{"id":712170,"date":"2026-01-12T09:13:10","date_gmt":"2026-01-12T09:13:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/712170\/"},"modified":"2026-01-12T09:13:10","modified_gmt":"2026-01-12T09:13:10","slug":"freie-aerzteschaft-patienten-muessen-sich-auf-laengere-wartezeiten-und-mehr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/712170\/","title":{"rendered":"Freie \u00c4rzteschaft: Patienten m\u00fcssen sich auf l\u00e4ngere Wartezeiten und mehr &#8230;"},"content":{"rendered":"<p class=\"date\">12.01.2026 \u2013 08:30<\/p>\n<p class=\"customer\">\n                        <a class=\"story-customer\" title=\"weiter zum newsroom von Freie \u00c4rzteschaft e.V.\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/nr\/57691\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freie \u00c4rzteschaft e.V.<\/a>\n                    <\/p>\n<p><a data-category=\"citylink-story-view\" data-action=\"click\" data-label=\"Citylink in Meldungsansicht\" class=\"story-city event-trigger\" href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/regional\/Essen\" title=\"News aus Essen \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Essen<\/a> (ots)<\/p>\n<p><b>&#8222;Der \u00c4rztemangel und zunehmende Wartezeiten auf Arzttermine sind inzwischen ein bundesweites Problem &#8211; doch ungeachtet dessen forcieren die gesetzlichen Krankenkassen ihre Sparpolitik im ambulanten Bereich kaltschn\u00e4uzig&#8220;, kritisiert Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien \u00c4rzteschaft e.V. (F\u00c4). &#8222;Und dass, obwohl jeder Kenner des deutschen Gesundheitswesens wei\u00df, dass dann noch mehr ambulant m\u00f6gliche Behandlungen in die Kliniken wandern &#8211; was zu exorbitant h\u00f6heren Kosten f\u00fchrt. Und: Welcher Patient m\u00f6chte ins Krankenhaus, wenn es sich vermeiden l\u00e4sst?&#8220; Der Hautarzt aus Essen prognostiziert, dass die Wartezeiten in den Arztpraxen weiter zunehmen, und auch Eigenleistungen erheblich aufwachsen, um moderne zeitgem\u00e4\u00dfe Medizin in den Praxen noch anbieten zu k\u00f6nnen.<\/b><\/p>\n<p><b>Gravierende Unterfinanzierung der ambulanten Medizin<\/b><\/p>\n<p> &#8222;Mittlerweile haben auch Kommunal- und Landespolitiker feststellen m\u00fcssen, wie unterfinanziert die ambulante Medizin ist. Denn kommunale Medizinische Versorgungszentren (MVZ) tragen sich meist nicht, werden insolvent oder m\u00fcssen dauerhaft subventioniert werden. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit genossenschaftlichen oder privat betriebenen MVZ, sogar im haus\u00e4rztlichen Bereich. Und auch von den Kassen selbst gef\u00fchrte ambulante Einrichtungen haben sich bereits vor Jahren \u00fcberhaupt nicht als wirtschaftlich tragf\u00e4hig erwiesen!&#8220; stellt Dietrich fest. <\/p>\n<p> &#8222;Dass die Kassen In Anbetracht dessen die Abschaffung der mit dem Terminservice- und Versorgungsgesetz eingef\u00fchrten Zuschl\u00e4ge f\u00fcr die fach\u00e4rztliche Versorgung fordern, und zudem den Budgetdeckel in der kinder- und haus\u00e4rztlichen Versorgung wieder einf\u00fchren wollen, zeigt, dass die Kassen offenbar nicht rechnen k\u00f6nnen &#8211; oder dass ihnen eine sinnvolle Gesamtfunktion der medizinischen Versorgungsebenen schlichtweg egal ist&#8220;, kritisiert der F\u00c4-Vorsitzende. Dietrich: &#8222;Das ist das Gegenteil von ambulant vor station\u00e4r &#8211; das ist teuer und aufw\u00e4ndig, statt zweckm\u00e4\u00dfig, sparsam und am Patienten orientiert!&#8220; <\/p>\n<p><b>Digitalisierung ja, aber nicht so!<\/b><\/p>\n<p> &#8222;Seit vielen Jahren werden Praxen und Kliniken durch ein von oben aufgezwungenes Telematik-Projekt belastet. Statt die medizinische T\u00e4tigkeit durch moderne Technik zu entlasten, werden \u00c4rztinnen, \u00c4rzte und Psychotherapeuten durch unausgereifte Techniken, st\u00f6rungsanf\u00e4llige Infrastrukturen, unsichere Zugangswege, Sicherheitsl\u00fccken und h\u00e4ufige Abst\u00fcrze des Gesamtsystems belastet&#8220; kritisiert die stellvertretende F\u00c4- Vorsitzende Dr. Silke L\u00fcder in Hamburg. &#8222;Das angebliche Leuchtturmprojekt Elektronische Patientenakte (ePA) interessiert die Versicherten nicht, sondern f\u00fchrt nur zur Abschaffung der \u00e4rztlichen Schweigepflicht zugunsten der Datensammelei f\u00fcr die KI &#8211; Firmen&#8220;. Das Milliardenprojekt sei faktisch gescheitert. <\/p>\n<p><b>Chaotische Vorschl\u00e4ge zur Terminvergabe und zum Notdienst<\/b><\/p>\n<p> Auch die fortgesetzte Forderung von Krankenkassen, Arzttermine zwangsweise \u00fcber ein zentrales Internetportal zu steuern, lehnt Dietrich klar ab. &#8222;Die Patienten wollen nicht herumgeschickt werden, sondern zum Arzt und der \u00c4rztin ihres Vertrauens. Wenn Terminvergabe verpflichtend so gemacht wird, sinkt die Zufriedenheit mit unserem Gesundheitswesen garantiert weiter!&#8220; Zentrale Terminvergaben k\u00f6nnten individuellen Behandlungsbedarfen auch selten gerecht werden, denn sowohl die Behandlungsanl\u00e4sse als auch die Behandlungsspektren der \u00c4rzte seien so unterschiedlich, dass eine anonyme, zentralisierte Planung dem kaum gerecht werden k\u00f6nne. <\/p>\n<p> Ebenso sch\u00e4dlich ist nach Meinung Dietrichs das noch von Ex-Minister Lauterbach vorgeschlagene Konzept eines 24-Stunden-Notdienstes rund um die Uhr. Daf\u00fcr gebe es weder den Bedarf noch personelle Mittel &#8211; im Gegenteil w\u00e4ren zahlreiche Doppelbehandlungen die Folge, weil aus dem Notdienst Patienten dann fortlaufend auf die Regelversorgung verwiesen w\u00fcrden, welcher ihrerseits aber erhebliche \u00f6konomische und personelle Ressourcen entzogen w\u00fcrden. <\/p>\n<p><b>Grundlegende Reform des GKV-Sachleistungssystems geboten<\/b><\/p>\n<p> &#8222;Ich hoffe sehr, dass Frau Ministerin Warken zeitnah grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen anstellt, um das Gesundheitswesens wieder vom Kopf auf die F\u00fc\u00dfe zu stellen. Das bestehende System der Sachleistung ist undemokratisch intransparent und hoffnungslos \u00fcber reguliert. Angesichts der bestehenden Unterfinanzierung funktioniert es in der ambulanten Medizin nicht mehr! Es nutzt Verwaltungen und B\u00fcrokraten bei Krankenkassen und K\u00f6rperschaften &#8211; dient aber in weiten Bereichen nicht mehr der guten Behandlung der gesetzlich Versicherten!&#8220; Dietrich weiter: &#8222;Deshalb werden bis zu einer grundlegenden Reform mehr ambulante Leistungen vom Patienten zu tragen sein. Eine qualitativ hochstehende &#8218;Sicherstellung&#8216; gibt es im bestehenden System in weiten Bereichen nicht mehr.&#8220; <\/p>\n<p class=\"contact-headline\">Pressekontakt:<\/p>\n<p class=\"contact-text\">\u00dcber die Freie \u00c4rzteschaft e.V.<\/p>\n<p>Die Freie \u00c4rzteschaft e. V. (F\u00c4) ist ein Verband, der den Arztberuf<br \/>als freien Beruf verteidigt. Er wurde 2004 gegr\u00fcndet und vertritt<br \/>vorwiegend niedergelassene Haus- und Fach\u00e4rzte sowie verschiedene<br \/>\u00c4rztenetze. Vorsitzender des Bundesverbandes ist Wieland Dietrich,<br \/>Dermatologe in Essen. Ziel der F\u00c4 ist eine unabh\u00e4ngige Medizin, bei<br \/>der Patient und Arzt im Mittelpunkt stehen und die \u00e4rztliche<br \/>Schweigepflicht gewahrt bleibt.<\/p>\n<p>V .i. S. d. P.: Wieland Dietrich, Freie \u00c4rzteschaft e.V.,<br \/>Vorsitzender, Gervinusstra\u00dfe 10, 45144 Essen, Tel.: 0201 68586090,<br \/>E-Mail: <a href=\"https:\/\/www.presseportal.de\/pm\/57691\/mailto: mail@freie-aerzteschaft.de\" class=\"uri-mailto\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> mail@freie-aerzteschaft.de<\/a>, <a target=\"_blank\" class=\"uri-ext outbound\" rel=\"noopener\" href=\"https:\/\/www.freie-aerzteschaft.de\">www.freie-aerzteschaft.de<\/a><\/p>\n<p class=\"originator\">Original-Content von: Freie \u00c4rzteschaft e.V., \u00fcbermittelt durch news aktuell<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"12.01.2026 \u2013 08:30 Freie \u00c4rzteschaft e.V. 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