{"id":707001,"date":"2026-01-10T05:42:25","date_gmt":"2026-01-10T05:42:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/707001\/"},"modified":"2026-01-10T05:42:25","modified_gmt":"2026-01-10T05:42:25","slug":"artenschutz-gibt-es-2026-einen-babyboom-bei-den-kakapos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/707001\/","title":{"rendered":"Artenschutz: Gibt es 2026 einen Babyboom bei den Kakapos?"},"content":{"rendered":"<p>Artenschutz: Gibt es 2026 einen Babyboom bei den Kakapos? &#8211; Spektrum der Wissenschaft<a id=\"top\" class=\"jump-to-content\" href=\"#main\" title=\"Direkt zum Inhalt\">Direkt zum Inhalt<\/a>Artenschutz: Gibt es 2026 einen Babyboom bei den Kakapos?<\/p>\n<p>Der neuseel\u00e4ndische Kakapo ist einzigartig\u00a0\u2013 und immer noch extrem selten. 2026\u00a0k\u00f6nnte es jedoch zur besten Brutsaison seit Jahrzehnten kommen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Zwei Papageien mit gr\u00fcnlich-gelbem Gefieder stehen sich gegen\u00fcber und halten rote Beeren in ihren Schn\u00e4beln. Im Hintergrund sind unscharfe gr\u00fcne Bl\u00e4tter zu sehen. Die Szene ist bei Nacht aufgenommen, was durch den dunklen Hintergrund deutlich wird.\" class=\"full\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/83523108_pa.jpg\" title=\"Zwei Papageien mit gr\u00fcnlich-gelbem Gefieder stehen sich gegen\u00fcber und halten rote Beeren in ihren Schn\u00e4beln. Im Hintergrund sind unscharfe gr\u00fcne Bl\u00e4tter zu sehen. Die Szene ist bei Nacht aufgenommen, was durch den dunklen Hintergrund deutlich wird.\"\/><\/p>\n<p> \u00a9 Tui De Roy \/ Minden Pictures \/ picture alliance (Ausschnitt) <\/p>\n<p> Kakapos br\u00fcten nur alle paar Jahre wieder, wenn es ausreichend Nahrung gibt. <\/p>\n<p>Gespannt blicken neuseel\u00e4ndische \u00d6kologen jedes Jahr auf die Rimu-Harzeiben (Dacrydium cupressinum) der Inseln im S\u00fcdpazifik. Denn nur wenn sie ausreichend fruchten, schreiten die vom Aussterben bedrohten Kakapos\u00a0(Strigops habroptilus) zur Brut: Die seltenen Papageien sind auf die Fr\u00fcchte des Baums angewiesen, um gen\u00fcgend Nahrung f\u00fcr sich und den Nachwuchs zu bekommen. Und 2026\u00a0sieht es sehr vielversprechend aus, <a href=\"https:\/\/blog.doc.govt.nz\/2025\/06\/27\/kakapo-breeding-season-2026\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">da 50\u00a0bis 60<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/blog.doc.govt.nz\/2025\/06\/27\/kakapo-breeding-season-2026\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Prozent aller Harzeiben auf den drei Inseln fruchten sollen<\/a>, auf denen alle verbliebenen Kakapos leben\u00a0\u2013 weit mehr als f\u00fcr eine erfolgreiche Aufzucht n\u00f6tig sind. <a href=\"https:\/\/www.doc.govt.nz\/news\/media-releases\/2026-media-releases\/kakapo-breeding-season-officially-underway\/\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Das f\u00fcr das Artenschutzprogramm verantwortliche Department of Conservation geht daher von einer rekordverd\u00e4chtigen Brutsaison aus<\/a>. <\/p>\n<p>Weil die V\u00f6gel so stark von den Fr\u00fcchten abh\u00e4ngig sind, br\u00fcten die Tiere nur alle zwei bis vier Jahre. <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/bedrohte-papageien-die-ersten-kakapo-kueken-sind-da\/1980283\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Seit der letzten erfolgreichen Brutsaison 2022<\/a>\u00a0<a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/bedrohte-papageien-die-ersten-kakapo-kueken-sind-da\/1980283\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">ist also schon einige Zeit vergangen<\/a>.\u00a0Und Nachwuchs ist dringend n\u00f6tig, denn der Weltbestand der nachtaktiven Papageien betr\u00e4gt nur 236\u00a0Tiere, von denen nur 83\u00a0Weibchen im brutf\u00e4higen Alter sind. Die Population wird daher von einem Team aus Wissenschaftlern intensiv betreut: Manche Weibchen werden k\u00fcnstlich besamt und die V\u00f6gel medizinisch streng \u00fcberwacht, damit sie nicht an Krankheiten sterben oder wegen Mangelern\u00e4hrung ihre K\u00fcken unzureichend f\u00fcttern. Bei Bedarf bringen die Helfer sogar Zusatznahrung aus.<\/p>\n<p>In den 30\u00a0Jahren seit Beginn des Programms 1995\u00a0ist es dadurch gelungen, den Weltbestand der Kakapos von 51\u00a0Tieren (darunter 20\u00a0Weibchen) auf mehr als 200\u00a0zu steigern. Allein das ist schon ein Erfolg: In den 1970er Jahren waren nur noch m\u00e4nnliche \u00dcberlebende der Art bekannt; erst sp\u00e4ter fand man noch einmal Weibchen. Eingeschleppte Fressfeinde wie Katzen, Ratten oder Marder gef\u00e4hrden aber weiterhin das \u00dcberleben. Alle bekannten Kakapos leben daher auf Inseln, auf denen zuvor die invasiven S\u00e4ugetiere ausgerottet wurden.<\/p>\n<p>Das oberste Ziel sei es, einen sich selbst erhaltenden Bestand an Kakapos zu schaffen, der irgendwann in der Zukunft auch ohne menschliche Hilfe \u00fcberleben kann, schreibt das Department in seiner Mitteilung. In dieser Brutzeit wollen die Beteiligten daher weniger K\u00fcken per Hand aufziehen und auch weniger Nestkontrollen durchf\u00fchren. Damit soll nach und nach zu einer nat\u00fcrlichen Bestandsentwicklung der Art zur\u00fcckgekehrt werden. K\u00fcnstliche Besamungen wurden allerdings durchgef\u00fchrt, um eine m\u00f6glichst optimale genetische Vielfalt zu bewahren.<\/p>\n<p>Begleitet wird die Brutsaison allerdings weiterhin von gro\u00dfem \u00f6ffentlichen Interesse, etwa auf sozialen Medien. <a href=\"https:\/\/bsky.app\/profile\/digs.bsky.social\/post\/3mbuws7r3gc2r\" rel=\"noopener\" target=\"_blank\">Besonders beliebt ist beispielsweise das Bild einer K\u00fchlschrankt\u00fcr<\/a>, auf der die Wissenschaftler vermerken, welches Weibchen Eier gelegt hat oder wo K\u00fcken geschl\u00fcpft sind. Am 8.\u00a0Januar 2026\u00a0erfolgte der erste Eintrag: Die auch beim letzten Mal erfolgreiche Mutter \u00bbPearl\u00ab hat die ersten Eier gelegt! <\/p>\n<p>Diesen Artikel empfehlen:<\/p>\n<p> ist Chefredakteur bei Spektrum der Wissenschaft. <\/p>\n<ul class=\"columns kiosk__bar__categories medium-3 no-bullet small-12\">\n<li class=\"active kiosk__bar__category__digital\">Digitalausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__print\">Printausgaben <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__topseller\">Topseller <\/li>\n<li class=\"kiosk__bar__category__bundle show-for-medium\">Bundles<\/li>\n<\/ul>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" height=\"1\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/92dc7f0cea0244ada50bbc32b94d3591.gif\" width=\"1\"\/><\/p>\n<p>Bitte erlauben Sie Javascript, um die volle Funktionalit\u00e4t von Spektrum.de zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Artenschutz: Gibt es 2026 einen Babyboom bei den Kakapos? &#8211; Spektrum der WissenschaftDirekt zum InhaltArtenschutz: Gibt es 2026&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":707002,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[5252,57073,5199,13,12242,162985,14,57493,15,135245,12,10,8,9,11,28445,103,104],"class_list":{"0":"post-707001","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-artenschutz","9":"tag-artensterben","10":"tag-biologie","11":"tag-headlines","12":"tag-invasive-arten","13":"tag-kakapo","14":"tag-nachrichten","15":"tag-neuseeland","16":"tag-news","17":"tag-papageien","18":"tag-schlagzeilen","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-voegel","24":"tag-welt","25":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115869210781773628","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707001","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=707001"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707001\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/707002"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=707001"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=707001"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=707001"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}