{"id":710686,"date":"2026-01-11T18:05:17","date_gmt":"2026-01-11T18:05:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/710686\/"},"modified":"2026-01-11T18:05:17","modified_gmt":"2026-01-11T18:05:17","slug":"proteste-in-iran-trump-erwaegt-ein-us-eingreifen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/710686\/","title":{"rendered":"Proteste in Iran: Trump erw\u00e4gt ein US-Eingreifen"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Stunden nachdem der amerikanische Pr\u00e4sident zu Jahresbeginn auf seinem Online-Kanal verbreitet hatte, die Vereinigten Staaten w\u00fcrden den Demonstranten in Iran zur Hilfe kommen, wenn das Regime in Teheran friedliche Leute t\u00f6te, wurde das Szenario in Washington von einer anderen Milit\u00e4raktion aus den Schlagzeilen verdr\u00e4ngt. Dass man bereit zum Angriff (\u201elocked and loaded\u201c) sei, bewies <a data-rtr-index=\"2\" title=\"Donald Trump\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/donald-trump\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Donald Trump<\/a> in Venezuela.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Am Wochenende legte er angesichts der Eskalation in <a data-rtr-index=\"31\" title=\"Iran\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/thema\/iran\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Iran<\/a> nach: Am Freitag drohte er zun\u00e4chst dem Mullah-Regime: Sie sollten nicht anfangen zu schie\u00dfen, \u201eweil wir dann auch anfangen zu schie\u00dfen\u201c. Am Samstag folgte ein Beitrag auf \u201eTruth Social\u201c: Iran sehne sich nach Freiheit, wom\u00f6glich wie nie zuvor. Amerika sei bereit, zu helfen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Dass die Regierung in Washington tats\u00e4chlich erw\u00e4gt einzugreifen, berichtet auch die \u201eNew York Times\u201c: Der Pr\u00e4sident sei in den vergangenen Tagen \u00fcber milit\u00e4rische Optionen in Iran unterrichtet worden. Regierungsvertreter h\u00e4tten der Zeitung gesagt, Trump habe noch keine abschlie\u00dfende Entscheidung getroffen, erw\u00e4ge aber ernsthaft, einen Angriff zu befehlen.<\/p>\n<p>Rubio spricht mit Netanjahu<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Dem Oberbefehlshaber seien eine Reihe von Optionen vorgelegt worden, die auch nicht-milit\u00e4rische Ziele in der Hauptstadt umfassten. Dabei gehe es unter anderem um Standorte der Sicherheitskr\u00e4fte, die an der Unterdr\u00fcckung der Proteste beteiligt seien. Trump selbst hatte am Freitag auch gesagt, man w\u00fcrde das Regime schwer treffen \u2013 dort, wo es wehtue. \u201eBoots on the ground\u201c, Bodentruppen, bedeute das aber nicht.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Au\u00dfenminister Marco Rubio, der seinerseits auf X schrieb, Washington unterst\u00fctzte das tapfere iranische Volk, telefonierte am Samstag mit dem israelischen Ministerpr\u00e4sidenten Benjamin Netanjahu. In dem Gespr\u00e4ch sei es auch um die Lage in Iran gegangen, hie\u00df es.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Teil der Risikoanalyse in Washington ist dem Bericht zufolge die Gefahr einer kontraproduktiven Wirkung: Die Menschen in Iran hatte anf\u00e4nglich die schlechte Wirtschaftslage auf die Stra\u00dfe getrieben. Ein Eingreifen Amerikas k\u00f6nnte dem Regime helfen, den Protest als von au\u00dfen gesteuert darzustellen und an die Nation zu appellieren, angesichts einer \u00e4u\u00dferen Gefahr zusammenzustehen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"Demonstranten am Samstag in Teheran\" height=\"1787\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/demonstranten-am-samstag-in.webp.webp\" width=\"2680\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>Demonstranten am Samstag in Teherandpa<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Der Oberste F\u00fchrer Ali Khamenei hatte am Freitag die Demonstranten \u201eeine Handvoll Vandalen\u201c genannt, die nur Trump gefallen wollten. Er toleriere keine \u201eS\u00f6ldner\u201c, die f\u00fcr Ausl\u00e4nder arbeiteten. Mit Blick auf die Proteste in amerikanischen St\u00e4dten gegen die Einwanderungspolizei ICE sagte er auch, Trump solle sich um die Lage in seinem eigenen Land k\u00fcmmern. Der nationale Sicherheitsrat in Teheran \u00e4u\u00dferte, die Drohungen Trumps seien Teil eines gemeinsamen Plans Amerikas und Israels.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Auch m\u00f6gliche iranische Vergeltungsschl\u00e4ge wurden in Washington er\u00f6rtert. Aus dem f\u00fcr die Region zust\u00e4ndigen Zentralkommando wurde signalisiert, man brauche mehr Zeit, um sich auf m\u00f6gliche Gegenangriffe vorzubereiten. In Teheran hatte Parlamentspr\u00e4sident Mohammed Bagher Ghalibaf Amerika f\u00fcr den Fall eines Angriffs mit Vergeltung gedroht. Amerikanische Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte in der Region und amerikanische Schiffe w\u00e4ren dann \u201elegitime Ziele\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Trump hatte sich im Sommer entschlossen, in den israelisch-iranischen Zw\u00f6lftagekrieg einzugreifen und Atomanlagen in dem Land bombardiert. Seinerzeit drohte er kurzzeitig mit einem Regimewechsel in Teheran, als er sagte, man wisse, wo Khamenei sich verstecke. Tats\u00e4chlich belie\u00df er es bei gezielten Angriffen auf drei Einrichtungen des Atomprogramms und sorgte hernach daf\u00fcr, dass Israel und Iran ihren Krieg beendeten.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Bei allen au\u00dfenpolitischen Abw\u00e4gungen muss Trump auch die innenpolitische Lage ber\u00fccksichtigen. Die Milit\u00e4raktion in Venezuela und die Gefangennahme von Machthaber Nicol\u00e1s Maduro rechtfertigte Trump vor allem damit, dass man Zugang zum \u00d6l brauche und die amerikanische Dominanz in der westlichen Hemisph\u00e4re nicht in Frage gestellt werden d\u00fcrfe. So wollte er sich auch von fr\u00fcheren Interventionen der Neokonservativen abgrenzen, gegen die sich seine tendenziell isolationistische MAGA-Bewegung richtet.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-f16c667d=\"\" data-v-439309db=\"\">Mit einer Intervention zugunsten der Protestbewegung in Iran w\u00fcrde er sich aber endg\u00fcltig den Vorwurf gefallen lassen m\u00fcssen, zum herk\u00f6mmlichen Interventionisten geworden zu sein. Der einflussreiche Senator Lindsey Graham, der zu den Falken im Umfeld von Trump z\u00e4hlt, versucht, die Br\u00fccke zu MAGA schlagen: Wenn Trump \u201eMake Iran great again\u201c sage, bedeute es, dass die Demonstranten sich gegen den Ajatollah durchsetzen m\u00fcssten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stunden nachdem der amerikanische Pr\u00e4sident zu Jahresbeginn auf seinem Online-Kanal verbreitet hatte, die Vereinigten Staaten w\u00fcrden den Demonstranten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":710687,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[13,14,15,12,10,8,9,11,103,104],"class_list":{"0":"post-710686","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-headlines","9":"tag-nachrichten","10":"tag-news","11":"tag-schlagzeilen","12":"tag-top-news","13":"tag-top-meldungen","14":"tag-topmeldungen","15":"tag-topnews","16":"tag-welt","17":"tag-world"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115877794654806593","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710686","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=710686"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710686\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/710687"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=710686"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=710686"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=710686"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}