{"id":709838,"date":"2026-01-11T09:52:15","date_gmt":"2026-01-11T09:52:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/709838\/"},"modified":"2026-01-11T09:52:15","modified_gmt":"2026-01-11T09:52:15","slug":"wiesbaden-erinnert-mit-vielen-veranstaltungen-an-opfer-des-ns-regimes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/709838\/","title":{"rendered":"Wiesbaden erinnert mit vielen Veranstaltungen an Opfer des NS-Regimes"},"content":{"rendered":"<p>Der 27. Januar ist der internationale Gedenktag f\u00fcr die Opfer des Nationalsozialismus und markiert den Tag der Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz im Jahr 1945. Wie die Stadt mitteilt, erinnert Wiesbaden bereits seit 1998 mit der Reihe \u201eErinnern an die Opfer\u201c auf an die Verbrechen des NS-Regimes.<\/p>\n<p>Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am Dienstag, 27. Januar, um 19 Uhr im Kulturforum Wiesbaden statt. Dort werden der Stadtverordnetenvorsteher Dr. Gerhard Obermayr und Oberb\u00fcrgermeister Gert-Uwe Mende sprechen. Im Anschluss gestalten Studenten der Wiesbadener Musikakademie ein Gedenkkonzert. Dabei r\u00fccken sie K\u00fcnstler in den Fokus, deren Werke von den Nationalsozialisten als sogenannte \u201eentartete Kunst\u201c verfemt und verboten wurden. Dies betraf alle Kunstwerke und kulturellen Str\u00f6mungen, die nicht der Ideologie des NS-Regimes entsprachen, sowie die Werke j\u00fcdischer K\u00fcnstler.<\/p>\n<p>\u201eKultur ist entscheidend f\u00fcr eine lebendige Demokratie\u201c<\/p>\n<p>Kulturdezernent Dr. Hendrik Schmehl sagt. \u201eMit dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 wurden alle unerw\u00fcnschten K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler gewaltsam aus \u00f6ffentlichen \u00c4mtern entfernt\u201c, erkl\u00e4rt er. Juden und politische Gegner seien mit Berufsverboten belegt worden. Diese \u201eVernichtung von Kunst und Kultur\u201c habe alle Sparten betroffen. \u201eUmso wichtiger ist es, an sie, das an ihnen ver\u00fcbte Unrecht und die reichhaltige Kunstszene vor 1933 zu erinnern. Denn Kultur ist als Raum f\u00fcr kritischen Diskurs ganz entscheidend f\u00fcr eine lebendige, demokratische Gesellschaft\u201c, so Schmehl.<\/p>\n<p>Die Veranstaltungsreihe wird vom Kulturamt gemeinsam mit zahlreichen Wiesbadener Vereinen und Institutionen getragen, die in der Gedenk- und Bildungsarbeit aktiv sind. Erstmals gibt es in diesem Jahr auch Veranstaltungen auf Anfrage. Zudem macht schon vor der offiziellen Er\u00f6ffnung die Ausstellung \u201eRechter Terror in Hessen\u201c im Rathausfoyer auf das Thema aufmerksam.<\/p>\n<p>Vielf\u00e4ltiges Programm von Vortr\u00e4gen bis zu Ausstellungen<\/p>\n<p>Die Reihe startet bereits am Montag, 19. Januar, in der J\u00fcdischen Gemeinde Wiesbaden mit einem Vortrag \u00fcber das Leben der Auschwitz-\u00dcberlebenden Anna Kaletska. Das weitere Programm ist breit gef\u00e4chert und umfasst unter anderem Filmvorf\u00fchrungen im Murnau-Filmtheater, Diskussionen \u00fcber den Umgang mit belasteter Kunst in Kirchen und Gedenkkonzerte.<\/p>\n<p>Das Stadtmuseum am Markt l\u00e4dt zu erinnerungskulturellen Rundg\u00e4ngen ein, w\u00e4hrend das Staatstheater an den Wiesbadener Komponisten Heinz Lewin erinnert. Weitere Veranstaltungen beleuchten die Schicksale einzelner Personen wie des Richters Dr. Wilhelm Dreyer oder den Widerstand der Zeugen Jehovas. Eine Ausstellung im Kunsthaus widmet sich ab dem 11. Februar den als homosexuell verfolgten H\u00e4ftlingen in Konzentrationslagern. Den Abschluss der Reihe bildet ein Abend \u00fcber die Dichterin Masha Kal\u00e9ko in der J\u00fcdischen Gemeinde.<\/p>\n<p>Alle Informationen und das vollst\u00e4ndige Programm finden sich unter <a href=\"https:\/\/www.wiesbaden.de\/erinnern\" title=\"\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">www.wiesbaden.de\/erinnern<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der 27. 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