{"id":70624,"date":"2025-04-29T12:44:12","date_gmt":"2025-04-29T12:44:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/70624\/"},"modified":"2025-04-29T12:44:12","modified_gmt":"2025-04-29T12:44:12","slug":"bargeld-und-72-stunden-notfallpaket-stromausfall-in-spanien-zeigt-wie-man-sich-vorbereiten-sollte","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/70624\/","title":{"rendered":"Bargeld und 72-Stunden-Notfallpaket: Stromausfall in Spanien zeigt, wie man sich vorbereiten sollte"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz hat die EU noch \u00fcber ein 72-Stunden-Notfallpaket f\u00fcr den Krisenfall gesprochen &#8211; jetzt ist er mit dem gro\u00dffl\u00e4chigen Stromausfall am Montag in Spanien und Portugal teilweise Realit\u00e4t geworden. <\/p>\n<p>Der massive Stromausfall hat den Alltag in Spanien und Portugal schlagartig ver\u00e4ndert. Vielerorts fielen Ampeln aus, weder Bahnen noch \u00f6ffentliche Verkehrsmittel konnten fahren, das Internet funktionierte nicht. Spanier und Portugiesen wichen auf das Auto aus, was wiederum zu teils kilometerlangen Staus f\u00fchrte. Auch Flugh\u00e4fen waren vom Stromausfall betroffen. <\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/icon-cross-10x10-grey-6.svg.svg+xml\" width=\"10\" height=\"10\" alt=\"Close advertising\" fetchpriority=\"high\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>Menschen, die kein Bargeld mit sich f\u00fchrten, konnten nicht mehr per Karte bezahlen und auch keines mehr abheben. Geldautomaten und auch Telefonleitungen versagten teilweise den Dienst.<\/p>\n<p>Die Stromversorgung in beiden L\u00e4ndern ist laut Netzwerkbetreibern am Dienstagmorgen fast vollst\u00e4ndig wiederhergestellt, die Ursache des Blackouts ist jedoch weiterhin unklar. EU-Kommisisonspr\u00e4sidentin von der Leyen sicherte Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Wiederherstellung des Stromsystems zu. Sie teilte auf der Plattform X, dass &#8222;die Energiesicherheit f\u00fcr die EU von entscheidender Bedeutung ist&#8220;.<\/p>\n<p>72-Stunden-Notfallpaket der EU: Das sollte enthalten sein<\/p>\n<p>Die EU weist alle Mitgliedsstaaten an, ein 72-Stunden-\u00dcberlebenspaket f\u00fcr ihre B\u00fcrger zu entwickeln, um im Krisenfall gewappnet zu sein. Das ist Teil der Strategie der Union zur Krisenvorsorge, die auch einen h\u00f6heren Vorrat an \u00fcberlebensnotwendigen G\u00fctern und eine bessere zivil-milit\u00e4rische Zusammenarbeit fordert.<\/p>\n<p>Die von der Europ\u00e4ischen Kommission vorgestellte Strategie enth\u00e4lt eine Liste von 30 konkreten Ma\u00dfnahmen, die die EU-Mitgliedstaaten ergreifen sollen, um ihre Bereitschaft f\u00fcr potenzielle Krisen zu erh\u00f6hen &#8211; von Naturkatastrophen und Industrieunf\u00e4llen bis hin zu Angriffen durch feindliche Akteure im Cyber- oder Milit\u00e4rbereich.<\/p>\n<p>&#8222;In der EU m\u00fcssen wir unser Denken \u00e4ndern, weil auch die Bedrohungen sich ver\u00e4ndern, wir m\u00fcssen gr\u00f6\u00dfer denken, weil auch die Bedrohungen gr\u00f6\u00dfer werden&#8220;, so Hadja Lahbib, EU-Kommissarin f\u00fcr humanit\u00e4re Hilfe und Krisenmanagement, gegen\u00fcber Reportern.<\/p>\n<p>Roxana M\u00eenzatu, Kommissarin f\u00fcr Katastrophenschutz, f\u00fcgte hinzu, dass die EU &#8222;nicht bei Null anfangen&#8220; werde.<\/p>\n<p>&#8222;Die COVID-Pandemie hat gezeigt, dass der Mehrwert eines gemeinsamen, solidarischen und koordinierten Handelns im Rahmen der Europ\u00e4ischen Union von entscheidender Bedeutung ist, dadurch werden wir effizienter und st\u00e4rker&#8220;, sagte sie.<\/p>\n<p>Die Kommission fordert die Mitgliedstaaten auf, daf\u00fcr zu sorgen, dass die B\u00fcrger \u00fcber eine Notfallausr\u00fcstung verf\u00fcgen, mit der sie sich mindestens 72 Stunden lang selbst versorgen k\u00f6nnten, falls sie von der Versorgung mit lebenswichtigen G\u00fctern abgeschnitten sind.<\/p>\n<p>Mehrere Mitgliedstaaten verf\u00fcgen bereits \u00fcber solche Leitlinien, jeweils mit unterschiedlichen Zeitrahmen. Frankreich beispielsweise empfiehlt ein 72-Stunden-Survival-Kit, das Lebensmittel, Wasser, Medikamente, ein tragbares Radio, eine Taschenlampe, Ersatzbatterien, Ladeger\u00e4te, Bargeld, Kopien wichtiger Dokumente einschlie\u00dflich \u00e4rztlicher Verschreibungen, Ersatzschl\u00fcssel, warme Kleidung und Werkzeuge wie Taschenmesser enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Der Plan der Kommission zielt darauf ab, die Richtlinien in den 27 Mitgliedstaaten zu harmonisieren, um sicherzustellen, dass &#8222;jeder auf verschiedenen Ebenen ein Handbuch hat, um zu wissen was zu tun ist, wenn die Sirenen losgehen w\u00fcrden&#8220;, so ein hoher EU-Vertreter, der anonym bleiben wollte.<\/p>\n<p>&#8222;Der Grad der Bereitschaft in der Union und in den einzelnen Mitgliedstaaten ist sehr unterschiedlich. Bereitschaft wird in den verschiedenen Nationen definitiv unterschiedlich verstanden&#8220;, f\u00fcgte der Vertreter hinzu.<\/p>\n<p>Mehr Vorr\u00e4te, mehr Bereitschaft<\/p>\n<p>Ein weiterer Schwerpunkt der Strategie ist die Aufstockung der Vorr\u00e4te in den Mitgliedsstaaten mit wichtigen Lebensmitteln, Impfstoffen, Medikamenten und medizinischer Ausr\u00fcstung, kritischen Rohstoffen, damit die industrielle Produktion weiterlaufen kann.<\/p>\n<p>Br\u00fcssel hat in den letzten Wochen bereits Vorschl\u00e4ge f\u00fcr die Aufstockung der Vorr\u00e4te an <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/gesundheit\/2025\/03\/16\/5-wichtige-erkenntnisse-zum-gesetz-uber-kritische-arzneimittel\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><strong>wichtigen Arzneimitteln<\/strong><\/a> und Mineralien unterbreitet, die in die Zust\u00e4ndigkeit der Mitgliedsstaaten fallen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Die Bereitschafts-Strategie zielt darauf ab, &#8222;zu ermitteln, inwieweit die nationalen Vorratspakete miteinander im Einklang stehen und bei welchen gemeinsamen Erfahrungen man voneinander lernen kann&#8220;, sagte ein anderer hoher EU-Beamter, der ebenfalls anonym bleiben wollte.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass auf EU-Ebene weitere Vorr\u00e4te f\u00fcr den Katastrophenschutz angelegt werden, die zu den bestehenden Ressourcen aus dem RescEU-Mechanismus hinzukommen w\u00fcrden. Einige der Vorr\u00e4te k\u00f6nnten auf nationaler Ebene angelegt werden, andere sind &#8222;virtuell&#8220;, das hei\u00dft, sie bestehen durch Vereinbarungen mit dem Privatsektor.<\/p>\n<p>&#8222;Das ist eine Diskussion, die wir f\u00fchren m\u00fcssen: Was ist die bestm\u00f6gliche Herangehensweise, um das ultimative Ziel der Aufrechterhaltung unserer lebenswichtigen gesellschaftlichen Funktionen unter allen Umst\u00e4nden zu gew\u00e4hrleisten&#8220;, so der Vertreter weiter.<\/p>\n<p>Beseitigung &#8222;blinder Flecken&#8220; bei der Reaktion auf Krisen<\/p>\n<p>Die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen zivilen und milit\u00e4rischen Beh\u00f6rden im Falle einer Krise wird als eine der Hauptpriorit\u00e4ten genannt. Die Kommission erkl\u00e4rte, sie werde einen zivil-milit\u00e4rischen Bereitschaftsrahmen mit klaren Rollen und Zust\u00e4ndigkeiten einrichten und fordert regelm\u00e4\u00dfige \u00dcbungen, um bew\u00e4hrte Verfahren zu testen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>&#8222;Wir haben leider viele Beispiele aus dem wirklichen Leben, die zeigen, auf welche Art von Bedrohungen wir vorbereitet sein m\u00fcssen&#8220;, sagte einer der zitierten Vertreter. Darunter seien Sabotageakte, Desinformationskampagnen und Cyberangriffe.<\/p>\n<p>Die Bestimmung der Rollen der zivilen und milit\u00e4rischen Beh\u00f6rden sei ein Prozess, der bereits begonnen habe, f\u00fcgte er hinzu und verwies auf Sabotageakte in der Ostsee.<\/p>\n<p>&#8222;Wir analysieren jetzt, wie wir reagieren k\u00f6nnen und wo die blinden Flecken sind, wo wir effizienter sein k\u00f6nnten, wo wir schneller sein k\u00f6nnten, was wir sonst noch tun k\u00f6nnten&#8220;.<\/p>\n<p>All diese Aktionen werden durch ein neues EU-Krisenkoordinationszentrum und durch eine Risiko- und Bedrohungsanalyse unterst\u00fctzt, deren erste Version Ende 2026 ver\u00f6ffentlicht werden soll.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/logo-euronews-grey-6-180x22.svg.svg+xml\" width=\"180\" height=\"22\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/>WERBUNG<\/p>\n<p>Auf die Frage, warum die EU-Exekutive mehr als ein Jahr f\u00fcr die Erstellung dieses Dokuments ben\u00f6tige, erwiderte einer der Vertreter, dass es sich um einen &#8222;komplexen&#8220; Prozess handele, in den &#8222;viele Beitr\u00e4ge der Mitgliedstaaten&#8220; einflie\u00dfen und andere sektorale Analysen in unterschiedlichen Zeitr\u00e4umen ver\u00f6ffentlicht werden w\u00fcrden.<\/p>\n<p>&#8222;Um das alles erbringen, zu analysieren und ein Dokument zu erstellen, das einen Mehrwert bietet, braucht es etwas Zeit. Deshalb w\u00fcrden wir das nicht in ein paar Wochen erledigen wollen, denn es bestand die Gefahr, dass etwas \u00fcbersehen wird (&#8230;) und einige Teile der Analyse und Informationen fehlen&#8220;, so die Funktion\u00e4re.<\/p>\n<p>Die Kommission wird in der Zwischenzeit Ad-hoc-Fr\u00fchwarnungen herausgeben und noch in diesem Jahr ein Krisen-Dashboard einrichten, um die Mitgliedstaaten \u00fcber die bevorstehenden Risiken auf dem Laufenden zu halten und Daten zur Vorbereitung zu sammeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"WERBUNG Ende M\u00e4rz hat die EU noch \u00fcber ein 72-Stunden-Notfallpaket f\u00fcr den Krisenfall gesprochen &#8211; jetzt ist er&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":70625,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3933],"tags":[331,332,14776,548,663,158,3934,3935,31093,13,31094,14,15,12],"class_list":{"0":"post-70624","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-eu","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-cybersicherheit","11":"tag-eu","12":"tag-europa","13":"tag-europaeische-union","14":"tag-europe","15":"tag-european-union","16":"tag-hadja-lahbib","17":"tag-headlines","18":"tag-krisenmanagement","19":"tag-nachrichten","20":"tag-news","21":"tag-schlagzeilen"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114421318668167111","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70624","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70624"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70624\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/70625"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70624"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70624"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70624"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}