{"id":711998,"date":"2026-01-12T07:26:12","date_gmt":"2026-01-12T07:26:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711998\/"},"modified":"2026-01-12T07:26:12","modified_gmt":"2026-01-12T07:26:12","slug":"ukraine-krieg-das-muessen-merz-und-die-eu-jetzt-tun-gruenen-chefin-fordert-mehr-einsatz-vom-kanzler-liveticker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/711998\/","title":{"rendered":"Ukraine-Krieg: ++ \u201eDas m\u00fcssen Merz und die EU jetzt tun\u201c \u2013 Gr\u00fcnen-Chefin fordert mehr Einsatz vom Kanzler ++ Liveticker"},"content":{"rendered":"<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Russlands Schl\u00e4ge aus der Luft gehen nach mehreren unruhigen N\u00e4chten auch am Tag weiter. In Regionen im Osten der Ukraine gibt es schwere Einschl\u00e4ge. In Kiew leiden die Menschen bei Minustemperaturen, weil Strom und Heizung ausgefallen sind. <\/p>\n<p>Alle Ereignisse rund um den Krieg in der Ukraine und die internationale Sicherheitspolitik im Liveticker:<\/p>\n<p>06:49 Uhr \u2013 Brantner fordert mehr Druck von Merz und EU auf Putin<\/p>\n<p>Im Ringen um einen Waffenstillstand in der Ukraine fordert Gr\u00fcnen-Bundeschefin Franziska Brandtner mehr Einsatz von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin wolle keinen Waffenstillstand, und der n\u00f6tige Druck auf ihn werde nicht von US-Pr\u00e4sident Donald Trump kommen, sagte Brantner der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bedrohungen-europa-demokratie-trump-putin-merz-groenland-venezuela-li.3364725?reduced=true\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/bedrohungen-europa-demokratie-trump-putin-merz-groenland-venezuela-li.3364725?reduced=true&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">S\u00fcddeutschen Zeitung<\/a>\u201c. \u201eDas m\u00fcssen Merz und die EU jetzt endlich tun.\u201c Als Ma\u00dfnahmen nannte sie unter anderem die Festsetzung von Russlands Schattenflotte und die Nutzung von russischem Verm\u00f6gen. Au\u00dferdem m\u00fcssten L\u00e4nder ins Visier genommen werden, die russisches \u00d6l kauften. <\/p>\n<p>Deutschland m\u00fcsse au\u00dferdem bereit sein, einen Waffenstillstand milit\u00e4risch abzusichern. Auf die Frage, ob die Gr\u00fcnen einem Bundeswehreinsatz in der Ukraine zustimmen w\u00fcrden, sagte Brantner, das h\u00e4nge vom Mandat ab. \u201eKlar ist: Wenn wir einen Waffenstillstand nicht gut absichern, kommt der Krieg noch n\u00e4her. F\u00fcr unsere Sicherheit ist es entscheidend, Putin in der Ukraine zu stoppen.\u201c<\/p>\n<p>01:40 Uhr \u2013 Russischer Luftangriff auf Kiew<\/p>\n<p>Russland greift ukrainischen Milit\u00e4rangaben zufolge Kiew aus der Luft an. \u200dIn einem der \u200dStadtteile sei ein Feuer \u2060ausgebrochen. Die ukrainische Luftabwehr versuche, den Angriff abzuwehren, \u200dteilt der Chef \u2060der \u200cKiewer \u200cMilit\u00e4rverwaltung, Timur \u200cTkatschenko, auf Telegram mit. <\/p>\n<p>Sonntag, 11. Januar:19:35 Uhr \u2013 EU-Verteidigungskommissar schl\u00e4gt Gr\u00fcndung europ\u00e4ischer Armee vor<\/p>\n<p>Die EU-L\u00e4nder sollten nach Einsch\u00e4tzung von Verteidigungskommissar Andrius Kubilius die Gr\u00fcndung einer gemeinsamen Armee in Betracht ziehen. In einer Rede in Schweden schl\u00e4gt er die Schaffung einer \u201estehenden europ\u00e4ischen Streitmacht mit 100.000 Soldaten\u201c vor, um den Kontinent im Falle eines R\u00fcckzugs der USA zu sch\u00fctzen. Es gehe um die Frage, wie \u201edie 100.000 Mann starke US-Truppe\u201c ersetzt werden k\u00f6nnte, die eine tragende milit\u00e4rische Kraft in Europa sei. <\/p>\n<p>Die USA dr\u00e4ngen ihre europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten dazu, zunehmend Verantwortung f\u00fcr ihre eigene Sicherheit zu \u00fcbernehmen. Die US-Regierung hat die M\u00f6glichkeit ins Spiel gebracht, Truppen aus Europa abzuziehen, um sich auf China zu konzentrieren. \u201eIn solchen Zeiten sollten wir uns nicht vor den dr\u00e4ngendsten Fragen zu unserer institutionellen Verteidigungsbereitschaft dr\u00fccken\u201c, sagt Kubilius. <\/p>\n<p>15:36 Uhr \u2013 Kiew berichtet von Angriffen auf russische Bohrplattformen<\/p>\n<p>Ukrainische Milit\u00e4rs haben die Besch\u00e4digung von drei russischen \u00d6lbohrplattformen im Kaspischen Meer f\u00fcr sich beansprucht. Die Plattformen des russischen \u00d6lgiganten Lukoil dienten der Versorgung der russischen Streitkr\u00e4fte in der Ukraine, teilte der ukrainische Generalstab in Kiew auf Telegram mit. Die Generalit\u00e4t machte keine Angaben zur Art des Angriffs, sprach aber von \u201edirekten Treffern\u201c, sodass der Einsatz von Langstreckendrohnen m\u00f6glich schien. Der Bericht \u00fcber den Angriff konnte von unabh\u00e4ngiger Seite nicht \u00fcberpr\u00fcft werden. <\/p>\n<p>11:38 Uhr \u2013 Selenskyj diagnostiziert gezielten Terror<\/p>\n<p>Der ukrainische Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj hat nach den schweren Luftangriffen in dieser Woche Russland gezielten Terror gegen die Menschen seines Landes vorgeworfen. Das russische Milit\u00e4r habe innerhalb der vergangenen Woche rund 1.100 Drohnen, 890 gelenkte Fliegerbomben und 50 Raketen und Marschflugk\u00f6rper, darunter die Mittelstreckenrakete Oreschnik, gegen die Ukraine eingesetzt, schrieb er in sozialen Netzwerken. \u201eAuf Ziele, die keine milit\u00e4rische Bedeutung haben: Energieanlagen und Wohnh\u00e4user.\u201c<\/p>\n<p>10:20 Uhr \u2013 Blackout in der Ukraine behoben<\/p>\n<p>Der von schweren russischen Drohnenangriffen in der Nacht verursachte vollst\u00e4ndige Stromausfall in der s\u00fcdostukrainischen Region Saporischschja ist nach Beh\u00f6rdenangaben weitgehend behoben. \u201eStand 07.00 Uhr (06.00 Uhr MEZ) ist die Stromversorgung in der Region Saporischschja \u2013 und das betrifft 382.500 Familien und Firmen \u2013 vollst\u00e4ndig wiederhergestellt\u201c, sagte der Direktor des \u00f6rtlichen Energieversorgers Saporischschjaoblenergo, Andrij Stasewskyj laut einem Telegrameintrag des Unternehmens.<\/p>\n<p>Demnach ist die Stromversorgung in der Region gegen 2 Uhr nachts v\u00f6llig zusammengebrochen. \u201eIn dieser Nacht um 02:11 Uhr kam es in der Region Saporischschja zu einem Stromausfall; die Region war komplett ohne Strom\u201c, hei\u00dft es. Die schnellen Reparaturarbeiten h\u00e4tten die Wiederaufnahme des Betriebs erm\u00f6glicht, lobte Stasewskyj seine Mitarbeiter.<\/p>\n<p>08:05 Uhr \u2013 Eine Tote nach n\u00e4chtlichen Drohnenangriffen in Russland<\/p>\n<p>In der westrussischen Region Woronesch ist eine Frau nach Angaben der Beh\u00f6rden an den Folgen eines n\u00e4chtlichen ukrainischen Drohnenangriffs gestorben. \u201eZu unserem gro\u00dfen Bedauern ist in der Nacht eine junge Frau auf der Intensivstation gestorben, die Verletzungen durch auf ein Wohnhaus gefallene Drohnentr\u00fcmmer erlitten hat\u201c, teilte Gouverneur Alexander Gussew auf Telegram mit. Eine weitere Frau liege noch im Krankenhaus, zwei weitere Verletzte seien nach ambulanter Behandlung entlassen worden.<\/p>\n<p>Nach Angaben Gussews handelt es sich um einen \u201eder schwersten Drohnenangriffe seit Beginn der milit\u00e4rischen Spezialoperation\u201c auf die Stadt. Mit dem Begriff bezeichnen russische Funktion\u00e4re den von Kremlchef Wladimir Putin vor knapp vier Jahren befohlenen Krieg gegen die Ukraine.<\/p>\n<p>Beide Seiten beschie\u00dfen in dem Krieg auch intensiv das Hinterland der gegnerischen Kriegspartei, wobei es immer wieder auch zu zivilen Opfern kommt. Die Ukraine setzt dabei vor allem auf Drohnen und zielt auf Objekte der \u00d6l- und Gasindustrie, Russland nutzt zudem auch Raketen und Marschflugk\u00f6rper und beschie\u00dft Anlagen zur Energieversorgung. Das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rungen und die Anzahl der Toten und Verletzten in der Ukraine ist dabei deutlich h\u00f6her als in Russland.<\/p>\n<p>Samstag, 10. Januar:23:19 Uhr \u2013 Russland meldet vier Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff<\/p>\n<p>Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die s\u00fcdrussische Stadt Woronesch werden nach Angaben des \u2060dortigen Gouverneurs mindestens vier Menschen verletzt. Ein Geb\u00e4ude des Rettungsdienstes, sieben Mehrfamilienh\u00e4user und sechs Einfamilienh\u00e4user seien besch\u00e4digt, schreibt Gouverneur Alexander Gussew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram. Eine unabh\u00e4ngige \u00dcberpr\u00fcfung der Angaben ist derzeit nicht \u200dm\u00f6glich, eine ukrainische Stellungnahme liegt nicht vor.<\/p>\n<p>17:20 Uhr \u2013 Rakete auf Charkiw, Verletzte in Slowjansk<\/p>\n<p>Bei einem Bombenangriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind nach Beh\u00f6rdenangaben sieben Zivilisten verletzt worden. Wie die ukrainische Staatsanwaltschaft der Region Donezk mitteilte, warf das russische Milit\u00e4r eine schwere gelenkte Fliegerbombe vom Typ Fab-250 auf die Stadt ab. Der Ballungsraum Slowjansk &#8211; Kramatorsk ist die letzte Bastion im Gebiet Donezk, die die ukrainischen Kr\u00e4fte noch kontrollieren. Russland beansprucht die Region f\u00fcr sich.<\/p>\n<p>In der n\u00f6rdlich davon gelegenen Region Charkiw haben die Beh\u00f6rden einen Raketeneinschlag in der gleichnamigen Gebietshauptstadt vermeldet. Ein Objekt der Infrastruktur und ein Mehrfamilienhaus seien getroffen worden, teilte B\u00fcrgermeister Ihor Terechow auf Telegram mit. Das Ausma\u00df der Sch\u00e4den war demnach zun\u00e4chst unklar. <\/p>\n<p>16:45 Uhr \u2013 Selenskyj: Verhandeln mit USA \u00fcber Rahmen f\u00fcr Kriegsende<\/p>\n<p>Die Ukraine und die \u2060USA verhandeln nach Angaben von Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj \u00fcber die Bedingungen f\u00fcr eine Beendigung des Krieges. Chefunterh\u00e4ndler Rustem Umjerow habe heute mit US-Vertretern gesprochen, \u200dschreibt Selenskyj auf Telegram. \u201eWir tauschen uns fast jeden Tag mit der amerikanischen Seite aus.\u201c<\/p>\n<p>11:58 Uhr \u2013 Stromversorgung in Russland unterbrochen<\/p>\n<p>Nach einem ukrainischen Drohnenangriff sind in der russischen Oblast \u200dBelgorod nach Angaben des Gouverneurs 600.000 Menschen ohne Strom. An der Wiederherstellung werde gearbeitet, die Lage sei jedoch \u00e4u\u00dferst schwierig, schreibt Wjatscheslaw Gladkow auf Telegram. Aufnahmen von Reuters in der Stadt Belgorod zeigen, dass in der Nacht die Stra\u00dfenbeleuchtung ausgeschaltet war und die Anwohner sich mit \u2060Taschenlampen und Autoscheinwerfern den Weg \u2060suchten. Die an die Ukraine grenzende Oblast wird regelm\u00e4\u00dfig von der Ukraine angegriffen.<\/p>\n<p>08:48 Uhr \u2013 Russland meldet brennendes \u00d6l-Depot<\/p>\n<p>Ein ukrainischer Drohnenangriff hat nach russischen Angaben ein Feuer in einem \u00d6ldepot im Bezirk Oktjabrski verursacht. Opfer habe es keine gegeben, teilt der Gouverneur der Oblast Wolgograd, in deren S\u00fcden das Depot liegt, auf Telegram mit. Anwohner m\u00fcssten sich aber m\u00f6glicherweise in Sicherheit bringen. In der Nacht seien 67 ukrainische Drohnen zerst\u00f6rt worden, teilt das russische Verteidigungsministerium mit.<\/p>\n<p>08:28 Uhr \u2013 Verletzte bei Angriffen in der Nacht<\/p>\n<p>In der s\u00fcdostukrainischen Region Dnipropetrowsk wurden nach Angaben von Gouverneur Olexandr Hanscha drei Menschen verletzt \u2013 ein Mann in der Gebietshauptstadt Dnipro sowie ein Mann und eine Frau in der Gro\u00dfstadt Krywyj Rih. Dort seien wegen der Attacke Br\u00e4nde ausgebrochen, schrieb er bei Telegram. \u201eDie Infrastruktur wurde besch\u00e4digt. Es gab Stromabschaltungen.\u201c <\/p>\n<p>Auch in Dnipro selbst gebe es Sch\u00e4den an Energieanlagen und dementsprechend Probleme mit der Stromversorgung. Eine Garagenanlage sei in Mitleidenschaft gezogen worden. 27 Drohnen habe die Flugabwehr dabei abfangen k\u00f6nnen, schrieb Hanscha.<\/p>\n<p>07:15 Uhr \u2013 Menschen in Kiew ohne Strom und Heizung<\/p>\n<p>Bei bis zu 17 Grad Frost wird die Lage in Kiew und anderen ukrainischen St\u00e4dten wegen der Ausf\u00e4lle von Heizung, Strom und Wasser noch schwieriger. Russland wolle mit schweren Luftangriffen mitten im Winter die gro\u00dfen St\u00e4dte unbewohnbar machen, sagte Pr\u00e4sident Wolodymyr Selenskyj in seiner Videobotschaft. <\/p>\n<p>\u201eDie Russen nutzen das Wetter \u2013 die K\u00e4ltewelle \u2013 und versuchen, so viele unserer Energieanlagen wie m\u00f6glich zu treffen.\u201c Zuletzt sei die Hauptstadt beschossen worden, davor Dnipro, Saporischschja und Krywyj Rih, wiederum davor Odessa. \u201eDie Haupttaktik Russlands besteht darin, zu versuchen, St\u00e4dte vollst\u00e4ndig auszuschalten.\u201c Der Pr\u00e4sident verlangte von allen Stadtverwaltungen, vorbereitet zu sein und die B\u00fcrger zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p>05:04 Uhr \u2013\u00a0UN-Sicherheitsrat beruft Dringlichkeitssitzung zur Ukraine ein<\/p>\n<p>Der UN-Sicherheitsrat kommt nach massiven russischen Angriffen am Montag zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen. \u201eRussland hat mit seinen Angriffen auf Zivilisten und zivile Infrastruktur in der Ukraine ein neues erschreckendes Ausma\u00df an Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erreicht\u201c, erkl\u00e4rte der ukrainische UN-Botschafter Andrij Jermak in einem Schreiben, in dem er um die Einberufung der Sitzung bittet.<\/p>\n<p>Der Antrag der Ukraine wurde von sechs Mitgliedern des Sicherheitsrates unterst\u00fctzt, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Diplomatenkreisen erfuhr. Dabei handelt es sich demnach um Frankreich, Gro\u00dfbritannien, Lettland, D\u00e4nemark, Griechenland und Liberia.<\/p>\n<p>03:17 Uhr \u2013 200 Millionen Pfund \u2013\u00a0Gro\u00dfbritannien bereitet Truppe f\u00fcr Friedensmission vor <\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien hat 200 Millionen Pfund (rund 230 Millionen Euro) zur Vorbereitung eines Einsatzes britischer Truppen in der Ukraine im Falle einer Waffenruhe bereitgestellt. Damit sollen die britischen Streitkr\u00e4fte ausgestattet werden, um im Rahmen einer multinationalen Truppe f\u00fcr die Ukraine einsatzbereit seien, so das britische Verteidigungsministerium. Es geht unter anderem um die Aufr\u00fcstung von Fahrzeugen und Drohnen-Schutz.<\/p>\n<p>Gro\u00dfbritannien, Frankreich und die Ukraine hatten in dieser Woche eine Absichtserkl\u00e4rung unterzeichnet, die die Entsendung von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus695e0f214d1d5f581eeae02b\/koalition-der-willigen-was-merz-mit-seinem-ukraine-vorstoss-ausloest.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/plus695e0f214d1d5f581eeae02b\/koalition-der-willigen-was-merz-mit-seinem-ukraine-vorstoss-ausloest.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Truppen auf ukrainischem Territorium<\/a> nach einer Waffenruhe vorsieht. Die britischen Abgeordneten sollen \u00fcber die Anzahl der Truppen, die im Falle einer Waffenruhe entsandt w\u00fcrden, noch debattieren und abstimmen. <\/p>\n<p>Freitag, 9. Dezember: 22:24 Uhr \u2013 Europa sollte mit Russland sprechen, fordert Meloni<\/p>\n<p>Die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni fordert eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der EU und Russland sowie die Ernennung eines Sondergesandten. \u201eEs ist an der Zeit, dass Europa mit Russland spricht\u201c, sagt sie bei einer Pressekonferenz. Wenn Europa sich an den Bem\u00fchungen zur Beendigung des Ukraine-Kriegs beteiligen wolle, aber \u201enur mit einer der beteiligten Parteien spricht, ist der positive Beitrag, den es leisten kann, begrenzt.\u201c<\/p>\n<p>Sie stimme dem franz\u00f6sischen Pr\u00e4sidenten Emmanuel Macron zu, der Gespr\u00e4che mit Kreml-Chef Wladimir Putin schon im Dezember als \u201esinnvoll\u201c bezeichnet hatte. Die EU m\u00fcsse aber kl\u00e4ren, wer solche Gespr\u00e4che f\u00fchren solle, so die Ministerpr\u00e4sidentin. \u201eWir haben dieses Problem seit Beginn der Verhandlungen. Es gibt viele Stimmen, die sich \u00e4u\u00dfern, und viele Formate\u201c, sagt Meloni. Sie sei deshalb f\u00fcr die Ernennung eines europ\u00e4ischen Ukraine-Sondergesandten, damit die EU \u201emit einer Stimme sprechen\u201c k\u00f6nne.<\/p>\n<p>17:18 Uhr \u2013 Klitschko r\u00e4t B\u00fcrgern von Kiew zum Verlassen der Stadt<\/p>\n<p>Nach dem schweren russischen Luftangriff auf Kiew r\u00e4t B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko den Einwohnern zum zeitweiligen Verlassen der Dreimillionenstadt. 6.000 Wohnblocks, die H\u00e4lfte der Mehrfamilienh\u00e4user der ukrainischen Hauptstadt, k\u00f6nnten derzeit nicht geheizt werden, schreibt er auf Telegram. \u201eDie st\u00e4dtischen Dienste arbeiten im Notfallmodus.\u201c <\/p>\n<p>Der Angriff der vergangenen Nacht sei f\u00fcr die Infrastruktur von Kiew der bislang folgenschwerste des Krieges gewesen. Die Lage werde durch den strengen Winter versch\u00e4rft. Wer anderswo Energie und W\u00e4rme finden k\u00f6nne, sollte die Hauptstadt vor\u00fcbergehend verlassen, schreibt Klitschko. <\/p>\n<p>Dies sei kein offizieller Aufruf zur Evakuierung, sondern als Ratschlag an die Kiewer gemeint, auf ihre ofengeheizten Datschen zu fahren oder sich bei Verwandten und Freunden in weniger betroffenen Orten einzuquartieren.<\/p>\n<p>14:20 Uhr \u2013 Ukraine stuft russischen Raketenangriff als Kriegsverbrechen ein<\/p>\n<p>Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU stuft den n\u00e4chtlichen russischen Angriff mit einer Hyperschallrakete auf die westliche Region Lwiw als Kriegsverbrechen ein. \u2060Russland habe inmitten sich stark verschlechternder Wetterbedingungen versucht, kritische Infrastruktur in der N\u00e4he der Grenze zur Europ\u00e4ischen Union zu zerst\u00f6ren, teilt der SBU mit.<\/p>\n<p>12:32 Uhr \u2013 Berlin verurteilt Einsatz von Oreschnik-Rakete durch russische Armee<\/p>\n<p>Die Bundesregierung verurteilt den russischen Angriff auf die Ukraine mit der Mittelstreckenrakete Oreschnik. \u201eW\u00e4hrend die Ukraine die USA und Europa sich in den vergangenen Tagen und Wochen sehr intensiv f\u00fcr einen Frieden in der Ukraine einsetzen, hat Russland die Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt\u201c, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer am Freitag in Berlin. Die Bundesregierung verurteile dies \u201eaufs Sch\u00e4rfste\u201c. <\/p>\n<p>Mit ihrem Angriff auf zivile ukrainische Energieinfrastruktur habe Russland den Konflikt \u201enochmals eskaliert\u201c. Es handele sich um \u201esymbolische Drohgeb\u00e4rden\u201c, um weiter Angst zu verbreiten. \u201eRussland eskaliert hier unprovoziert weiter\u201c, sagte Meyer. \u201eAn unserer Entschlossenheit wird dies nichts \u00e4ndern &#8211; im Gegenteil: Wir stehen weiter eng an der Seite der Ukraine und setzen unsere umfassende Unterst\u00fctzung ungemindert fort.\u201c<\/p>\n<p>12:03 Uhr \u2013 Klitschko: Rund 6000 Wohnbl\u00f6cke in Kiew ohne Heizung<\/p>\n<p>In Kiew sind nach dem neuen russischen \u2060Luftangriff B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko zufolge in etwa der H\u00e4lfte aller Wohnbl\u00f6cke die Heizungen ausgefallen. Betroffen seien rund 6000 Geb\u00e4ude, teilt Klitschko unter Verweis auf den Luftangriff \u200din der Nacht mit. Zudem gebe es Probleme bei der Wasserversorgung. Klitschko ruft die Bewohner dazu auf, die ukrainische Hauptstadt vorl\u00e4ufig zu verlassen, wenn sie au\u00dferhalb von Kiew \u00fcber andere M\u00f6glichkeiten zum Bezug von Strom und eine warme Unterbringung verf\u00fcgen sollten.<\/p>\n<p>11:05 Uhr \u2013 Medwedjew vergleicht Raketeneinsatz mit Beruhigungsspritze<\/p>\n<p>Russlands Ex-Pr\u00e4sident Dimitri Medwedjew rechtfertigt den Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine als Beruhigungsmittel. \u201eGef\u00e4hrliche Psychopathen brauchen eine Zwangsjacke oder eine Rettungsspritze mit Haloperidol\u201c, schrieb der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats in Moskau immer noch einflussreiche Politiker. So sei es in der vergangenen Nacht im Westen der Ukraine passiert. Haloperidol ist ein Medikament zur Behandlung von Schizophrenie.<\/p>\n<p>In seinem j\u00fcngsten Blogeintrag konstatierte er eine \u201euniversale Katastrophe in den internationalen Beziehungen\u201c. Ursache ist seiner Darstellung nach aber nicht der von Kremlchef Putin 2022 befohlene Krieg gegen die Ukraine, sondern das Verhalten der USA mit der Entf\u00fchrung von Venezuelas Pr\u00e4sident Nicol\u00e1s Maduro. Dieser werde zu einer neuen Symbolfigur wie einst S\u00fcdafrikas Nelson Mandela, prophezeite Medwedjew. <\/p>\n<p>Der Putin-Vertraute ging in dem Zusammenhang auch US-Pr\u00e4sident Trump an, den die russische F\u00fchrung normalerweise von ihrer Kritik am Westen ausnimmt. Medwedjew warf dem Chef des Wei\u00dfen Hauses \u201emilitaristischen Wahn\u201c vor. Scharfe Kritik \u00fcbte er auch an der Kaperung des \u00d6ltankers der russischen Schattenflotte, die er als Verbrechen bezeichnete. \u201eUnd die Antwort darauf sollte keineswegs im Rahmen der Konvention des internationalen Seerechts liegen\u201c, drohte er indirekt Vergeltung an.<\/p>\n<p>10:13 Uhr \u2013 Selenskyj fordert nach neuen russischen Angriffen \u201eklare internationale Reaktion\u201c<\/p>\n<p>Selenskyj verlangt nach den neuen massiven russischen Angriffen auf sein Land eine \u201eklare\u201c internationale Reaktion. \u201eEs bedarf einer klaren Reaktion der Weltgemeinschaft\u201c, erkl\u00e4rte Selenskyj am Freitag im Onlinedienst X. Dies gelte vor allem f\u00fcr eine Reaktion seitens der USA, \u201ederen Signalen Russland wirklich Beachtung schenkt\u201c, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Russland m\u00fcsse signalisiert werden, \u201edass es seine Pflicht ist, sich auf die Diplomatie zu konzentrieren\u201c, f\u00fcgte der ukrainische Staatschef hinzu. Moskau m\u00fcsse \u201ejedes Mal Konsequenzen sp\u00fcren, wenn es sich erneut auf T\u00f6tungen und die Zerst\u00f6rung von Infrastruktur konzentriert\u201c.<\/p>\n<p>Selenskyj zufolge wurden bei der n\u00e4chtlichen Attacke auf Kiew mindestens 20 Wohnh\u00e4user besch\u00e4digt. Demnach wurde auch ein Geb\u00e4ude der Botschaft des Golfemirats Katar getroffen. <\/p>\n<p>Nach Angaben der ukrainischen Armee feuerte die russische Armee in der Nacht 36 Raketen und 242 Drohnen verschiedener Bauarten auf die Ukraine ab. Der Luftabwehr sei es gelungen, 18 Raketen und 226 Drohnen abzufangen. In der Hauptstadt Kiew und ihren Vororten wurden bei den Angriffen mindestens vier Menschen get\u00f6tet, wie B\u00fcrgermeister Vitali Klitschko mitteilte. <\/p>\n<p>09:53 Uhr \u2013 Ischinger: Deutschland sollte \u201eFrontstaat\u201c Polen Waffen schenken<\/p>\n<p>Die Bundesregierung soll nach Ansicht des Vorsitzenden der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, dem \u00f6stlichen EU-Nachbarn Polen Waffensysteme schenken. Der EU- und Nato-Partner \u2060sei heute \u201eso etwas wie ein Frontstaat\u201c, sagte Ischinger in einem am Freitag ver\u00f6ffentlichten Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. <\/p>\n<p>Polen habe damit etwa \u200ddie Rolle, die Deutschland vor dem Ende des Kalten Krieges innehatte. \u201eWenn wir derzeit so viel Geld f\u00fcr Verteidigung ausgeben k\u00f6nnen und die Frage der Reparationszahlungen seitens der polnischen politischen Elite nach wie vor offen ist: Warum geben wir ihnen dann nicht beispielsweise ein U-Boot, eine Fregatte oder vielleicht etwas milit\u00e4rische Ausr\u00fcstung?\u201c, sagte Ischinger. \u201eWir k\u00f6nnten unseren polnischen Freunden diese Dinge kostenlos zur Verf\u00fcgung stellen, um ihre F\u00e4higkeit \u2060zur Verteidigung zu st\u00e4rken.\u201c Diese Geste w\u00fcrde \u2060zwar Geld kosten, w\u00e4re aber \u201eeine unglaublich gute Investition in Bezug auf politische Klugheit\u201c.<\/p>\n<p>Zugleich zeigte sich der Vorsitzende der Sicherheitskonferenz entt\u00e4uscht davon, dass sich Deutschland und Frankreich bisher nicht auf den Bau eines gemeinsamen Kampfflugzeugs (FCAS) einigen konnten. \u201eIch denke, das ist leider eine sehr ungl\u00fcckliche Entwicklung\u201c, sagte Ischinger. Er habe aber noch Hoffnung, dass man einen Ausweg finde. \u201eDie Wahrheit ist nat\u00fcrlich, dass sie zwar einen technologischen Vorsprung haben, Frankreich aber kein Geld mehr hat\u201c, sagte er mit Blick auf \u200dden franz\u00f6sischen R\u00fcstungskonzern Dassault, der den Fortgang des milliardenschweren Projekts derzeit \u200dmit dem Pochen auf einen gr\u00f6\u00dferen Arbeitsanteil blockiert. \u201eIch denke also, dass es &#8230; noch Hoffnung gibt, dass ein Kompromiss gefunden werden k\u00f6nnte, bei dem wir etwas mehr \u2060Geld bereitstellen und die Franzosen akzeptieren, dass der Technologieanteil gerecht und f\u00fcr alle Seiten akzeptabel ist.\u201c Die deutsche und die franz\u00f6sische Regierung hatten eigentlich bis Jahresende die Zukunft des Projekts kl\u00e4ren wollen, die Entscheidung \u200daber erneut vertagt.<\/p>\n<p>Falls das \u2060Projekt scheitere, \u200cm\u00fcsse man sich nach Alternativen umschauen, sagte \u200cIschinger. Er habe gehofft, \u201edass FCAS \u200cin zehn Jahren so etwas wie die n\u00e4chste Generation von Airbus sein w\u00fcrde\u201c, f\u00fcgte er \u200bmit Verweis auf den deutsch-franz\u00f6sischen Flugzeugkonzern hinzu. Er sei \u00fcberzeugt, dass Bundeskanzler Friedrich \u200dMerz \u2060und sein Team alles tun w\u00fcrden, um das Projekt vor dem Scheitern zu bewahren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Russlands Schl\u00e4ge aus der Luft gehen nach mehreren unruhigen N\u00e4chten auch am Tag weiter. 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