{"id":707113,"date":"2026-01-10T06:47:12","date_gmt":"2026-01-10T06:47:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/707113\/"},"modified":"2026-01-10T06:47:12","modified_gmt":"2026-01-10T06:47:12","slug":"berlin-jeder-fuenfte-denkt-uebers-auswandern-nach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/707113\/","title":{"rendered":"Berlin | Jeder F\u00fcnfte denkt \u00fcbers Auswandern nach"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Jeder F\u00fcnfte in Deutschland erw\u00e4gt einer Umfrage zufolge, das Land zu verlassen. Insgesamt geben dies 21 Prozent an, bei Deutschen ohne Migrationsgeschichte 17 Prozent. Bei Menschen, die selbst eingewandert sind, sind es mit 34 Prozent doppelt so viele, bei ihren Nachkommen sogar 37 Prozent. Dies geht aus einer Kurzstudie des Deutschen Zentrums f\u00fcr Integrations- und Migrationsforschung (Dezim) hervor.\u00a0<\/p>\n<p>Grund ist demnach am h\u00e4ufigsten die Hoffnung auf ein besseres Leben &#8211; etwa bei jedem Zweiten mit Auswanderungsgedanken. Menschen mit Migrationsgeschichte nennen oft auch die Erfahrung von Diskriminierung. Konkret sind die Auswanderungspl\u00e4ne aber nur bei zwei Prozent der Befragten: Sie planen, binnen eines Jahres wegzuziehen. Nach Daten des Statistischen Bundesamts verlie\u00dfen 2024 tats\u00e4chlich 1,2 Millionen Menschen das Land<\/p>\n<p>Autoren: Auswanderung bedeutsam<\/p>\n<p>\u00abIn Deutschland haben Debatten um Einwanderung seit Jahren Konjunktur\u00bb, hei\u00dft es in dem Papier. \u00abWeniger \u00f6ffentliche Beachtung findet dagegen die Tatsache, dass regelm\u00e4\u00dfig Menschen aus Deutschland auswandern.\u00bb Dabei sei dies mit Blick auf den demografischen Wandel und die Engp\u00e4sse bei Arbeitskr\u00e4ften von Bedeutung.<\/p>\n<p>Am h\u00e4ufigsten bejahen Menschen mit famili\u00e4ren Bez\u00fcgen zur T\u00fcrkei, dem Nahen Osten und Nordafrika Auswanderungserw\u00e4gungen &#8211; 39 Prozent. 31 Prozent sind es unter Menschen mit Einwanderungsgeschichte aus der ehemaligen Sowjetunion, 28 Prozent bei Menschen aus EU-Staaten.\u00a0<\/p>\n<p>Kurz vor der Bundestagswahl gingen die Zahlen hoch<\/p>\n<p>Die Migrationsforscher hatten 2.933 Personen zwischen Sommer 2024 und Sommer 2025 jeweils f\u00fcnf Mal befragt, um Schwankungen zu kontrollieren. Die Werte seien im Wesentlichen konstant geblieben, mit einer Ausnahme: \u00abKurz vor der Bundestagswahl im Februar 2025\u00a0stiegen die hypothetischen Auswanderungserw\u00e4gungen unter Eingewanderten und ihren Nachkommen um etwa 10 Prozentpunkte an\u00bb, schreiben die Autoren.<\/p>\n<p>Die von Dezim gemessenen Werte der abstrakten Auswanderungserw\u00e4gungen liegen etwas h\u00f6her als bei anderen Untersuchungen. So hatte das Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung Mitte 2025 berichtet, dass sich 26 Prozent der nach Deutschland eingewanderten Menschen mit Gedanken tr\u00fcgen, das Land zu verlassen. Von diesen h\u00e4tten 3 Prozent oder 300.000 Menschen konkrete Auswanderungspl\u00e4ne, hie\u00df es damals.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Jeder F\u00fcnfte in Deutschland erw\u00e4gt einer Umfrage zufolge, das Land zu verlassen. 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