{"id":706729,"date":"2026-01-10T02:58:14","date_gmt":"2026-01-10T02:58:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/706729\/"},"modified":"2026-01-10T02:58:14","modified_gmt":"2026-01-10T02:58:14","slug":"venezuela-oel-trump-hofft-auf-engagement-der-us-konzerne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/706729\/","title":{"rendered":"Venezuela-\u00d6l: Trump hofft auf Engagement der US-Konzerne"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/trump-weisses-haus-vance-rubio-100.jpg\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump im Wei\u00dfen Haus mit US-Vizepr\u00e4sident JD Vance und US-Au\u00dfenminister Marco Rubio zuh\u00f6ren.\" title=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump im Wei\u00dfen Haus mit US-Vizepr\u00e4sident JD Vance und US-Au\u00dfenminister Marco Rubio zuh\u00f6ren. | dpa\"\/><\/p>\n<p>                    <strong>analyse<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 10.01.2026 00:33 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Die USA wollen sich langfristig den Zugriff auf venezolanisches Erd\u00f6l sichern. Pr\u00e4sident Trump hat nun die Chefs von \u00d6lkonzernen ins Wei\u00dfe Haus eingeladen. Doch ob die ins Gesch\u00e4ft in Venezuela einsteigen wollen, ist noch fraglich.<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                    <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/korrespondent-ts-732.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                        <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Carsten K\u00fchntopp\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/1767174913_328_kuehntopp-100.jpg\"\/><br \/>\n                                    <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Eine Woche nach der Maduro-Gefangennahme hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump Vertreter mehrerer \u00d6lfirmen zu Gast. Er warb daf\u00fcr, dass sie schnell und im gro\u00dfen Stil in Venezuela einsteigen. Doch in der Branche herrscht keine Goldgr\u00e4berstimmung. Das hat handfeste wirtschaftliche Gr\u00fcnde, die Trump nicht auf dem Schirm zu haben scheint.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zwar verspricht die US-Regierung, sie werde den \u00d6lsektor in Venezuela bis auf Weiteres kontrollieren; ob sich alleine deswegen schon gro\u00dfe Investitionen dort f\u00fcr die amerikanischen \u00d6lmultis lohnen, ist jedoch eine andere Frage.<\/p>\n<p>    Die Firmen werden vorsichtig sein<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Branchenexperte Bob McNally sagte dem Sender CNN : &#8222;Die \u00d6lfirmen lockt das an. Sie sind gef\u00e4hrliche Standorte gewohnt. Und das sind die gr\u00f6\u00dften Reserven weltweit. Aber sie werden sehr, sehr vorsichtig sein.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Venezuela soll \u00fcber 300 Milliarden Fass Roh\u00f6l verf\u00fcgen. Bewiesen wurde das aber nie. Einige sch\u00e4tzen die Vorkommen auf noch nicht einmal ein Drittel dessen. F\u00fcr Skepsis sorgt auch, dass Venezuela \u00fcber &#8222;schweres Roh\u00f6l&#8220; verf\u00fcgt. Raffinerien m\u00fcssen besonders ausger\u00fcstet sein, um es verarbeiten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Die Zahl der Raffinerien in den USA und anderswo, die dieses \u00d6l wollen, sinkt&#8220;, erkl\u00e4rt Mukesh Shadev von der Beratungsfirma XAnalysts bei Bloomberg TV. &#8222;Dies ist nicht die Sorte von Roh\u00f6l, die die Welt in der Zukunft braucht, weil wir weiter in Richtung weniger Benzin und weniger Diesel gehen werden.&#8220;<\/p>\n<p>    Nicht sicher, ob es sich lohnt<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Derzeit werden auf der Welt jeden Tag etwa 105 Millionen Fass \u00d6l gef\u00f6rdert. Das sind etwa zwei Millionen Fass \u00fcber dem Bedarf. Es herrscht also kein Mangel. Und: Roh\u00f6l ist g\u00fcnstig, sagt Experte Peter Boockvar dem Sender CNBC. &#8222;Heute kostet ein Fass 60 Dollar, etwas darunter. Vor 20 Jahren kostete es nominal ebenfalls 60 Dollar. Inflationsbereinigt sind diese 60 Dollar von damals heute 100 Dollar. Das \u00d6l aus der Erde zu holen, ist heute aber viel teurer.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ob es sich bei einem so niedrigen Preis lohnt, die Produktion in Venezuela hochzufahren, ist also fraglich. Denn die Anlagen dort sind alt und heruntergekommen. Die Beratungsfirma Rystad Energy sch\u00e4tzt: Wenn man die t\u00e4gliche F\u00f6rderung in Venezuela wieder auf den Stand bringen will, den sie in den 90er Jahren hatte &#8211; das waren etwa drei Millionen Fass am Tag, das Dreifache der heutigen F\u00f6rderung -, dann br\u00e4uchte das Investitionen in H\u00f6he von rund 180 Milliarden Dollar bis 2040.<\/p>\n<p>    Sicherheit und politische Stabilit\u00e4t fehlen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Ein gewaltiges Investment f\u00fcr einen winzigen Teil der gesamten Jahresproduktion weltweit &#8211; an den Tankstellen sp\u00fcrbar w\u00e4re das wohl nicht. Der \u00d6lexperte Bob McNally erwartet: &#8222;Kleine Firmen k\u00f6nnen ziemlich schnell nach Venezuela reingehen und einiges reparieren, um die F\u00f6rderung in den kommenden Jahren anzuschieben. Aber die Gro\u00dfen, die das Know-How haben, um die Produktion richtig hochzufahren, sie werden zur\u00fcckhaltender sein, bevor sie sich zu solchen Ausgaben verpflichten.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und egal, ob klein oder gro\u00df: Jedes US-Unternehmen in Venezuela br\u00e4uchte Sicherheit f\u00fcr seine Mitarbeiter vor Ort und politische Stabilit\u00e4t. Derzeit fehlt beides.<\/p>\n<p>    Zusch\u00fcsse aus Steuergeldern?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wom\u00f6glich macht Pr\u00e4sident Donald Trump also die Rechnung ohne den Wirt. Er tr\u00e4umt vom sprudelnden schwarzen Gold aus Venezuela, das auch den USA viel Geld bringt. Ob das jemals passiert &#8211; und, wenn ja, wann &#8211; das ist aber fraglich.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Als w\u00fcrde er es ahnen, dachte Trump deshalb in den vergangenen Tagen laut dar\u00fcber nach, ob nicht amerikanische Steuerzahler die \u00d6lfirmen vielleicht bezuschussen k\u00f6nnten, damit deren Interesse an venezolanischem Roh\u00f6l w\u00e4chst.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"analyse Stand: 10.01.2026 00:33 Uhr Die USA wollen sich langfristig den Zugriff auf venezolanisches Erd\u00f6l sichern. 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