{"id":708438,"date":"2026-01-10T19:25:10","date_gmt":"2026-01-10T19:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/708438\/"},"modified":"2026-01-10T19:25:10","modified_gmt":"2026-01-10T19:25:10","slug":"oel-giganten-stellen-sich-gegen-trumps-venezuela-plaene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/708438\/","title":{"rendered":"\u00d6l-Giganten stellen sich gegen Trumps Venezuela-Pl\u00e4ne"},"content":{"rendered":"<p>Die Einladung konnte niemand ausschlagen, zumal das <strong>Treffen<\/strong> live im TV lief: Am Freitag hatte US-Pr\u00e4sident<strong> Donald Trump<\/strong> die <strong>CEOs<\/strong> der 20 gr\u00f6\u00dften <strong>US-\u00d6lkonzerne<\/strong> ins <strong>Wei\u00dfe Haus<\/strong> gebeten, um ihnen seine W\u00fcnsche in Sachen Venezuela mitzuteilen. \u201eWir werden entscheiden, welche \u00d6lkonzerne zugelassen werden\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Was g\u00f6nnerhaft aussah, entwickelte sich dann aber eher zum Bumerang. Nach der Verhaftung von Machthaber Maduro hatte Trump angek\u00fcndigt, die venezolanische \u00d6lindustrie \u00fcbernehmen zu wollen. Nun wollen aber \u00d6lriesen wie etwa ExxonMobil, deren Anlagen vor Jahren in Venezuela beschlagnahmt worden waren, da nicht mitziehen. CEO Darren Woods sagte, man k\u00f6nne \u201ein dem Land nicht investieren\u201c, wenn sich die Gesetze nicht grundlegend \u00e4nderten.<\/p>\n<p>Auch von <strong>Sicherheitsgarantien<\/strong> der US-Regierung war die Rede \u2013 unter Maduros Vorg\u00e4nger Hugo Chavez waren viele US-\u00d6lgiganten enteignet und nie entsch\u00e4digt worden.<\/p>\n<p>Dass Exxon als gr\u00f6\u00dfte US-\u00d6lfirma Trump in den R\u00fccken f\u00e4llt, hat Gewicht. Der Konzern hat dessen Wahlkampagnen stets massiv unterst\u00fctzt, in seiner ersten Amtszeit machte der US-Pr\u00e4sident mit <strong>Rex Tillerson<\/strong> sogar einen ehemaligen Exxon-CEO zu seinem Au\u00dfenminister.<\/p>\n<p>Druck und Gegendruck<\/p>\n<p>Trump reagierte auf den Gegenwind darum mit Gegendruck: \u201eWenn Sie nicht mitmachen wollen, sagen Sie mir Bescheid, ich habe 25 Leute, die bereit w\u00e4ren, Ihren Platz einzunehmen\u201c, sagte Trump zu den Anwesenden.<\/p>\n<p>Das ist eine offene Drohung \u2013 und w\u00e4re nicht das erste Mal, das Trump sich in die Geschicke privater Firmen einmischt. Vergangenes Jahr befand er, der CEO von <strong>Intel<\/strong> sei zu China-freundlich. <strong>Lip-Bu Tan<\/strong>, geb\u00fcrtig aus Malaysia, kam zum Leviten-Lesen ins Wei\u00dfe Haus und gab sich reuig.<\/p>\n<p>    B\u00fcrger unzufrieden<\/p>\n<p>Denselben Ton schlug Trump zuletzt auch gegen\u00fcber der boomenden R\u00fcstungswirtschaft an, die er f\u00fcr ihre Dividendenaussch\u00fcttungen und \u201eexorbitanten\u201c Verg\u00fctungspakete f\u00fcr CEOs an den Pranger stellte. Auch diese Branche ist traditionell unter Trumps Gro\u00dfspendern.<\/p>\n<p>Der scharfe Ton gegen\u00fcber seinen wirtschaftlichen Verb\u00fcndeten mag daran liegen, dass die US-B\u00fcrger immer unzufriedener mit Trumps <strong>Wirtschaftspolitik<\/strong> werden; mit 36 Prozent liegt die Zustimmung auf dem tiefsten Wert seit 2020. Der Grund daf\u00fcr sind die massiv steigenden <strong>Preise<\/strong>, die das Leben vieler Amerikaner immer unleistbarer machen.<\/p>\n<p>Die \u00d6lausbeutung in Venezuela h\u00e4tte diese Spirale verlangsamen sollen, weil Trump mit dem Mehrertrag zumindest den \u00d6lpreis gering halten will. Da bei\u00dft sich die Katze aber in den Schwanz: Die \u00d6lgiganten wehren sich gerade deshalb gegen Investments, weil die sich mit geringen \u00d6lpreisen nicht rechnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Einladung konnte niemand ausschlagen, zumal das Treffen live im TV lief: Am Freitag hatte US-Pr\u00e4sident Donald Trump&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":708439,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,30,171,174,173,172],"class_list":{"0":"post-708438","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-germany","13":"tag-markets","14":"tag-maerkte","15":"tag-unternehmen","16":"tag-unternehmen-maerkte"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115872446827460180","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/708438","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=708438"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/708438\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/708439"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=708438"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=708438"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=708438"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}