{"id":708635,"date":"2026-01-10T21:26:16","date_gmt":"2026-01-10T21:26:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/708635\/"},"modified":"2026-01-10T21:26:16","modified_gmt":"2026-01-10T21:26:16","slug":"experte-ueber-trumps-neue-weltordnung-was-europa-und-die-schweiz-jetzt-tun-sollten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/708635\/","title":{"rendered":"Experte \u00fcber Trumps neue Weltordnung: Was Europa und die Schweiz jetzt tun sollten"},"content":{"rendered":"<p>  <img decoding=\"async\" class=\"m-image-and-caption__image lazyload\" alt=\"US-Pr\u00e4sident Donald Trump will ein neues Konzert der M\u00e4chte etablieren. Europa geh\u00f6rt nicht dazu.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/dc1229ca-0c6e-4c4b-a47b-6fb8faf5b810.jpeg\"  data-\/><\/p>\n<p>      US-Pr\u00e4sident Donald Trump will ein neues Konzert der M\u00e4chte etablieren. Europa geh\u00f6rt nicht dazu.<\/p>\n<p>        Evan Vucci\/AP\/dpa (Archivbild)\n      <\/p>\n<p class=\"a-paragraph a-paragraph--lead\" data-t-name=\"Paragraph\">F\u00fcr Donald Trump hat die alte Weltordnung ausgedient. Geht es nach ihm, sollen k\u00fcnftig nur noch wenige grosse M\u00e4chte das Sagen haben \u2013 Europa geh\u00f6rt nicht dazu. Was jetzt zu tun ist, erkl\u00e4rt ein Sicherheitsforscher.<\/p>\n<p>  Keine Zeit? blue News fasst f\u00fcr dich zusammen<\/p>\n<ul class=\"m-list m-list--content-list\">\n<li class=\"m-list__element\">In der neuen Weltordnung, wie sie sich Trump vorstellt, spielt Europa keine Rolle.<\/li>\n<li class=\"m-list__element\">Um k\u00fcnftig noch mitreden zu k\u00f6nnen, ist die EU laut dem Politologen Peter Neumann nicht das geeignete Werkzeug.<\/li>\n<li class=\"m-list__element\">Vielmehr m\u00fcssten die europ\u00e4ischen Mittelm\u00e4chte Deutschland, Frankreich und Grossbritannien enger kooperieren.<\/li>\n<li class=\"m-list__element\">Die Schweiz hingegen sei in einer \u00abguten Position\u00bb, da die Interessen der USA und anderer Grossm\u00e4chte hierzulande vertreten seien.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Der selbst ernannte Friedenspr\u00e4sident l\u00e4sst Maduro verhaften, greift nach Gr\u00f6nland und droht weiteren Staaten. In der neuen US-Sicherheitsstrategie wird zudem klar aufgezeigt, wie sich Donald Trump die k\u00fcnftige Weltordnung vorstellt. Europa hat darin keinen Platz.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">\u00abDie alte, regelbasierte Weltordnung zerf\u00e4llt und es bildet sich etwas Neues\u00bb, sagt Sicherheitsforscher Peter Neumann, Professor am King&#8217;s College London, im Interview mit <a target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" href=\"https:\/\/www.aargauerzeitung.ch\/international\/sicherheitsexperte-peter-neumann-ueber-trumps-gefaehrliches-spiel-ld.4101921\">\u00abCH Media\u00bb<\/a>. Es sei \u00abzweifellos so, dass Donald Trump und vielleicht auch wenige andere Grossm\u00e4chte die Geschicke der Welt bestimmen wollen\u00bb, erkl\u00e4rt der Politikwissenschaftler.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Trump wolle demnach \u00abwie im 19. Jahrhundert\u00bb die Welt mit einigen anderen grossen M\u00e4chten in Einflusssph\u00e4ren aufteilen und ein \u00abKonzert der grossen M\u00e4chte\u00bb schaffen. Das Problem aus europ\u00e4ischer Sicht sei, dass f\u00fcr Donald Trump Europa dort eben nicht mitspielt. \u00abIm schlechtesten Fall sieht er Europa als Gegner oder Verhandlungsmasse f\u00fcr seine Deals mit anderen\u00bb, sagt Neumann.<\/p>\n<p>Zusammenschluss der Mittelm\u00e4chte<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Was also bleibt f\u00fcr den alten Kontinent? Zun\u00e4chst brauche es \u00abdringend eine Strategie\u00bb. Neumann zufolge m\u00fcssten Europas Mittelm\u00e4chte viel enger zusammenarbeiten, um Trump die Stirn zu bieten.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Doch die EU sei nicht das Format, das daf\u00fcr richtig ist, sagt Neumann. \u00abDeswegen ist ein Zusammenschluss der Mittelm\u00e4chte\u00a0\u2013 Frankreich, Deutschland und Grossbritannien\u00a0\u2013 jetzt notwendig.\u00bb<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Die Schweiz hingegen sei \u00abnach wie vor in einer relativ guten Position\u00bb, da Interessen Amerikas und anderer Grossm\u00e4chte auch hierzulande vertreten seien. \u00abDeswegen tritt man an die Schweiz noch mal anders heran als an andere europ\u00e4ische Staaten\u00bb, erkl\u00e4rt der Sicherheitsforscher.\u00a0<\/p>\n<p>Was passiert mit Gr\u00f6nland?<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Trump hat zuletzt immer wieder deutlich gemacht, dass er die zu D\u00e4nemark geh\u00f6rende Insel Gr\u00f6nland um jeden Preis haben will. Kommt es also zu einer Annexion? F\u00fcr Neumann werde es \u00abdarauf hinauslaufen, dass sie ein Abkommen mit Gr\u00f6nland unterzeichnen, das den Amerikanern weitgehende Rechte \u00fcber die Insel gibt\u00bb.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Europa sollte laut dem Politologen nun auf das Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker pochen. Ein m\u00f6gliches Abkommen m\u00fcsse also \u00abvon der gr\u00f6nl\u00e4ndischen Bev\u00f6lkerung angenommen werden\u00bb, so Neumann. Sollte sie dies nicht tun, m\u00fcsse sich Europa dem entgegenstellen. Und sollte es zu einem milit\u00e4rischen Konflikt kommen, w\u00e4re die Nato am Ende.\u00ab Es w\u00e4re ein Super-GAU sicherheitspolitischer Art\u00bb, sagt Neumann.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Nach Venezuela hat Donald Trump nun auch andere Staaten ins Visier genommen. \u00abDie treibende Kraft bei dem Ganzen ist nicht unbedingt Trump, sondern sein Aussenminister und nationaler Sicherheitsberater Marco Rubio\u00bb, sagt Neumann und f\u00fcgt hinzu: \u00abIch glaube, der n\u00e4chste Stopp ist Kuba.\u00bb Der Staat sei \u00abim Hinblick auf die Regierung noch kaputter als Venezuela\u00bb.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Vor allem f\u00fcr Marco Rubio, aber auch f\u00fcr Trump, w\u00e4re es eine Art Kr\u00f6nung, dort einen Wechsel herbeizuf\u00fchren. Schliesslich h\u00e4tten es mehrere Vorg\u00e4ngerregierungen nicht geschafft, einen Machtwechseln in Kuba zu erzwingen.<\/p>\n<p>\u00abWenn wir das nicht machen, stehen wir auf der Speisekarte\u00bb<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">Trumps neue Geopolitik h\u00e4lt jedenfalls f\u00fcr Europa \u00abwenig Gutes\u00bb bereit. \u00abWir sehen das Entstehen einer Weltordnung, die weniger westlich, weniger europ\u00e4isch und weniger demokratisch ist\u00bb, sagt Neumann. \u00abWir m\u00fcssen uns sehr schnell \u00fcberlegen, wie wir bei der Gestaltung dieser neuen Weltordnung \u00fcberhaupt noch mitreden k\u00f6nnen.\u00bb Neben den genannten Mittelm\u00e4chten Deutschland, Frankreich und Grossbritannien m\u00fcsse Europa auch \u00abmit anderen Mittelm\u00e4chten wie Kanada, Australien oder S\u00fcdkorea enger kooperieren\u00bb.<\/p>\n<p class=\"a-paragraph\" data-t-name=\"Paragraph\">F\u00fcr den Forscher sind diese Allianzen essentiell: \u00abWenn wir das nicht machen, sitzen wir nicht mit den Grossm\u00e4chten am Tisch, sondern stehen auf der Speisekarte.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"US-Pr\u00e4sident Donald Trump will ein neues Konzert der M\u00e4chte etablieren. 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