{"id":713168,"date":"2026-01-12T18:28:13","date_gmt":"2026-01-12T18:28:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/713168\/"},"modified":"2026-01-12T18:28:13","modified_gmt":"2026-01-12T18:28:13","slug":"byd-xpeng-und-co-bewegung-im-zollstreit-wird-europa-ueberrollt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/713168\/","title":{"rendered":"BYD, XPeng und Co: Bewegung im Zollstreit \u2013 wird Europa \u00fcberrollt?"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-introduction\">F\u00fcr Chinas Autobauer werden Exporte aufgrund harter Preisk\u00e4mpfe und \u00dcberkapazit\u00e4ten im Heimatmarkt zur Pflicht. BYD, Geely, XPeng und Co r\u00fccken Europa ins Zentrum ihrer Strategien. Die EU sch\u00fctzte ihre Hersteller zuletzt mit Importz\u00f6llen, doch nun k\u00f6nnte sie im Dialog mit China die Regeln vereinfachen.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4ische Union steuert im Handelskonflikt mit China auf eine Deeskalation zu. Anstelle der im Jahr 2024 eingef\u00fchrten zus\u00e4tzlichen Z\u00f6lle auf chinesische Elektroautos setzt Br\u00fcssel k\u00fcnftig st\u00e4rker auf sogenannte Preisverpflichtungen. Chinesische Hersteller k\u00f6nnen Angebote einreichen, um Strafabgaben zu vermeiden. Kern sind verbindliche Mindestimportpreise, die den Effekt staatlicher Subventionen ausgleichen sollen.<\/p>\n<p>Die Leitlinien der EU-Kommission gehen \u00fcber Preisfragen hinaus. Exporteure m\u00fcssen ihre Vertriebswege offenlegen, m\u00f6gliche Quersubventionierungen transparent machen und Angaben zu k\u00fcnftigen Investitionen innerhalb der EU liefern. Die Kommission pr\u00fcft anschlie\u00dfend, ob diese Zusagen eine vergleichbare Schutzwirkung entfalten wie die bisherigen Z\u00f6lle. Diese reichten je nach Hersteller bis zu 35,3 Prozent, etwa bei Fahrzeugen des SAIC-Konzerns.<\/p>\n<blockquote class=\"twitter-tweet\">\n<p lang=\"en\" dir=\"ltr\">CCCEU Statement on the Positive Outcome of China\u2013EU Consultations on the Electric Vehicle Case<\/p>\n<p>Brussels, 12 January 2026<\/p>\n<p>The China Chamber of Commerce to the European Union (CCCEU) warmly welcomes and highly commends the positive outcome achieved through dialogue and\u2026<\/p>\n<p>\u2014 China Chamber of Commerce to the EU (CCCEU) \u6b27\u76df\u4e2d\u56fd\u5546\u4f1a (@CCCEUofficial) <a href=\"https:\/\/twitter.com\/CCCEUofficial\/status\/2010648737580740633?ref_src=twsrc%5Etfw\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">January 12, 2026<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/01\/vgzm.1003603-92ec2e55-9a52-4690-8a90-caf49e20da34.gif\" height=\"1\" width=\"1\" border=\"0\" loading=\"lazy\" alt=\"\"\/><\/p>\n<p>Politisch ist der neue Kurs als bewusste Entspannung angelegt. China und die EU f\u00fchrten mehrere Verhandlungsrunden und einigten sich darauf, klare Leitlinien f\u00fcr Exporteure zu schaffen. Die chinesische Handelskammer bei der EU sprach von einer sanften Landung im Zollstreit. Br\u00fcssel setzt damit auf Regulierung und Dialog \u2013 trotz wachsenden Drucks aus den USA, gegen\u00fcber China einen h\u00e4rteren Kurs einzuschlagen.<\/p>\n<p>                            BYD, XPeng und Co d\u00fcrften profitieren<\/p>\n<p>\u00d6konomisch ist der Ansatz f\u00fcr Hersteller wie BYD zentral. Statt Margen \u00fcber Z\u00f6lle an die EU abzuf\u00fchren, verbleiben die Gewinne bei den Unternehmen. Das erh\u00f6ht die Planbarkeit und verbessert die Rentabilit\u00e4t des Europagesch\u00e4fts. Gerade angesichts der angespannten Lage im chinesischen Heimatmarkt gewinnt dieser Effekt an Gewicht.<\/p>\n<p>                            Flucht nach Europa<\/p>\n<p>Der chinesische Markt leidet unter massiven \u00dcberkapazit\u00e4ten und einem harten Preiswettbewerb. F\u00fcr BYD und andere Anbieter gewinnen Exporte damit strukturell an Bedeutung. Europa ist dabei ein zunehmend wichtiger Wachstumsmarkt. Branchenprimus\u00a0BYD etwa setzte\u00a0Von Januar bis November laut Daten des Branchenverbands ACEA 159.869 Fahrzeuge in Europa ab, was 3,8 Prozent der weltweiten Verk\u00e4ufe entsprach. Im Gesamtjahr 2024 waren es lediglich rund 50.000 Fahrzeuge oder rund 1,2 Prozent.<\/p>\n<p>                            Chinas Autobauer in Europa auf dem Vormarsch<\/p>\n<p>Trotz der im Jahr 2024 eingef\u00fchrten EU-Z\u00f6lle gewannen chinesische Hersteller Marktanteile. Im November erreichten sie 12,8 Prozent des europ\u00e4ischen Elektroauto-Markts. Viele Anbieter nahmen die zus\u00e4tzlichen Kosten in Kauf oder verlagerten den Fokus auf Hybridmodelle. F\u00fcr BYD bleibt Europa damit ein Schl\u00fcsselmarkt im globalen Expansionskurs. Auch f\u00fcr Marken wie SAIC, Geely und XPeng, die ihre Pr\u00e4senz in Europa ausbauen, sind diese News positiv. Branchen-Newcomer Xiaomi plant ab 2026 den Einstieg in Europa.<\/p>\n<p>Die potenzielle Entspannung zwischen China und der EU d\u00fcrfte den chinesischen Autobauern helfen. Noch ist allerdings nichts in trockenen T\u00fcchern. DER AKTION\u00c4R r\u00e4t aktuell nur bei XPeng zum Einstieg.<\/p>\n<p>        <script async src=\"https:\/\/platform.twitter.com\/widgets.js\" charset=\"utf-8\"><\/script><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr Chinas Autobauer werden Exporte aufgrund harter Preisk\u00e4mpfe und \u00dcberkapazit\u00e4ten im Heimatmarkt zur Pflicht. 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