{"id":710764,"date":"2026-01-11T19:01:26","date_gmt":"2026-01-11T19:01:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/710764\/"},"modified":"2026-01-11T19:01:26","modified_gmt":"2026-01-11T19:01:26","slug":"von-rio-an-die-weser-brasilianer-wird-neuer-becks-chef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/710764\/","title":{"rendered":"Von Rio an die Weser: Brasilianer wird neuer Beck\u2019s-Chef"},"content":{"rendered":"<p>Das hat es an der Spitze der Beck\u2019s-Brauerei bisher noch nicht gegeben: Ein Brasilianer wird der neue Chef f\u00fcr das <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/thema\/deutschland-q183\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschland<\/a>-Gesch\u00e4ft des weltgr\u00f6\u00dften Brauereikonzerns AB-Inbev. Nach Unternehmensangaben soll Guilherme Machado de Lima bereits zum 1. Februar seine Arbeit am Weserdeich aufnehmen. Ab jetzt also Caf\u00e9 Sand statt Copacabana \u2013 den studierten Ingenieur zieht es nun berufsbedingt mitten aus dem brasilianischen Sommer in den Bremer Winter. Machado de Lima ist seit vielen Jahren bei Ambev, dem brasilianischen Teil des Konzerns, in verschiedenen Positionen t\u00e4tig. Seine Karriere bei AB-Inbev begann er 2009 als Trainee. Zuletzt war er als Vertriebsdirektor f\u00fcr Brasilien t\u00e4tig, wo er seit 2018 ma\u00dfgeblich zum Wachstum der Premiummarken beitrug. Drei Marken spielen f\u00fcr den Konzern weltweit eine Rolle: das aus Mexiko stammende Corona, das inzwischen auch in Wernigerode im Harz bei Hasser\u00f6der gebraut wird, sowie Budweiser aus den USA und Stella Artois aus Belgien.<\/p>\n<p>Laut den Angaben vom Weserdeich verf\u00fcgt Machado de Lima \u00fcber umfassende internationale Marktkenntnisse und ausgepr\u00e4gte F\u00fchrungsqualit\u00e4ten. Deutschland sei ihm auch nicht unbekannt. Wie aus seinem Lebenslauf auf dem Internetportal Linkedin zu entnehmen ist, machte der Brasilianer w\u00e4hrend seines Studiums von 2005 bis 2006 einen Auslandsaufenthalt an der Technischen Universit\u00e4t Darmstadt.<\/p>\n<p>Eine Strategie f\u00fcr Getr\u00e4nke ohne Bier<\/p>\n<p>Seinem Lebenslauf ist ebenso zu entnehmen, dass er in seinen bisherigen Funktionen in Brasilien auch eine Zeit lang f\u00fcr die alkoholfreien Getr\u00e4nke sowie f\u00fcr Softdrinks verantwortlich war. Denn Ambev stellt in Brasilien in Lizenz zum Beispiel auch Pepsi Cola her. Diese Kompetenz in nichtalkoholischen Getr\u00e4nken und Getr\u00e4nken ohne Bier scheint etwas zu sein, das AB-Inbev f\u00fcr den deutschen Markt gut gebrauchen kann. Denn w\u00e4hrend andere deutsche Brauereien auf den R\u00fcckgang des Bierabsatzes mit der Herstellung von Limonaden reagieren \u2013 Paulaner ist mit seiner Spezi bei den Cola-Mix-Getr\u00e4nken in Deutschland durchaus erfolgreicher als der eigentliche Marktf\u00fchrer Coca-Cola \u2013 fehlt dem Brauereikonzern hier bisher eine Strategie f\u00fcr den deutschen Markt mit einem entsprechenden Getr\u00e4nke-Portfolio.<\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" data-w=\"1200 1 Landscape\" alt=\"Ein Foto von Guilherme Machado de Lima - er wird ab Februar der neue Chef von AB-Inbev-Deutschland und damit auch der neue Beck's-Chef.\" class=\"inline-gallery__image withsrc\" style=\"max-height:unset;aspect-ratio:16\/9\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/Landscapedoc8426vdqy96w16pgtzdy6-jpg.webp.webp\"\/><\/p>\n<p>Ein Foto von Guilherme Machado de Lima &#8211; er wird ab Februar der neue Chef von AB-Inbev-Deutschland und damit auch der neue Beck&#8217;s-Chef.<\/p>\n<p>                    Foto:<br \/>\n     AB-Inbev <\/p>\n<p>Dass auf diesen Posten nun ein Brasilianer r\u00fcckt, l\u00f6st in der Branche die Frage aus, warum der Konzern denn weder bei den deutschen Marken noch auf Europaebene einen passenden Nachfolger finden konnte. Nun denn: Von Bremen aus wird der Brasilianer die Geschicke der deutschen Marken leiten. Dazu geh\u00f6ren neben den Stammbieren aus Bremen noch Hasser\u00f6der, Diebels Alt vom Niederrhein sowie die Biere aus M\u00fcnchen mit den Marken Franziskaner, Spaten und L\u00f6wenbr\u00e4u.<\/p>\n<p>Wie geht es weiter mit der Pflege der Marke Beck\u2019s?<\/p>\n<p>Die langj\u00e4hrigen Mitarbeiter in der Beck\u2019s-Brauerei werden ein Auge darauf haben, wie man mit den Bremer Marken Beck\u2019s und Haake-Beck weiter umgehen wird. In den letzten Wochen war es im Einzelhandel so, dass bei einigen Preisaktionen eine Kiste Beck\u2019s g\u00fcnstiger erh\u00e4ltlich war als eine Kiste Haake-Beck. Dabei war Haake-Beck eigentlich immer das Bier, das immer etwas g\u00fcnstiger war als Beck\u2019s. Im Mai vor zwei Jahren versammelten sich Mitarbeiter aller deutschen AB-Inbev-Standorte am Weserdeich zur Demo und forderten vom Konzern mehr Pflege der nationalen Marken, die neben Corona nicht zum Au\u00dfenseiter verkommen sollten. Sicher ist: Ein Haake-Beck Maibock wird es auch 2026 nicht geben, wie der WESER-KURIER aus dem Brauereiumfeld erfahren hat. Das h\u00e4tte schon l\u00e4ngst angesetzt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Die Rolle, die Guilherme Machado de Lima in diesem Jahr zukommen wird, ist das weitere Ausrollen der US-Marke Budweiser in Deutschland. Denn der Konzern will es so, dass in diesem Jahr zum 150. Geburtstag der Brauerei in St. Louis, wo der deutschst\u00e4mmige Adolphus Busch mit seinem Bier begann, Bud auch in Deutschland erh\u00e4ltlich sein soll. Auf Flaschen und Dosen muss dann \u00fcbrigens hier und in anderen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union &#8222;Anheuser-Busch Bud&#8220; stehen, weil hier die tschechische Brauerei Budejovicky Budvar die \u00e4lteren Markenrechte besitzt f\u00fcr ihr Bier, das aus der Stadt Budweis stammt.<\/p>\n<p>Haake-Beck wird 200 Jahre alt<\/p>\n<p>So einige Mitarbeiter in der Beck\u2019s-Brauerei w\u00fcrden es genauso gern sehen, wenn in diesem Jahr zumindest hier auf lokaler Ebene der 200. Geburtstag von Haake-Beck gefeiert wird. Denn im Mai 1826 gr\u00fcndete Cord Hinrich Haake in Bremen seine Brauerei, die gut 100 Jahre sp\u00e4ter mit Beck\u2019s fusionierte.<\/p>\n<p>Mit der Verk\u00fcndung dieser Personalie bedankt sich der Braukonzern gleichzeitig beim scheidenden Deutschland-Chef Jannik Weitzl f\u00fcr seinen Einsatz und seinen Beitrag w\u00e4hrend seiner Zeit bei AB-Inbev: &#8222;Wir w\u00fcnschen ihm alles Gute f\u00fcr seine zuk\u00fcnftigen Vorhaben und weiterhin viel Erfolg beim n\u00e4chsten Kapitel seiner Karriere&#8220;, hei\u00dft es vom Weserdeich. Weitzl hatte diesen Posten erst im April 2024 \u00fcbernommen und \u00fcberraschend Ende vergangenen Jahres seinen R\u00fcckzug angek\u00fcndigt. In der Branche stehen f\u00fcr Personen wie ihn genug andere Stellen bereit. Weitzls Vorvorg\u00e4nger Florian Weins ist l\u00e4ngst erfolgreich als Co-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Marke Fritz-Kola unterwegs.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc8425lmp5eaq2hgcjnrl\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/bremen\/wirtschaft\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das hat es an der Spitze der Beck\u2019s-Brauerei bisher noch nicht gegeben: Ein Brasilianer wird der neue Chef&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":710765,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-710764","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115878014814973002","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710764","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=710764"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/710764\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/710765"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=710764"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=710764"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=710764"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}