{"id":705368,"date":"2026-01-09T14:25:10","date_gmt":"2026-01-09T14:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/705368\/"},"modified":"2026-01-09T14:25:10","modified_gmt":"2026-01-09T14:25:10","slug":"muenchen-deutsch-israelische-gesellschaft-feiert-50-jaehriges-bestehen-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/705368\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Deutsch-Israelische Gesellschaft feiert 50-j\u00e4hriges Bestehen &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es ist nicht das rauschende Fest, das andere Organisationen zum 50. Geburtstag feiern w\u00fcrden. Es ist eher ein Beschw\u00f6ren des Zusammenhalts. \u201eWir lieben <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Israel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Israel<\/a>\u201c, sagt <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Charlotte_Knobloch\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Charlotte Knobloch<\/a> bei der Feier der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG), deren M\u00fcnchner Ableger vor einem halben Jahrhundert gegr\u00fcndet wurde. Der Verein werde \u201eweiter dringend gebraucht\u201c, sagt die Pr\u00e4sidentin der Israelitischen Kultusgemeinde <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">M\u00fcnchen<\/a> und Oberbayern.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die DIG hat ins Caf\u00e9 Nash am Jakobsplatz geladen, zahlreiche Reden sind vorgesehen. Diese Feier sei nicht selbstverst\u00e4ndlich, sagt Vorsitzende Bettina Nir-Vered. Man habe sich im Verein gefragt, ob es angemessen sei, in Zeiten \u201eschwerster Krisen und Ersch\u00fctterung\u201c. Sie spielt auf den Israel-Pal\u00e4stina-Konflikt an, auf das Massaker vom 7. Oktober 2023, auf den Gaza-Krieg und den gestiegenen Antisemitismus in Deutschland. Nir-Vered ruft dazu auf, der Stigmatisierung von J\u00fcdinnen und Juden entgegenzutreten, sich einzusetzen f\u00fcr eine \u201efaire Diskussion\u201c und \u201eAufkl\u00e4rung\u201c zum Nahostkonflikt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">C. Bernd Sucher, Vorsitzender der liberalen j\u00fcdischen Gemeinde Beth Shalom, sagt, es habe zuletzt \u201ebesonderer Zivilcourage\u201c bedurft, sich gegen die antiisraelische Stimmung in Deutschland zu stellen. Am rechten und linken Rand h\u00e4tten sich \u201ein f\u00fcrchterlicher Eintracht\u201c Judenhasser und Israelfeinde formiert. Sucher pl\u00e4diert f\u00fcr Zusammenhalt innerhalb der j\u00fcdischen Community und w\u00fcrdigt die Aufgeschlossenheit von Charlotte Knobloch, die er als neuer Vorsitzender der liberalen Gemeinde sp\u00fcre. Er sei \u201esehr froh\u201c gewesen, dass die von ihm verehrte Knobloch \u201enicht z\u00f6gerte, mich zu empfangen\u201c. Es sei ein gutes Zeichen, dass sie zusammen Pl\u00e4ne schmiedeten f\u00fcr eine sichtbare kulturelle Zusammenarbeit.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Momente der Heiterkeit sind selten an diesem Feier-Abend, im Hintergrund schwingt die weiterhin angespannte Lage mit. \u201eWenn es um Israel geht, gehen die Emotionen hoch\u201c, sagt M\u00fcnchens B\u00fcrgermeister Dominik Krause. Diese Emotion sei Teil der besonderen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel. Krause ist Mitglied der DIG und bekannt f\u00fcr seine Verbundenheit mit Israel. Er tritt f\u00fcr die Gr\u00fcnen als Oberb\u00fcrgermeister-Kandidat an, Knobloch sagt: \u201eIch w\u00fcnsche Ihnen viel Erfolg.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">In der Sympathie f\u00fcr Israel steht ihm Ludwig Spaenle nicht nach; der CSU-Politiker ist Beauftragter der Staatsregierung f\u00fcr j\u00fcdisches Leben. Ihm gelingt es, der Feier ein kurzes Lachen zu injizieren. Zun\u00e4chst erinnert er an eine Versammlung vor genau 80 Jahren, als sich nicht einmal ein Jahr nach Kriegsende in M\u00fcnchen das Zentralkomitee der j\u00fcdischen Displaced Persons getroffen habe, eine Vereinigung von Menschen, die den Holocaust \u00fcberlebt hatten. Dabei, sagt Spaenle, sei der Gedanke einer Staatswerdung Israels \u00f6ffentlich geworden, wohl zu einem der ersten Male in Europa \u00fcberhaupt; gejubelt h\u00e4tten die Delegierten, erz\u00e4hlt Spaenle, als David Ben-Gurion dies thematisiert habe, jener Mann, der 1948 erster Ministerpr\u00e4sident Israels wurde.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wer nach Israel fliege, sagt Spaenle, komme am Ben-Gurion-Flughafen an, und dort gebe es eine spezielle \u201egastronomische St\u00e4tte\u201c, Ausdruck der Verbindung Bayerns mit Israel. \u201eSie kriegen da n\u00e4mlich Wei\u00dfbier und einen unsagbar schlechten Leberk\u00e4se.\u201c Das Lachen der Feier-Gemeinde ist ein Durchatmen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Dann erz\u00e4hlt Spaenle von seinem Besuch nach dem 7. Oktober in einem Kibbuz, Heimat von Menschen, die ein gutes Miteinander zwischen Israelis und Pal\u00e4stinensern anstrebten. Vor einem zerst\u00f6rten Haus sei er gestanden, an dem noch immer zwei Fahnen gehangen seien, eine israelische, eine pal\u00e4stinensische. Beide seien mit Blut besudelt gewesen. Spaenle endet mit einem Appell: In den aktuellen Zeiten brauche Israel Freunde. \u201eDieses Land ist ein Geschenk f\u00fcr diese Welt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist nicht das rauschende Fest, das andere Organisationen zum 50. Geburtstag feiern w\u00fcrden. 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