{"id":711126,"date":"2026-01-11T22:31:12","date_gmt":"2026-01-11T22:31:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711126\/"},"modified":"2026-01-11T22:31:12","modified_gmt":"2026-01-11T22:31:12","slug":"zu-lange-weggeschaut-iran-revolution-riesen-wut-aufs-zdf-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711126\/","title":{"rendered":"Zu lange weggeschaut? Iran-Revolution: Riesen-Wut aufs ZDF | Politik"},"content":{"rendered":"<p><b>Berlin \u2013 Je l\u00e4nger die blutigen Proteste im Iran andauern, umso mehr Kritik gibt es an der \u00f6ffentlich-rechtlichen Berichterstattung. Die Sender seien zu sp\u00e4t eingestiegen, h\u00e4tten die Proteste lange falsch beurteilt und voreingenommene Interviewpartner eingeladen, hei\u00dft es von Politikern und Medienexperten.<\/b><\/p>\n<p>Die \u201eJ\u00fcdische Allgemeine\u201c kritisiert in einem neuen Artikel beide \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender und titelt: \u201eDie Proteste im <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland-und-internationales\/iranische-frauen-sagen-in-bild-was-sie-sich-fuer-ihr-land-wuenschen-69622a51fa56382de1f658ed\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Iran <\/a>und die blamable Berichterstattung von ARD und ZDF\u201c. Dazu diese Einordnung: \u201eDie Mullahs sollen weg, der <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/politik\/ausland-und-internationales\/schah-sohn-reza-pahlavi-das-ist-unser-berliner-mauer-moment-685950cc4ac05571629e8f32\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Schah<\/a> soll kommen: Daf\u00fcr hat die Linke gerade keine Erkl\u00e4rung parat\u00a0\u2013 und mit ihr auch nicht die linksgepr\u00e4gten Redaktionen des \u00d6ffentlich-rechtlichen Rundfunks.\u201c Weiter hei\u00dft es: <a href=\"https:\/\/www.juedische-allgemeine.de\/israel\/die-historischen-proteste-im-iran-und-die-blamable-berichterstattung-des-offentlich-rechtlichen-rundfunks\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\" class=\"text-link--external text-link\">\u201eStell Dir vor, in Berlin f\u00e4llt die Mauer und kaum ein relevantes Medium der Welt berichtet dar\u00fcber.\u201c<\/a> In Deutschland wollten vor allem ARD und ZDF \u201enicht wirklich in die Berichterstattung einsteigen, in Gro\u00dfbritannien ziert sich die BBC.\u201c<\/p>\n<p>Mehr und mehr richtet sich die Kritik aber vor allem gegen das <a href=\"https:\/\/www.bild.de\/themen\/organisationen\/zdf\/organisation-news-fotos-videos-19409352.bild.html\" class=\"text-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ZDF<\/a>! <\/p>\n<p>Mehr zum Thema<\/p>\n<p>Der Exil-Iraner und Bundestagsabgeordnete Reza Asghari (64, CDU), der 1987 nach Folter und Haft aus dem Iran fl\u00fcchtete, sagte BILD: \u201eDer \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk, und vor allem das ZDF, reagieren seit Tagen nur halbherzig auf die Proteste im Iran. Im Gazakrieg gab es t\u00e4glich Berichte \u00fcber den angeblichen Genozid an den Pal\u00e4stinensern. Aber die Proteste in Teheran und Demonstrationen von Exil-Iranern weltweit werden \u00fcberwiegend ignoriert. Das ZDF misst hier offensichtlich mit zweierlei Ma\u00df!\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Der Abgeordnete Reza Asghari (67, CDU) musste 1987 aus dem Iran fliehen. Er ist auch Professor an der TU Braunschweig und seit Mai 2026 Mitglied des Bundestages.\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/a7dc4f85bbd8d9f705c47fbfac74ccd5,73d498bf.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Der Abgeordnete Reza Asghari (67, CDU) musste 1987 aus dem Iran fliehen. Er ist auch Professor an der TU Braunschweig und seit Mai 2025 Mitglied des Bundestages. <\/p>\n<p>Foto: Niels Starnick\/BILD<\/p>\n<p>NRW-Medienminister Nathanael Liminski (40, CDU) sagte BILD: \u201eAngesichts der Dimension der Proteste im Iran hat mich die anf\u00e4nglich zur\u00fcckhaltende bis gar nicht stattfindende Berichterstattung der ARD und des ZDF tats\u00e4chlich irritiert. Gut, weil l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig, dass die Sendeanstalten in ihrer Berichterstattung den Massenprotesten nun die verdiente Aufmerksamkeit einr\u00e4umen und auch online per Live-Ticker \u00fcber die Geschehnisse im Iran berichten.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" width=\"992\" height=\"558\" alt=\"Auch NRW-Medienminister Nathanael Liminski (40, CDU) spart nicht mit Kritik an der Berichterstattung\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/b52038f5d448f343f082a3d0de3ea125,1da754bb.jpeg\"   class=\"landscape\" loading=\"lazy\"\/><\/p>\n<p class=\"fig__caption__text\">Auch NRW-Medienminister Nathanael Liminski (40, CDU) spart nicht mit Kritik an der Berichterstattung<\/p>\n<p>Foto: David Young\/dpa<\/p>\n<p>Umstrittene Gespr\u00e4chspartner<\/p>\n<p>In der Kritik steht auch die Auswahl von Iran-Gespr\u00e4chspartnern, die im ZDF zur aktuellen Lage interviewt wurden. Dazu geh\u00f6rt u.\u00a0a. die Expertin Azadeh Zamirirad. Sie gilt als umstritten, weil ihr 2023 in einem offenen Brief aus der iranischen Community \u201ezu gro\u00dfe N\u00e4he\u201c zum Mullah-Regime vorgeworfen wurde. Sie kenne den Iran nur aus B\u00fcchern und sei eine \u201eLieblingsfigur des iranischen Regimes\u201c, hie\u00df es von Exil-Iranern. Zamirirads Arbeitgeber, die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), wies das entschieden als \u201eDiffamierung und Hetze\u201c zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Das ZDF weist Vorw\u00fcrfe zur\u00fcck<\/p>\n<p>Das ZDF nimmt auf BILD-Anfrage nichts von der Kritik an, sagt: \u201eDas ZDF ist bereits fr\u00fch, am 31.12.25 und somit kurz nach Beginn der Proteste im Iran, in die Berichterstattung eingestiegen und informiert seither kontinuierlich \u00fcber die Lage.\u201c<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Auch interessant<\/p>\n<p>Anzeige<\/p>\n<p>Schon der erste Beitrag in der Hauptnachrichtensendung \u201eheute\u201c um 19 Uhr am 31.12.25 habe eingeordnet, dass sich den Protesten, die zuerst von H\u00e4ndlern ausgingen, weitere Teile der Zivilbev\u00f6lkerung anschlossen. <\/p>\n<p>BILD fragte auch, ob die Berichterstattung im Vergleich mit der \u00fcber Gaza nicht unausgewogen sei. Dazu hei\u00dft es: \u201eDer Krieg in Gaza und die Proteste im Iran stehen in keinem inhaltlichen Zusammenhang. Die Berichterstattung zu beiden Themen erfolgt unabh\u00e4ngig voneinander und dem jeweiligen Nachrichtenwert angemessen.\u201c Die Auswahl der Gespr\u00e4chspartnerinnen und Gespr\u00e4chspartner orientiere sich \u201ean deren fachlicher Expertise und dient der journalistischen Einordnung der Ereignisse\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin \u2013 Je l\u00e4nger die blutigen Proteste im Iran andauern, umso mehr Kritik gibt es an der \u00f6ffentlich-rechtlichen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":711127,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[7218,23419,13,345,59811,34,130,14,15,12,45,10,8,9,11,103,104,1448,163817],"class_list":{"0":"post-711126","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-welt","8":"tag-ard-tagesschau","9":"tag-frauenrechte","10":"tag-headlines","11":"tag-iran","12":"tag-iran-unruhen","13":"tag-laschet-armin","14":"tag-menschenrechte","15":"tag-nachrichten","16":"tag-news","17":"tag-schlagzeilen","18":"tag-texttospeech","19":"tag-top-news","20":"tag-top-meldungen","21":"tag-topmeldungen","22":"tag-topnews","23":"tag-welt","24":"tag-world","25":"tag-zdf","26":"tag-zdf-heute"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115878840582940767","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/711126","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=711126"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/711126\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/711127"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=711126"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=711126"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=711126"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}