{"id":707220,"date":"2026-01-10T07:47:24","date_gmt":"2026-01-10T07:47:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/707220\/"},"modified":"2026-01-10T07:47:24","modified_gmt":"2026-01-10T07:47:24","slug":"75-jaehriger-peter-boldt-schlaeft-bei-schneesturm-im-zelt-in-bremen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/707220\/","title":{"rendered":"75-J\u00e4hriger Peter Boldt schl\u00e4ft bei Schneesturm im Zelt in Bremen"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Der 75-j\u00e4hrige Peter Boldt schl\u00e4ft trotz Schneesturm \u201eElli\u201c und K\u00e4lte freiwillig im Zelt auf dem Bremer Campingplatz Camp 28 und nutzt tags\u00fcber beheizte Gemeinschaftsr\u00e4ume.<\/li>\n<li>Die Betreiber und Dauercamper von Camp 28 unterst\u00fctzen Boldt, indem sie ihn beobachten und ihm Zelt sowie Schlafsack schenken; Probleme gab es zuletzt mit defektem Zelt und Schlafsack.<\/li>\n<li>Boldt w\u00fcnscht sich eine feste Wohnung, kann wegen Schulden und fehlender Kaution nicht umziehen; Austausch mit der Gewoba l\u00e4uft, doch eine Wohnung wird erst in wenigen Monaten erwartet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>Schneesturm &#8222;Elli&#8220; hatte Bremen am Freitag fest im Griff. W\u00e4hrend Schnee und K\u00e4lte f\u00fcr viele den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen beschwerlich oder gar unm\u00f6glich gemacht haben, gab es f\u00fcr die meisten Bremer jedoch die Gewissheit, abends in ein warmes Bett steigen zu k\u00f6nnen. F\u00fcr Peter Boldt war das anders. Der 75-J\u00e4hrige hat auch in den vergangenen N\u00e4chten ohne Heizung in einem kleinen Zelt auf dem Bremer <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/campingplatz-q832778\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Campingplatz<\/a> geschlafen \u2013 aus freier Entscheidung.<\/p>\n<p>Das Waschhaus dient zum Aufw\u00e4rmen<\/p>\n<p>\n    Bereits im Juni hatte der WESER-KURIER \u00fcber Peter Boldt berichtet, einen \u00e4lteren Herrn, <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/peter-boldts-minimalistisches-leben-im-zelt-auf-bremer-campingplatz-doc811p04vhauf11zkz3bbc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">der inzwischen seit mehreren Jahren minimalistisch auf dem Campingplatz am Unisee lebt<\/a>, der seit dem Betreiberwechsel Anfang des Jahres <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/stadtteil-horn-lehe\/neuer-betreiber-fuer-bremer-campingplatz-was-bei-camp-28-anders-wird-doc83no0eaveg018e5yiatf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Camp 28<\/a> hei\u00dft. Tags\u00fcber w\u00e4rmt sich Boldt, der Zeit seines Lebens viel Camping gemacht hat, im Waschhaus auf und bereitet sich warme Speisen zu.\n<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Im Waschhaus des Campingplatzes w\u00e4rmt sich Peter Boldt tags\u00fcber auf.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Landscapecampingplatz-hochschulring-peter-boldt-lebt-im-zelt-auch-im-winter.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Im Waschhaus des Campingplatzes w\u00e4rmt sich Peter Boldt tags\u00fcber auf.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Frank Thomas Koch <\/p>\n<p>Daf\u00fcr nutzt er die dort vorhandene beheizte K\u00fcche. Zudem ist er den Tag \u00fcber oft im gro\u00dfen Gemeinschaftsraum anzutreffen. Die Campingplatzbetreiber akzeptieren Boldts Entscheidung, auch bei den aktuell kalten Bedingungen im Zelt zu \u00fcbernachten. Unbeobachtet lassen wollen sie ihn aber nicht. &#8222;Wir haben ein Auge auf die Situation&#8220;, sagt Christoph Widenhorn von Camp 28.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung von anderen Dauercampern<\/p>\n<p>Auch Dauercamper haben Boldt bereits unterst\u00fctzt. Der Nachbar direkt gegen\u00fcber habe ihm vor f\u00fcnf Tagen sein Dreimannzelt geschenkt, sagt Boldt. An seinem eigenen Zelt, einem gr\u00fcnen Zweimannzelt, hatte er zuvor Probleme mit einem klemmenden Rei\u00dfverschluss. Beim Versuch, ihn zu \u00f6ffnen, riss der Stoff, wodurch das Zelt nicht mehr dicht war, wie Boldt erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Mit seinem Schlafsack gab es zudem erst k\u00fcrzlich Schwierigkeiten. Das Band vom Kopfteil ist abgerissen, weswegen ihm der Nachbar auch mit einem Schlafsack aushalf, sodass Boldt nun dessen Kapuze nutzen kann. Obwohl sein eigener Schlafsack, der vom Discounter stammt, nur bis minus 5 Grad Celsius freigegeben ist, will Boldt nach eigenen Angaben auch am Wochenende, wenn das Thermometer unter diese Marke sinken soll, darin schlafen.<\/p>\n<p>Die Waschmittelflasche wird zur Pipiflasche<\/p>\n<p>Was die Situation temperaturtechnisch f\u00fcr den Senior erschwert: Da Peter Boldt kaum Besch\u00e4ftigung hat, geht er bereits um 18 Uhr schlafen, wie er sagt. &#8222;Dann ist es dunkel, was soll ich sonst machen?&#8220; Lesen komme f\u00fcr ihn nicht in Frage, das verhindere allein schon sein Grauer Star. Aufgrund der selbst gew\u00e4hlten fr\u00fchen Ruhezeit verbringt Boldt bis zum morgendlichen Aufstehen gegen 6 Uhr also rund zw\u00f6lf Stunden in der K\u00e4lte im Zelt. &#8222;Oben am Schlafsack ist nur ein kleiner Schlitz, um Luft zum Atmen zu bekommen&#8220;, beschreibt er seinen eingemummelten Look f\u00fcr die Nacht.<\/p>\n<p>In den Nachtstunden raus muss Boldt indes nicht. Schon im Dezember hatte er seine L\u00f6sung f\u00fcr n\u00e4chtlichen Harndrang erkl\u00e4rt: Eine ausrangierte Fl\u00fcssigwaschmittelflasche mit gro\u00dfer \u00d6ffnung sorgt daf\u00fcr, dass er nicht zum Waschhaus muss. In dessen geheizten R\u00e4umen zu schlafen, kommt f\u00fcr ihn aber nicht in Frage: &#8222;Das macht man nicht, daf\u00fcr hat man beim Camping sein Zelt&#8220;.<\/p>\n<p>Eine Wohnung bleibt das Ziel<\/p>\n<p>Im Juni hatte Peter Boldt gesagt, er habe eigentlich keine Lust mehr auf Camping und w\u00fcrde gern in eine feste Wohnung wechseln, gern in Findorff, wo er soziale Kontakte hat. Dieser Wunsch existiert weiterhin. Was dagegen steht: Er habe etwa 1500 Euro Schulden, sagt der 75-J\u00e4hrige. Eine Kaution f\u00fcr eine Wohnung k\u00f6nne er aktuell nicht bezahlen. Von seiner Rente von 950 Euro k\u00f6nne er auf dem Campingplatz leben und Geld f\u00fcr eine kleine Wohnung und deren Einrichtung ansparen \u2013 das war Boldts urspr\u00fcngliche Vorstellung. Ein anderer Weg, zu Geld zu kommen, hat nicht geklappt. &#8222;Bis zum 31. Dezember habe ich regelm\u00e4\u00dfig Lotto gespielt.&#8220; Doch der gro\u00dfe Gewinn blieb aus.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Sein Zelt musste der Senior am Freitag mehrfach freifegen.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1768031244_60_Landscapecampingplatz-hochschulring-peter-boldt-lebt-im-zelt-auch-im-winter.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Sein Zelt musste der Senior am Freitag mehrfach freifegen.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Frank Thomas Koch <\/p>\n<p>\n    Inzwischen m\u00f6chte Boldt aber gern m\u00f6glichst schnell in feste vier W\u00e4nde umziehen. Wenn er eine Wohnung in Aussicht hat, will er finanzielle Unterst\u00fctzung beantragen. Mit der Gewoba stehe er f\u00fcr eine neue Bleibe in Kontakt, sagt er. Doch bis er eine Wohnung bekomme, k\u00f6nne es noch ein paar Monate dauern, habe ihm das Unternehmen mitgeteilt.\n    <\/p>\n<p>Einen weiteren Winter will Boldt jedenfalls nicht auf dem Campingplatz verbringen, die Gesundheit macht ihm inzwischen zu schaffen. Anders als noch vor einem halben Jahr, kommt er inzwischen nicht mehr ohne Unterst\u00fctzung in das Zelt und wieder hinaus. &#8222;Um runter auf die Knie zu kommen, muss ich mich auf einem Plastikstuhl abst\u00fctzen.&#8220; Das Verlassen des Zelts funktioniert in umgekehrter Reihenfolge. F\u00fcr Boldt steht in puncto Camping inzwischen fest: &#8222;Irgendwann ist es genug.&#8220;\n<\/p>\n<p>                    Wie organisieren \u00e4ltere und allein lebende Menschen das Leben auf Campingpl\u00e4tzen in Bremen, besonders bei widrigen Wetterlagen und gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen?<\/p>\n<p>\u00c4ltere und allein lebende Menschen auf Campingpl\u00e4tzen in Bremen organisieren ihren Alltag, indem sie auf barrierefreie und gepflegte Infrastruktur wie saubere Sanit\u00e4ranlagen, Wasser- und Stromversorgung sowie m\u00f6glichst zug\u00e4ngliche Einrichtungen Wert legen, die auch bei gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen nutzbar sind (Artikel 3). Bei widrigen Wetterlagen wird geraten, sich im Vorfeld gut vorzubereiten und erfahrene Camper um Rat zu fragen, wobei Empfehlungen und Unterst\u00fctzungsangebote von Landesverb\u00e4nden und Vereinen genutzt werden k\u00f6nnen (Artikel 3). Gemeinschaft und soziale Kontakte spielen eine wichtige Rolle: Aktivit\u00e4ten, kleine Treffen und gegenseitige Unterst\u00fctzung helfen, Isolation und aufkommende Probleme \u2013 wie sie etwa durch die Corona-Zeit oder schlechte Witterung entstehen \u2013 zu bew\u00e4ltigen (Artikel 1 und 3).<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<p>                Diese Fragen und Antworten wurden mit KI basierend auf unseren Artikeln erstellt.<br \/>\n                <a class=\"more-btn\" href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/generative-ki\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                    \u2192 Mehr Infos<br \/>\n                <\/a><\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc8424sacrgf9g4s41l2c\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der 75-j\u00e4hrige Peter Boldt schl\u00e4ft trotz Schneesturm \u201eElli\u201c und K\u00e4lte freiwillig im Zelt auf dem Bremer Campingplatz Camp&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":707221,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-707220","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115869702259381881","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707220","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=707220"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/707220\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/707221"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=707220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=707220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=707220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}