{"id":710247,"date":"2026-01-11T13:54:18","date_gmt":"2026-01-11T13:54:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/710247\/"},"modified":"2026-01-11T13:54:18","modified_gmt":"2026-01-11T13:54:18","slug":"treibhausgas-leck-der-firma-solvey-hat-politisches-nachspiel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/710247\/","title":{"rendered":"Treibhausgas-Leck der Firma &#8222;Solvey&#8220; hat politisches Nachspiel"},"content":{"rendered":"<p>Die Aff\u00e4re um den <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/heilbronn\/solvay-verdacht-leck-treibhausgas-bad-wimpfen-100.html\" class=\"link link-inline inline-link\" title=\"BUND fordert Ende des &quot;Emissions-Hotspots&quot; - Treibhausgas-Leck in Bad Wimpfen schon seit 2024 bekannt - Kritik an Chemiewerk und Beh\u00f6rden\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">m\u00f6glichen Austritt gewaltiger Mengen des extrem klimasch\u00e4dlichen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) in Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> hat ein politisches Nachspiel. Die mitregierende CDU hat nach SWR-Informationen eine Sondersitzung des Umweltausschusses des Landtags angesetzt, bei der Umweltministerin Thekla Walker (Gr\u00fcne) Rede und Antwort stehen soll &#8211; zum Umgang mit dem mutma\u00dflichen Leck in dem Chemiewerk der Firma Solvay in Bad Wimpfen (Kreis Heilbronn). Der Antrag zu der Sitzung am 20. Januar tr\u00e4gt den Titel: &#8222;Monatelanges Schweigen statt Transparenz: Umweltministerium missachtet beim SF6-Skandal die Interessen von Parlament und \u00d6ffentlichkeit.&#8220;<\/p>\n<p><img src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/1713429706401,bw-umweltministerin-walker-landtag-100~_v-16x9@2dS_-6be50a9c75559ca1aaf1d0b25bae287afd.jpeg\"   class=\"\" data-copyright=\"Foto: dpa Bildfunk, picture alliance\/dpa | Marijan Murat\" alt=\"Thekla Walker (Gr\u00fcne), Umweltministerin von Baden-W\u00fcrttemberg, spricht im Landtag von Baden-W\u00fcrttemberg in der Plenarsitzung.\" title=\"Thekla Walker (Gr\u00fcne), Umweltministerin von Baden-W\u00fcrttemberg, spricht im Landtag von Baden-W\u00fcrttemberg in der Plenarsitzung. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance\/dpa | Marijan Murat)\" width=\"320\" height=\"180\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p>BW-Umweltministerin Thekla Walker (Gr\u00fcne) wird in der Aff\u00e4re um das mutma\u00dfliche Treibhausgas-Leck scharf vom eigenen Koalitionspartner kritisiert.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.picture-alliance.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\ndpa Bildfunk<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><a rel=\"external nofollow\" class=\"link\" tabindex=\"-1\" itemprop=\"url\"><br \/>\npicture alliance\/dpa | Marijan Murat<br \/>\n<\/a><\/p>\n<p>CDU-Fraktionsvize spricht von &#8222;klimapolitischem Desaster&#8220;<\/p>\n<p>Der CDU-Fraktionsvize und Umweltexperte Raimund Haser sagte dem SWR, man nehme mit der Sitzung die parlamentarische Kontrollfunktion wahr. &#8222;SF6 ist eines der klimasch\u00e4dlichsten Gase \u00fcberhaupt &#8211; und wenn statt erlaubter 56 Kilogramm pl\u00f6tzlich bis zu 30 Tonnen pro Jahr emittiert werden, reden wir nicht \u00fcber eine Randnotiz, sondern \u00fcber ein klimapolitisches Desaster mit einer Wirkung wie Hunderttausende Tonnen CO2.&#8220; <\/p>\n<p>Kritik an Umweltministerin: Zu sp\u00e4t eingegriffen <\/p>\n<p>Gerade Baden-W\u00fcrttemberg, das sich sehr um Klimaschutz bem\u00fche, k\u00f6nne sich solche Abweichungen nicht leisten. Haser hielt Walker vor, zu sp\u00e4t eingegriffen zu haben: &#8222;Wenn zudem widerspr\u00fcchliche Angaben zwischen Betreiber, Beh\u00f6rden und unabh\u00e4ngiger Wissenschaft bestehen, darf sich politische Verantwortung nicht auf Abwarten oder Zust\u00e4ndigkeitsfragen beschr\u00e4nken.&#8220;<\/p>\n<p>Bei den Gr\u00fcnen ist von einem &#8222;uns\u00e4glichen Verhalten&#8220; der CDU die Rede &#8211; zwei Monate vor der Landtagswahl. Eine Sprecherin der Gr\u00fcnen-Fraktion sagte dem SWR, die baden-w\u00fcrttembergischen Beh\u00f6rden h\u00e4tten unverz\u00fcglich gehandelt und die notwendigen Ma\u00dfnahmen ergriffen. &#8222;In der Ausschusssitzung kann das gerne erl\u00e4utert werden, so dass die CDU-Irritationen ausger\u00e4umt werden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p>Das Umweltministerium reagierte zun\u00e4chst nicht auf die Kritik des Koalitionspartners und die Sondersitzung. <\/p>\n<p>Kritik an der Arbeit von Umweltministerin Thekla Walker kommt auch von der FDP. Deren Fraktionschef Hans-Ulrich R\u00fclke erkl\u00e4rte, die Vorw\u00fcrfe der CDU w\u00f6gen schwer. Walker h\u00e4tte bei diesen massiven \u00dcberschreitungen von Grenzwerten bei einem hoch klimawirksamen Gas den Vorgang sofort zur Chefsache machen m\u00fcssen, so R\u00fclke. &#8222;Offenbar hatte Walker andere Interessen und Priorit\u00e4ten&#8220;, sagte der FDP-Politiker. Viel zu oft lasse sich Walker im Umweltausschuss von ihrem Staatssekret\u00e4r vertreten. <\/p>\n<p>30 Tonnen statt 56 Kilogramm? Aufsichtsbeh\u00f6rden geraten unter Druck <\/p>\n<p>Hintergrund der Auseinandersetzung ist, dass das belgische Unternehmen Solvay f\u00fcr den Standort in\u00a0BW einen j\u00e4hrlichen Aussto\u00df von lediglich 56 Kilogramm SF6 angegeben hat. Doch Messungen der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt legen nahe, dass rund 30 Tonnen des weltweit klimasch\u00e4dlichsten Gases entwichen sein k\u00f6nnten. Das Regierungspr\u00e4sidium Stuttgart teilte nach einem entsprechenden Bericht von &#8222;<a href=\"https:\/\/www.zdfheute.de\/video\/frontal\/videos\/klimagas-sf6-baden-wuerttemberg-100.html\" class=\"link link-inline inline-link\" title=\"frontal Solvay\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer\" data-pjax=\"0\">ZDF frontal<\/a>&#8220; und <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/natur\/bad-wimpfen-weltweit-gefaehrlichstes-treibhausgas-ueber-sueddeutschland-nachgewiesen-a-0aefa4b5-ad37-44d4-a581-1e5a05d9eebd\" class=\"link link-inline inline-link\" title=\"Spiegel Solvay\" target=\"_blank\" rel=\"external noopener noreferrer\" data-pjax=\"0\">&#8222;Spiegel&#8220;<\/a> Anfang Dezember mit, eigene Untersuchungen h\u00e4tten &#8222;nahezu zweifelsfrei&#8220; ergeben, dass am Solvay-Standort in Bad Wimpfen deutlich mehr SF6 entweiche als angegeben. <\/p>\n<p>Land und Chemiekonzern einigen sich auf Testbetrieb mit Messungen<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngerem Hin und Her <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/heilbronn\/solvay-bad-wimpfen-regierungspraesidium-klage-vertrag-einigung-treibhausgas-100.html\" class=\"link link-inline inline-link\" title=\"Einigung auf Testbetrieb in Bad Wimpfen - Extrem klimasch\u00e4dliches Treibhausgas: Vertrag zwischen Land und Solvay\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">hatten sich das Land und der Konzern in einem Vertrag auf engmaschige Tests geeinigt<\/a>. In der Vereinbarung, die vorerst f\u00fcr f\u00fcnf Monate gilt, ist festgelegt, wie oft die Anlage maximal an- und abgefahren werden darf. Gleichzeitig m\u00fcsse Solvay die Emissionen w\u00f6chentlich durch eigene Messungen und monatlich \u00fcber ein externes Messinstitut nachweisen und die Werte dem Regierungspr\u00e4sidium vorlegen.<\/p>\n<p>Nach Angaben des Regierungspr\u00e4sidiums Stuttgart hat das Unternehmen bereits eine Minderung der Emissionen erreicht. Allerdings werde der Grenzwert bislang nicht in allen Betriebszust\u00e4nden eingehalten.\u00a0Um noch vorhandene Fehler zu finden, muss die Anlage betrieben werden. Eine Klage, die der Konzern Anfang Dezember vor dem Verwaltungsgericht Stuttgart eingereicht hatte, soll demnach ruhen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Aff\u00e4re um den m\u00f6glichen Austritt gewaltiger Mengen des extrem klimasch\u00e4dlichen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6) in Baden-W\u00fcrttemberg hat ein&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":710248,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[2],"tags":[29,30,13,14,15,12,10,8,9,11],"class_list":{"0":"post-710247","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-deutschland","8":"tag-deutschland","9":"tag-germany","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-top-news","15":"tag-top-meldungen","16":"tag-topmeldungen","17":"tag-topnews"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115876807657822160","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710247","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=710247"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710247\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/710248"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=710247"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=710247"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=710247"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}