{"id":712132,"date":"2026-01-12T08:52:18","date_gmt":"2026-01-12T08:52:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/712132\/"},"modified":"2026-01-12T08:52:18","modified_gmt":"2026-01-12T08:52:18","slug":"koalition-der-willigen-wenig-qualitative-verbesserungen-das-ringen-um-eine-friedenstruppe-fuer-die-ukraine","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/712132\/","title":{"rendered":"Koalition der Willigen: \u201eWenig qualitative Verbesserungen\u201c \u2013 Das Ringen um eine Friedenstruppe f\u00fcr die Ukraine"},"content":{"rendered":"<p>In die Debatte um eine Friedensmission f\u00fcr die Ukraine scheint Bewegung zu kommen. Mehrere L\u00e4nder sind bereit, Truppen zu entsenden. Macron spricht von \u201emehreren tausend\u201c Soldaten allein aus Frankreich. Konkrete Zusagen gibt es daneben aber kaum \u2013 nicht nur Deutschland z\u00f6gert.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Als der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron gemeinsam mit Gro\u00dfbritanniens Premierminister Keir Starmer und im Beisein seines Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj eine Absichtserkl\u00e4rung \u00fcber die Entsendung von Soldaten in die Ukraine unterzeichnete, fehlte eine zentrale Person: Friedrich Merz. Der Bundeskanzler <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video695d3aed4d1d5f581eead9b2\/krieg-in-der-ukraine-arbeiten-unermuedlich-fuer-frieden-sagt-merz.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video695d3aed4d1d5f581eead9b2\/krieg-in-der-ukraine-arbeiten-unermuedlich-fuer-frieden-sagt-merz.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u00e4u\u00dferte sich erst in einer anschlie\u00dfenden Pressekonferenz<\/a> zu einem m\u00f6glichen deutschen Beitrag f\u00fcr eine europ\u00e4ische Friedensmission f\u00fcr Kiew. Es sei denkbar, \u201edass wir nach einem Waffenstillstand Kr\u00e4fte f\u00fcr die Ukraine auf benachbartem Nato-Gebiet einmelden\u201c, so Merz \u2013 und ging damit zumindest \u00fcber fr\u00fchere Stellungnahmen hinaus. Regelrecht euphorisch zeigte sich Selenskyj kurz darauf in Zypern, wo er von einem \u201eneuen Meilenstein\u201c schw\u00e4rmte.<\/p>\n<p>Die Ukraine-Unterst\u00fctzer in der sogenannten Koalition der Willigen verkaufen die Ergebnisse ihres <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video695cbd32a4ee74e14e237255\/koalition-der-willigen-gipfeltreffen-in-paris-35-staaten-diskutieren-sicherheitsgarantien-fuer-die-ukraine.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video695cbd32a4ee74e14e237255\/koalition-der-willigen-gipfeltreffen-in-paris-35-staaten-diskutieren-sicherheitsgarantien-fuer-die-ukraine.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Treffens in Paris<\/a> als Fortschritt. Gro\u00dfbritannien und Frankreich erneuerten dort nicht nur ihre Zusagen, f\u00fcr den Fall einer Waffenruhe Soldaten zu schicken, sondern wollen auch Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte in der Ukraine einrichten. Weitere, nicht namentlich genannte Verb\u00fcndete seien ebenfalls bereit, Einheiten zu entsenden, hie\u00df es. Daf\u00fcr offen zeigte sich diese Woche etwa Spaniens Regierungschef Pedro S\u00e1nchez. Auch Estland will sich mit einer \u201ekompaniestarken Einheit, Ausbildern und Stabsoffizieren\u201c beteiligen. Am Wochenende teilte der britische Verteidigungsminister John Healey in Kiew mit, 200 Millionen Pfund (etwa 230 Millionen Euro) f\u00fcr die \u200bVorbereitung der Mission bereitzustellen. <\/p>\n<p>Konkrete Zusicherungen der anderen Europ\u00e4er sucht man abseits der Bekundungen jedoch vergeblich \u2013 was die Frage aufwirft, ob die Verb\u00fcndeten tats\u00e4chlich so entschlossen sind, wie sie es in Richtung Moskau und Washington demonstrieren. Dass 26 L\u00e4nder bereit seien, Truppen zu entsenden oder \u201eUnterst\u00fctzung zu Lande, zur See oder aus der Luft\u201c zu leisten, h<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video68b9a24246b61b4dcb0ba01b\/ukraine-gipfel-in-paris-laut-macron-wollen-sich-26-laender-an-ukraine-einsatz-beteiligen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video68b9a24246b61b4dcb0ba01b\/ukraine-gipfel-in-paris-laut-macron-wollen-sich-26-laender-an-ukraine-einsatz-beteiligen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">atte Macron bereits im Sp\u00e4tsommer mitgeteilt<\/a>. Was daraus folgt, ist weiterhin unklar. Regierungssprecher Stefan Kornelius d\u00e4mpfte zuletzt die Erwartungen, als er sagte, \u00fcber die Strukturen einer Unterst\u00fctzungsmission werde \u201enoch lange zu beraten sein\u201c.<\/p>\n<p>Auch die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article692ffbb81625eabef80e366b\/sicherheitsexpertin-claudia-major-aus-russischer-sicht-ist-der-konflikt-mit-dem-westen-bereits-ein-krieg.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article692ffbb81625eabef80e366b\/sicherheitsexpertin-claudia-major-aus-russischer-sicht-ist-der-konflikt-mit-dem-westen-bereits-ein-krieg.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Sicherheitsexpertin Claudia Major <\/a>sieht keine fundamentalen Fortschritte. \u201eIch sehe wenig qualitative Verbesserungen\u201c, sagte Major im Podcast \u201eRonzheimer\u201c, der wie WELT zu Axel Springer geh\u00f6rt. Abgesehen von der \u201esymbolisch sehr guten\u201c schriftlichen Erkl\u00e4rung von Frankreich und Gro\u00dfbritannien gebe es \u201enicht viel Neues\u201c. Das Treffen in Paris sei vor allem der Versuch der europ\u00e4ischen Verb\u00fcndeten gewesen, gegen\u00fcber den Amerikanern Handlungsf\u00e4higkeit und Geschlossenheit zu demonstrieren \u2013 w\u00e4hrend sie sich l\u00e4ngst \u201enicht in allen Teilen einig\u201c seien. Sie h\u00e4tte sich zudem gew\u00fcnscht, \u201edass auch die Bundesrepublik sagt: \u201aWir sind dabei\u2018\u2018\u2018.<\/p>\n<p>Kaum konkrete Zusagen<\/p>\n<p>Wer sich in europ\u00e4ischen Hauptst\u00e4dten umh\u00f6rt, stellt fest: Nicht nur in Deutschland ist die Frage der Entsendung von Bodentruppen in die Ukraine heikel. Selbst wichtige Unterst\u00fctzerl\u00e4nder wie der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus690c8dc80580923d09989472\/schutz-gegen-russland-manchmal-habe-ich-den-eindruck-dass-man-in-deutschland-nicht-wahrnimmt-was-wir-zu-bieten-haben.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/plus690c8dc80580923d09989472\/schutz-gegen-russland-manchmal-habe-ich-den-eindruck-dass-man-in-deutschland-nicht-wahrnimmt-was-wir-zu-bieten-haben.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Nato-Mustersch\u00fcler Polen<\/a> schlie\u00dfen den Einsatz von Truppen in der Ukraine bisher aus. Die italienische Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni lehnt dies ebenfalls ab.<\/p>\n<p>Andere Regierungen weisen immer wieder darauf hin, dass es f\u00fcr konkrete Zusagen zu fr\u00fch sei. So sagt der d\u00e4nische Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen gegen\u00fcber WELT: \u201eD\u00e4nemark ist bereit, nach einem Waffenstillstand oder Friedensabkommen zu einer m\u00f6glichen europ\u00e4ischen milit\u00e4rischen Pr\u00e4senz in der Ukraine beizutragen. Konkrete Beitr\u00e4ge werden davon abh\u00e4ngen, wie sich die Lage entwickelt.\u201c Das niederl\u00e4ndische Au\u00dfenministerium verweist darauf, dass erst die Rahmenbedingungen der Mission feststehen m\u00fcssten. <\/p>\n<p class=\"c-inline-teaser-list__headline\">Lesen Sie auch<\/p>\n<ul class=\"c-inline-teaser-list__content\">\n<li class=\"c-inline-teaser-list__element\">\n<p>Weltplus Artikel\u201eKoalition der Willigen\u201c<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die vage Kommunikation der Verb\u00fcndeten hat zum einen strategische Gr\u00fcnde. Russland soll \u00fcber die Absichten im Dunkeln gelassen werden, das Prinzip der \u201estrategischen Ambiguit\u00e4t\u201c hat selbst Berlin inzwischen verinnerlicht. \u00dcber Art und Umfang eines deutschen Beitrags w\u00fcrden Bundesregierung und Bundestag entscheiden, sobald die Bedingungen f\u00fcr einen Waffenstillstand gekl\u00e4rt seien, sagte Merz nach dem Treffen in Paris. \u201eWir schlie\u00dfen dabei grunds\u00e4tzlich nichts aus.\u201c <\/p>\n<p>\u00c4hnlich \u00e4u\u00dfert sich Schweden, das mitteilte, man beteilige sich aktiv an der laufenden Planung f\u00fcr eine multinationale Truppe f\u00fcr die Ukraine und schlie\u00dfe zum jetzigen Zeitpunkt keine k\u00fcnftigen Beitr\u00e4ge aus. Aus Den Haag hei\u00dft es, die Koalition habe bewusst beschlossen, keine Details \u00f6ffentlich zu machen, da \u201eRussland und andere der Ukraine feindlich gesinnte Akteure\u201c die Diskussion \u201eaufmerksam verfolgen\u201c und Einblicke in die Planung \u201edie Mission und die eingesetzten Soldaten gef\u00e4hrden k\u00f6nnten\u201c.<\/p>\n<p>\u00dcber all der Vorsicht stehen aber auch innenpolitische Erw\u00e4gungen. Mehr als vier Jahre nach Beginn der russischen Gro\u00dfinvasion f\u00e4llt es europ\u00e4ischen Regierungen sichtlich schwer, ihre kriegsm\u00fcden Bev\u00f6lkerungen von einem milit\u00e4rischen Engagement der eigenen Soldaten zu \u00fcberzeugen. <\/p>\n<p>Unter anderem in Frankreich und Italien kam es in den vergangenen Monaten zu Protesten und den Versuchen, Aufr\u00fcstung gegen Sozialpolitik auszuspielen. Selbst in Polen, das nicht f\u00fcr seine Nachsichtigkeit gegen\u00fcber Moskau bekannt ist, lehnt eine gro\u00dfe Mehrheit der Bev\u00f6lkerung laut Umfragen die Entsendung polnischer Soldaten in die Ukraine ab. <\/p>\n<p>Drohungen aus Moskau<\/p>\n<p>Der Kreml reagiert mit den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video693000448e5be81710cb89a6\/putin-droht-europa-es-zielt-hauptsaechlich-auf-uns-deutsche-wir-haben-keine-atomwaffen.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video693000448e5be81710cb89a6\/putin-droht-europa-es-zielt-hauptsaechlich-auf-uns-deutsche-wir-haben-keine-atomwaffen.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">altbekannten Drohgeb\u00e4rden<\/a> auf diese Vorbehalte. Aus Sicht von Russland gilt es, die Stationierung ausl\u00e4ndischer Truppen in der Ukraine unbedingt zu verhindern, weshalb Moskau gezielt Angst vor Gegenreaktionen sch\u00fcrt. Bereits im September hatte Wladimir Putin westliche Soldaten in der Ukraine nach einem Waffenstillstand als \u201eein legitimes Ziel\u201c bezeichnet. <\/p>\n<p>Diese Drohung erneuerte die Sprecherin des russischen Au\u00dfenministeriums diese Woche, als sie den Verb\u00fcndeten vorwarf, mit ihren neuen militaristischen Erkl\u00e4rungen aus dieser Woche eine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article695b502cfb77630dac277a28\/ukraine-krieg-es-ist-an-der-zeit-dass-europa-mit-russland-spricht-sagt-meloni-liveticker.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article695b502cfb77630dac277a28\/ukraine-krieg-es-ist-an-der-zeit-dass-europa-mit-russland-spricht-sagt-meloni-liveticker.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">echte \u201eKriegsachse\u201c zu bilden<\/a>, und die Pl\u00e4ne \u201egef\u00e4hrlich\u201c und \u201ezerst\u00f6rerisch\u201c nannte.<\/p>\n<p>Das setzt europ\u00e4ische Regierungen unter Druck, schlie\u00dflich br\u00e4uchte es in den meisten Staaten eine Parlamentsmehrheit f\u00fcr ein Auslandsmandat der nationalen Armeen. Der britische Premier Starmer k\u00fcndigte an, das Parlament \u00fcber das Vorhaben abstimmen zu lassen. Auch der niederl\u00e4ndische Ministerpr\u00e4sident Dick Schoof betonte nach dem Treffen in Paris, dass die Frage einer Beteiligung an einer Friedensmission auch im Parlament beantwortet werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Macron kann als Oberbefehlshaber eine kurzfristige Entsendung franz\u00f6sischer Soldaten anordnen. Er k\u00fcndigte an, Frankreich k\u00f6nne \u201emehrere tausend\u201c Soldaten schicken \u2013 womit Paris die Hauptlast des Kontingents tragen w\u00fcrde. Laut einem Bericht der Zeitung <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.lalettre.fr\/fr\/politique_elysee-matignon\/2026\/01\/07\/ukraine--emmanuel-macron-pret-a-envoyer-plus-de-6-000-hommes-apres-le-cessez-le-feu,110593039-art\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.lalettre.fr\/fr\/politique_elysee-matignon\/2026\/01\/07\/ukraine--emmanuel-macron-pret-a-envoyer-plus-de-6-000-hommes-apres-le-cessez-le-feu,110593039-art&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">\u201eLa Lettre\u201c<\/a> sollen daf\u00fcr Truppen aus Estland und Rum\u00e4nien verlegt werden. Allerdings muss auch der franz\u00f6sische Pr\u00e4sident erst noch im Detail darlegen, wie er einen m\u00f6glichen Einsatz angesichts der angespannten Haushaltslage finanzieren will \u2013 und ob f\u00fcr dieses ambitionierte Ziel \u00fcberhaupt genug Soldaten zur Verf\u00fcgung stehen. <\/p>\n<p>Auch andere Europ\u00e4er sind mit Personalengp\u00e4ssen bei ihren Armeen konfrontiert. Die Bundeswehr verweist regelm\u00e4\u00dfig auf die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/bayern\/article695ea255af760025de95dbf9\/litauens-praesident-setzt-auf-deutsche-brigade-ab-2027.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/regionales\/bayern\/article695ea255af760025de95dbf9\/litauens-praesident-setzt-auf-deutsche-brigade-ab-2027.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Litauen stationierte Brigade<\/a>, die bis zum Jahr 2027 auf 5000 Mann anwachsen soll. Deutsche Kampfflugzeuge sichern zudem bereits den Luftraum in Polen, Rum\u00e4nien und dem Baltikum. <\/p>\n<p>Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Henning Otte (CDU), warnte vor einer \u00dcberforderung. \u201eDie Truppe ist bereits \u00fcberdehnt, wir d\u00fcrfen nicht noch mehr auf die Schultern der Soldatinnen und Soldaten packen\u201c, sagte Otte \u2013 auch wenn er grunds\u00e4tzlich keinen Zweifel daran habe, dass die Bundeswehr sich beteiligen k\u00f6nne. <\/p>\n<p>Den Verantwortlichen gro\u00dfer L\u00e4nder wie Deutschland und Polen d\u00fcrfte aber auch klar sein, dass man sich einer Beteiligung \u2013 in welcher Form auch immer \u2013 auf Dauer kaum entziehen kann. F\u00fcr die Ukraine ist eine europ\u00e4ische Friedensmission eine lebenswichtige Sicherheitsgarantie, um einen Waffenstillstand abzusichern und Russland von einem erneuten Angriff auf die Ukraine abzuhalten. <\/p>\n<p>Merz h\u00e4lt sich Optionen offen. Auf die Frage, ob es ausreicht, deutsche Soldaten au\u00dferhalb der Ukraine zu stationieren, sagte er: \u201eEs kann auch richtig sein, beides zu tun, sowohl Truppen in der Ukraine zu stationieren \u2013 das sind vor allen Dingen die Truppen der Ukraine, die gest\u00e4rkt werden m\u00fcssen, die unterst\u00fctzt werden m\u00fcssen \u2013, aber dann eben auch in benachbarten Staaten zur Ukraine weitere Truppen zu stationieren, die f\u00fcr den Fall einer erneuten russischen Aggression eingesetzt werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Sicherheitsgarantien der USA entscheidend<\/p>\n<p>Am wichtigsten f\u00fcr einen Erfolg der ambitionierten Mission gelten aber nach wie vor die Sicherheitsgarantien der Amerikaner. Hier machen Beobachter Fortschritte aus: \u201eDie Ukraine erh\u00e4lt nun, was ihr seit 2022 gefehlt hat: glaubw\u00fcrdige, strukturierte und multinationale Sicherheitsgarantien, ohne auf einen Nato-Beitritt warten zu m\u00fcssen\u201c, sagte Alexandra de Hoop Scheffer. Selenskyj erkl\u00e4rte auf X, das mit den USA vereinbarte Dokument zu Sicherheitsgarantien f\u00fcr die Ukraine sei \u201ejetzt im Grunde fertig zur Fertigstellung auf h\u00f6chster Ebene\u201c. <\/p>\n<p>Laut der vom \u00c9lys\u00e9e am Dienstag ver\u00f6ffentlichten \u201ePariser Erkl\u00e4rung\u201c haben sich die USA bereit erkl\u00e4rt, einen Mechanismus zur \u00dcberwachung eines Waffenstillstands abzusichern. Was Washington konkret beisteuern will, ist allerdings nicht klar. Einen Einsatz von US-Bodentruppen hat die US-Regierung mehrfach ausgeschlossen, vorstellbar ist aber etwa eine Absicherung aus der Luft. <\/p>\n<p>Von diesen Garantien h\u00e4ngt die Zukunft einer wie auch immer gearteten Friedenstruppe f\u00fcr Kiew ab \u2013 wie auch von der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video693fc463629fc38b106a3e6b\/ukraine-krieg-alles-deutet-darauf-hin-dass-putin-zu-einem-waffenstillstand-bisher-nicht-bereit-ist.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/video693fc463629fc38b106a3e6b\/ukraine-krieg-alles-deutet-darauf-hin-dass-putin-zu-einem-waffenstillstand-bisher-nicht-bereit-ist.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">bisher nicht ersichtlichen Bereitschaft Putins zu einem Waffenstillstand<\/a> und einem Friedensdeal. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/diana-pieper\/\" target=\"_blank\" title=\"(Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet)\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/diana-pieper\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\"><b>Diana Pieper<\/b><\/a><b> ist Redakteurin im Ressort Au\u00dfenpolitik. F\u00fcr WELT berichtet sie \u00fcber internationale Politik mit einem Fokus auf S\u00fcdeuropa sowie Sicherheit und Verteidigung.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In die Debatte um eine Friedensmission f\u00fcr die Ukraine scheint Bewegung zu kommen. Mehrere L\u00e4nder sind bereit, Truppen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":712133,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[4012],"tags":[331,332,15323,7302,183,13,7301,182,14,15,111,115,12,116,317,112,117],"class_list":{"0":"post-712132","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-ukraine","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-balken-inbox","11":"tag-emmanuel","12":"tag-friedrich-cdu","13":"tag-headlines","14":"tag-macron","15":"tag-merz","16":"tag-nachrichten","17":"tag-news","18":"tag-putin","19":"tag-russland-ukraine-krieg-24-2-2022","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-selenskyj","22":"tag-ukraine","23":"tag-wladimir","24":"tag-wolodymyr"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115881282416134064","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/712132","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=712132"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/712132\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/712133"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=712132"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=712132"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=712132"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}