{"id":712867,"date":"2026-01-12T15:41:11","date_gmt":"2026-01-12T15:41:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/712867\/"},"modified":"2026-01-12T15:41:11","modified_gmt":"2026-01-12T15:41:11","slug":"trump-regierung-laesst-streit-mit-fed-chef-powell-eskalieren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/712867\/","title":{"rendered":"Trump-Regierung l\u00e4sst Streit mit Fed-Chef Powell eskalieren"},"content":{"rendered":"<p>Die US-Notenbank Fed hat nach den Worten ihres Chefs <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/senat-best\u00e4tigt-jerome-powell-als-chef-der-us-notenbank-fed\/a-61780909\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Jerome Powell<\/a> eine Vorladung vom Justizministerium der <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/usa-vereinigte-staaten-amerika\/t-17286012\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Vereinigten Staaten<\/a> erhalten.\u00a0In einer \u00fcber das Videoportal <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/youtube\/t-17524977\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Youtube<\/a>\u00a0verbreiteten Stellungnahme erl\u00e4utert Powell, dass die Vorladung seine Anh\u00f6rung vor dem US-Senat im vergangenen Juni betrifft. Dabei wurde Powell zu der umfassenden Sanierung des Fed-Zentralbankgeb\u00e4udes in der US-Hauptstadt Washington befragt. Pr\u00e4sident Donald Trump wirft der Fed unter anderem vor, das vorgesehene Budget f\u00fcr die Arbeiten \u00fcberschritten zu haben.\u00a0<\/p>\n<\/p>\n<p>Powell: Das sind Vorw\u00e4nde<\/p>\n<p>&#8222;Am Freitag hat das Justizministerium der Federal Reserve Vorladungen einer Grand Jury zugestellt und mit einer strafrechtlichen Anklage im\u00a0Zusammenhang mit meiner Aussage vor dem Bankenausschuss des Senats im vergangenen Juni gedroht&#8220;, so\u00a0Powell.\u00a0Bei dieser neuen Drohung gehe es nicht um seine Aussage vom vergangenen Juni oder um die Renovierung der Geb\u00e4ude der Federal Reserve. &#8222;Das sind Vorw\u00e4nde&#8220;, erkl\u00e4rt Powell in ungewohnter Offenheit.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Die Androhung einer strafrechtlichen Anklage ist eine Konsequenz daraus, dass die Federal Reserve die Zinss\u00e4tze auf der Grundlage unserer besten Einsch\u00e4tzung dessen festlegt, was der \u00d6ffentlichkeit dient, anstatt den Pr\u00e4ferenzen des Pr\u00e4sidenten zu folgen&#8220;, sagt\u00a0Powell mit Blick auf Trump. Er respektiere die Rechtsstaatlichkeit, doch die beispiellose Ma\u00dfnahme m\u00fcsse im Kontext der Drohungen und des anhaltenden Drucks der Regierung gesehen werden. Er werde sein Amt weiter &#8222;integer und im Dienste des amerikanischen Volkes ausf\u00fchren&#8220;, betont der Notenbankchef.\u00a0\u00a0<\/p>\n<p>Aufgabe der Fed ist es, den Arbeitsmarkt mit ihrer Geldmarktpolitik stabil und zugleich Verbraucherpreise niedrig zu halten. Laut US-Gesetz ist die Zentralbank unabh\u00e4ngig.\u00a0<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"75474523\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/75474523_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"Donald Trump streckt den linken Zeigefinger nach vorne \" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>US-Pr\u00e4sident Trump hat den Notenbankchef in den vergangenen Monaten wiederholt \u00f6ffentlich schwer beschimpft (Archivbild) Bild: John Angelillo\/UPI Photo\/IMAGO<\/p>\n<p>Der amerikanische Pr\u00e4sident \u00fcbt seit Monaten Druck auf Powell aus, den Leitzins zu senken, um die Wirtschaft anzukurbeln. Die Federal Reserve hatte diesen zuletzt in mehreren Schritten gesenkt &#8211; das reichte Trump allerdings nicht aus.\u00a0Er beschimpfte Powell als &#8222;Schwachkopf&#8220; und &#8222;Verlierer&#8220; und drohte mit Absetzung.\u00a0<\/p>\n<p>Die Tageszeitung &#8222;New York Times&#8220; schreibt, die Ermittlungen umfassten eine Analyse von Powells \u00f6ffentlichen \u00c4u\u00dferungen und eine Pr\u00fcfung der Ausgaben f\u00fcr das komplexe Renovierungsvorhaben. Die Untersuchung sei von Bezirksstaatsanw\u00e4ltin Jeanine Pirro &#8211; einer langj\u00e4hrigen Vertrauten Trumps &#8211; genehmigt worden.<\/p>\n<p>Trump will im Januar seinen Wunschkandidaten f\u00fcr Fed nennen<\/p>\n<p>Warum die US-Regierung gerade jetzt versch\u00e4rft gegen den Notenbankchef vorgeht, ist unklar. Seine Amtszeit endet ohnehin im kommenden Mai. Trump will noch im Januar seinen Wunschkandidaten f\u00fcr die Nachfolge auf dem Chefposten der Federal Reserve bekanntgeben.<\/p>\n<p>Der US-Pr\u00e4sident bestritt in einem Gespr\u00e4ch mit dem US-Sender NBC News, Kenntnis \u00fcber den Fall zu haben. &#8222;Ich wei\u00df nichts dar\u00fcber, aber er macht seine Sache bei der Fed sicherlich nicht besonders gut, und er ist auch nicht besonders gut im Bauen von Geb\u00e4uden&#8220;, sagte er \u00fcber Powell.\u00a0<\/p>\n<p>Widerstand in US-Politik gegen Regierung<\/p>\n<p>Trumps republikanischer Parteikollege, der Senator Thom Tillis, kritisierte die Ermittlungen. &#8222;Nun stehen die Unabh\u00e4ngigkeit und die Glaubw\u00fcrdigkeit des Justizministeriums selbst infrage&#8220;, schrieb er auf der Plattform X.<\/p>\n<p><img data-format=\"MASTER_LANDSCAPE\" data-id=\"75476141\" data-url=\"https:\/\/static.dw.com\/image\/75476141_${formatId}.jpg\" data-aspect-ratio=\"16\/9\" alt=\"USA Washington D.C. 2026 | Senator Thom Tillis \" style=\"padding-bottom: 56.25%; height: 0; max-height: 0;\"\/>Mit dem Vorgehen nicht einverstanden: US-Senator Thom Tillis Bild: Evelyn Hockstein\/REUTERS<\/p>\n<p>Tillis k\u00fcndigte an, alle von Trump nominierten Kandidaten f\u00fcr die Fed abzulehnen, bis die rechtliche Angelegenheit vollst\u00e4ndig gekl\u00e4rt sei. Er ist Mitglied des f\u00fcr die Fed zust\u00e4ndigen Bankenausschusses. Ohne ihn h\u00e4tten die Republikaner dort keine Mehrheit mehr.\u00a0<\/p>\n<p>Goldpreis erreicht Rekordhoch\u00a0<\/p>\n<p>An den internationalen Finanzm\u00e4rkten l\u00f6ste die Entwicklung in den USA umgehend Reaktionen aus. Der US-Dollar geriet unter Abwertungsdruck,\u00a0w\u00e4hrend der Goldpreis ein Rekordhoch erreichte und die US-Aktienfutures fielen.\u00a0<\/p>\n<p>Experten warnten vor den Folgen des Vorgehens gegen die unabh\u00e4ngigen W\u00e4hrungsh\u00fcter. &#8222;\u00dcberall Benzin auszusch\u00fctten und dann mit Streichh\u00f6lzern zu spielen, geht in der Regel nicht gut aus&#8220;, sagte der Chef-Marktstratege des in den USA ans\u00e4ssigen Finanzdienstleisters Corpay, Karl Schamotta.<\/p>\n<p>Jens S\u00fcdekum, der Berater von <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/deutschland\/t-17878299\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Deutschlands<\/a> Finanzminister <a class=\"internal-link\" href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/lars-klingbeil\/t-60622088\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Lars Klingbeil,<\/a> sagte, das Vorgehen der US-Regierung birge Risiken f\u00fcr das Finanzsystem. &#8222;Mit seinem Frontalangriff auf die Fed unterminiert Donald Trump erneut das Vertrauen in die Unabh\u00e4ngigkeit der amerikanischen Notenbank&#8220;, \u2060sagte S\u00fcdekum \u200dder Nachrichtenagentur Reuters. Es drohten Risiken f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Finanzsystems.<\/p>\n<p>se\/pgr (rtr, afp, ap, dpa)\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die US-Notenbank Fed hat nach den Worten ihres Chefs Jerome Powell eine Vorladung vom Justizministerium der Vereinigten Staaten&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":712868,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[3977],"tags":[331,332,13,14,15,12,4017,4018,4016,64,4019,4020],"class_list":{"0":"post-712867","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-usa","8":"tag-aktuelle-nachrichten","9":"tag-aktuelle-news","10":"tag-headlines","11":"tag-nachrichten","12":"tag-news","13":"tag-schlagzeilen","14":"tag-united-states","15":"tag-united-states-of-america","16":"tag-us","17":"tag-usa","18":"tag-vereinigte-staaten","19":"tag-vereinigte-staaten-von-amerika"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/115882890683669691","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/712867","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=712867"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/712867\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/712868"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=712867"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=712867"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=712867"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}