{"id":705605,"date":"2026-01-09T16:36:10","date_gmt":"2026-01-09T16:36:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/705605\/"},"modified":"2026-01-09T16:36:10","modified_gmt":"2026-01-09T16:36:10","slug":"eu-mercosur-abkommen-eu-staaten-stimmen-handelsvertrag-zu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/705605\/","title":{"rendered":"EU-Mercosur-Abkommen: EU-Staaten stimmen Handelsvertrag zu"},"content":{"rendered":"<p class=\"bodytext paragraph first  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-1\" pos=\"1\">Geopolitik schl\u00e4gt Landwirtschaft: Ungeachtet anhaltender Bauernproteste haben die EU-Staaten am Freitag in Br\u00fcssel gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Freihandelsabkommen mit den s\u00fcdamerikanischen <a href=\"https:\/\/taz.de\/Mercosur\/!t5295520\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Mercosur-Staaten<\/a> gegeben. Bei einer Sitzung der St\u00e4ndigen Vertreter (EU-Botschafter) kam die n\u00f6tige qualifizierte Mehrheit der 27 EU-Staaten zusammen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-2\" pos=\"2\">Den Ausschlag gab Italien, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Mercosur-Abkommen-kurz-vor-Abschluss\/!6143857\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">das seine Ablehnung kurz vor dem finalen Votum aufgegeben hatte<\/a>. Deutschland hatte seit Monaten f\u00fcr das Abkommen geworben und sieht sich nun auf der Gewinnerseite. <a href=\"https:\/\/taz.de\/Proteste-gegen-Mercosur\/!6144007\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Der gr\u00f6\u00dfte Verlierer ist dagegen Frankreich, das mit R\u00fccksicht auf seinen wichtigen Agrarsektor und die Landwirte gegen den Deal stimmte<\/a>.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-4\" pos=\"3\">Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von einem Meilenstein. \u201eMit dem Abkommen st\u00e4rken wir unsere Wirtschaft und die Handelsbeziehungen mit unseren Partnern in S\u00fcdamerika\u201c, erkl\u00e4rte Merz am Freitag in Berlin. Die Einigung sei \u201eein wichtiges Signal unserer strategischen Souver\u00e4nit\u00e4t und Handlungsf\u00e4higkeit\u201c.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-5\" pos=\"4\">Die EU hatte bereits 1999 Verhandlungen mit den Mercosur-Staaten aufgenommen. Die sp\u00e4te Einigung gilt auch als Antwort auf <a href=\"https:\/\/taz.de\/Donald-Trump\/!t5204455\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">US-Pr\u00e4sident Donald Trump<\/a> und seine aggressive Zoll- und Handelspolitik. Durch den Deal, der am kommenden Montag in Paraguay abgesegnet werden soll, entsteht die gr\u00f6\u00dfte Freihandelszone der Welt \u2013 und das im neuen Zeitalter des Protektionismus.<\/p>\n<p>      Deutsche Autos, Maschinen, Pharma<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-7\" pos=\"6\">Die EU-Kommission sch\u00e4tzt, dass das Abkommen die j\u00e4hrlichen Exporte nach S\u00fcdamerika um bis zu 39 Prozent (49 Milliarden Euro) steigern kann und damit mehr als 440.000 Arbeitspl\u00e4tze in ganz Europa unterst\u00fctzt. Besonders gro\u00dfe Chancen werden f\u00fcr die deutsche Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche gesehen.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-8\" pos=\"7\"><a href=\"https:\/\/taz.de\/Handelsabkommen-mit-Suedamerika-Staaten\/!6143715\/\" class=\"link in-text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Demgegen\u00fcber f\u00fcrchten viele Landwirte, dass das Abkommen unfaire Konkurrenz zu Dumpingpreisen erm\u00f6glicht und die hohen europ\u00e4ischen Umweltstandards unterl\u00e4uft<\/a>. Um diesen Bedenken entgegenzutreten, hat die EU-Kommissionen diverse Schutzklauseln vorgesehen und bis zuletzt wichtige Konzessionen gemacht. Dennoch gingen die Bauernproteste in Frankreich und Deutschland weiter.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-9\" pos=\"8\">Nach den EU-Staaten muss nun auch noch das Europaparlament zustimmen. Konservative und Sozialdemokraten haben bereits ihr Ja angek\u00fcndigt. Der US-Milit\u00e4rcoup in Venezuela habe gezeigt, wie dringlich ein europ\u00e4isches Abkommen mit den Mercosur-Staaten sei, sagte der Chef des Handelsausschusses, Bernd Lange (SPD).<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-11\" pos=\"9\">Demgegen\u00fcber bleiben die Gr\u00fcnen bei ihrer Ablehnung. Die EU-Kommission habe den Deal \u201emit Ach und Krach und weiteren Zugest\u00e4ndnissen durchgepeitscht\u201c, sagte die handelspolitische Sprecherin der Gr\u00fcnen, Anna Cavazzini. Die Kommission habe ein sehr schwaches Mandat, eine Mehrheit im Parlament sei nicht sicher.<\/p>\n<p class=\"bodytext paragraph last  typo-bodytext is-block column pv-0 is-8-tablet mgh-auto-tablet mobile-order-12\" pos=\"10\">Mit einer Abstimmung wird nicht vor Februar gerechnet. Allerdings k\u00f6nnte Br\u00fcssel das Mercosur-Abkommen schon vorher in Kraft setzen \u2013 durch \u201evorl\u00e4ufige Anwendung\u201c. So wird das Ceta-Abkommen mit Kanada bereits seit 2017 vorl\u00e4ufig umgesetzt. Frankreich, aber auch Belgien und andere EU-Staaten haben es immer noch nicht ratifiziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Geopolitik schl\u00e4gt Landwirtschaft: Ungeachtet anhaltender Bauernproteste haben die EU-Staaten am Freitag in Br\u00fcssel gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das Freihandelsabkommen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":705606,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,663,158,3934,3935,13,14,15,12],"class_list":{"0":"post-705605","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europaeische-union","13":"tag-europe","14":"tag-european-union","15":"tag-headlines","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115866119966615706","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/705605","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=705605"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/705605\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/705606"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=705605"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=705605"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=705605"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}