{"id":710208,"date":"2026-01-11T13:33:53","date_gmt":"2026-01-11T13:33:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/710208\/"},"modified":"2026-01-11T13:33:53","modified_gmt":"2026-01-11T13:33:53","slug":"wie-katastrophenschuetzer-im-landkreis-muenchen-sich-fuer-den-ernstfall-wappnen-landkreis-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/710208\/","title":{"rendered":"Wie Katastrophensch\u00fctzer im Landkreis M\u00fcnchen sich f\u00fcr den Ernstfall wappnen &#8211; Landkreis M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Beim Treffen mit dem 43-J\u00e4hrigen in der BRK-Station an der Schulstra\u00dfe in M\u00fcnchen-Neuhausen stellt sich gleich ein gutes Gef\u00fchl ein: Da kennt sich einer offenbar aus, da ist einer gut organisiert. \u201eDas Auto hab&#8216; ich schon auf <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Katastrophenschutz\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Katastrophenschutz<\/a> umgebaut\u201c, sagt Julian Kerth. So nach dem Motto: Wenn der Katastrophenschutzbeauftragte alles im Griff hat, kann nicht mehr viel passieren. Aber weit gefehlt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Denn Julian Kerth und viele Mitstreiter in anderen Rettungsorganisationen von der Feuerwehr bis \u00fcber Malteser, Johanniter und dem Technischen Hilfswerk besch\u00e4ftigen sich mit Szenarien, die selbst Profis nicht einfach so bew\u00e4ltigen k\u00f6nnen. Sp\u00e4testens seit dem Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine im Februar 2022 steht der Bev\u00f6lkerungsschutz auf der Tagesordnung. Es geht dabei um Katastrophenschutz und um Zivilschutz, was \u00e4hnlich klingt, doch in der jeweiligen Dramatik ganz unterschiedliche Dinge beschreibt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ein gro\u00dffl\u00e4chiger Stromausfall wie in Berlin k\u00f6nnte Anlass sein, dass etwa der M\u00fcnchner Landrat den Katastrophenfall ausruft. Staatliche Beh\u00f6rden auf Ebene des Freistaats schalten dann in den Krisenmodus, damit Menschen und Sachg\u00fcter gesch\u00fctzt werden. Beim Zivilschutz \u00fcbernimmt der Bund das Kommando.\u00a0 Dann geht es tats\u00e4chlich um kriegsbedingte Gefahren. Auf beides bereiten sich Beh\u00f6rden sowie Rettungsorganisationen vor.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/96ce4080-e91d-453f-90f0-58ee65a348b0.jpg\"   alt=\"Im Katastrophenfall finden zwei Personen im Wagen Platz.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Im Katastrophenfall finden zwei Personen im Wagen Platz. (Foto: Robert Haas)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ganz egal, mit wem man spricht, betonen die Verantwortlichen nach kurzer Zeit, dass angesichts der dann drohenden Herausforderungen jeder Verantwortung \u00fcbernehmen muss. Die Bev\u00f6lkerung muss \u201eunbedingt in die Planungen miteinbezogen werden\u201c, sagt Kerth. Die M\u00f6glichkeiten des BRK oder anderer Organisationen seien begrenzt. \u201eIn diesem Fall werden wir uns als Katastrophensch\u00fctzer auf die Menschen konzentrieren, die auf Hilfe angewiesen sind.\u201c Also Verletzte, Menschen in existenzieller Not, oder Alte und Schwache. Alle anderen m\u00fcssten sich selbst vorsorgen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das hei\u00dft: Das Rettungsfahrzeug, das vom Freistaat f\u00fcr den Katastrophenschutz angeschafft wurde, und das Julian Kerth schnell f\u00fcr solche Gro\u00dflagen umgebaut hat, ist schlicht daf\u00fcr da, Verletzte zu versorgen und etwa in eine Klinik zu bringen. Der Umbau bedeutet, dass Kerth eine zweite Liege einbaut, damit statt einem zwei Personen transportiert werden k\u00f6nnen.\u00a0 Das sei fordernd, das kriege man hin. Aber breit angelegte Hilfe f\u00fcr alle? Das kann keiner leisten. Das zeigt gerade der Stromausfall \u00fcber viele Stunden und Tage in Berlin. Pl\u00f6tzlich stellen sich grunds\u00e4tzliche Fragen: Wie robust ist die Gesellschaft? Wie gut kommt jeder einzelne mit Krisen zurecht?<\/p>\n<p>F\u00fcr Haushalte gibt es eine Checkliste<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gerade erst hat das\u00a0Bundesamt f\u00fcr Bev\u00f6lkerungsschutz und Katastrophenhilfe eine \u00fcberarbeitete, abgespeckte 40-seitige <a href=\"https:\/\/www.bbk.bund.de\/DE\/Warnung-Vorsorge\/Vorsorge\/Ratgeber-Checkliste\/ratgeber-checkliste_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Brosch\u00fcre \u201eVorsorgen f\u00fcr Krisen und Katastrophen\u201c<\/a> aufgelegt, mit dreiseitiger Checkliste f\u00fcr die wichtigsten Dinge, die jeder Haushalt zu Hause haben sollte. Der BRK-Retter Julian Kerth hat das meiste davon umgesetzt. Er ist nicht nur Katastrophenschutzbeauftragter, sondern auch Familienvater mit Kindern. \u201e90 Prozent der Checkliste\u201c, sagt er, habe er abgearbeitet. \u201eMit meiner Speisekammer kommt meine Familie locker zwei Wochen zurecht\u201c, sagt er.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Unabh\u00e4ngig davon arbeitet im M\u00fcnchner Landratsamt am Mariahilfplatz Kreisbrandrat Harald Stoiber an Einsatzkonzepten f\u00fcr Krisenf\u00e4lle. In Thomas Lang hat er einen Mitarbeiter an der Seite, der vorrangig die zivile Verteidigung im Blick hat und mit Stoiber durchexerziert, wie je nach Notlage unterschiedliche F\u00fchrungsst\u00e4be aktiviert werden. Es gehe um klare Abl\u00e4ufe und darum, schnelle, zuverl\u00e4ssige Kommunikation sicherzustellen, sagt Lang, damit Helfer vom BRK oder von der Feuerwehr dirigiert werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/26cc8700-7fba-4e5e-b7f1-423eb931989c.jpg\"   alt=\"Ein Stromausfall wie in Berlin zieht viele Folgen nach sich.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Ein Stromausfall wie in Berlin zieht viele Folgen nach sich. (Foto: Omer Messinger\/Getty Images)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr die Ausrufung eines Katastrophenfalls gibt es klare Kriterien. Lang sagt, es m\u00fcsse eine massive Notlage vorliegen: also mit einer gro\u00dffl\u00e4chigen Betroffenheit, einer hohen Zahl an gef\u00e4hrdeten Menschen und hohen Sachwerten. Dann m\u00fcssten viele Einsatzkr\u00e4fte vieler Organisationen mobilisiert und effektiv eingesetzt werden. Der Hagelsturm im Jahr 1984, bei dem Teile des M\u00fcnchner Umlands regelrecht verw\u00fcstet wurden, war solch ein Fall.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Zugungl\u00fcck im Februar 2022, als bei Ebenhausen-Sch\u00e4ftlarn zwei S-Bahnen frontal zusammenstie\u00dfen, blieb unter dieser Schwelle, trotz aller Dramatik.\u00a0 1100 Einsatzkr\u00e4fte waren beteiligt, mit mehr als 300 Fahrzeugen. Dieser Gro\u00dfeinsatz zeigte Grenzen auf. Die Kreisbrandinspektion analysierte hinterher, der Digitalfunk sei phasenweise \u00fcberlastet gewesen. Es sei schwierig gewesen, die Helfer der vielen Rettungsorganisationen koordiniert einzusetzen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Anders als bei zeitlich begrenzten, lokalen Ungl\u00fccken gilt es, im Katastrophen- oder gar im Zivilschutzfall rund um die Uhr f\u00fcr unbegrenzte Zeit Bereitschaften zu organisieren. Auch der Kommunikationsstab im Landratsamt ist einbezogen. Wichtig sei, schnell, zuverl\u00e4ssig und vor allem mit gesicherten Informationen die Menschen zu erreichen, sagt Pressesprecherin Christine Spiegel. Man m\u00fcsse mit Desinformationskampagnen rechnen oder mit Falschinformationen, die sich wie ein Lauffeuer verbreiteten. In Berlin sind dieser Tage Fahrzeuge mit Lautsprechern durch die Stra\u00dfen gefahren. Das Landratsamt M\u00fcnchen bereitet sich darauf vor, mit Flugbl\u00e4ttern oder per Radio die Menschen zu erreichen; wobei letzteres ohne Strom schwierig wird.<\/p>\n<p>Qualifikation als \u201eMaster of Disaster\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">BRK-Helfer Julian Kerth hat als Jugendlicher zum Sanit\u00e4tsdienst gefunden. Als studierter Ingenieur setzte er ein Masterstudium in Katastrophenvorsorge und Katastrophenmanagement an der Universit\u00e4t Bonn drauf und arbeitet heute im Eisenbahnbundesamt nahe dem Hauptbahnhof, wo er f\u00fcr die kritische Bahninfrastruktur zust\u00e4ndig ist. Die Bezeichnung \u201eMaster of Disaster\u201c nimmt er keinem \u00fcbel und bringt sich als Leiter der Bereitschaft Nord 2 in Schwabing-Milbertshofen an der BRK-Basis ein. In der BRK-Stube im ersten Stock erz\u00e4hlt er, wie sich die Aufgaben in j\u00fcngster Zeit multipliziert h\u00e4tten. Unvergessen seien die Eins\u00e4tze bei der Versorgung der Fl\u00fcchtlinge im Herbst 2015. Erst k\u00fcrzlich habe man in Moosach bei der Entsch\u00e4rfung einer Weltkriegsbombe Zelte aufgestellt und warmes Essen bereitet.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/3eac257b-613a-4212-9f86-b079583ceb11.jpg\"   alt=\"Ein Foto im Aufenthaltsraum der BRK-Station an der Schulstra\u00dfe in Neuhausen zeigt die Fahrzeugflotte im Jahr 1995.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Ein Foto im Aufenthaltsraum der BRK-Station an der Schulstra\u00dfe in Neuhausen zeigt die Fahrzeugflotte im Jahr 1995. (Foto: Robert Haas)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">An der holzget\u00e4felten Wand im Aufenthaltsraum des BRK-Heims h\u00e4ngt ein Foto mit Einsatzfahrzeugen aus dem Jahr 1995. \u201eKatastrophenschutz\u201c steht dar\u00fcber. Bald darauf habe man begonnen, erz\u00e4hlt Kerth, im Glauben an einen lange w\u00e4hrenden Frieden einen Teil der Einheiten abzubauen. Die orangefarbenen Fahrzeuge der F\u00fchrungsebene, sagt Kerth, gebe es heute nicht mehr. Als der Katastrophen- und Zivilschutz wieder an Bedeutung gewonnen habe, habe das die Organisationen erst mal \u201e\u00fcberfahren\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Es gehe um neue Anforderungen, wie etwa m\u00f6gliche Eins\u00e4tze \u00fcber einen l\u00e4ngeren, im Grunde \u201eunbegrenzten\u201c Zeitraum hin. Das erfordere mehr Ger\u00e4t, mehr Schulungen. Die Ehrenamtlichen bek\u00e4men daf\u00fcr nicht unbedingt frei und absolvierten diese in ihrer Freizeit. \u201eWas wir brauchen, ist eine ordentliche Freistellungsregelung.\u201c Der weit \u00fcberwiegende Teil des Rettungsnetzes ist durch ehrenamtliche Kr\u00e4fte gekn\u00fcpft. Selbst f\u00fcr seine Arbeit in der verantwortungsvollen Leitungsposition erhalte er kein Geld, sagt Kerth.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das R\u00fcckgrat des Bev\u00f6lkerungsschutzes im Landkreis M\u00fcnchen bilden 54 Freiwillige Feuerwehren sowie Betriebs- und Werksfeuerwehren. 4100 Einsatzkr\u00e4fte stehen dort bereit, dazu das Personal des Technischen Hilfswerks und von Organisationen wie dem BRK in elf Rettungswachen. Im Sommer 2025 stellten sich all die Einheiten erstmals in Taufkirchen bei einem \u00f6ffentlichen Katastrophenschutztag der Bev\u00f6lkerung vor. Bei der bisher gr\u00f6\u00dften Katastrophenschutz\u00fcbung mit mehr als 1000 Beteiligten probten die Kr\u00e4fte im Juli landkreisweit die Zusammenarbeit.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/847635a0-2fb3-4a44-9813-a449ad41cda5.jpg\"   alt=\"An 13 Standorten im Landkreis wurden modernisierte Sirenen installiert.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>An 13 Standorten im Landkreis wurden modernisierte Sirenen installiert. (Foto: Jens B\u00fcttner\/dpa)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Parallel bauen der Landkreis und die 29 Kommunen als untere Katastrophenschutzbeh\u00f6rden die Notfallvorsorge aus. An 13 Standorten wurden modernisierte Sirenen installiert. Warn-Apps wie \u201eNina\u201c und \u201eKatwarn\u201c wurden eingef\u00fchrt. Die Rath\u00e4user richteten auf ihren Gemeindegebieten sogenannte Leuchtt\u00fcrme ein, also zentrale Anlaufstellen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung, an denen zum Beispiel bei Stromausfall Informationen und Hilfe zu bekommen sind. Meist sind das die Feuerwehrh\u00e4user am Ort, an denen Notstromaggregate zur Verf\u00fcgung stehen. In Unterschlei\u00dfheim etwa ist die BRK-Wache ein solcher Leuchtturm, an dem man sein Handy laden lassen kann, wo im Notfall eine W\u00e4rmestube eingerichtet und warmes Essen ausgegeben wird.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Aus Sicht von Alexander von Obert aus Oberschlei\u00dfheim aber muss noch viel mehr passieren. Er hat mit Bernd Steinert als rein private Initiative die \u201eNotfall Vorsorge Beratung Schlei\u00dfheim\u201c (NVBS) ins Leben gerufen und fordert ein sch\u00e4rferes Krisenbewusstsein und mehr Informationen vom Rathaus. Von Panikmache will er nichts wissen. Er sei kein Prepper oder so was. \u201eIch will vor allem hier in Ruhe und Sicherheit leben\u201c, sagt Obert.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Obert ist Ingenieur, seit vielen Jahren in der Funkerszene aktiv und kennt sich beruflich mit Stromversorgungsnetzen aus. Ein Blackout, also ein l\u00e4ngerer gro\u00dffl\u00e4chiger Stromausfall ist f\u00fcr ihn der \u201egr\u00f6\u00dfte anzunehmende Notfall\u201c, weil er so vieles nach sich ziehe. Internet und Festnetz-Telefonie seien sofort ausgefallen, sagt er. Die meisten Gesch\u00e4fte und Tankstellen k\u00f6nnten ohne Strom nicht arbeiten und m\u00fcssten schlie\u00dfen. Mobilfunknetze br\u00e4chen innerhalb weniger Stunden zusammen, z\u00e4hlt er auf, die Wasserversorgung gerate in Gefahr. Ein Problem sei, dass Redundanzen in den Stromversorgungssystemen, die Sicherheit bei Ausf\u00e4llen b\u00f6ten, in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr abgebaut worden seien. Und vor allem J\u00fcngere seien schlecht informiert und w\u00fcssten gar nicht, was Alarmt\u00f6ne von Sirenen bedeuteten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/d01d602a-91ec-4e61-83b2-d9cb2ff6ec6c.jpg\"   alt=\"Bei der Katastrophenschutz\u00fcbung wurde ein Szenario mit einem Autounfall mit\u00a0 vielen Verletzten durchexerziert.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Bei der Katastrophenschutz\u00fcbung wurde ein Szenario mit einem Autounfall mit\u00a0 vielen Verletzten durchexerziert. (Foto: Paul Dittmann)<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Wasserwerk im Berglwald in Oberschlei\u00dfheim hat Obert mal besucht, sich schlau gemacht und sich gewundert, dass nur f\u00fcr wenige Tage Dieselreserven vorhanden seien. Nach h\u00e4ufigen Nachfragen sp\u00fcre er im Rathaus immerhin ein wachsendes Bewusstsein. Deutlich kritisiert Obert, dass aber bis dato nicht \u00f6ffentlich bekannt sei, wo sich die Leuchtt\u00fcrme in den Kommunen befinden. Letzteres bem\u00e4ngelt f\u00fcr alle Kommunen im Umland ebenso Julian Kerth.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bei alldem, warnt Kerth, d\u00fcrfe nicht vergessen werden, dass dies alles ehrenamtlich von den Leuten geleistet werde. Im Grunde, sagt er, k\u00f6nne er bei alldem Pflichtbewusstsein gar nicht sagen, wer alles bei einem Alarm \u00fcberhaupt zur Verf\u00fcgung stehe. Die BRKler h\u00e4tten Familie und einen Job. Dabei gehe es um wahrlich ernst zu nehmende Szenarien, bis hin zu einem m\u00f6glichen Kriegsfall mit Verletzten, die versorgt werden m\u00fcssten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kerth weist auf einen historisch bedingten Sonderfall des BRK hin. Henri Dunant habe das Rote Kreuz nach der blutigen Schlacht bei Solferino nahe dem Gardasee 1859 aus der Taufe gehoben. Daher r\u00fchre die Verpflichtung, im Kriegsfall dem Sanit\u00e4tsdienst der Bundeswehr unterst\u00fctzend zur Seite zu stehen. Auch auf solche Szenarien, mit verwundeten Soldaten bereite man sich \u201ekonzeptionell\u201c vor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Beim Treffen mit dem 43-J\u00e4hrigen in der BRK-Station an der Schulstra\u00dfe in M\u00fcnchen-Neuhausen stellt sich gleich ein gutes&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":710209,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,5668,2527,1268,2339,1974,3093,149],"class_list":{"0":"post-710208","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-muenchen","8":"tag-bayern","9":"tag-deutschland","10":"tag-germany","11":"tag-katastrophenschutz","12":"tag-landkreis-muenchen","13":"tag-muenchen","14":"tag-oberbayern","15":"tag-panorama","16":"tag-polizei-und-feuerwehr-in-muenchen","17":"tag-sueddeutsche-zeitung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115876729177957487","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710208","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=710208"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710208\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/710209"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=710208"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=710208"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=710208"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}