{"id":713971,"date":"2026-01-13T01:57:19","date_gmt":"2026-01-13T01:57:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/713971\/"},"modified":"2026-01-13T01:57:19","modified_gmt":"2026-01-13T01:57:19","slug":"ki-modell-eden-hoffnung-auf-heilung-von-krebs-und-seltenen-krankheiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/713971\/","title":{"rendered":"KI-Modell \u201eEden\u201c: Hoffnung auf Heilung von Krebs und seltenen Krankheiten"},"content":{"rendered":"<p>    close notice<\/p>\n<p class=\"notice-banner__text a-u-mb-0\">\n      This article is also available in<br \/>\n        <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/en\/news\/AI-model-Eden-to-generate-new-gene-therapies-and-drugs-11138531.html\" class=\"notice-banner__link a-u-inline-link\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">English<\/a>.<\/p>\n<p>      It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.\n    <\/p>\n<p class=\"notice-banner__link a-u-mb-0\">\n    Don\u2019t show this again.\n<\/p>\n<p>Mit dem KI-Modell \u201eEden\u201c erhoffen sich die Wissenschaftler, neue Gentherapien und Medikamente zu erschaffen, die die schlimmsten Krankheiten heilen k\u00f6nnen, <a href=\"https:\/\/www.ft.com\/content\/29ec4303-cb70-48b5-a28c-320a7062cdd3\" rel=\"external noopener\" target=\"_blank\">berichtet die Financial Times<\/a>. Das KI-Modell soll die Therapien aus der Evolution ableiten und dadurch erkennen k\u00f6nnen, welche Enzyme f\u00fcr die Gentherapie geeignet sind. Beobachter sehen allerdings noch viele offene Fragen, die es zu beantworten gilt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Schon der Name \u201eEden\u201c ist als Anspielung auf den paradiesischen Garten in der Bibel ein Statement: Das internationale Team greift bei seinem KI-Modell auf einen riesigen Datensatz zur\u00fcck. Zu diesem geh\u00f6ren \u00fcber zehn Milliarden Gene von mehr als 1,03 Millionen Spezies, wovon die meisten von Mikroben stammen. Die britische Firma Basecamp Research hat den Datenbestand beigetragen. Das Trainingsmaterial habe es bislang so nicht in \u00f6ffentlichen Datenbanken gegeben. Nvidia tritt \u00fcber seinen Venture-Capital-Arm NVentures als Investor und Partner auf, ebenso Microsoft.<\/p>\n<p>Therapie soll defekte Gene erg\u00e4nzen<\/p>\n<p>Doch nicht nur der Umfang des Datenmaterials hat die Forscher offenbar dazu ermutigt, beim Namen des KI-Modells auf die christliche Sch\u00f6pfungslehre anzuspielen. Auch der Ansatz, wie Menschen mit den Erkenntnissen geholfen werden soll, klingt ambitioniert. Mit KI-designten Enzymen sollen pr\u00e4zise gro\u00dfe Gen-Insertionen beim Menschen vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Neben der Gen-Addition gibt es auch die Methoden des Umschreibens von DNA (Gen-Editing) und das Stilllegen von problematischen Genen (Gen-Silencing). Das KI-erzeugte Gen kann mit umgebauten, harmlosen Viren in die Zelle transportiert werden. Alternativ k\u00f6nnen auch Lipid-Nanopartikel wie bei mRNA-Impfstoffen oder direkte Injektionen eingesetzt werden.<\/p>\n<p>An \u00fcber 10.000 krankheitsrelevanten Stellen im menschlichen Genom seien diese Erg\u00e4nzungen von Genen bereits vorgenommen worden. Sie erg\u00e4nzen defekte Gene. In Labortests sei es so bereits gelungen, Krebszellen abzut\u00f6ten. Gegen\u00fcber fr\u00fcheren Methoden sei dieses Einf\u00fcgen ohne DNA-Sch\u00e4digung gelungen und f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere DNA-Abschnitte. Dadurch werde unter anderem Ver\u00e4nderungen an falschen Stellen (Off-Target-Effekte) vorgebeugt.<\/p>\n<p>        Weiterlesen nach der Anzeige<\/p>\n<p>Mittel gegen multiresistente Bakterien?<\/p>\n<p>Die Forschung soll aber zum Beispiel auch dabei helfen, Peptide gegen multiresistente Bakterien zu generieren. Mit dem KI-Modell als einheitliche Grundlage k\u00f6nnte es auch m\u00f6glich werden, schneller und g\u00fcnstiger als bisher Medizin f\u00fcr seltene Krankheiten zu entwickeln.<\/p>\n<p>Forscher wie Fyodor Urnov von der UC Berkeley geben zu bedenken, dass es nicht mit einem neuen Werkzeug alleine getan ist. Dass die Technologie tats\u00e4chlich klinisch angewendet werden kann, h\u00e4nge auch von Faktoren wie Regulierung, Herstellung und Versicherung ab. Omar Abudayyeh von Harvard Medical School zeigte sich ebenfalls skeptisch: Sicherheit und Effizienz der Methode m\u00fcssten erst noch nachgewiesen werden.<\/p>\n<p>(<a class=\"redakteurskuerzel__link\" href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/mailto:mki@heise.de\" title=\"Malte Kirchner\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mki<\/a>)<\/p>\n<p>\n      Dieser Link ist leider nicht mehr g\u00fcltig.\n    <\/p>\n<p>Links zu verschenkten Artikeln werden ung\u00fcltig,<br \/>\n      wenn diese \u00e4lter als 7\u00a0Tage sind oder zu oft aufgerufen wurden.\n    <\/p>\n<p><strong>Sie ben\u00f6tigen ein heise+ Paket, um diesen Artikel zu lesen. Jetzt eine Woche unverbindlich testen \u2013 ohne Verpflichtung!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"close notice This article is also available in English. 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