{"id":711769,"date":"2026-01-12T05:06:11","date_gmt":"2026-01-12T05:06:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711769\/"},"modified":"2026-01-12T05:06:11","modified_gmt":"2026-01-12T05:06:11","slug":"duesseldorf-nuernberg-das-sind-die-arbeitsmarkt-trends-2026-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711769\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf\/N\u00fcrnberg | Das sind die Arbeitsmarkt-Trends 2026"},"content":{"rendered":"<p>D\u00fcsseldorf\/N\u00fcrnberg (dpa\/tmn) &#8211; Das Positive zuerst: Das Jahr 2026 startet mit kleinen Gr\u00fcnden zur Freude &#8211; einem h\u00f6heren Mindestlohn und einer insgesamt stabilen Besch\u00e4ftigung. Doch es gibt ein gro\u00dfes Aber: F\u00fcr viele Branchen sieht der Arbeitsmarkt weiter mau aus.\u00a0<\/p>\n<p>Was diese Entwicklungen f\u00fcr Arbeitnehmer und Bewerber bedeuten &#8211; und was 2026 wichtig wird.<\/p>\n<p>1. Jobsicherheit bleibt wichtig<\/p>\n<p>Keine guten Nachrichten vom Arbeitsmarkt: Die Zahl der offenen Stellen hat sich seit dem H\u00f6hepunkt 2022 fast halbiert und liegt auch unter Vor-Corona-Stand. \u00abDramatisch ist vor allem, dass so wenige neue Stellen gemeldet werden wie noch nie\u00bb, sagt Enzo Weber vom Institut f\u00fcr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB).<\/p>\n<p>\u00abBesch\u00e4ftigte suchen verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen\u00bb, ist die Einsch\u00e4tzung von Arbeitsmarktexperte Julius Probst von Stepstone. Jobs, die Sicherheit bieten, d\u00fcrften demnach auch 2026 hei\u00df umk\u00e4mpft sein. Vor allem, wenn sie mit einem fairen Gehalt und der M\u00f6glichkeit, flexibel zu arbeiten verbunden sind.<\/p>\n<p>2. Flexibilit\u00e4t stagniert &#8211; Arbeitgeber sitzen am l\u00e4ngeren Hebel<\/p>\n<p>In puncto flexibles Arbeiten m\u00fcssen Arbeitnehmer 2026 wom\u00f6glich zur\u00fcckstecken. Das Angebot an Remote-Work-Optionen ist leicht r\u00fcckl\u00e4ufig, wie Auswertungen des Jobportals Indeed nahelegen. Demnach werden sie den j\u00fcngsten Auswertungen zufolge nur noch in rund 14,1 Prozent aller Ausschreibungen angeboten, flexible Arbeitszeiten nur in 19 Prozent.\u00a0<\/p>\n<p>Zu Beginn des Jahres 2025 lag der Anteil der Stellen mit Homeoffice bei 14,7 Prozent. Der Anteil von Angeboten mit flexiblen Arbeitszeiten bei\u00a020,2 Prozent.<\/p>\n<p>Ein m\u00f6glicher Grund: Jobs gibt es 2026 vor allem in Bereichen wie Bau, Pflege und Verteidigung &#8211; hier ist Remote-Work und Flexibilit\u00e4t schwierig umzusetzen. Der Kampf um B\u00fcrojobs bleibt hart. \u00abHomeoffice wird vom Standard zum verhandelbaren Benefit\u00bb, ist die Einsch\u00e4tzung von Virginia Sondergeld.<\/p>\n<p>3. KI ist wichtig, aber kann den Menschen nicht ersetzen<\/p>\n<p>K\u00fcnstliche Intelligenz ist auch in diesem Jahr der vorherrschende Job-Trend. Sie ver\u00e4ndert weiterhin viele Aufgaben im Arbeitsalltag. Dennoch bleiben zentrale Rollen in menschlicher Hand. Enzo Weber sch\u00e4tzt die Lage so ein: \u00abKI ist die Technologie unserer Zeit, die quer durch alle Bereiche zum Einsatz kommen kann. Sie wird immer mehr T\u00e4tigkeiten \u00fcbernehmen, aber am Arbeitsmarkt wird es einen Umbruch und keinen Einbruch geben.\u00bb<\/p>\n<p>\u00d6konom Julius Probst: \u00abKI wird bei vielen Aufgaben unterst\u00fctzen, aber nicht alle ersetzen k\u00f6nnen. Insbesondere dort, wo es auf Empathie und Zwischenmenschlichkeit ankommt.\u00bb Der Arbeitsmarkt entwickele sich zweigleisig: Technologische Kompetenzen gewinnen an Bedeutung, gleichzeitig bleibe der Bedarf in pers\u00f6nlichen und betreuenden T\u00e4tigkeiten hoch.<\/p>\n<p>\u00abW\u00e4hrend in Bereichen wie Marketing, HR oder Projektmanagement die Zahl der Stellenanzeigen insgesamt sinkt, explodiert die Nachfrage nach KI-Kompetenzen in ebendiesen Berufen\u00bb, so Sondergeld von Indeed. Die Botschaft f\u00fcr 2026: Unternehmen bauen Personal nicht in der Breite auf, sondern suchen gezielt nach Fachkr\u00e4ften, die die Produktivit\u00e4t durch KI-Anwendung steigern k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>4. Unternehmen setzen weiter auf Quereinsteiger<\/p>\n<p>Viele Unternehmen bewegen sich in Richtung eines \u00abSkills-based Hiring\u00bb, also Einstellungen, bei denen praktische F\u00e4higkeiten eher z\u00e4hlen als formale Abschl\u00fcsse. Experte Probst: \u00ab2026 werden in Deutschland erstmals weniger Menschen in den Arbeitsmarkt eintreten als ihn verlassen. Auch deshalb gewinnen Kompetenzen gegen\u00fcber formalen Abschl\u00fcssen an Bedeutung.\u00bb\u00a0<\/p>\n<p>Seine Einsch\u00e4tzung: F\u00fcr viele Besch\u00e4ftigte entstehen dadurch echte Perspektiven f\u00fcr einen beruflichen Neustart.<\/p>\n<p>5. Arbeitsmarkt der zwei Geschwindigkeiten<\/p>\n<p>Branchen, die direkt von staatlichen Investitionen profitieren, werden 2026 voraussichtlich weiter gewinnen. Das Bauwesen zum Beispiel, aber auch die R\u00fcstungsindustrie.<\/p>\n<p>Gleichzeitig verlieren viele B\u00fcro- und Wissensberufe. In der Softwareentwicklung, im Kundenservice und in der Verwaltung sei das Stellenangebot auf ihrer Plattform 2025 deutlich zur\u00fcckgegangen, so \u00d6konomin Sondergeld. Sie sieht den Abw\u00e4rtstrend auch 2026 anhalten.<\/p>\n<p>Auch Enzo Weber sieht deutliche Unterschiede auf dem Arbeitsmarkt: \u00abBranchen wie Gesundheit, Pflege, Erziehung oder Verkehrs- und Finanzwesen bauen weiter auf, so dass die Besch\u00e4ftigung insgesamt nicht sinkt.\u00bb Aber, trotz massiven Investitionen in die R\u00fcstung, sieht es insgesamt f\u00fcr die Industrie mau aus: \u00abDie Industrie verliert derzeit pro Monat mehr als 10.000 Jobs\u00bb, so Weber.\u00a0<\/p>\n<p>6. L\u00f6hne werden transparenter und steigen\u00a0<\/p>\n<p>Im Januar stieg der Mindestlohn um 8,4 Prozent und damit weit \u00fcberdurchschnittlich. \u00abDas wirkt sich vor allem in Niedriglohnbranchen wie der Gastronomie oder der Landwirtschaft aus\u00bb, ist die Einsch\u00e4tzung von Enzo Weber. Und auch Arbeitnehmer, die mehr verdienen, k\u00f6nnen 2026 mit einem Anstieg rechnen: \u00abDie L\u00f6hne stiegen zuletzt um fast f\u00fcnf Prozent. Das Plus wird aber kleiner werden, denn die wirtschaftliche Lage ist schwierig und die Zeiten des hohen Inflationsausgleichs sind vorbei.\u00bb<\/p>\n<p>Ein wichtiges Thema f\u00fcr das Jahr 2026 wird die Lohntransparenz: Bis zum bis 7. Juni 2026 m\u00fcssen die Mitgliedstaaten die EU-Entgelttransparenzrichtlinie in nationales Recht umsetzen. Daf\u00fcr m\u00fcssen deutsche Unternehmen aufholen. Arbeitgeber m\u00fcssen Bewerberinnen und Bewerbern das Einstiegsgehalt oder eine Gehaltsspanne nennen (zum Beispiel in der Stellenausschreibung oder vor dem ersten Gespr\u00e4ch). Mitarbeitende k\u00f6nnen au\u00dferdem Informationen \u00fcber ihr individuelles Entgelt und die durchschnittlichen Entgelte vergleichbarer T\u00e4tigkeiten (nach Geschlecht aufgeschl\u00fcsselt) verlangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"D\u00fcsseldorf\/N\u00fcrnberg (dpa\/tmn) &#8211; Das Positive zuerst: Das Jahr 2026 startet mit kleinen Gr\u00fcnden zur Freude &#8211; einem h\u00f6heren&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":711770,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1831],"tags":[1140,620,630,4941,3364,29,3405,30,53432,1209,624,137402],"class_list":{"0":"post-711769","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-duesseldorf","8":"tag-arbeit","9":"tag-arbeitsmarkt","10":"tag-beruf","11":"tag-cjab","12":"tag-de","13":"tag-deutschland","14":"tag-duesseldorf","15":"tag-germany","16":"tag-jobmarkt","17":"tag-nordrhein-westfalen","18":"tag-ratgeber","19":"tag-tmn2701"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115880393688595922","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/711769","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=711769"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/711769\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/711770"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=711769"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=711769"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=711769"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}