{"id":709343,"date":"2026-01-11T04:49:23","date_gmt":"2026-01-11T04:49:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/709343\/"},"modified":"2026-01-11T04:49:23","modified_gmt":"2026-01-11T04:49:23","slug":"mayer-junior-in-bremen-die-aelteste-schokokuss-firma-deutschlands","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/709343\/","title":{"rendered":"Mayer Junior in Bremen: Die \u00e4lteste Schokokuss-Firma Deutschlands"},"content":{"rendered":"<ul>\n<li>Mayer Junior in Bremen ist die \u00e4lteste Schokokuss-Manufaktur Deutschlands und produziert nach traditionellem Rezept und mit nat\u00fcrlichen Zutaten.<\/li>\n<li>Das Unternehmen existiert seit etwa 1920, wird familiengef\u00fchrt in der vierten und f\u00fcnften Generation, und setzt auf Handwerk und lokale Vermarktung.<\/li>\n<li>Die Produktion erfolgt saisonal: Im Sommer werden andere S\u00fc\u00dfwaren hergestellt, ab September l\u00e4uft die Schaumkuss-Produktion mit bis zu sieben Mitarbeitenden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>            Mehr anzeigen<br \/>\n            Weniger anzeigen<\/p>\n<p>In Bremen steht die wohl \u00e4lteste Schokokuss-Firma ganz Deutschlands. Das musste einmal gesagt werden, denn im Unternehmen selbst wird um den Superlativ keinerlei Gewese gemacht. Bei Mayer Junior wird die Schaumschl\u00e4gerei einzig von Berufs wegen betrieben. Produziert wird wie anno dazumal: in kleinen Mengen, nach \u00fcberliefertem Rezept, mit einer \u00fcbersichtlichen Zutatenliste und k\u00fcrzesten Lieferwegen zu den Verkaufsstellen. Und fr\u00fcher wie heute trifft das genau den Geschmack der Kundschaft, die f\u00fcr die original Bremer K\u00fcsse durchweg Topnoten vergibt.<\/p>\n<p>Schwarz auf wei\u00df nachzulesen zum Beispiel in den Online-Rezensionen: &#8222;Einfach nur die Besten!&#8220; und &#8222;Unvergleichlich gut!&#8220; steht da zum Beispiel. &#8222;Ich bin froh, in Bremen zu wohnen, denn es gibt keine besseren Schokok\u00fcsse&#8220;, schw\u00e4rmt ein Fan. Unwiderstehlich sind die Bremer Naschereien aber auch f\u00fcr die ausw\u00e4rtige Kundin, die schreibt, dass sie auf dem Weg in den Norden regelm\u00e4\u00dfig einen Zwischenstopp einlege, um sich mit Nachschub einzudecken. <\/p>\n<p>Der Schlenker f\u00fchrt sie an die Rablinghauser Landstra\u00dfe 30, zu einem unauff\u00e4lligen Haus, an dem man leicht vorbeifahren k\u00f6nnte, st\u00fcnde da nicht der Firmenname in roten Lettern auf der Klinkerfassade. Das war fr\u00fcher einmal ein Bauernhof, erz\u00e4hlt Arnold Mayer, der uns die T\u00fcr ge\u00f6ffnet hat und gemeinsam mit seinem Vater, ebenfalls Arnold mit Vornamen, das Unternehmen in vierter und f\u00fcnfter Generation leitet.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Vater Arnold Mayer und Sohn Arnold Mayer leiten das Unternehmen in vierter und f\u00fcnfter Generation.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Landscapeschokok-sse-von-mayer-junior-made-in-bremen.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Vater Arnold Mayer und Sohn Arnold Mayer leiten das Unternehmen in vierter und f\u00fcnfter Generation.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     Christina Kuhaupt <\/p>\n<p>Die Urzelle lag an der Sedanstra\u00dfe 115, wo sein Ur-Ur-Gro\u00dfvater Wilhelm um 1920 mit der Produktion seiner damals &#8222;Mohrenk\u00f6pfe&#8220; genannten S\u00fc\u00dfigkeit begann. Der Konditor, der aus dem Schw\u00e4bischen nach Bremen gezogen war, soll die Idee dazu aus seinen Lehr- und Wanderjahren mitgebracht haben, erz\u00e4hlt man sich in der Familie \u2013 abgeschaut vielleicht von Patissiers aus Frankreich, wo die Kreation aus Baiserschaum mit Schokoladenguss schon im 19. Jahrhundert en vogue gewesen sein soll. Fest steht: Er war ein Pionier. Ein \u00e4lterer Schaumkuss-Produzent wurde hierzulande bislang nicht gefunden, der Platzhirsch in den Superm\u00e4rkten ist um Jahrzehnte j\u00fcnger.<\/p>\n<p>Maschinerie stammt noch vom Gro\u00dfvater<\/p>\n<p>Der Sohn des Gr\u00fcndervaters, wir nennen ihn der Einfachheit halber einmal Arnold I., verlegte den Standort in die Kleine Johannisstra\u00dfe. Sein Sohn, Arnold II., zog mit Firma und Familie nach Ende des Zweiten Weltkriegs von der Neustadt nach Rablinghausen und richtete dort die Werkshalle ein, die bis heute fast unver\u00e4ndert geblieben ist. Die nostalgische Maschinerie habe der Gro\u00dfvater einst gebraucht von einem Schokoladenhersteller erstanden, erz\u00e4hlt der Enkel. Bislang gab es keinerlei Grund, sie auszumustern. &#8222;Das ist noch richtig gutes Handwerk&#8220;, lobt der 36-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p>Die Bremer K\u00fcsse haben eine etwas festere, knackigere Schicht an hochprozentiger dunkler Schokolade. Der cremige Schaum, der auf der Zunge zergeht, ist weniger papps\u00fc\u00df als die Kollegen aus dem Supermarkt. Au\u00dferdem m\u00f6chten sie schneller gegessen werden \u2013 sp\u00e4testens innerhalb von zehn Tagen, erkl\u00e4rt der B\u00e4ckermeister. Was wochenlang im Regal ausharren kann, kommt nicht ohne Konservierungsstoffe und andere k\u00fcnstliche Zus\u00e4tze aus. &#8222;Bei uns ist alles nat\u00fcrlich&#8220;, sagt er. &#8222;Daf\u00fcr k\u00f6nnen wir Qualit\u00e4t und Frische garantieren.&#8220;<\/p>\n<p>Das kurze Leben eines Schokokusses beginnt hier morgens zwischen vier und f\u00fcnf Uhr, wenn die erste Portion Zucker aufgekocht ist, mit Kristalleiwei\u00df aufgeschlagen wird und sich mit dem pflanzlichen Stabilisator Agar-Agar zu einem luftig-weichen Schaum verbunden hat. Die wei\u00dfen Wolken werden dann in den Trichter der Dressiermaschine gef\u00fcllt, die sie in gleichm\u00e4\u00dfigen H\u00e4ubchen auf die kleinen Waffeln bef\u00f6rdert. Nach einer Schokoladendusche f\u00fchrt ihr Weg in den K\u00fchltunnel. Dahinter warten schon die behandschuhten H\u00e4nde der Mitarbeiterinnen, die die frischen Schokok\u00fcsse behutsam in die vorbereiteten Kartons f\u00fcllen. <\/p>\n<p>Auf dem Garagenhof wird dann der Fahrer stehen, der die Kartons an die Kundschaft ausliefert \u2013 fast ausschlie\u00dflich Bremer <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/baeckerei-q274393\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">B\u00e4ckerei<\/a>en, wo die Schokok\u00fcsse einzeln verkauft werden. Reichlich Kartons mit dem Slogan &#8222;Home of the Schokokuss&#8220; werden aber auch f\u00fcr den Werksverkauf gepackt, denn schon um halb sieben in der Fr\u00fch k\u00f6nnen die ersten Kunden vor der T\u00fcr stehen, die sich zum Beispiel f\u00fcr den Geburtstag, die Betriebsfeier oder pers\u00f6nliche Gel\u00fcste eindecken. Was sie alle gemeinsam haben: &#8222;Hierher kommt jeder mit einem L\u00e4cheln&#8220;, sagt Mayer-Junior.<\/p>\n<p>Im Sommer gibt&#8217;s Betriebsurlaub<\/p>\n<p>Wie viele Exemplare hier pro Tag vom Band laufen, mag er nicht verraten, das wechsle ja auch saisonal. Im Sommer ist es den Schokok\u00fcssen zu warm, das sind die Wochen, in denen sich die Firma auf die Produktion von Pfefferminzkissen, Marzipan, Kokosstangen und Pralinen konzentriert und den Betriebsurlaub einlegt. Wie viele B\u00e4ckereien beliefert werden? &#8222;Sind schon paar mehr&#8220;, sagt er. \u00dcberhaupt sei es bemerkenswert, dass in Bremer B\u00e4ckereigesch\u00e4ften Platz f\u00fcr die Schokok\u00fcsse von Mayer Junior gemacht werde. &#8222;F\u00fcr die Kunden geh\u00f6ren wir dazu. Das freut uns nat\u00fcrlich&#8220;, sagt Arnold Mayer.<\/p>\n<p>Wenn die kleine Schaumkussfabrik ab September auf Hochtouren l\u00e4uft, arbeiten hier maximal sieben Menschen, darunter Vater Arnold und Mutter Petra Mayer, die \u00fcber der Werkhalle wohnen. Die Gro\u00dfeltern Arnold und Anneliese, 87 und 88 Jahre alt, leben in Blickweite, und auch die f\u00fcnfte Generation wohnt nur ein paar Schritte entfernt. Lust, zu expandieren, das Sortiment um trendige Neuheiten auszuweiten oder den Betrieb gar zu verkaufen, gab es hier nie. &#8222;Das bleibt alles bei uns. Daf\u00fcr lieben wir diese Arbeit zu doll&#8220;, betont Arnold Mayer. &#8222;Solange wir das gut hinbekommen, wollen wir klein und fein bleiben.&#8220; Mit der Tradition gebrochen hat er nur in einer Hinsicht: Der n\u00e4chste potenzielle Mayer Junior wurde nicht mehr auf den Vornamen Arnold getauft. Wie die vier Generationen vor ihm w\u00e4chst auch Sohn Felix, der Gl\u00fcckliche, im &#8222;Home of the Schokokuss&#8220; auf. Gutes Omen f\u00fcr die dynastische Nachfolge, so der stolze Papa: Der Vierj\u00e4hrige sei schon jetzt &#8222;Feuer und Flamme, wenn er mithelfen darf.&#8220;<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc840n3ou5oo7n2px92vr\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mayer Junior in Bremen ist die \u00e4lteste Schokokuss-Manufaktur Deutschlands und produziert nach traditionellem Rezept und mit nat\u00fcrlichen Zutaten.&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":709344,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-709343","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115874664529229206","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/709343","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=709343"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/709343\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/709344"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=709343"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=709343"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=709343"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}