsaktion nach dem Zweiten Weltkrieg statt, die es je in der Stadt gab: Rund 20.500 Anwohnerinnen und Anwohner mussten im Juni ihr Zuhause f\u00fcr die Entsch\u00e4rfung von drei Bomben im Bereich der Deutzer Werft verlassen. Teile der Innenstadt waren wie ausgestorben. Bereits im Mai hatte die Uniklinik die gr\u00f6\u00dfte Bombenentsch\u00e4rfung ihrer Geschichte erlebt: Rund 1000 Patientinnen und Patienten waren vorzeitig entlassen worden, rund 850 wurden vor Ort betreut, bis die amerikanische Weltkriegsbombe entsch\u00e4rft war.<\/p>\n<p>Bombenentsch\u00e4rfungen in K\u00f6ln: Ein Fall ohne Evakuierung<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"2\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Insgesamt waren im vergangenen Jahr 69.562 K\u00f6lnerinnen und K\u00f6lner von Bombenevakuierungen betroffen, 19 waren es \u00fcber das Jahr verteilt. Im Durchschnitt waren jedes Mal rund 3600 Menschen betroffen, insgesamt waren 644 Krankentransporte n\u00f6tig. Nicht jeder Bombenfund f\u00fchrte zu einer gro\u00dfen Entsch\u00e4rfung: Insgesamt wurden im Stadtgebiet im letzten Jahr 50 Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Davon waren 24 sogenannte Sprengbomben, die auch f\u00fcr die 19 Evakuierungen verantwortlich waren. 21 hatten einen Aufschlagz\u00fcnder, zwei hatten einen Langzeitz\u00fcnder, eine hatte keinen funktionsf\u00e4higen Z\u00fcnder mehr. Eine Bombe wurde im Januar im Wei\u00dfen Bogen in Wei\u00df gefunden \u2013 evakuiert wurde aus Mangel an Anwohnern niemand.<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"3\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Au\u00dferdem wurden 2025 26 Brandbomben gefunden. Diese konnten allesamt durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) gefahrlos abtransportiert werden. 27 Mal wurden Granaten und Munition gefunden. Von den 24 Sprengbomben wurden 21 bei geplanten Sondierungen gefunden, drei zuf\u00e4llig bei Bauarbeiten. Dass es kaum Zufallsfunde gibt, liegt an den Vorgaben der Kampfmittelverordnung des Landes NRW. Die Fachgruppe \u201eKampfmittelangelegenheiten\u201c im Ordnungsamt erreichte 2025 insgesamt 3209 Antr\u00e4ge auf Luftbildauswertung. Bei anschlie\u00dfenden Sondierungen wurden die meisten Blindg\u00e4nger gefunden.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"4000\" height=\"2250\" alt=\"Diese Bomben hatten im Juni die gr\u00f6\u00dfte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg ausgel\u00f6st.\" loading=\"lazy\" onerror=\"this.setAttribute('data-error', 1)\" class=\"current-image dm-figure__image  dm-figure__image-loading\" data-nuxt-pic=\"\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/9175c94b-d8f8-4a4a-ae67-d0ac6dc1a103.jpeg\"  \/><\/p>\n<p class=\"dm-figure__subline\" data-v-2029046b=\"\">Diese Bomben hatten im Juni die gr\u00f6\u00dfte Evakuierung seit dem Zweiten Weltkrieg ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p class=\"dm-figure__copyright\" data-v-2029046b=\"\">Copyright: Nabil Hanano<\/p>\n<p class=\"dm-paragraph my-8 dm-article-content-width\" index=\"5\" should-collapse-on-mobile=\"true\" has-padding=\"\" data-v-586984a4=\"\">Personell sind vor allem Mitarbeitende des Ordnungsdienstes gebunden: Fast 18.650 Arbeitsstunden gehen auf das Konto der Evakuierungen, zu denen auch die Klingelrundg\u00e4nge der Ordnungsbeh\u00f6rde geh\u00f6ren. Im Durchschnitt waren pro Evakuierung 63 Au\u00dfendienstkr\u00e4fte eingesetzt. Die Stadt hat in ihrer Statistik \u00fcber die Bombenfunde auch festgestellt, an welchem Wochentag die meisten Bomben gefunden wurden \u2013 n\u00e4mlich donnerstags. Am l\u00e4ngsten dauerte die Evakuierung im Mai 2025 in der N\u00e4he des Volksgartens. Von der Alarmierung bis zum Einsatzende vergingen etwa 16 Stunden. Der Einsatz \u00fcber Nacht war n\u00f6tig geworden, weil die amerikanische Sprengbombe durch ein Baustellenfahrzeug bewegt worden war und unverz\u00fcglich entsch\u00e4rft werden musste. Mit 50 Bombenfunden in einem Jahr steigt die Zahl nun wieder auf das Niveau vor Corona. 2024 gab es 31 Funde, 2023 sogar nur 21. Das liegt vor allem auch an gro\u00dfen Bauprojekten. Die Mehrzahl der Evakuierungen gab es in den Bezirken Rodenkirchen und Lindenthal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Schon wieder eine Evakuierung? 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