{"id":711475,"date":"2026-01-12T02:09:16","date_gmt":"2026-01-12T02:09:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711475\/"},"modified":"2026-01-12T02:09:16","modified_gmt":"2026-01-12T02:09:16","slug":"klassische-philharmonie-nordwest-stimmt-in-stuhr-auf-2026-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711475\/","title":{"rendered":"Klassische Philharmonie Nordwest stimmt in Stuhr auf 2026 ein"},"content":{"rendered":"<p> Mit dem Gut Varrel verbindet die Klassische Philharmonie Nordwest eine lange Geschichte. &#8222;Wir spielen seit 30 Jahren hier&#8220;, sagt Dirigent Ulrich Semrau: &#8222;Das ist quasi unser zweites Wohnzimmer.&#8220; Mit der tollen Akustik und dem sch\u00f6nen Ambiente komme er immer wieder gerne her \u2013 so auch am Sonntag zum traditionellen Neujahrskonzert.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Auftritt lie\u00df das Projektorchester so manche bekannte Routine hinter sich. So tauschte Semrau den Taktstock mit seiner Trompete und fand sich selbst in den Reihen der 17 Musiker wieder. Stattdessen gab R\u00e9ka L\u00e9lek als Stehgeige den Takt f\u00fcr das Ensemble vor. Damit trat die Klassische Philharmonie Nordwest in Besetzung eines Salonorchesters auf. &#8222;Das passt zu dieser Musik ideal&#8220;, erl\u00e4uterte Semrau am Rande der Veranstaltung: &#8222;Wir haben haufenweise Noten daf\u00fcr.&#8220;<\/p>\n<p>Rund 350 Besucher<\/p>\n<p>Zwar gab Semrau f\u00fcr das Neujahrskonzert auf dem Gut Varrel die Leitung ab. Die rund 350 Besucher, die sich trotz der dicken Schneedecke in der Gutsscheune eingefunden hatten, f\u00fchrte der Orchesterleiter aber weiterhin durch das Programm \u2013 und bedankte sich noch einmal extra beim Publikum daf\u00fcr, dass nur wenige Reihen angesichts der widrigen Wetterbedingungen unbesetzt blieben.<\/p>\n<p>F\u00fcr diejenigen, die den Weg auf sich nahmen, sollte sich die Anreise zu dem diesj\u00e4hrigen Matinee-Konzert lohnen. Zum Auftakt pr\u00e4sentierte die Klassische Philharmonie Nordwest Franz von Supp\u00e9: mit der Ouvert\u00fcre Dichter und Bauer inklusive Violoncello-Solo von Domonkos Barna. Den Kontext zu den Werken gab Moderator Semrau. &#8222;Es sind Passagen aus Werken, die vorher keinen Erfolg hatten&#8220;, nahm er sein Publikum mit auf eine musikalische Zeitreise ins Jahr 1846. Die habe der Komponist \u00fcberarbeitet und damit einen durchschlagenden Erfolg erzielt: &#8222;Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war das Werk \u00fcberaus popul\u00e4r.&#8220;<\/p>\n<p>Oper und Walzer<\/p>\n<p>Im Verlauf des rund zweist\u00fcndigen Konzerts griff die Klassische Philharmonie Nordwest zahlreiche Werke auf und zeigte selbst ein breites Repertoire an Kaffeehausmusik. Aus Richard Wagners Oper &#8222;Tannh\u00e4user und der S\u00e4ngerkrieg auf Wartburg&#8220; griff das Ensemble das Lied an den Abendstern auf. Von Johann Strauss gab es den Walzer &#8222;Wo die Zitronen bl\u00fchen&#8220; zum Besten.<\/p>\n<p>Etwas Regionalkolorit brachten die Musiker mit dem Marsch Frei Weg aus der Feder Carl Latanns auf das Gut Varrel. Der wurde 1871 Leiter des Marine-Musikkorps in Wilhelmshaven. &#8222;Er hat zweimal ohne Erfolg versucht, eine Musikschule zu gr\u00fcnden&#8220;, gab Semrau Einblicke in das Wirken des Urhebers. Nach den gescheiterten Versuchen fand Latann schlie\u00dflich sein Gl\u00fcck in den Niederlanden, wo er ebenfalls Orchester leitete.<\/p>\n<p>Heiterer wurde es mit Strauss\u2019 &#8222;Im Krapfenwald\u2019l&#8220; aus dem Jahr 1869. Die Polka fran\u00e7aise trug urspr\u00fcnglich den Titel &#8222;Im Pawlowskwald\u2019l&#8220; in Anlehnung an die Urauff\u00fchrung im russischen Pawlowsk. F\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Erfolg in der Heimat \u00e4nderte Strauss den Titel dann noch einmal. Auf dem Gut Varrel blieb es dann dem Hornisten \u00fcberlassen, die Atmosph\u00e4re mit Kuckucksger\u00e4uschen zu verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>Chanson als Vorlage f\u00fcr Welthit<\/p>\n<p>Genauso ansprechend brachte die Klassische Philharmonie Nordwest Jacques Revaux\u2019 Chanson &#8222;Wie gew\u00f6hnlich&#8220; auf die B\u00fchne. Der Titel erlangte als Interpretation durch Frank Sinatra (&#8222;My Way&#8220;) gr\u00f6\u00dfere Bekanntheit. &#8222;Er mochte das St\u00fcck \u00fcberhaupt nicht. Er sang es nur \u00e4u\u00dferst ungern. Der Titel ist trotzdem eng mit ihm verbunden&#8220;, verriet Semrau dem Publikum, das die Darbietung mit einem langen Applaus quittierte.<\/p>\n<p>Ohnehin zeigte sich das wetterbedingt etwas reduzierte Publikum stark angetan vom Auftritt des Projektorchesters. Mehrfach t\u00f6nten nach den Werken Bravorufe durch die Gutsscheune. Trotz der Abkehr von so mancher Routine lie\u00df es sich Semrau nicht nehmen, sich und das Ensemble mit Strauss\u2019 Walzer &#8222;An der sch\u00f6nen blauen Donau&#8220; zu verabschieden. Der n\u00e4chste Auftritt auf dem Gut Varrel d\u00fcrfte nur eine Frage der Zeit sein. &#8222;Wir hoffen, dass sich bis dahin die wirklich f\u00fcrchterliche Lage in der Welt ge\u00e4ndert hat&#8220;, merkte der Orchesterleiter an.<\/p>\n<p>                        <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/\" id=\"home\" class=\"button primary-primary font-size-15_1 m-0a customEvent\" data-layer-event-name=\"customEvent\" data-layer-trigger=\"click\" data-layer-category=\"artikelscoring\" data-layer-action=\"startseite_button\" data-layer-label=\"doc84364r1zddt18xkwmlzi\" data-layer-value=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/landkreis-diepholz\/gemeinde-stuhr\/1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zur Startseite<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mit dem Gut Varrel verbindet die Klassische Philharmonie Nordwest eine lange Geschichte. &#8222;Wir spielen seit 30 Jahren hier&#8220;,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":711476,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30],"class_list":{"0":"post-711475","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115879697677275692","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/711475","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=711475"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/711475\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/711476"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=711475"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=711475"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=711475"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}