{"id":705377,"date":"2026-01-09T14:30:11","date_gmt":"2026-01-09T14:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/705377\/"},"modified":"2026-01-09T14:30:11","modified_gmt":"2026-01-09T14:30:11","slug":"tennis-gate-der-tiefe-fall-des-kai-wegner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/705377\/","title":{"rendered":"Tennis-Gate: Der tiefe Fall des Kai Wegner"},"content":{"rendered":"<p>Kaum ist der offenbar von Linksextremisten <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/07\/warnung-berlin-stromausfall-power-outage\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>verursachte Stromausfall<\/strong><\/a> in Berlin \u00fcberstanden, steht Berlins Regierendem B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) schon das n\u00e4chste Problem ins Haus \u2013 und dieses ist hausgemacht.<\/p>\n<p>Am Sonntag erkl\u00e4rte Wegner bei einem Termin in einer Notunterkunft in Steglitz-Zehlendorf, am ersten Tag des Terroranschlags &#8222;den ganzen Tag am Telefon gewesen zu sein&#8220;. Was er verschwiegen hatte: Zwischen 13 und 14 Uhr spielte er mit seiner Partnerin, Berlins Bildungssenatorin Katharina G\u00fcnther-W\u00fcnsch, Tennis, wie die Senatskanzlei dem rbb mitteilte.<\/p>\n<p>Auch G\u00fcnther-W\u00fcnsch ger\u00e4t ins Visier der Kritik. Als Schulsenatorin h\u00e4tte sie angesichts der Lage dringendere Aufgaben gehabt, zumal in zahlreichen Sporthallen kurzfristig Notunterk\u00fcnfte f\u00fcr Betroffene eingerichtet wurden.<\/p>\n<p>Wegner, ein erfahrener Berufspolitiker, h\u00e4tte wissen m\u00fcssen, dass Krisen politische Karrieren gef\u00e4hrden k\u00f6nnen. Dennoch trat er mit beiden F\u00fc\u00dfen ins Fettn\u00e4pfchen. Ein Fehlverhalten wollte er in seiner Sportpause nicht erkennen: &#8222;Es gibt ja keinen Grund zur Entschuldigung, wenn man eine Krise anderthalb Tage vorher beendet&#8220; rechtfertigte er sich am Donnerstag. &#8222;Wir haben das gut hinbekommen.&#8220;<\/p>\n<p>Wachsende Kritik von allen Seiten<\/p>\n<p>Die Staatskanzlei betont, Wegner sei jederzeit erreichbar gewesen und habe seine Arbeit unmittelbar nach dem Spiel wieder aufgenommen. Doch w\u00e4hrend er auf dem Tennisplatz Punkte sammelte, waren mehr als 40.000 Berliner Haushalte bei eisigen Temperaturen <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/06\/stromausfall-berlin\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>ohne Strom<\/strong><\/a>.<\/p>\n<p>F\u00fcr Wegner, der es mit seinen Forderungen nach Recht und Ordnung an die Spitze der Berliner Landespolitik gebracht hat, k\u00f6nnte das sogenannte &#8222;Tennis-Gate&#8220; nun das Ende der Karriereleiter bedeuten. Ein Aufstieg vom Berliner B\u00fcrgermeister zum Bundeskanzler, wie es einst Willy Brandt meisterte, scheint undenkbar. Wegners Image als konsequenter Macher br\u00f6ckelt.<\/p>\n<p>Opposition und Parteifreunde fordern Konsequenzen: Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki schrieb auf X: &#8222;Kai Wegner muss zur\u00fccktreten.&#8220; Auch Berliner FDP, BSW und AfD verlangen seinen R\u00fccktritt. Kritik kommt sogar von Amtsvorg\u00e4ngern: Walter Momper (SPD) nannte Wegners Tennisspiel &#8222;abwegig&#8220; und forderte eine umfassende Aufkl\u00e4rung, so die dpa.<\/p>\n<p>Am Montag soll Wegner vor dem Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses Rede und Antwort stehen. Die Gr\u00fcnen haben den Antrag bereits eingereicht, so die Berliner Morgenpost. Innenpolitischer Sprecher Vasili Franco betonte: &#8222;Als Gr\u00fcne-Fraktion halten wir es f\u00fcr unerl\u00e4sslich, dass der Regierende B\u00fcrgermeister sich gegen\u00fcber dem Parlament erkl\u00e4rt.&#8220; Am 15. Januar will Wegner zudem in einer Regierungserkl\u00e4rung Stellung beziehen.<\/p>\n<p>Koalition unter Druck<\/p>\n<p>Trotz R\u00fcckendeckung von Kanzler Merz, der erkl\u00e4rte, &#8222;in den Abl\u00e4ufen sei nichts zu kritisieren&#8220;, schmilzt die Unterst\u00fctzung in den eigenen Reihen dahin. CDU-Politiker Philipp Amthor sagte bei &#8222;Markus Lanz&#8220;: &#8222;Das ist etwas, was die Glaubw\u00fcrdigkeit ersch\u00fcttert hat. Es ist immer wichtig, zu politischen Fehlern zu stehen.&#8220;<\/p>\n<p>F\u00fcr die schwarz-rote Berliner Koalition k\u00f6nnte der Tennistermin zur Zerrei\u00dfprobe werden. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) erkl\u00e4rte: &#8222;Ich kann nur sagen, ich bin mit der Situation anders umgegangen.&#8220; SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach kritisierte im Tagesspiegel: &#8222;Ich wei\u00df nicht, was schlimmer ist: Dass er die Berlinerinnen und Berliner belogen hat, oder dass ihm eine Tennis-Partie wichtiger war als die Menschen vor Ort.&#8220;<\/p>\n<p>Den Vertrauensvorschuss, den der konservativ-liberale Wegner bei seiner Wahl zum B\u00fcrgermeister 2023 noch genoss, scheint er verspielt zu haben. Damals betonte er, er wolle &#8222;eine Regierung hinbekommen, die gemeinsam verl\u00e4sslich an den Problemen dieser Stadt arbeitet&#8220;. Mit seiner eigentlich sicheren Wiederwahl kann <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/01\/08\/tennis-berlin-wegner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>der CDU-Politiker<\/strong><\/a> aktuell kaum noch rechnen.<\/p>\n<p>Eine Anfrage von Euronews sagte Wegner aus terminlichen Gr\u00fcnden ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kaum ist der offenbar von Linksextremisten verursachte Stromausfall in Berlin \u00fcberstanden, steht Berlins Regierendem B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":705378,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,30,12623,1940,1938,5667,2544],"class_list":{"0":"post-705377","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-berlin","8":"tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","9":"tag-aktuelle-news-aus-berlin","10":"tag-berlin","11":"tag-berlin-news","12":"tag-deutschland","13":"tag-germany","14":"tag-linksextremismus","15":"tag-nachrichten-aus-berlin","16":"tag-news-aus-berlin","17":"tag-stromausfall","18":"tag-terrorismus"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115865624628620364","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/705377","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=705377"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/705377\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/705378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=705377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=705377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=705377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}