{"id":711922,"date":"2026-01-12T06:43:47","date_gmt":"2026-01-12T06:43:47","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711922\/"},"modified":"2026-01-12T06:43:47","modified_gmt":"2026-01-12T06:43:47","slug":"winter-im-norden-arktisch-kalt-meteorologe-warnt-vor-gefaehrlichem-glatteis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711922\/","title":{"rendered":"Winter im Norden: \u201eArktisch kalt\u201c \u2013 Meteorologe warnt vor gef\u00e4hrlichem Glatteis"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Sturmtief \u201eElli\u201c hat sich aus Hamburg und Schleswig-Holstein verabschiedet. Allerdings bleibt das Wetter im Norden weiter winterlich. In der Nacht zum Sonntag sollte es bitterkalt werden, in der Nacht zu Montag droht Glatteisgefahr. Die trockene Luft werde dabei \u201earktisch kalt\u201c, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Hamburg.<\/p>\n<p>Im Binnenland von Schleswig-Holstein d\u00fcrften minus zehn Grad Celsius \u201edas h\u00f6chste der Gef\u00fchle in Sachen W\u00e4rme\u201c werden, sagte der Wetterexperte. An den K\u00fcsten sollten die Temperaturen bei minus f\u00fcnf bis minus drei Grad Celsius liegen. Der Sonntag selbst werde \u00fcberwiegend niederschlagsfrei erwartet.<\/p>\n<p>Auf Stra\u00dfen kam es in der Nacht zu Sonntag regional zu Gl\u00e4tteunf\u00e4llen, insgesamt blieb die Lage aber vergleichsweise entspannt.  Auf eine eisige Nacht folgte vielerorts ein traumhafter Wintersonntag mit viel Sonne \u00fcber den frisch verschneiten Landschaften. Der Meteorologe Marcel Schmidt vom DWD erwartete einen \u201eWintertag wie aus dem Bilderbuch\u201c.<\/p>\n<p>Doch nach der Verschnaufpause droht direkt neues Chaos. Schon in der Nacht zu Montag k\u00f6nne Schnee in Regen \u00fcbergehen, der auf den kalten B\u00f6den gefriert und zu Glatteis f\u00fchrt, hie\u00df es vom DWD. Am Montag breite sich der gefrierende Regen auf weite Teile des Landes aus.<\/p>\n<p>Bahnen fahren mit reduziertem Angebot<\/p>\n<p>Der wetterbedingt teils ausgesetzte Fernverkehr der Bahn in Norddeutschland ist nach Unternehmensangaben auf allen Hauptstrecken wieder angelaufen. Allerdings sei zun\u00e4chst nur ein reduziertes Angebot m\u00f6glich und es k\u00f6nne noch zu Ausf\u00e4llen kommen, teilte die Deutsche Bahn (DB) am Sonntagvormittag mit.<\/p>\n<p>Die Bahn hatte wegen Wintersturm \u201eElli\u201c den Fernverkehr im Norden Deutschlands seit Freitag zeitweise komplett eingestellt. Als Ursache der anhaltenden Probleme wurden Schneeverwehungen auf bereits ger\u00e4umten Gleisen sowie eingefrorene und blockierte Weichen genannt.<\/p>\n<p>Bereits seit Samstagmittag l\u00e4uft den Angaben zufolge der Bahnverkehr auf der Verbindung Hamburg\u2013Bremen-Osnabr\u00fcck\u2013NRW\u2013Frankfurt. Seit Sonntagfr\u00fch fahren wieder Z\u00fcge auf den Verbindungen Hamburg\u2013Hannover\u2013Kassel\u2013S\u00fcddeutschland, Berlin\u2013Hannover\u2013NRW und Hamburg\u2013Berlin. Im Laufe des Sonntags sollte der Verkehr Richtung D\u00e4nemark und Niederlande sowie an die K\u00fcsten wieder aufgenommen werden.<\/p>\n<p>Lage in den Notaufnahmen \u201ebeherrschbar\u201c<\/p>\n<p>Durch das Winterwetter kam es zu einigen Sturzverletzungen. Die Notaufnahmen der Krankenh\u00e4user waren aber nicht au\u00dferordentlich belastet. Die Lage sei \u201ebeherrschbar\u201c, hie\u00df es bei den Asklepios-Kliniken in Hamburg. \u201eAm Freitag haben sich die Menschen an die Empfehlungen der Stadt gehalten und sind zu Hause geblieben\u201c, sagte ein Asklepios-Sprecher. Am Samstag sei wieder mehr los gewesen \u2013 es habe klassische Sturzverletzungen mit leichten Frakturen gegeben.<\/p>\n<p>Einschr\u00e4nkungen am Flughafen<\/p>\n<p>Am Hamburger Flughafen kam es zu Einschr\u00e4nkungen und Verz\u00f6gerungen. Schon am Freitag wurden infolge des Sturmtiefs Fl\u00fcge gestrichen. Bis Freitagmittag wurden 25 Starts und 22 Landungen abgesagt, teilte der Flughafen auf seiner Internetseite mit. Flugreisende wurden aufgefordert, sich vor Abflug bei ihrer Airline \u00fcber den Status des Fluges zu informieren.<\/p>\n<p>Trotz des Sturmtiefs verzeichnete die Polizei zun\u00e4chst keine auff\u00e4llige Verkehrslage in der Stadt. Neben Verkehrsbehinderungen durch zwei festgefahrene Lastwagen auf der A7 gab es wenige Gl\u00e4tteunf\u00e4lle. Die Lage sei ruhiger als erwartet, was daran liege, dass viele Menschen zu Hause geblieben seien, teilte ein Sprecher mit.<\/p>\n<p>Der Lagedienst West, zust\u00e4ndig f\u00fcr die Kreise Pinneberg, Segeberg, Dithmarschen und Steinburg, registrierte am Samstag 21 Gl\u00e4tteunf\u00e4lle. Auch hier gab es keine Verletzten. Die Polizei appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, sich auf winterliche Stra\u00dfenverh\u00e4ltnisse einzustellen und ihre Fahrweise den glatten Stra\u00dfen anzupassen. Besonders auf Landstra\u00dfen und in K\u00fcstenn\u00e4he bestehe weiterhin erh\u00f6hte Gl\u00e4ttegefahr.<\/p>\n<p>Hochwasser an der Ostsee geht zur\u00fcck<\/p>\n<p>Die h\u00f6chsten Wasserst\u00e4nde an der schleswig-holsteinischen Ostseek\u00fcste wurden nach Angaben des Bundesamts f\u00fcr Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Flensburg und an der Schlei gemessen. Die St\u00e4dte Flensburg und Schleswig etwa hatten \u00fcber Schutzma\u00dfnahmen berichtet. Angaben \u00fcber Sch\u00e4den gab es nicht.<\/p>\n<p>In Flensburg erreichte das Wasser 1,33 Meter \u00fcber dem normalen Stand, so dass tiefer gelegene Bereiche am Hafen \u00fcbersp\u00fclt wurden. Der Pegel in Schleswig fiel aus, der nahe gelegene Pegel F\u00fcsing zeigte maximal 1,37 Meter \u00fcber Normal-Null an. In Kiel wurde der h\u00f6chste Wasserstand bei 1,16 Meter gemessen, in L\u00fcbeck bei 1,15 Meter. Die Wasserst\u00e4nde sanken am Vormittag wieder. Eine Sturmflut beginnt definitionsgem\u00e4\u00df an der Ostsee bei einem Wasserstand von einem Meter \u00fcber dem Normalstand. Nach BSH-Angaben werden sich die Wasserst\u00e4nde rasch normalisieren.<\/p>\n<p>Warnung vor dem Betreten von Eisfl\u00e4chen<\/p>\n<p>Die Hamburger Umweltbeh\u00f6rde warnte eindringlich davor, gefrorene Gew\u00e4sser zu betreten. Es besteht Einbruch- und Lebensgefahr, wie ein Sprecher der Umweltbeh\u00f6rde mitteilte. Zwar habe sich auf einigen Gew\u00e4ssern eine Eisschicht gebildet, diese sei aber meist nur wenige Zentimeter dick.<\/p>\n<p>Dem Sprecher der Beh\u00f6rde zufolge braucht es viele Tage bei deutlichen Minustemperaturen, damit Gew\u00e4sser wirklich sicher zufrieren. Das sei zurzeit nicht gegeben. \u201eDeswegen k\u00f6nnen wir nur eindr\u00fccklich vor dem Betreten warnen\u201c, so der Sprecher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Sturmtief \u201eElli\u201c hat sich aus Hamburg und Schleswig-Holstein verabschiedet. Allerdings bleibt das Wetter im Norden weiter winterlich. 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