{"id":707613,"date":"2026-01-10T11:30:11","date_gmt":"2026-01-10T11:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/707613\/"},"modified":"2026-01-10T11:30:11","modified_gmt":"2026-01-10T11:30:11","slug":"ukraine-krieg-es-ist-an-der-zeit-dass-europa-mit-russland-spricht-sagt-meloni-liveticker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/707613\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: ++ \u201eEs ist an der Zeit, dass Europa mit Russland spricht\u201c, sagt Meloni ++ Liveticker"},"content":{"rendered":"<p>Mitten in der K\u00e4ltewelle zielt Russland auf die Energieversorgung der Ukraine. Vielerorts fielen Strom und Heizung aus. Aber auch die Ukraine greift die Infrastruktur in Russland an. Mehr im Liveticker.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Russland und die Ukraine haben sich in der Nacht gegenseitig mit Drohnen angegriffen. Vor allem in Kiew leiden die Menschen bei Minustemperaturen, weil Strom und Heizung ausgefallen sind. Nach russischen Angriffen auf Kiew bereitet der UN-Sicherheitsrat deshalb eine Dringlichkeitssitzung zur Ukraine vor und spricht von \u201eKriegsverbrechen\u201c.<\/p>\n<p>Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die internationale Sicherheitspolitik im Liveticker:<\/p>\n<p>11.58 Uhr \u2013 Stromversorgung in Russland unterbrochen<\/p>\n<p>Nach einem ukrainischen Drohnenangriff sind in der russischen Oblast \u200dBelgorod nach Angaben des Gouverneurs 600.000 Menschen ohne Strom. An der Wiederherstellung werde gearbeitet, die Lage sei jedoch \u00e4u\u00dferst schwierig, schreibt Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram. Aufnahmen von Reuters in der Stadt Belgorod zeigen, dass die Stra\u00dfenbeleuchtung ausgeschaltet war und die Anwohner sich mit \u2060Taschenlampen und Autoscheinwerfern den Weg \u2060suchten. Die an die Ukraine grenzende Oblast wird regelm\u00e4\u00dfig von der Ukraine angegriffen.<\/p>\n<p>08.48 Uhr \u2013 Russland meldet brennendes \u00d6l-Depot<\/p>\n<p>Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach russischen Angaben ein Feuer in einem \u00d6ldepot im Bezirk Oktjabrski verursacht. Opfer habe es keine gegeben, teilt der Gouverneur der Oblast Wolgograd, in deren S\u00fcden das Depot liegt, auf Telegram mit. Anwohner m\u00fcssten sich aber m\u00f6glicherweise in Sicherheit bringen. In der Nacht seien 67 ukrainische Drohnen zerst\u00f6rt worden, teilt das russische Verteidigungsministerium mit.<\/p>\n<p>08:28 Uhr \u2013 Verletzte bei Angriffen in der Nacht<\/p>\n<p>In der s\u00fcdostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha drei Menschen verletzt \u2013 ein Mann in der Gebietshauptstadt Dnipro sowie ein Mann und eine Frau in der Gro\u00dfstadt Krywyj Rih. Dort seien wegen der Attacke Br\u00e4nde ausgebrochen, schrieb er bei Telegram. \u201eDie Infrastruktur wurde besch\u00e4digt. Es gab Stromabschaltungen.\u201c <\/p>\n<p>Auch in Dnipro selbst gebe es Sch\u00e4den an Energieanlagen und dementsprechend Probleme mit der Stromversorgung. Eine Garagenanlage sei in Mitleidenschaft gezogen worden. 27 Drohnen habe die Flugabwehr dabei abfangen k\u00f6nnen, schrieb Hanscha.<\/p>\n<p>07:15 Uhr \u2013 Menschen in Kiew ohne Strom und Heizung<\/p>\n<p>Bei bis zu 17 Grad Frost wird die Lage in Kiew und anderen ukrainischen St\u00e4dten wegen der Ausf\u00e4lle von Heizung, Strom und Wasser noch schwieriger. Russland wolle mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die gro\u00dfen St\u00e4dte unbewohnbar machen, sagte Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videobotschaft. <\/p>\n<p>\u201eDie Russen nutzen das Wetter \u2013 die K\u00e4ltewelle \u2013 und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie m\u00f6glich zu treffen.\u201c Zuletzt sei die Hauptstadt beschossen worden, davor Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih, wiederum davor Odessa. \u201eDie Haupttaktik Russlands besteht darin, zu versuchen, St\u00e4dte vollst\u00e4ndig auszuschalten.\u201c Der Pr\u00e4sident verlangte von allen Stadtverwaltungen, vorbereitet zu sein und die B\u00fcrger zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>05:04 Uhr \u2013\u00a0UN-Sicherheitsrat beruft Dringlichkeitssitzung zur Ukraine ein<\/p>\n<p>Der UN-Sicherheitsrat kommt nach massiven russischen Angriffen am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. \u201eRussland hat mit seinen Angriffen auf Zivilisten und zivile Infrastruktur in der Ukraine ein neues erschreckendes Ausma\u00df an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erreicht\u201c, erkl\u00e4rte der ukrainische UN-Botschafter Andrij Jermak in einem Schreiben, in dem er um die Einberufung der Sitzung bittet.<\/p>\n<p>Der Antrag der Ukraine wurde von sechs Mitgliedern des Sicherheitsrates unterst\u00fctzt, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Diplomatenkreisen erfuhr. Dabei handelt es sich demnach um Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Lettland, D\u00e4nemark, Griechenland und Liberia.<\/p>\n<p>03:17 Uhr \u2013 200 Millionen Pfund \u2013\u00a0Gro\u00dfbritannien bereitet Truppe f\u00fcr Friedensmission vor <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien hat 200 Millionen Pfund (rund 230 Millionen Euro) zur Vorbereitung eines Einsatzes britischer Truppen in der Ukraine im Falle einer Waffenruhe bereitgestellt. Damit sollen die britischen Streitkr\u00e4fte ausgestattet werden, um im Rahmen einer multinationalen Truppe f\u00fcr die Ukraine einsatzbereit seien, so das britische Verteidigungsministerium. Es geht unter anderem um die Aufr\u00fcstung von Fahrzeugen und Drohnen-Schutz.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien, Frankreich und die Ukraine hatten in dieser Woche eine Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet, die die Entsendung von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus695e0f214d1d5f581eeae02b\/koalition-der-willigen-was-merz-mit-seinem-ukraine-vorstoss-ausloest.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus695e0f214d1d5f581eeae02b\/koalition-der-willigen-was-merz-mit-seinem-ukraine-vorstoss-ausloest.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Truppen auf ukrainischem Territorium<\/a> nach einer Waffenruhe vorsieht. Die britischen Abgeordneten sollen \u00fcber die Anzahl der Truppen, die im Falle einer Waffenruhe entsandt w\u00fcrden, noch debattieren und abstimmen. <\/p>\n<p>Freitag, 9. Dezember: 22:24 Uhr \u2013 Europa sollte mit Russland sprechen, fordert Meloni<\/p>\n<p>Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni fordert eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der EU und Russland sowie die Ernennung eines Sondergesandten. \u201eEs ist an der Zeit, dass Europa mit Russland spricht\u201c, sagt sie bei einer Pressekonferenz. Wenn Europa sich an den Bem\u00fchungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beteiligen wolle, aber \u201enur mit einer der beteiligten Parteien spricht, ist der positive Beitrag, den es leisten kann, begrenzt.\u201c<\/p>\n<p>Sie stimme dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron zu, der Gespr\u00e4che mit Kreml-Chef Wladimir Putin schon im Dezember als \u201esinnvoll\u201c bezeichnet hatte. Die EU m\u00fcsse aber kl\u00e4ren, wer solche Gespr\u00e4che f\u00fchren solle, so die Ministerpr\u00e4sidentin. \u201eWir haben dieses Problem seit Beginn der Verhandlungen. Es gibt viele Stimmen, die sich \u00e4u\u00dfern, und viele Formate\u201c, sagt Meloni. Sie sei deshalb f\u00fcr die Ernennung eines europ\u00e4ischen Ukraine-Sondergesandten, damit die EU \u201emit einer Stimme sprechen\u201c k\u00f6nne.<\/p>\n<p>17:18 Uhr \u2013 Klitschko r\u00e4t B\u00fcrgern von Kiew zum Verlassen der Stadt<\/p>\n<p>Nach dem schweren russischen Luftangriff auf Kiew r\u00e4t B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko den Einwohnern zum zeitweiligen Verlassen der Dreimillionenstadt. 6.000 Wohnblocks, die H\u00e4lfte der Mehrfamilienh\u00e4user der ukrainischen Hauptstadt, k\u00f6nnten derzeit nicht geheizt werden, schreibt er auf Telegram. \u201eDie st\u00e4dtischen Dienste arbeiten im Notfallmodus.\u201c <\/p>\n<p>Der Angriff der vergangenen Nacht sei f\u00fcr die Infrastruktur von Kiew der bislang folgenschwerste des Krieges gewesen. Die Lage werde durch den strengen Winter versch\u00e4rft. Wer anderswo Energie und W\u00e4rme finden k\u00f6nne, sollte die Hauptstadt vor\u00fcbergehend verlassen, schreibt Klitschko. <\/p>\n<p>Dies sei kein offizieller Aufruf zur Evakuierung, sondern als Ratschlag an die Kiewer gemeint, auf ihre ofengeheizten Datschen zu fahren oder sich bei Verwandten und Freunden in weniger betroffenen Orten einzuquartieren.<\/p>\n<p>14:20 Uhr \u2013 Ukraine stuft russischen Raketenangriff als Kriegsverbrechen ein<\/p>\n<p>Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU stuft den n\u00e4chtlichen russischen Angriff mit einer Hyperschallrakete auf die westliche Region Lwiw als Kriegsverbrechen ein. \u2060Russland habe inmitten sich stark verschlechternder Wetterbedingungen versucht, kritische Infrastruktur in der N\u00e4he der Grenze zur Europ\u00e4ischen Union zu zerst\u00f6ren, teilt der SBU mit.<\/p>\n<p>12:32 Uhr \u2013 Berlin verurteilt Einsatz von Oreschnik-Rakete durch russische Armee<\/p>\n<p>Die Bundesregierung verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine mit der Mittelstreckenrakete Oreschnik. \u201eW\u00e4hrend die Ukraine die USA und Europa sich in den vergangenen Tagen und Wochen sehr intensiv f\u00fcr einen Frieden in der Ukraine einsetzen, hat Russland die Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt\u201c, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung verurteile dies \u201eaufs Sch\u00e4rfste\u201c. <\/p>\n<p>Mit ihrem Angriff auf zivile ukrainische Energieinfrastruktur habe Russland den Konflikt \u201enochmals eskaliert\u201c. Es handele sich um \u201esymbolische Drohgeb\u00e4rden\u201c, um weiter Angst zu verbreiten. \u201eRussland eskaliert hier unprovoziert weiter\u201c, sagte Meyer. \u201eAn unserer Entschlossenheit wird dies nichts \u00e4ndern &#8211; im Gegenteil: Wir stehen weiter eng an der Seite der Ukraine und setzen unsere umfassende Unterst\u00fctzung ungemindert fort.\u201c<\/p>\n<p>12:03 Uhr \u2013 Klitschko: Rund 6000 Wohnbl\u00f6cke in Kiew ohne Heizung<\/p>\n<p>In Kiew sind nach dem neuen russischen \u2060Luftangriff B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko zufolge in etwa der H\u00e4lfte aller Wohnbl\u00f6cke die Heizungen ausgefallen. Betroffen seien rund 6000 Geb\u00e4ude, teilt Klitschko unter Verweis auf den Luftangriff \u200din der Nacht mit. Zudem gebe es Probleme bei der Wasserversorgung. Klitschko ruft die Bewohner dazu auf, die ukrainische Hauptstadt vorl\u00e4ufig zu verlassen, wenn sie au\u00dferhalb von Kiew \u00fcber andere M\u00f6glichkeiten zum Bezug von Strom und eine warme Unterbringung verf\u00fcgen sollten.<\/p>\n<p>11:05 Uhr \u2013 Medwedjew vergleicht Raketeneinsatz mit Beruhigungsspritze<\/p>\n<p>Russlands Ex-Pr\u00e4sident Dimitri Medwedjew rechtfertigt den Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine als Beruhigungsmittel. \u201eGef\u00e4hrliche Psychopathen brauchen eine Zwangsjacke oder eine Rettungsspritze mit Haloperidol\u201c, schrieb der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats in Moskau immer noch einflussreiche Politiker. So sei es in der vergangenen Nacht im Westen der Ukraine passiert. Haloperidol ist ein Medikament zur Behandlung von Schizophrenie.<\/p>\n<p>In seinem j\u00fcngsten Blogeintrag konstatierte er eine \u201euniversale Katastrophe in den internationalen Beziehungen\u201c. Ursache ist seiner Darstellung nach aber nicht der von Kremlchef Putin 2022 befohlene Krieg gegen die Ukraine, sondern das Verhalten der USA mit der Entf\u00fchrung von Venezuelas Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro. Dieser werde zu einer neuen Symbolfigur wie einst S\u00fcdafrikas Nelson Mandela, prophezeite Medwedjew. <\/p>\n<p>Der Putin-Vertraute ging in dem Zusammenhang auch US-Pr\u00e4sident Trump an, den die russische F\u00fchrung normalerweise von ihrer Kritik am Westen ausnimmt. Medwedjew warf dem Chef des Wei\u00dfen Hauses \u201emilitaristischen Wahn\u201c vor. Scharfe Kritik \u00fcbte er auch an der Kaperung des \u00d6ltankers der russischen Schattenflotte, die er als Verbrechen bezeichnete. \u201eUnd die Antwort darauf sollte keineswegs im Rahmen der Konvention des internationalen Seerechts liegen\u201c, drohte er indirekt Vergeltung an.<\/p>\n<p>10:13 Uhr \u2013 Selenskyj fordert nach neuen russischen Angriffen \u201eklare internationale Reaktion\u201c<\/p>\n<p>Selenskyj verlangt nach den neuen massiven russischen Angriffen auf sein Land eine \u201eklare\u201c internationale Reaktion. \u201eEs bedarf einer klaren Reaktion der Weltgemeinschaft\u201c, erkl\u00e4rte Selenskyj am Freitag im Onlinedienst X. Dies gelte vor allem f\u00fcr eine Reaktion seitens der USA, \u201ederen Signalen Russland wirklich Beachtung schenkt\u201c, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Russland m\u00fcsse signalisiert werden, \u201edass es seine Pflicht ist, sich auf die Diplomatie zu konzentrieren\u201c, f\u00fcgte der ukrainische Staatschef hinzu. Moskau m\u00fcsse \u201ejedes Mal Konsequenzen sp\u00fcren, wenn es sich erneut auf T\u00f6tungen und die Zerst\u00f6rung von Infrastruktur konzentriert\u201c.<\/p>\n<p>Selenskyj zufolge wurden bei der n\u00e4chtlichen Attacke auf Kiew mindestens 20 Wohnh\u00e4user besch\u00e4digt. Demnach wurde auch ein Geb\u00e4ude der Botschaft des Golfemirats Katar getroffen. <\/p>\n<p>Nach Angaben der ukrainischen Armee feuerte die russische Armee in der Nacht 36 Raketen und 242 Drohnen verschiedener Bauarten auf die Ukraine ab. Der Luftabwehr sei es gelungen, 18 Raketen und 226 Drohnen abzufangen. In der Hauptstadt Kiew und ihren Vororten wurden bei den Angriffen mindestens vier Menschen get\u00f6tet, wie B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko mitteilte. <\/p>\n<p>09:53 Uhr \u2013 Ischinger: Deutschland sollte \u201eFrontstaat\u201c Polen Waffen schenken<\/p>\n<p>Die Bundesregierung soll nach Ansicht des Vorsitzenden der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, dem \u00f6stlichen EU-Nachbarn Polen Waffensysteme schenken. Der EU- und Nato-Partner \u2060sei heute \u201eso etwas wie ein Frontstaat\u201c, sagte Ischinger in einem am Freitag ver\u00f6ffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. <\/p>\n<p>Polen habe damit etwa \u200ddie Rolle, die Deutschland vor dem Ende des Kalten Krieges innehatte. \u201eWenn wir derzeit so viel Geld f\u00fcr Verteidigung ausgeben k\u00f6nnen und die Frage der Reparationszahlungen seitens der polnischen politischen Elite nach wie vor offen ist: Warum geben wir ihnen dann nicht beispielsweise ein U-Boot, eine Fregatte oder vielleicht etwas milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung?\u201c, sagte Ischinger. \u201eWir k\u00f6nnten unseren polnischen Freunden diese Dinge kostenlos zur Verf\u00fcgung stellen, um ihre F\u00e4higkeit \u2060zur Verteidigung zu st\u00e4rken.\u201c Diese Geste w\u00fcrde \u2060zwar Geld kosten, w\u00e4re aber \u201eeine unglaublich gute Investition in Bezug auf politische Klugheit\u201c.<\/p>\n<p>Zugleich zeigte sich der Vorsitzende der Sicherheitskonferenz entt\u00e4uscht davon, dass sich Deutschland und Frankreich bisher nicht auf den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeugs (FCAS) einigen konnten. \u201eIch denke, das ist leider eine sehr ungl\u00fcckliche Entwicklung\u201c, sagte Ischinger. Er habe aber noch Hoffnung, dass man einen Ausweg finde. \u201eDie Wahrheit ist nat\u00fcrlich, dass sie zwar einen technologischen Vorsprung haben, Frankreich aber kein Geld mehr hat\u201c, sagte er mit Blick auf \u200dden franz\u00f6sischen R\u00fcstungskonzern Dassault, der den Fortgang des milliardenschweren Projekts derzeit \u200dmit dem Pochen auf einen gr\u00f6\u00dferen Arbeitsanteil blockiert. \u201eIch denke also, dass es &#8230; noch Hoffnung gibt, dass ein Kompromiss gefunden werden k\u00f6nnte, bei dem wir etwas mehr \u2060Geld bereitstellen und die Franzosen akzeptieren, dass der Technologieanteil gerecht und f\u00fcr alle Seiten akzeptabel ist.\u201c Die deutsche und die franz\u00f6sische Regierung hatten eigentlich bis Jahresende die Zukunft des Projekts kl\u00e4ren wollen, die Entscheidung \u200daber erneut vertagt.<\/p>\n<p>Falls das \u2060Projekt scheitere, \u200cm\u00fcsse man sich nach Alternativen umschauen, sagte \u200cIschinger. Er habe gehofft, \u201edass FCAS \u200cin zehn Jahren so etwas wie die n\u00e4chste Generation von Airbus sein w\u00fcrde\u201c, f\u00fcgte er \u200bmit Verweis auf den deutsch-franz\u00f6sischen Flugzeugkonzern hinzu. Er sei \u00fcberzeugt, dass Bundeskanzler Friedrich \u200dMerz \u2060und sein Team alles tun w\u00fcrden, um das Projekt vor dem Scheitern zu bewahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mitten in der K\u00e4ltewelle zielt Russland auf die Energieversorgung der Ukraine. Vielerorts fielen Strom und Heizung aus. 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